Neid das Gift der Freundschaft

Die größte, böse Kraft, die es schafft Freundschaften zu zerstören ist Neid. Neid ist wie ein leises, schleichendes Gift welches sich langsam immer mehr ausbreitet. Die Freundschaft wird nach und nach immer mehr vergiftet, bis sie schließlich stirbt.

gabriel-matula-300398-unsplash

Ich kenne das Gefühl nur zu gut und um so näher einem die Person steht, um so neidischer wird man. Wie kommt das? Gerade bei Personen, die uns sehr nahe stehen, bekommen wir ja auch am meisten mit und uns werden deren Erfolge dann ständig vor Augen geführt. Gerade, wenn es dann bei einem selbst gerade nicht so gut läuft schleicht sich der Neid an. Der Ursprung liegt an diesem ständigen gegenseitigen Vergleichen, so entsteht ein indirekter Konkurrenzkampf zwischen Freunden. Der Teil, der die Freundschaft ausmacht, nämlich Vertrauen, Verständnis, Zuverlässigkeit und Unterstützung wird durch den Vergleich immer mehr in den Hintergrund gedrängt.  Ich habe dieses Spiel schon sehr oft durch und zwar beide Rollen.

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob ich dauerhaft mit einer Person befreundet sein könnte, die alles hat, was ich mir von Herzen wünsche, aber selbst nie haben werde.

Schwierige Grundvoraussetzungen sind das. Ich halte es bei Freundschaften daher, eher überwiegend so wie mit der Partnerschaft ich suche eher Gleichgesinnte, damit die Voraussetzungen von Anfang an nicht so schwierig sind. Natürlich gebe ich jedem eine Chance wo die Voraussetzungen dennoch nicht optimal sind, bis jetzt kann ich dazu nur sagen, es war sehr schön solange es dauerte, meistens hielten diese Art von Freundschaften nicht lange – das Gift.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Der Spruch kommt ja nicht von ungefähr.

Wie fühlst du dich als einziger Single unter Pärchen? Ich denke mit gut antwortest du nur, wenn du überzeugter und glücklicher Single bist, ansonsten ist es doch eine indirekte Qual auch wenn du es verdrängst. Ich habe mich damals, als ich Single war immer ganz schrecklich gefühlt und fand es furchtbar, wie sie alle ruhige Abende verbringen wollten, während ich auf die nächste Party gehofft hatte, um vielleicht jemanden kennenzulernen. Ich war damals Single und jung, kein gute Kombination um gegen den Neid zu gewinnen.

Natürlich möchte ich nicht neidisch sein, ich glaube das möchte niemand. Deswegen habe ich daran persönlich auch schon sehr gearbeitet. Heute erfreu ich mich sehr daran, wenn meine Freunde glücklich sind, da wird mir total warm ums Herz. Aber ich habe es auch leicht, weil ich selbst glücklich bin, habe ich die Energie und das Herz mich für meine Freunde zu freuen. Es ist schwer nicht neidisch zu sein, wenn man am Boden ist. Ich bin der Meinung das Gegenmittel gegen das Gift Neid ist Reinheit. Mit sich selbst im Reinen sein und aufhören sich mit anderen zu vergleichen. Andere können mich inspirieren, aber egal was ich tue ich werde immer ich sein, nicht wie die und das ist doch eigentlich auch das Gute.

pro-church-media-441059-unsplash

Alles Andere wäre doch ein verzweifeltes Mitläuferdasein. Dabei möchte doch eigentlich jeder heutzutage etwas Besonderes und individuell sein. Aber sehr viele lassen sich zu oft beeinflussen und führen dann leider so ein Dasein.

Beeinflussung positives und negatives Gift

Die gute alte Schulzeit die Quelle der Beeinflussungen oder? Wie oft hab ich mich doch tatsächlich von dem Satz: „Was willst du denn mit der/dem?“ beeinflussen lassen. Obwohl ich sagen muss, dass ich dadurch das ich nie cool war, freier war. Das war glaube ich unterbewusst auch immer der Grund, warum ich nie zu den Coolen gehören wollte. Ich war immer dazwischen. Weil ich fand die Coolen waren doch überhaupt nicht mehr sie selbst, tja sie waren halt cool.

