Beziehungsprobe Kinder

Letzte Woche habe ich über die dauerhaft romantische Beziehung geschrieben und darüber, dass diese möglich ist. Dazu kam der Hinweis bzw. ein Denkanstoß wie das Thema denn mit Kindern aussehen würde.

Meine Antwort dazu kurz und knapp die Beziehung wird definitiv anders aussehen. Kinder verändern einfach alles.

Bevor ich jetzt tiefgreifender in dieses Thema einsteige noch ein paar Worte zu mir. Nein, ich habe keine Kinder und der jetzige Artikel erklärt gut, warum ich mich dafür entschieden habe bzw. die Denke die mich zu der Entscheidung bewegt hat. Wahrscheinlich werden viele, die Kinder haben, Zweifel an meinem Urteilsvermögen zu dem Thema haben, weil ich ja selbst keine Erfahrung habe. Das stimmt schon, aber ich brauche keine Kinder, um zu wissen, wie das Leben mit Kindern läuft, denn ich habe dennoch die Erfahrung, weil ich selbst mal ein Kind war und eine der wenigen bin, die das nicht vergessen hat.

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Liebe ist wunderschön, dennoch hat niemand gesagt, dass diese auch einfach ist. Liebe ist wie eine Blume, wird sie nicht gepflegt verwelkt sie. Sind wir nun also angekommen und voller Glück und Liebe denken wir als erstes daran unser Glück vollkommen zu machen und die Antwort darauf sind Kinder. Gemeinsam eine Familie gründen, macht die Beziehung perfekt. Das würde ich sogar zweifelsfrei unterschreiben, aber um das Glück durch Kinder vollkommen zu machen, benötigt es gewisse Zutaten, die leider viel zu oft vergessen werden.

Du solltest dich selbst sehr gut kennen

Die ersten Gedanken, die du dir zu dem Thema Kinder machen solltest sind die Gedanken um dich selbst. Bevor du dich mit deinem Partner dafür entscheidest, solltest du dich erst einmal selbst dafür entscheiden. Die Frage ist nicht, die, die sich viele stellen, ob du bereit bist, nein die Frage ist; bist das wirklich du? Möchtest du aus tiefstem Herzen ein Elternteil werden? Erfüllen dich die Aufgaben, die dazu gehören, die Verantwortung und verzichtest du dafür gerne auf andere Dinge? Wenn dein Tag jetzt schon ausgefüllt ist mit Job, Beziehung und Hobbys sei dir bewusst, das auch der Tag mit Kindern nur 24 Stunden hat, die es nun neu zu befüllen gilt. Es muss also etwas Anderes wegfallen und du solltest es gut finden, dass es so ist. Denn nichts ist schlimmer, als etwas zu vermissen oder?

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Deine Beziehung sollte stabil sein

Oftmals werden Kinder ja als Retter der Beziehung in die Welt gesetzt. Die Beziehung ist zu Ende, ihr wollt es nicht wahrhaben und dann wird die Hoffnung in das kleine Lebewesen gesetzt, welches alles verändern soll. Sicherlich verändert es auch einiges, aber wie soll es eine Beziehung retten? Es braucht Liebe und Harmonie und bringt, weil es noch so klein ist, viel Stress mit. Zudem spürt es die Disharmonie und nimmt den Beziehungsstress mit an, es entwickelt sich zu einer Spirale, die das Unvermeidliche nur hinausschiebt. Letztendlich folgt doch die Trennung und das arme Kind wächst mit getrennten Eltern und Streit auf.

Befindet ihr euch aber in einer funktionierenden Beziehung und denkt darüber nach ist das der richtige Weg, aber auch dort sollten wir alle unsere Beziehung noch einmal tiefgreifender betrachten, denn nur kleinste Haarrisse, die sich bereits in eurer Beziehung befinden, werden durch die Kleinen schonungslos aufgedeckt. Ganz wichtig dabei ist vorher schon super als Team zu funktionieren. Viele interessante „Gegensätze ziehen sich an Beziehungen“ werden dann schnell uninteressant und was bleibt dann noch? Die Denkweise, die ihr als Paar habt sollten gleich sein, denn wenn jeder anders mit Stress umgeht und in Erziehungsbelangen keine Einigkeit herrscht kommt zu dem Stresstest noch unnötiger zusätzlicher Stress. Euer Alltag sollte also bereits jetzt schon stimmig sein. Habt ihr jetzt schon Streit aufgrund des gemeinsamen Haushaltes? Dann verdoppelt sich dieser Streit, sobald ein Kind da ist.

