Evolution der Bildung: Wie freies Lernen Kinder entfaltet

Unbezahlte Werbung wegen Namensnennung / persönlicher Empfehlung.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, überkommt mich ein bittersüßer Schmerz. Es ist, als würde ein dunkler Schleier über meine Kindheit gelegt, ein Gefühl von Traurigkeit, Ohnmacht und tiefem Unverständnis. Schule – das sollte doch ein Ort sein, an dem Kinder wachsen dürfen, ihre Flügel ausbreiten, neugierig die Welt entdecken. Für mich jedoch war sie ein Ort des Verstummens, der Anpassung, der Angst. Ein Ort, an dem Kreativität im Keim erstickt und Individualität wie ein Fehler behandelt wurde.

Leistung statt Liebe zum Lernen

Schon in der Grundschule wurde mir klar: Nur wer funktioniert, wer leistet, wer sich anpasst, ist etwas wert. Noten waren keine Hilfen, sondern Urteile. Sie wurden zur Währung für Anerkennung – und ich war oft im Minus. Ich war ruhig, zurückhaltend, schüchtern. Mich zu melden oder vor der Klasse zu sprechen fühlte sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser, für den ich nie schwimmen gelernt hatte. Aber statt dafür Verständnis oder Unterstützung zu erhalten, bekam ich einfach eine 5. Oder eine 6. Nicht für Faulheit – sondern für mein Wesen.

Kein Lehrer fragte je, was ich brauchte. Stattdessen wurde bewertet, was ich nicht konnte. Fehler wurden nicht als Schritte gesehen, sondern als Makel, die bestraft wurden. Ich habe gelernt zu funktionieren – schriftlich immerhin. Ich schrieb das Gelernte nieder, mit dem Druck im Nacken, unbedingt eine 2 schreiben zu müssen, damit ich überhaupt eine 4 auf dem Zeugnis bekam. Denn mündlich „war da nichts zu machen“, wie es so schön hieß. Klar – wie auch, mit einem Selbstwertgefühl, das kaum noch atmen konnte?

Wenn Persönlichkeit zur Schwäche gemacht wird

Besonders weh tat mir, dass meine natürliche Introvertiertheit nicht nur ignoriert, sondern abgewertet wurde. Ich war nicht laut, nicht schnell, nicht präsent genug – also war ich „nicht normal“. Dass stille Menschen eine große Tiefe, Aufmerksamkeit und Stärke in sich tragen, sah damals niemand. Und so fühlte ich mich falsch. Klein. Und immer im Schatten der Lauteren.

Dabei liebte ich Worte. Ich liebte Bücher. Ich erinnere mich noch genau an diesen einen Lichtmoment: Ich war die Erste in meiner Klasse mit einem eigenen Leseausweis. Welch ein Stolz! Auch Diktate machten mir Freude – Rechtschreibung lag mir im Blut. Aber auch hier: In Deutsch stand am Ende die Note 4, weil meine Aufsätze nicht dem Geschmack der Lehrerin entsprachen. Natürlich nicht – denn ich entsprach ihr ja auch nicht. Und doch: Heute bin ich Bloggerin mit über 100.000 Lesern. Worte sind mein Zuhause. Sie haben mich gerettet. Und sie tragen heute meine Vision in die Welt.

Lerne dich selbst zu entwickeln

Lass dir niemals einreden, wer du zu sein hast.

Diese eine Lektion habe ich tief verinnerlicht – und sie hat mein Leben verändert. Meine wahre Entfaltung begann nicht in der Schule, sondern viel später. Nach der Ausbildung, mit 19, begann ich zu begreifen, dass ich anders – und genau deshalb wertvoll bin. Ich ging früh ins Berufsleben, weil ich die Enge des Systems nicht mehr ertrug. Und dort begann ich, mich selbst zu entdecken. Besonders meine Introvertiertheit lernte ich zu schätzen – als große Stärke. Sie machte mich zu einer achtsamen Zuhörerin, zu einer feinfühligen Führungskraft, zu einer tief reflektierenden Frau.

Eine neue Schule – für echte Entwicklung

Doch so richtig aufblühen durfte ich erst, als ich Teil eines besonderen Netzwerks wurde – einer Menschenentwicklungsschule. Ein Ort, an dem wir einander sehen, stärken und inspirieren. Ein Raum, in dem Lernen wieder dem Menschen dient – und nicht andersherum. Hier wurde mein Selbstbild heil. Und hier habe ich meine wahre Berufung gefunden.

Heute bin ich Visionshebamme. Ich helfe Menschen, ihre inneren Visionen zu erkennen, sie auf die Welt zu bringen – und einen Weg zu finden, diese auch zu leben. Denn ich weiß, wie schmerzhaft es ist, wenn Träume unterdrückt werden. Und ich weiß, wie heilsam es ist, wenn sie endlich atmen dürfen.