Auch dieses Vergleichen kenne ich auch nur von der Schulzeit, seit dem ich erwachsen bin vergleiche ich mich nicht mit Anderen, ich habe auch nicht das Bedürfnis mich mit andern zu vergleichen, weil jedem doch andere Dinge, Personen, Lebensweisen glücklich machen. Und materiell bin ich generell nicht eingestellt. Das haben ja auch sehr viele, jemand im Freundeskreis kauft sich etwas und sofort kommt der Gedanke „das will ich auch haben!“ aber will man das wirklich haben? Oder möchte man es nur, weil der Andere es bereits hat und man mithalten möchte?

Mit dem Erwachsen werden sollte eigentlich auch der Neid verschwinden. Denn genauer betrachtet ist es doch einfach nur Kindergarten.

Ihr seht schon Neid entsteht nicht durch das Verhalten der anderen, Neid entsteht ausschließlich in einem selbst.

Gerne würde ich das Gegenmittel durch die ganze Welt streuen, aber leider liegt es an jedem selbst, auch den Neid zu erkennen und zuzugeben. Wir sind alle nicht frei davon, aber wenn es mal passiert, werde ich, bevor sich das Gift in meinem ganzen Körper verbreitet mit der Person sprechen und offen sagen, dass es mir leid tut, aber ich gerade sehr neidisch bin und ich leider im Moment nicht in der Lage bin mich mitzufreuen. Es ist nur ein Satz, aber ich denke dieser Satz kann die Freundschaft retten und den Neid besiegen. Vielleicht braucht man manchmal einfach nur Abstand von der Person, die einem durch ihren Erfolg im Moment gerade die eigenen Misserfolge aufzeigt. Aber ein Abstand ist immer noch besser als ein Ende der Freundschaft, wo derjenige auf dem man neidisch ist, ja nicht einmal weiß, warum die Freundschaft nun zu Ende ist.

PicsArt_06-10-12.40.40[1]

Status statt Kommunikation

Wie ernst nehmt ihr den WhatsApp-Status? Oder wofür und wann benutzt ihr diesen? Soll dieser einen bestimmten Zweck erfüllen?

rawpixel-340967-unsplash

Mir ist aufgefallen, dass der WhatsApp-Status tiefgründiger ist, als man im ersten Moment denkt. Ich erkenne daran sofort, wie die Stimmung meiner Kontakte ist, die einen Status reinstellen. Es ist eine Art der indirekten Kommunikation. Der Status wird reingesetzt in der Hoffnung, dass die bestimmte Person, die damit gemeint ist sich diesen ansieht und sich angesprochen fühlt, doch funktioniert das? Ich würde sagen NEIN! Auch finde ich es traurig, dass einfach nicht mehr miteinander gesprochen wird. Vor Allem weil hinter diesem Status oftmals sehr viele Erwartungen stecken. So viele Erwartungen, die es zu erfüllen gibt, die aber niemals erfüllt werden. Die erste Erwartung ist schon viel zu hoch, dass die gemeinte Person sich angesprochen fühlt. Oftmals läuft es dann darauf hinaus, dass sich alle angesprochen fühlen, nur die bestimmte Person nicht. Immerhin gibt es ja einen bestimmten Grund, wieso man mit der Person gerade keinen direkten, bzw. guten Kontakt hat, so dass bereits, Enttäuschungen, Missverständnisse oder was auch immer vorliegen. Nun zu erwarten das die Person genau weiß, was und wer mit den Status gemeint ist, ist meiner Meinung nach echt zu viel verlangt und auch irgendwie ziemlich kindisch.