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Bleibt ein Liebespaar

Eine der schwierigsten Aufgaben, glaube ich ist mit dem Eltern sein nicht das Liebespaar zu verlieren, was ihr seid. Um das Liebespaar zu erhalten, gilt es sich gemeinsam vorzubereiten, auch die Veränderungen, die mit einem Kind einhergehen anzusprechen und nicht alles nur schön zu reden. Wir kennen uns doch und wissen wie es jetzt ist, wenn wir zu wenig Schlaf bekommen, krank sind oder Hunger haben, wenn wir unsere Bedürfnisse zurückstellen. Sind wir da zum jetzigem Zeitpunkt etwa schon unerträglich zueinander? Dann sollten wir bevor das Stresslevel hochsteigt daran arbeiten. Kommen wir als Paar damit klar, in den ersten Monaten nach der Geburt weniger Sex zu haben und bekommen wir es hin, wieder ein geregeltes Sexleben zu haben? Ist die Rollenverteilung bei uns klar in Bezug auf Arbeit? Einer muss definitiv zurückstecken auch da sollten sich beide einig sein um späteren Neid in der Beziehung zu vermeiden. Auch über die Hobbys sollten wir sprechen. Ich sehe oftmals beispielsweise in den Sportvereinen, wo ich war zu 80% die Rollenverteilung, die Frau ist zu Hause und hütet die Kinder und die Männer gehen zum Sport oder ihren sonstigen Hobbys nach. Wenn das für die Frau in Ordnung ist wird es keine Probleme geben, aber wenn nicht sollte das vorher geklärt werden. Wenn beide Hobbys haben sollten beide zu gleichen Teilen darauf verzichten und nicht nur einer.  Und noch wichtiger als Alltag, Job und Hobbys, wenn ihr ein Liebespaar bleiben wollt, ist die gemeinsame Zeit als solches. Seid nicht einfach nur Eltern, die funktionieren, denkt daran, warum ihr überhaupt zusammengekommen seid. Gebt dem Beziehungskiller keine Chance. Der Autor Arnold Retzer stuft die Geburt eines Kindes als erste und zentrale Krise einer Beziehung ein, dessen sollten wir uns als Paar einfach bewusst sein.

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Die Einsicht das nicht alles geht

Oftmals versprechen sich Paare, das ein Kind nichts verändern wird. Das Hobbys, Sex, Arbeit, auch mit Kind beim Alten bleibt. Solche Versprechungen enden doch nur in Enttäuschungen. Davon sollten wir uns bewusst und mit Freude verabschieden. Schließlich wollen wir doch auch, dass sich unser Leben verändert und für Veränderung muss altes weichen. Wer diese Einsicht nicht hat, wird zu dieser Einsicht gezwungen werden und das hat meistens unschöne Konsequenzen. Es entwickelt sich Sehnsucht und Verdrängung, die Folgen können sein, das einer von euch zum Workaholic mutiert oder aber eine Affäre oder Seitensprünge eingegangen werden. Von dem Gedanken angetrieben, „so habe ich mir das alles nicht vorgestellt.“ Geht die Beziehung in die falsche Richtung. Letztendlich ist es dann an einer fehlenden Zutat gescheitert.

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Die Entfremdung des Partners

Wenn euer Kind zum Mittelpunkt in eurem Leben wird kann es passieren, dass ihr euch aus den Augen verliert. Euer Blickwickel euch gegenüber ändert sich, weil es um andere Dinge geht. Eure Gespräche haben sich durch die völlig veränderten Gesprächsthemen total verändert, sowie auch euer Auftreten.  Der Kleidungsstyl ist anders, praktischer geworden, auch die Frisuren.  „Es gilt alle Kraft dem Kind“ doch ist es Pflichtgefühl oder Überzeugung? Wie finden wir Paare das wirklich, wenn unsere Beziehung sagen wir mal auf einmal unsexy wird? Ist es eine Beziehung oder fühlen wir uns dann eher in einen Zustand versetzt aus dem wir aus lauter Verpflichtungen nicht auszubrechen vermögen?

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Zum Schluss erwähne ich jetzt einfach noch die Redewendung „Wenn du liebst, was du tust, ist es keine Arbeit“ ich glaube mehr muss ich dazu gar nicht weiter sagen. Sei dir bewusst was du liebst und vertraue darauf.

 

 

 

 

Die dauerhaft romantische Liebesbeziehung

Er sieht mich an, ich sehe ihn an und es hört einfach nicht auf zu kribbeln… Die Verliebtheit entsteht. Wir sind total aufgeregt und glücklich und sehen die Person durch die rosarote Brille. Der Moment, als er zum ersten Mal meine Hand nimmt, der erste Kuss, der etwas in mir auslöst… Der Anfang einer wundervollen, romantischen Beziehung. Was beide sich wünschen? Für immer zusammen zu sein und das diese wunderbare Verliebtheit dauerhaft bestehen bleibt.

Der Übergang von Verliebtheit in Liebe.