Durch dieses Netzwerk begegnete ich auch Ricardo – einem Menschen mit einer großen Vision: Bildung zu revolutionieren. Lernen neu zu denken. Weg von Kontrolle, hin zu Entfaltung. Weg von Bewertung, hin zu Potenzialentfaltung.

Für alle, die sich zu lange falsch gefühlt haben

Wenn du das hier liest und etwas in dir mitschwingt – dann bist du nicht allein. Vielleicht hast auch du gelernt, dich zu verbiegen, um hineinzupassen. Vielleicht glaubst du bis heute, du seist „zu leise“, „zu viel“ oder „nicht richtig“. Dann will ich dir heute sagen:

Du bist richtig. Ganz genau so.

Und wenn du magst – ich begleite dich gerne ein Stück auf deinem Weg. Als Visionshebamme. Als Mutmacherin. Als jemand, der selbst erlebt hat, wie viel Licht aus der Dunkelheit entstehen kann.

Nun aber zu meiner Begegnung mit Ricardo – einem Menschen, dessen Vision mich tief berührte…


Ricardos Geschichte: Der Weg zu einer Revolution in der Bildung

Ricardos Schulzeit war anders. Die ersten vier Jahre verbrachte er zu Hause im Homeschooling, konnte selbstbestimmt lernen und von zu Hause aus die Welt entdecken. Danach ging er in die Schule, stets unterstützt von seinen Eltern, die ihm Rückhalt gaben. Die Schulzeit selbst war gut für ihn, er erzielte gute Noten, aber etwas in ihm sagte ihm, dass da noch mehr sein musste. Etwas, das er noch nicht ganz begreifen konnte.

Der wahre Wendepunkt, der alles in ihm veränderte, kam mit 25 Jahren – er war kein Kind mehr, sondern ein Erwachsener, der sich plötzlich mit den echten, tiefen Themen der Welt konfrontiert sah. Er erlebte eine Erkenntnis, die ihn bis ins Mark erschütterte. Lange Zeit hatte er das Leben der anderen nicht wirklich wahrgenommen, aber jetzt, als er mit den Kindern sprach, die ihm ihre Geschichten erzählten, öffnete sich ein neuer Blick auf die Welt. Körperlicher und geistiger Missbrauch, das Leid der Kinder, die in einem System gefangen waren, das sie nicht verstand – das war die Realität, die ihm so lange verborgen geblieben war. Und er fragte sich, warum niemand ihm früher diese Dinge gesagt hatte.

Die Kinder vertrauten ihm, tauschten Nummern mit ihm aus und sprachen von den Erfahrungen, die sie gemacht hatten. In diesem Moment wusste Ricardo: Es musste sich etwas ändern. Wie viele Kinder, wie viele Menschen, hatten so viel Schmerz, der nie gehört wurde? Wie viele waren einfach nicht gesehen worden? „Sie dachten, sie sind blöd“, erzählte er, „aber eigentlich waren sie Genies und wusste es einfach nicht.“ In den Dankesbriefen, die er später erhielt, stand die Dankbarkeit für etwas, das in dieser Welt viel zu selten gegeben wird: echte Aufmerksamkeit, echtes Mitgefühl, echtes Verständnis.

Mit 26 Jahren fasste Ricardo einen mutigen Entschluss: Er wollte der Grundstein für ein neues Bildungssystem werden, eines, das wirklich auf die Bedürfnisse der Kinder eingeht. Ein System, das mehr bietet als nur Wissen, sondern auch Leben, Menschlichkeit und eine echte Perspektive auf die Zukunft. Es war die Mischung aus tiefer Dankbarkeit und der Einsicht, wie viel Elend und Schmerz auf dieser Welt lauern, die ihn antreibte. In kurzer Zeit sah er die Veränderung und wusste, dass er nicht mehr zurückkehren konnte. „In zehn Jahren möchte ich die ersten Ergebnisse sehen“, sagte er, und er war fest davon überzeugt, dass immer mehr Eltern erkennen würden, dass es einen anderen Weg gab – einen besseren Weg.

Ricardo rät allen Schülern, die sich im aktuellen Schulsystem verloren fühlen: „Es ist nur Schule. Am Ende wird es niemanden interessieren, was du da gelernt hast. Aber das Leben, das du dir selbst baust, das zählt.“ Es geht nicht darum, sich in einem System zu verkriechen, das einem keine Möglichkeiten gibt, sondern darum, sich selbst zu fragen, was man wirklich braucht. Und für Ricardo gibt es keinen Zweifel: Wenn Eltern nicht mitspielen, sollten sie neue Lernmethoden entwickeln, um es ihren eigenen Kindern besser zu machen. „Wir müssen Brücken bauen zwischen den beiden Welten – der Welt der Schule und der Welt des freien Lernens“, sagt er. „Ich war der erste Hybrid, der zwischen beiden Welten hin und her pendelte, und meine Kinder werden die ersten sein, die eine komplett neue Art des Lernens erfahren.“