Wenn ich möchte, dass eine bestimmte Person sich angesprochen fühlt spreche ich sie an! Das ist nicht nur viel einfacher, sondern ich erhalte dann auch direkt eine Antwort, anstatt ständig irgendetwas zu vermuten.

korney-violin-54739-unsplash

Versteht mich jetzt bitte nicht falsch ich nutze selbst sehr gerne Social Media und habe auch öfter mal einen Status drin oder mache Insta Stories.  Aber mein Status bezieht sich nicht auf eine bestimmte Person, weil ich gar nicht möchte das alle nun zwischen den Zeilen lesen und mitbekommen, dass ich mit Jemandem im Clinch bin. Wenn ich von jemandem Enttäuscht bin dann ist es mein Anliegen, dass diese Person das auch weiß und um das sicherzustellen hilft nur das persönliche Gespräch. Ich bin da altmodisch ich möchte die Dinge klären.

Genau aus diesem Grund komme ich mir manchmal altmodisch vor. Dinge klären…. Irgendwie scheint das nicht mehr „Inn“ zu sein. Heutzutage werden lieber Dauerandeutungen in Form von Status gemacht, von der kleinen Genugtuung, wenn besagte Person sich den Status angeschaut hat, wird dann einen Tag gezerrt und dann geht das Ganze wieder von Vorne los. Und so lebt Jeder vor sich hin, spricht nicht miteinander und hofft darauf, dass sich von ganz alleine irgendetwas ändern wird, während man sich immer weiter hineinsteigert und irgendwann so wütend auf die Person wird, dass man im schlimmsten Fall nie wieder miteinander spricht. Es verläuft sich dann halt einfach im Sande, obwohl man sich eigentlich nicht wirklich etwas getan hat. Wirklich sehr schade, wenn ich bedenke, dass sich viele Missverständnisse schon innerhalb von Minuten klären lassen und dadurch viele Freundschaften erhalten bleiben werden könnten.

Ich für meinen Teil muss zugeben, dass es mir schon schwer fällt nicht jeden Status zu kommentieren, weil ich schon gerne wüsste, was hinter dieser Andeutung steckt, aber ich glaube, dass ich mir wohl teilweise doch einfach zu viele Gedanken mache. Nur soviel noch; mir ist aufgefallen, dass überwiegend nur traurige, unzufriedene Status gepostet werden. Wieso werden nicht mal die schönen Momente geteilt und die Probleme geklärt? Bei mir wird dadurch innerlich nämlich Sorge ausgelöst. Umso öfter eine Person einen Status postet umso mehr Sorgen mache ich mir, weil mir dadurch das Gefühl vermittelt wird, die Person wird nicht gehört, möchte etwas mitteilen und ist mit irgendetwas gerade unzufrieden. Auch werden oft Lebensweisheiten gepostet, die gar nicht zu der Person passen, so als ob sie sich damit selber sagen möchte: „So wäre ich gerne!“ Oder sie glaubt wirklich das sie so ist gegebenenfalls hat das oftmals den blöden Beigeschmack einer falschen Selbstreflexion.

simon-rae-438771-unsplash

Natürlich gibt es auch Ausnahmen und fröhliche Status aber weniger, deswegen meine Frage welchen Sinn hat der Status bei euch?

Verhaltensweisen

Alles hat einen bestimmten Grund, auch das Verhalten und dort muss nicht immer das dahinter stecken, wonach es aussieht.

Früher habe ich mich selbst so verhalten wie viele, weil ich mit mir nicht im Reinen war und dafür anderen Menschen die Schuld gegeben habe (unbewusst). Heute weiß ich es besser und kann aus diesem Grund diesen Menschen auch gar nicht mehr böse sein, sie tun mir wenn ich ehrlich bin einfach nur leid. Schade, das sie mit sich und ihrem Leben nicht zufrieden sind und dadurch so verbittert geworden sind, das sie anderen Menschen nichts Gutes mehr gönnen können.