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Ich glaube, dass daran schon sehr viele Beziehungen unbemerkt scheitern. Natürlich laufen wir nicht alle dauerhaft mit kribbeln im Bauch und einer rosaroten Brille durch die Gegend. Das Dauerkribbeln hört auf (wäre doch sonst auf Dauer auch eher unangenehm) und wir nehmen die rosarote Brille ab (sieht doch gleich viel besser aus) und fangen an unseren Partner zu schätzen und zu lieben, wie er ist. Während die Verliebtheit nur an der Oberfläche kratzt, um uns auf die Liebe aufmerksam zu machen, so ist die Liebe doch etwas tiefes und wahrhaftiges. Wenn wir mit der Liebe sehen, sehen wir die Wahrheit und sie gefällt uns so wie sie ist ohne schöne Untermalungen, die die Verliebtheit gerne benutzt. Die Liebe muss nicht auf sich aufmerksam machen, denn sie berührt uns zutiefst und gibt uns ein schönes, vertrautes Gefühl des Angekommen seins.  Sie bringt uns dazu in uns zu ruhen gibt uns tiefe Zufriedenheit.

Wem kommt das bekannt vor?

Der Übergang von Verliebtheit in das „Verliebtheitsaus“

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Aus Verliebtheit muss nicht zwangsläufig auch Liebe entstehen. Sie macht uns nur auf eine potenzielle Liebe aufmerksam. Es kann aber auch sein, dass die Verliebtheit einfach zu viel untermalt hat und wenn diese Untermalungen verschwinden, wir statt der Liebe das Gefühl erhalten nicht zusammenzupassen. Um tiefe Liebe zu entwickeln gehört mehr dazu, als sich verlieben zu können, gewisse Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Und auch wenn die verliebte Zeit so unheimlich schön war, wenn daraus keine Liebe wird sollten wir es dabei belassen, bevor wir diese schöne Erinnerung, durch das führen einer Beziehung ohne Romantik kaputt machen.

Die Beziehung

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Zugegebenermaßen hab ich mich teilweise wirklich erschrocken, wenn ich mal einen Blick hinter die Kulissen von einigen Beziehungen erhalten habe, wie so etwas überhaupt Beziehung genannt werden kann. Ich würde es teilweise eher als WG anstatt Beziehung bezeichnen. Die Partner wohnen zusammen, sagen auch, dass sie sich lieben, aber machen überhaupt nichts zusammen. Jeder hat ausschließlich seine eigenen Hobbys und Freunde. [Das jeder Hobbys und Freunde für sich hat, hat damit nichts zu tun, man darf sich in einer Beziehung schließlich auch nicht selbst verlieren],

aber nur Dinge für sich selbst zu tun führt dazu, dass man die Beziehung verliert.

Wenn mein Partner und ich also so unterschiedlich sind, dass wir weder die selben Dinge, noch dieselben Personen mögen, wäre das für mich schon Anlass die Beziehung zu hinterfragen. Meine Vorstellung von einer Beziehung ist Zusammensein! Und Zusammensein bedeutet für mich das mein Partner die Person ist, mit der ich am meisten gemeinsam habe und gemeinsam neue Erinnerungen schaffe. Aber das mag ja vielleicht auch jeder anders sehen, weswegen ich für mich jetzt einfach unterscheide in Beziehung und in eine dauerhaft romantische Liebesbeziehung.

Auch erschrak ich, als ich hinter den Kulissen mitbekam, wie viele aufgrund des schlechten Sexlebens innerhalb der Beziehung, fremdgehen und das als normal empfinden. Es ist normal, weil es halt so ist, das wenn man länger mit jemandem zusammen ist der eine oder beide keine Lust mehr aufeinander haben. Es wird behauptet, das dies ja nichts an der Liebe ändern würde. Wie kann ein unerfülltes Sexleben und Betrug nichts an der Liebe zueinander ändern? Wie kann da überhaupt noch Liebe sein?

Für mich ist es teilweise verständlich, wenn ich generell ja „nur“ eine Beziehung ohne romantischen Hintergrund führe, führt das natürlich dazu, dass weniger Sex im Spiel ist. Zu Sex gehört doch Sympathie und Vertrauen und wenn die Partner, nichts miteinander teilen, wie sollten sie dann auf einmal im Bett zueinander finden?

Die  dauerhaft romantische Liebesbeziehung

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Für mich die einzig wahre Art von Beziehung. Mein Partner ist mein bester Freund, ich entdecke jeden Tag aufs neue wie sehr ich ihn liebe. Wie man das hinbekommt? Ganz einfach indem wir dem Partner Zeit schenken, indem wir gleich ticken, dieselbe Einstellung zum Leben haben, viele gemeinsame Hobbys und Freunde haben. Dadurch geht uns niemals der Gesprächsstoff aus.

Wir reden doch alle nur gerne über die Dinge, die uns interessieren, wie können wir also mit einem Partner gerne reden, der nur über Dinge spricht, die uns nicht interessieren?