Die Veränderungen, die Ricardo sich für das Bildungssystem wünscht, sind tiefgreifend. Er spricht von einer Dezentralisierung der Bildung, von der Macht der Gemeinschaft, von Eltern, Lehrern und Kindern, die gemeinsam entscheiden, wie und was sie lernen wollen. Es soll ein System entstehen, das den Menschen vor Ort die Freiheit gibt, sich selbst zu gestalten und zu verändern – und das jederzeit möglich ist. Es geht um die Freiheit, sich für eine Bildungsform zu entscheiden – sei es eine öffentliche oder eine freie Schule. Und vor allem geht es um den freien Zugang zu Bildung für alle, ohne finanzielle Hürden. „Jeder sollte Zugang zu Basiswissen haben“, erklärt Ricardo. „Es geht nicht nur darum, Mathe oder Deutsch zu lernen, sondern auch darum, sich Wissen über die eigene Gesundheit, über das Leben an sich anzueignen – und das sollte für jeden Menschen auf dieser Welt zugänglich sein.“

Ricardo beschreibt freies Lernen als die Entscheidung, sich selbst zu fragen: „Will ich etwas daraus lernen oder möchte ich einfach so bleiben, wie ich bin?“ Es geht um die Freiheit, sich selbst zu entdecken, ohne Druck und ohne Zwang. Um die Möglichkeit, sich wirklich zu entfalten und zu wachsen.

Doch das aktuelle Bildungssystem, so ist er überzeugt, unterdrückt die Kinder in allen Bereichen. „Nicht einmal einfach aufs Klo gehen dürfen“, sagt er mit scharfer Kritik. Es ist die extreme Kontrolle, die die Kinder hemmt, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu leben. In vielen Punkten sei das System einfach erdrückend.

Ricardo hat keine internationalen Beispiele für erfolgreiche Bildungsreformen, die ihn inspirieren, weil er glaubt, dass das ganze System in seiner aktuellen Form überdacht werden muss. Einzelne Schulen mögen Fortschritte machen, aber für ihn ist dies nur der Anfang eines langen Prozesses. „Es braucht Zwischenschritte“, erklärt er, „und wir müssen das traditionelle Schuldenken Schritt für Schritt hinter uns lassen.“

Die größten Herausforderungen auf diesem Weg sind für Ricardo vor allem politischer und bürokratischer Natur. Auch die Medien und viele Lehrer stellen sich gegen Veränderungen, da sie Angst vor dem Unbekannten haben. Doch er ist zuversichtlich, dass sich vieles ändern kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Der Lehrermangel könnte beseitigt werden, wenn wir die Bedingungen verändern“, sagt er. „Wir brauchen ein anderes Wertesystem für Lehrer, die nicht nur nach den alten Regeln arbeiten, sondern sich mit Begeisterung und neuen Lerntechniken auf die Kinder einlassen.“

Ricardo fordert alle Lehrer heraus, sich selbst zu hinterfragen: „Liebst du Kinder? Kannst du Begeisterung vermitteln? Hast du die Lerntechniken, die Kinder heute brauchen?“ In einer seiner Übungen fragt er die Schüler nach ihrer Meinung über einen Lehrer, den sie gerade erlebt haben. „Wie findet ihr den Lehrer?“ fragt er die Kinder. „Wenn sie ihn mögen, bleibt er. Wenn nicht, ist er raus.“ Es geht darum, dass beide Seiten, Lehrer und Schüler, im Lernprozess wachsen. Es gibt immer Kompromisse, aber die Werte und die Leidenschaft müssen stimmen.

Eltern und Lehrer können sich aktiv an dieser Bildungsrevolution beteiligen, indem sie an sich selbst arbeiten. „Wenn Eltern und Lehrer an sich selbst arbeiten, lösen sich viele Probleme mit den Kindern von selbst“, sagt Ricardo. „Das Umdenken findet rasant statt. Wir müssen uns nur darauf einlassen.“

Für die Zukunft der Bildung wünscht sich Ricardo, dass wir alle erkennen, wie sehr wir das bestehende System mitgestaltet haben – aktiv oder passiv. „Das alte System wurde mit Druck, Angst und Strafe erschaffen“, sagt er. „Aber wenn wir das Alte erschaffen konnten, dann können wir auch das Neue erschaffen – mit Liebe, Mut und einer Vision für eine bessere Zukunft. Was auch immer kommt, es wird nicht mehr aufzuhalten sein.“

Wenn du mehr über Ricardos Vision erfahren und selbst entdecken möchtest, wie Lernen wieder frei, lebendig und menschlich sein kann, dann schau unbedingt auf seiner Seite vorbei: wissenschafftfreiheit.com – eine Einladung, Bildung neu zu denken und Freiheit zu leben.

Deine Janine