So ein Verhalten macht auf Dauer einsam

freestocks-org-160637-unsplash

Ich erinnere mich noch genau an meinen 17. Geburtstag. Warum? Weil ich diesen ganz alleine gefeiert habe. Da saß ich nun wütend, traurig und allein und die ganze Welt war Schuld daran. Die Welt ist weder gut noch böse und sie ist schon gar nicht verantwortlich für dein Glück.

Schiebe deine Verantwortung nicht weg!

Im ersten Moment ist es leichter, keine Verantwortung für sein Leben, sein eigenes Glück zu übernehmen, sondern sich einfach auf die Anderen zu verlassen und zu erwarten, dass diese einen glücklich machen. Aber wie soll das funktionieren? Du musst dich dafür sehr viel mit dir selbst beschäftigen um in der Lage zu sein Verantwortung für dein Glück zu übernehmen!

Die Gesellschaft ist oft merkwürdig. Wie oft habe ich schon beobachten können, das wenn Menschen als nett betitelt werden sie darüber total enttäuscht sind.

„Ich bin nett, na toll!“

Für mich ist das ein riesen Kompliment! Weil Nett sein wirklich sehr schwierig ist und es einem auch oft nicht leicht gemacht wird.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an einen Charakter aus meiner Lieblingsserie „One Tree Hill“ zurück, Lindsey! Lindsey war mit Lukas zusammen und dieser hatte eine Ex Freundin Peyton. Als sie sich begegnet sind war Lindsey immer nett und das obwohl Peyton ihr das nicht leicht gemacht hat. Peyton merkte das sie noch etwas für Lukas empfindet und war somit neidisch und eifersüchtig auf Lindsey. Lindsey jedoch verlor nie ein böses Wort über Peyton und war einfach immer nett und zuvorkommend. Ich finde das total bewundernswert und habe mir damals gedacht, so möchte ich auch sein! Selbst als Lindsey merkte, das Lukas ebenfalls noch was für Peyton empfindet er sich aber selbst belügte und Lindsey heiraten wollte. Verließ sie ihn und das ohne Wut. Natürlich war sie unheimlich verletzt und traurig, weil sie Lukas wirklich liebte, aber gerade aus diesem Grund hat sie ihn ja auch verlassen, weil sie ihm und sich das beste wünschte und das waren halt nicht sie beide zusammen. Um sich das einzugestehen, loszulassen und niemandem wirklich die Schuld dafür zu geben, dazu gehört wahre Stärke! Andere könnten dazu nur sagen, na toll, was hat sie denn davon gehabt, dass sie nett war, den Mann hat sie nicht gekriegt. Stimmt sie hat den Mann nicht gekriegt, sie hätte ihn heiraten können und tat es nicht. Aber ist es nicht viel wichtiger den Mann zu heiraten, der einen wahrhaftig liebt und nicht einen Mann zu heiraten der nur denkt das er es tut? Sie hat in dem Sinne nur gewonnen!

Man muss halt weiter denken!

Mir ist aufgefallen das viele einen zu kleinen Blickwinkel haben. Sie bilden sich schnell eine Meinung über eine Person und handeln oftmals aus Neid, Egoismus und Unzufriedenheit ohne es zu merken.

Wie kann ich mir anmaßen ohne ein tiefsinnigeres Gespräch über eine Person zu urteilen?

Natürlich urteile ich auch. Ich renne ja jetzt nicht durch die Gegend und führe mit jedem tiefsinnige Gespräche, aber ich beobachte zumindest und beurteile die Person nicht aus einer einzigen Handlung heraus. Und wenn ich dann für mich entschieden habe, das die Person für mich einfach aufgrund ihres Verhaltens nicht interessant ist, beachte ich sie einfach nicht weiter, ich lästere aber auch nicht über sie bzw. wenn ich lästere – denn niemand ist frei davon, mache ich mir zumindest Gedanken dazu und sage – ich finde es nicht gut, wie sich die Person verhält, aber ich weiß auch nicht warum sie sich so verhält.  Bei manchen Menschen steckt wirklich nichts dahinter die sind einfach nur blöd. Aber andere haben vielleicht einen Grund warum sie handeln wie sie handeln und das finde ich persönlich sehr interessant. Die meisten Menschen tragen eine tiefe Traurigkeit in sich.