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Und nun das Gegenteil wie gut reden wir mit einem Partner, der nur über die Dinge redet, die uns interessieren?

Ich brauche keine Auszeit von meinem Partner, denn sein Herz schlägt im selben Tempo wie meines.

Nun erzählt mir, wie sind eure Erfahrungen, blicke hinter die Kulissen, Wünsche und ähnliches?

 

Karma

Karma ~ Das Gesetz der Aktion und Reaktion (egal was wir machen, es kommt immer irgendwie zurück). Die Folge von den Ursachen, die wir in der Vergangenheit selbst in Bewegung gesetzt haben. Haben wir in unserem früheren Leben viel Gutes verursacht haben wir also ein gutes Karma und haben ein glückliches Leben ohne uns viel anstrengen zu müssen. Haben wir hingegen im früheren Leben viel Schlechtes verursacht, ist die Folge ein schlechtes Karma und ein unglückliches Leben.

Aber nicht nur das vorherige Leben spielt für unser Karma eine entscheidende Rolle, sondern auch das Hier und Jetzt. Das Gesetz der Anziehung ist sehr stark und beeinflusst unser Leben zutiefst.

Wenn wir etwas begehren, ziehen wir es an!

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Wenn wir vor etwas Angst haben, ziehen wir es ebenso an!

Die Art und Weise, wie wir denken und fühlen macht also eine Menge aus. Wenn ich mal genau darüber nachdenke, kommt das wirklich hin. Ich habe zum Beispiel eine riesen Angst vor Insekten und diese ziehe ich auch echt immer an. Wenn irgendwo etwas kreucht und fleucht dann bin ich die Erste, die Begegnung mit diesen macht. Ich habe mich oft gefragt, wieso kommen die immer zu mir, tja es liegt wohl an meiner Angst, an meiner Art zu denken.

Du fragst dich jetzt sicherlich, wie ich jetzt eigentlich darauf komme über das Thema Karma zu schreiben. Ich bin ja keine Hinduistin, generell bin ich nicht gläubig. Und ob ich an ein früheres Leben glaube, keine Ahnung. Aber das Wort Karma benutzen wir doch alle hin und wieder oder? Meistens in folgendem Satz: „Ich glaube, ich habe schlechtes Karma!“

Mein Satz diesbezüglich lautet aber eher: „Ich scheine ein verdammt gutes Karma zu haben.“ Und jetzt kommen wir darauf, warum ich nun über dieses Thema schreibe.

Mein Gutes Karma und ich…

Meine Gedanken sind ständig in Bewegung und sich ständig am Gedanken machen. Ich mache mir einfach immer zu viele Gedanken. Im Moment haben meine Gedanken nichts besseres zu tun, als mein leichtes und glückliches Leben zu hinterfragen.

Habe ich das verdient? Das Traurige am Glücklich Sein…

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Und zwar hat es bei mir in den letzten Jahren große Veränderungen gegeben, die mich zum Nachdenken über mich selbst gebracht haben. Rückblickend betrachtet fällt mir auf, dass ich eigentlich immer das bekommen habe, was ich wollte und das finde ich irgendwie unheimlich, denn ich habe das zu keinem Zeitpunkt erwartet ich habe mir vieles einfach nur sehr gewünscht. Und anstatt nun einfach super glücklich über diese Erkenntnis zu sein plagt mich mein Gewissen, obwohl ich mein Glück eigentlich nicht vor das Glück Anderer gestellt habe, gibt mein Gewissen mir aber genau dieses Gefühl. Vielleicht gehört das ja zu meinem Karma? Vielleicht liegt dahinter eine Aufgabe.

Wahrscheinlich ist einfach nur doch nicht alles in Erfüllung gegangen, was ich wollte nämlich der Wunsch, dass es den Menschen um mich herum gut geht. Aus diesem Grund möchte ich etwas zurückgeben und die Menschen unterstützen, denen es nicht so gut geht wie mir, denn dadurch, dass es mir so gut geht, habe ich genug Energie dafür.

Und vielleicht lerne ich ja in nahe Zukunft mein Glück einfach hinzunehmen und mich aus tiefstem Herzen darüber zu freuen.

Wie sind deine Gedanken oder Erfahrungen zum Thema Karma? Lass mir doch gerne einen Kommentar dazu hier!

Warum ich bin, wie du fühlst….

Reden wir über Vorurteile und darüber wie wir die Personen sehen. Der erste Eindruck zählt so sagt man, doch mache ich ja nicht bei jedem denselben ersten Eindruck. Es wird einfach so viel in mir gesehen.

Auf einige scheine ich eine Ausstrahlung wahrhaftiger Arroganz zu haben, vielleicht war es in einem bestimmten Moment ein bestimmter Blick der genau das über mich aussagte, vielleicht, die Art wie ich an ihnen vorbeigegangen bin, vielleicht habe ich auch einfach nicht gegrüßt, weil ich gerade wieder in meiner Tagträumerei versunken war. Es gibt viele Möglichkeiten, die dazu führen könnten das jemand so über mich denkt.

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Andere hingegen sehen in mir eine liebe Person, weil sie von Anfang an mit mir gesprochen haben und gemerkt haben, das wenn man lieb zu mir ist, auch etwas Liebes von mir zurückkommt.

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Wieder Andere finden ich sei sehr zickig. Das kann durchaus sein. Wenn man mir gegenüber ganz bestimmte Verhaltensweisen rauslässt, dann werde ich ja ziemlich komisch und da kann ich dann auch schon mal zur Oberzicke mutieren.

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Ganz andere sehen in mir ein kleines, dummes, Blondchen mit einem großen Hang zur Naivität. Das führen sie ganz stumpf einfach nur auf meine optische Erscheinung zurück. Laut optischem Klischee sollte ich wohl so sein.

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Viele finden mich auch total albern und denken das ich gar nichts ernst nehme. In manchen Situationen ist es durchaus so, dass ich einfach nicht ernst sein kann, lernt man mich in diesen kennen, kann ich durchaus nachvollziehen das einige mich nicht ernst nehmen.

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Dann gibt es noch die, die das tiefgründige in mir sehen, die, die mich auf eine ganz andere Art verstehen und sehen.

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Ich könnte jetzt unendlich so weiter machen und das Ergebnis wäre dann, das ich alles bin. Aber wie bin ich denn nun eigentlich wirklich? Ich bin das alles und noch viel mehr, weil ich für jeden anders bin. Das liegt einmal an der Person als solches wie diese mit mir umgeht und welche Eigenschaften sie dadurch aus mir herausholt und daran, das einfach jeder Mensch, jeden anders sieht. Wie oft haben wir uns schon gefragt was sieht er nur in ihr? Manche sehen Dinge in jemandem die wir nicht sehen. Somit gebe ich euch allen Recht zu der Einschätzung, die ihr über mich habt, denn wichtig ist halt in dem Moment für euch nicht wie ich wirklich bin, sondern wie ich in dem Moment auf euch wirke.

Ich kann alles sein was du willst, du musst es nur aus mir herausholen.

Unausgesprochene Worte

Warum tun wir das? Wir haben soviel zu sagen, dennoch schweigen wir. Briefe werden geschrieben und wieder zerrissen, die Telefonnummer wird gewählt, aber es wir wieder aufgelegt und wenn wir uns in die Augen sehen schweige ich mit einem Lächeln.

Manchmal können Worte einfach nicht ausdrücken, was ich sagen möchte, manchmal fühlen wir einfach zu unterschiedlich und es ist dann so, als würden wir zwei verschiedene Sprachen sprechen.

‚Eines Tages‘, sagte sie, ‚fange ich Träume ein wie Schmetterlinge.‘
‚Und dann?‘, fragte er.
‚Lege ich sie zwischen die Seiten dicker Bücher und presse sie zu Worten.‘
‚Was, wenn jemand immer nur von dir träumt?‘
‚Dann sind wir beide vielleicht schon Worte in einem Buch. Zwei Namen zwischen all den anderen.‘

[Buchzitat von Kai Meyer aus Arkadien erwacht)

Aber manchmal da denke ich mir, was soll das noch bringen? Du verstehst mich nicht, egal was ich tue, egal, was ich sage. Wenn du schon mein Schweigen nicht verstehst, verstehst du auch meine Worte nicht. Vielleicht ist es ja umgekehrt genauso und ich verstehe dich ebenfalls nicht.

Warum das so ist? Vielleicht weil wir zu spät angefangen haben, nach den passenden Worten zu suchen. Wahrscheinlich sind wir jetzt so damit beschäftigt, die passenden Worte zu finden, das wir keinen klaren Gedanken mehr darüber fassen können was wir einander eigentlich sagen wollen.

Manchmal ist es wohl einfach zu spät und wir lassen los – wortlos.

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Doch genau das zermürbt mich, treibt meine Gedanken an, hätte, wäre, könnte, wollte…. Loslassen ist für mich eine der größten Hürden und wenn ich das tun muss ohne zu wissen warum, umtreibt es mich noch eine ziemlich lange Zeit und ich kann nichts tun außer darauf zu warten, das die Zeit alle Wunden heilt.

Neid das Gift der Freundschaft

Die größte, böse Kraft, die es schafft Freundschaften zu zerstören ist Neid. Neid ist wie ein leises, schleichendes Gift welches sich langsam immer mehr ausbreitet. Die Freundschaft wird nach und nach immer mehr vergiftet, bis sie schließlich stirbt.