Vor kurzem war ja „Tag des Kompliments“. Ich halte generell nichts von diesem Tag des …., weil es ja für fast alles heute einen Tag gibt. Diesen Tag halte ich allerdings für sinnvoll, weil Komplimente einfach so nicht mehr vergeben werden. Lernt doch einfach mal wieder anderen Menschen ein Kompliment zu machen und ihr werdet sehen wie bereichernd das auch für euch selbst ist. Schon komisch, dass Komplimente für viele eine so große Hürde geworden sind und stattdessen das Niedermachen ein Leichtes ist, weil die meisten nur damit beschäftigt sind sich selbst zu schützen. Dabei wünschen wir uns doch alle eine freundlicherer Gesellschaft oder?

sidharth-bhatia-131092-unsplash

 

 

 

 

 

 

Begegnungen

Eine Begegnung verändert dein ganzes Leben…

Jede Begegnung ist wie ein ungeschriebenes Blatt, Auf dem die gemeinsame Geschichte erst noch geschrieben wird…

Schon mal darüber nachgedacht? Ich finde es irgendwie total faszinierend.

Was ich mit dir erlebt habe, kann ich niemals genau so mit jemand anderem erleben. Es ist immer eine eigene Geschichte.

Welche Geschichten habt ihr schon gemeinsam geschrieben und welche schreibt ihr gerade?

Aufgeregt sitze ich im Hamburger Rathaus, meine Ausbildung beginnt. Nichts ahnend, dass das junge Mädchen, welches neben mir sitzt mein Leben beeinflussen wird.

Sie ist meine beste Freundin geworden und ohne sie wäre ich nicht an dem Tag in die bestimmte Disco gefahren, wo ich meinen damaligen Freund kennenlernte, der mein und ihr Leben veränderte.

sam-manns-379040

Durch mich und ihn lernte sie ihren zukünftigen Freund kennen, das war nämlich ein Freund meines damaligen Freundes.

Er hatte Freunde, ich hatte Freunde und unsere Freundschaften schlossen sich zusammen. Ohne ihn wären die guten Freundschaften und die dazugehörigen Geschichten, die ich heute habe nie zustande gekommen und umgekehrt.  Meine Vergangenheit wäre völlig anders und auch ich wäre anders.

Wenn meine Geschichte eine Andere ist, ja wer bin ich dann?

Auch hätte ich ohne ihn bestimmte Entscheidungen im Leben nicht getroffen, wahrscheinlich hätte ich auch einen anderen Job und andere Hobbys. Meine Arbeitskollegen wären anders und so auch meine Erlebnisse, so wie meine Hobbys und die damit verbundenen Personen, Freunde.

Um zu sehen, wie groß die Reichweite ist mal ein Beispiel. Ohne meinen damaligen Freund hätte ich höchstwahrscheinlich niemals in Harburg gewohnt und ich hätte garantiert nicht mit WingTsun (hierzu gibt es einen extra Blogbeitrag) angefangen. Natürlich habe ich mich auch ohne ihn für Kampfkunst/Kampfsport interessiert, aber das es nun genau WingTsun geworden ist entstand aus der Beziehung und dem Wohnort. Dort, beim WingTsun lernte ich natürlich Menschen kennen und es ergab sich, das man mit einigen etwas privat unternahm. Ich integrierte diese in meinen Freundeskreis und heute ist meine Freundin, die ich seit der Grundschule kennen, mit meinem einen Freund vom WingTsun verheiratet.