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Ich kenne das Gefühl nur zu gut und um so näher einem die Person steht, um so neidischer wird man. Wie kommt das? Gerade bei Personen, die uns sehr nahe stehen, bekommen wir ja auch am meisten mit und uns werden deren Erfolge dann ständig vor Augen geführt. Gerade, wenn es dann bei einem selbst gerade nicht so gut läuft schleicht sich der Neid an. Der Ursprung liegt an diesem ständigen gegenseitigen Vergleichen, so entsteht ein indirekter Konkurrenzkampf zwischen Freunden. Der Teil, der die Freundschaft ausmacht, nämlich Vertrauen, Verständnis, Zuverlässigkeit und Unterstützung wird durch den Vergleich immer mehr in den Hintergrund gedrängt.  Ich habe dieses Spiel schon sehr oft durch und zwar beide Rollen.

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob ich dauerhaft mit einer Person befreundet sein könnte, die alles hat, was ich mir von Herzen wünsche, aber selbst nie haben werde.

Schwierige Grundvoraussetzungen sind das. Ich halte es bei Freundschaften daher, eher überwiegend so wie mit der Partnerschaft ich suche eher Gleichgesinnte, damit die Voraussetzungen von Anfang an nicht so schwierig sind. Natürlich gebe ich jedem eine Chance wo die Voraussetzungen dennoch nicht optimal sind, bis jetzt kann ich dazu nur sagen, es war sehr schön solange es dauerte, meistens hielten diese Art von Freundschaften nicht lange – das Gift.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Der Spruch kommt ja nicht von ungefähr.

Wie fühlst du dich als einziger Single unter Pärchen? Ich denke mit gut antwortest du nur, wenn du überzeugter und glücklicher Single bist, ansonsten ist es doch eine indirekte Qual auch wenn du es verdrängst. Ich habe mich damals, als ich Single war immer ganz schrecklich gefühlt und fand es furchtbar, wie sie alle ruhige Abende verbringen wollten, während ich auf die nächste Party gehofft hatte, um vielleicht jemanden kennenzulernen. Ich war damals Single und jung, kein gute Kombination um gegen den Neid zu gewinnen.

Natürlich möchte ich nicht neidisch sein, ich glaube das möchte niemand. Deswegen habe ich daran persönlich auch schon sehr gearbeitet. Heute erfreu ich mich sehr daran, wenn meine Freunde glücklich sind, da wird mir total warm ums Herz. Aber ich habe es auch leicht, weil ich selbst glücklich bin, habe ich die Energie und das Herz mich für meine Freunde zu freuen. Es ist schwer nicht neidisch zu sein, wenn man am Boden ist. Ich bin der Meinung das Gegenmittel gegen das Gift Neid ist Reinheit. Mit sich selbst im Reinen sein und aufhören sich mit anderen zu vergleichen. Andere können mich inspirieren, aber egal was ich tue ich werde immer ich sein, nicht wie die und das ist doch eigentlich auch das Gute.

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Alles Andere wäre doch ein verzweifeltes Mitläuferdasein. Dabei möchte doch eigentlich jeder heutzutage etwas Besonderes und individuell sein. Aber sehr viele lassen sich zu oft beeinflussen und führen dann leider so ein Dasein.

Beeinflussung positives und negatives Gift

Die gute alte Schulzeit die Quelle der Beeinflussungen oder? Wie oft hab ich mich doch tatsächlich von dem Satz: „Was willst du denn mit der/dem?“ beeinflussen lassen. Obwohl ich sagen muss, dass ich dadurch das ich nie cool war, freier war. Das war glaube ich unterbewusst auch immer der Grund, warum ich nie zu den Coolen gehören wollte. Ich war immer dazwischen. Weil ich fand die Coolen waren doch überhaupt nicht mehr sie selbst, tja sie waren halt cool.

Auch dieses Vergleichen kenne ich auch nur von der Schulzeit, seit dem ich erwachsen bin vergleiche ich mich nicht mit Anderen, ich habe auch nicht das Bedürfnis mich mit andern zu vergleichen, weil jedem doch andere Dinge, Personen, Lebensweisen glücklich machen. Und materiell bin ich generell nicht eingestellt. Das haben ja auch sehr viele, jemand im Freundeskreis kauft sich etwas und sofort kommt der Gedanke „das will ich auch haben!“ aber will man das wirklich haben? Oder möchte man es nur, weil der Andere es bereits hat und man mithalten möchte?

Mit dem Erwachsen werden sollte eigentlich auch der Neid verschwinden. Denn genauer betrachtet ist es doch einfach nur Kindergarten.

Ihr seht schon Neid entsteht nicht durch das Verhalten der anderen, Neid entsteht ausschließlich in einem selbst.

Gerne würde ich das Gegenmittel durch die ganze Welt streuen, aber leider liegt es an jedem selbst, auch den Neid zu erkennen und zuzugeben. Wir sind alle nicht frei davon, aber wenn es mal passiert, werde ich, bevor sich das Gift in meinem ganzen Körper verbreitet mit der Person sprechen und offen sagen, dass es mir leid tut, aber ich gerade sehr neidisch bin und ich leider im Moment nicht in der Lage bin mich mitzufreuen. Es ist nur ein Satz, aber ich denke dieser Satz kann die Freundschaft retten und den Neid besiegen. Vielleicht braucht man manchmal einfach nur Abstand von der Person, die einem durch ihren Erfolg im Moment gerade die eigenen Misserfolge aufzeigt. Aber ein Abstand ist immer noch besser als ein Ende der Freundschaft, wo derjenige auf dem man neidisch ist, ja nicht einmal weiß, warum die Freundschaft nun zu Ende ist.

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Status statt Kommunikation

Wie ernst nehmt ihr den WhatsApp-Status? Oder wofür und wann benutzt ihr diesen? Soll dieser einen bestimmten Zweck erfüllen?

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Mir ist aufgefallen, dass der WhatsApp-Status tiefgründiger ist, als man im ersten Moment denkt. Ich erkenne daran sofort, wie die Stimmung meiner Kontakte ist, die einen Status reinstellen. Es ist eine Art der indirekten Kommunikation. Der Status wird reingesetzt in der Hoffnung, dass die bestimmte Person, die damit gemeint ist sich diesen ansieht und sich angesprochen fühlt, doch funktioniert das? Ich würde sagen NEIN! Auch finde ich es traurig, dass einfach nicht mehr miteinander gesprochen wird. Vor Allem weil hinter diesem Status oftmals sehr viele Erwartungen stecken. So viele Erwartungen, die es zu erfüllen gibt, die aber niemals erfüllt werden. Die erste Erwartung ist schon viel zu hoch, dass die gemeinte Person sich angesprochen fühlt. Oftmals läuft es dann darauf hinaus, dass sich alle angesprochen fühlen, nur die bestimmte Person nicht. Immerhin gibt es ja einen bestimmten Grund, wieso man mit der Person gerade keinen direkten, bzw. guten Kontakt hat, so dass bereits, Enttäuschungen, Missverständnisse oder was auch immer vorliegen. Nun zu erwarten das die Person genau weiß, was und wer mit den Status gemeint ist, ist meiner Meinung nach echt zu viel verlangt und auch irgendwie ziemlich kindisch.

Wenn ich möchte, dass eine bestimmte Person sich angesprochen fühlt spreche ich sie an! Das ist nicht nur viel einfacher, sondern ich erhalte dann auch direkt eine Antwort, anstatt ständig irgendetwas zu vermuten.

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Versteht mich jetzt bitte nicht falsch ich nutze selbst sehr gerne Social Media und habe auch öfter mal einen Status drin oder mache Insta Stories.  Aber mein Status bezieht sich nicht auf eine bestimmte Person, weil ich gar nicht möchte das alle nun zwischen den Zeilen lesen und mitbekommen, dass ich mit Jemandem im Clinch bin. Wenn ich von jemandem Enttäuscht bin dann ist es mein Anliegen, dass diese Person das auch weiß und um das sicherzustellen hilft nur das persönliche Gespräch. Ich bin da altmodisch ich möchte die Dinge klären.

Genau aus diesem Grund komme ich mir manchmal altmodisch vor. Dinge klären…. Irgendwie scheint das nicht mehr „Inn“ zu sein. Heutzutage werden lieber Dauerandeutungen in Form von Status gemacht, von der kleinen Genugtuung, wenn besagte Person sich den Status angeschaut hat, wird dann einen Tag gezerrt und dann geht das Ganze wieder von Vorne los. Und so lebt Jeder vor sich hin, spricht nicht miteinander und hofft darauf, dass sich von ganz alleine irgendetwas ändern wird, während man sich immer weiter hineinsteigert und irgendwann so wütend auf die Person wird, dass man im schlimmsten Fall nie wieder miteinander spricht. Es verläuft sich dann halt einfach im Sande, obwohl man sich eigentlich nicht wirklich etwas getan hat. Wirklich sehr schade, wenn ich bedenke, dass sich viele Missverständnisse schon innerhalb von Minuten klären lassen und dadurch viele Freundschaften erhalten bleiben werden könnten.