Wäre ich also dort nicht hingegangen wäre auch ihr Leben ganz anders verlaufen…

chang-duong-398144

Heute bin ich mit einem anderen Mann zusammen, diesen Mann kenne ich genau genommen länger als den Mann davor. Er ging mit mir auf dieselbe Schule und ich fand ihn schon immer toll. Es hat sich aber nicht ergeben.  Ich habe mich nicht getraut, dachte er nimmt mich gar nicht wahr. Heute weiß ich, dass er es durchaus tat, sich ebenfalls nicht getraut hat. Einmal war er kurz davor mich anzusprechen, mit einem frechen Witz, aber sein Kumpel hat ihn davon abgehalten. Wer weiß, wie dann unser Leben verlaufen wäre… Ein Moment, eine Entscheidung und alles ist anders. So sprach er mich nicht an und ich ihn nicht, doch die Zeit würde es für uns regeln. Denn obwohl wir nie wirklichen Kontakt hatten kamen wir zusammen.  Über social Media begann der Kontakt, ohne Hintergedanken, man wollte einfach mal schauen, was aus dem damaligem Schwarm geworden war. Es stellte sich heraus, das wir beide treue Seelen waren, die schon jahrelang vergeben waren und es schien als hätten wir beide das erreicht, was wir immer wollten, eine glückliche Beziehung. Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf und zeigte uns über einen langen Zeitraum mit einer kleinen Dosis das wir füreinander bestimmt sind. Vielleicht sollte es also genau so sein, dass wir uns damals nicht getraut haben, vielleicht wären wir, wenn wir früher zusammengekommen wären gar nicht mehr zusammen, weil wir uns dann anders entwickelt hätten. Vielleicht war es erst später der richtige Moment. Weil wir erst später zu den Personen wurden, die so perfekt zueinander passen. Durch unserer vorherigen Begegnungen haben wir beide viel gelernt. Nun, in diesem Moment, wo wir genau wussten wer wir sind, wie wir sind und was wir wollen, war auf einmal alles so klar.

mohamed-nohassi-223475

 

Und wären wir damals schon zusammengekommen würde ich viele tolle Menschen, die ich heute kenne, gar nicht kennen. Unvorstellbar für mich.

Meine Begegnungen und deren Folgen könnte ich noch unendlich weiter beschreiben.

Wenn man dann noch anfängt, „was wäre wenn“ zu spielen wird man wahnsinnig.

Begegnungen – Schicksal irgendwas hat das alles zu bedeuten…

Aus diesem Grund bereue ich meine Begegnungen nicht, denn diese haben mich dort hingeführt wo ich heute bin. Diese haben mich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin. Jede Begegnung hat einen bestimmten Grund, dieser Grund muss nicht immer positiv sein. Ich bin auch Menschen begegnet wo ich mir sage, das hättest du dir echt sparen können. Aber auch durch diese unliebsamen Begegnungen habe ich etwas gelernt.

Gespräche und Begegnungen sind nie umsonst, sondern ein Teil von mir!

becca-tapert-357541

Meinungen…

Meinungen, unterschiedlich, gleich, emotional….

Meinungen das größte Problem der Menschheit 🙂

Dieses Thema hat einen hohen Schwierigkeitsgrad, weil Akzeptanz hierbei so wichtig und so schwierig zugleich ist. Wir tun uns alle schwer andere Meinungen zu akzeptieren, aber warum? Warum liegt es in unserer Natur die andere Person schon fast zwanghaft von unserer Meinung zu überzeugen? Warum ist uns unsere Meinung soviel Wert, dafür sogar eine Freundschaft aufs Spiel zu setzen?

martins-zemlickis-328365

Als ich jung war, hatte ich Probleme mit Meinungen. Ich hab es mir einfach gemacht (zumindest dachte ich das) und fand einfach alle, die nicht meiner Meinung waren doof. Das führte letztendlich dazu, dass ich eine Zeitlang so ziemlich alleine da stand. Das änderte sich auch nicht, bis  zu dem Zeitpunkt, wo ich endlich aufgehört habe immer den Anderen die Schuld zu geben.

Nun habe ich meine Sichtweise, meine Meinung dazu geändert. Ich denke auch, dass die Erfahrungen richtig genutzt, dazu führen, dass man einfach erwachsen wird und lernt andere Meinungen zu akzeptieren.  Um diese zu akzeptieren muss man selbst aber die Vorrausetzung mitbringen, mit sich selbst zufrieden und im Reinen zu sein. Ich habe festgestellt, das es oftmals gar nicht die andere Meinung ist, die einen so wütend macht, sondern man selbst. Weil man vielleicht gerade Unzufriedenheit, Neid oder sonst etwas Negatives in sich trägt.

„Leben und Leben lassen!“

Leichter gesagt, als getan? Wieso können wir nicht einfach die Meinung des Anderen akzeptieren und ihn sein und leben lassen wie er ist? Wenn wir damit ein Problem haben, ist nicht die Andere Person und deren Meinung das Problem, sondern das Problem liegt bei uns. Wenn wir nicht in der Lage sind einfach zu akzeptieren. Solange die Meinung des Anderen nicht mich persönlich betrifft kann er doch tun und lassen, was er möchte. Ich gehe auch soweit, dass es total ok für mich ist wenn die andere Person keine hohe Meinung von mir hat oder mich nicht mag. Das ist doch auch ganz legitim. Ich verpflichte niemanden dazu, mich zu mögen oder meiner Meinung zu sein. Was ich nur immer so traurig finde ist, dass ich meistens niemals erfahre, wer mich nicht mag, weil niemand offen darüber spricht. Dieses Gerede von hintenherum finde ich ganz furchtbar.

ben-white-131245

Ich bin eine Person, mit der man über alles reden kann.

Ich habe festgestellt das reden so einfach ist, dass es keiner tut. Mit einem einzigem Gespräch kann man unheimlich viel klären, wenn beide offen dafür sind. Zudem ist es fast immer der Fall, dass man sich nach einem offenen und ehrlichem Gespräch viel besser versteht. Der Grund dafür ist auch wieder einfach nur einfach. Wir neigen doch dazu den im ersten Moment einfachen Weg zu gehen, d.h. keine unnötigen Auseinandersetzungen, schon gar nicht mit Personen, wo es sich unserer Meinung nach nicht lohnt Zeit und Energie zu investieren, weil wir diese Person ja eh nicht mögen.  Dabei ist ein Gespräch meiner Meinung nach niemals Energieverschwendung. Auch wenn man sich nach diesem Gespräch nicht besser versteht, so kann man bei jedem Gespräch etwas für sich selbst lernen und man weiß zu 100% woran man bei der Person ist ohne sich hinterrücks in irgendetwas Negatives über diese Person hineinzusteigern. Missverständnisse sind doch ein ganz großes Thema genauso, wie Vorurteile. Es gibt sehr viele Menschen, die mich nicht mögen, obwohl sie nie mit mir gesprochen haben. Sie verurteilen mich aufgrund meines Aussehens und dem, was sie über mich hören. Das finde ich ziemlich schade. Ich bilde mir immer selbst ein Urteil und höre nicht auf, dass, was andere über eine Person sagen, die ich selbst nicht kenne. So fair sollte jeder sein.

Mit der Wand reden…

alex-holyoake-60249

Ja, ich habe schon oft mit der Wand in Form einer Person gesprochen. Das lässt sich nicht vermeiden, aber auch da weiß ich irgendwann ganz einfach welche Personen eher Wände sind und ziehe mich mit reinem Gewissen von ihnen zurück. Diese „Wandgespräche“ haben mir in so fern trotzdem immer etwas gebracht, dass ich in Bezug auf mein Gewissen zumindest von mir behaupten kann, ich habe alles versucht. Wenn jemand partout nicht möchte muss ich auch das akzeptieren. Da geht es mir oft so, dass ich es akzeptiere aber nicht begreife, aber ich kann auch nicht alles und jeden begreifen, auch damit muss ich mich abfinden.