Ich für meinen Teil muss zugeben, dass es mir schon schwer fällt nicht jeden Status zu kommentieren, weil ich schon gerne wüsste, was hinter dieser Andeutung steckt, aber ich glaube, dass ich mir wohl teilweise doch einfach zu viele Gedanken mache. Nur soviel noch; mir ist aufgefallen, dass überwiegend nur traurige, unzufriedene Status gepostet werden. Wieso werden nicht mal die schönen Momente geteilt und die Probleme geklärt? Bei mir wird dadurch innerlich nämlich Sorge ausgelöst. Umso öfter eine Person einen Status postet umso mehr Sorgen mache ich mir, weil mir dadurch das Gefühl vermittelt wird, die Person wird nicht gehört, möchte etwas mitteilen und ist mit irgendetwas gerade unzufrieden. Auch werden oft Lebensweisheiten gepostet, die gar nicht zu der Person passen, so als ob sie sich damit selber sagen möchte: „So wäre ich gerne!“ Oder sie glaubt wirklich das sie so ist gegebenenfalls hat das oftmals den blöden Beigeschmack einer falschen Selbstreflexion.

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Natürlich gibt es auch Ausnahmen und fröhliche Status aber weniger, deswegen meine Frage welchen Sinn hat der Status bei euch?

Verhaltensweisen

Alles hat einen bestimmten Grund, auch das Verhalten und dort muss nicht immer das dahinter stecken, wonach es aussieht.

Früher habe ich mich selbst so verhalten wie viele, weil ich mit mir nicht im Reinen war und dafür anderen Menschen die Schuld gegeben habe (unbewusst). Heute weiß ich es besser und kann aus diesem Grund diesen Menschen auch gar nicht mehr böse sein, sie tun mir wenn ich ehrlich bin einfach nur leid. Schade, das sie mit sich und ihrem Leben nicht zufrieden sind und dadurch so verbittert geworden sind, das sie anderen Menschen nichts Gutes mehr gönnen können.

So ein Verhalten macht auf Dauer einsam

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Ich erinnere mich noch genau an meinen 17. Geburtstag. Warum? Weil ich diesen ganz alleine gefeiert habe. Da saß ich nun wütend, traurig und allein und die ganze Welt war Schuld daran. Die Welt ist weder gut noch böse und sie ist schon gar nicht verantwortlich für dein Glück.

Schiebe deine Verantwortung nicht weg!

Im ersten Moment ist es leichter, keine Verantwortung für sein Leben, sein eigenes Glück zu übernehmen, sondern sich einfach auf die Anderen zu verlassen und zu erwarten, dass diese einen glücklich machen. Aber wie soll das funktionieren? Du musst dich dafür sehr viel mit dir selbst beschäftigen um in der Lage zu sein Verantwortung für dein Glück zu übernehmen!

Die Gesellschaft ist oft merkwürdig. Wie oft habe ich schon beobachten können, das wenn Menschen als nett betitelt werden sie darüber total enttäuscht sind.

„Ich bin nett, na toll!“

Für mich ist das ein riesen Kompliment! Weil Nett sein wirklich sehr schwierig ist und es einem auch oft nicht leicht gemacht wird.

Ich erinnere mich immer wieder gerne an einen Charakter aus meiner Lieblingsserie „One Tree Hill“ zurück, Lindsey! Lindsey war mit Lukas zusammen und dieser hatte eine Ex Freundin Peyton. Als sie sich begegnet sind war Lindsey immer nett und das obwohl Peyton ihr das nicht leicht gemacht hat. Peyton merkte das sie noch etwas für Lukas empfindet und war somit neidisch und eifersüchtig auf Lindsey. Lindsey jedoch verlor nie ein böses Wort über Peyton und war einfach immer nett und zuvorkommend. Ich finde das total bewundernswert und habe mir damals gedacht, so möchte ich auch sein! Selbst als Lindsey merkte, das Lukas ebenfalls noch was für Peyton empfindet er sich aber selbst belügte und Lindsey heiraten wollte. Verließ sie ihn und das ohne Wut. Natürlich war sie unheimlich verletzt und traurig, weil sie Lukas wirklich liebte, aber gerade aus diesem Grund hat sie ihn ja auch verlassen, weil sie ihm und sich das beste wünschte und das waren halt nicht sie beide zusammen. Um sich das einzugestehen, loszulassen und niemandem wirklich die Schuld dafür zu geben, dazu gehört wahre Stärke! Andere könnten dazu nur sagen, na toll, was hat sie denn davon gehabt, dass sie nett war, den Mann hat sie nicht gekriegt. Stimmt sie hat den Mann nicht gekriegt, sie hätte ihn heiraten können und tat es nicht. Aber ist es nicht viel wichtiger den Mann zu heiraten, der einen wahrhaftig liebt und nicht einen Mann zu heiraten der nur denkt das er es tut? Sie hat in dem Sinne nur gewonnen!

Man muss halt weiter denken!

Mir ist aufgefallen das viele einen zu kleinen Blickwinkel haben. Sie bilden sich schnell eine Meinung über eine Person und handeln oftmals aus Neid, Egoismus und Unzufriedenheit ohne es zu merken.

Wie kann ich mir anmaßen ohne ein tiefsinnigeres Gespräch über eine Person zu urteilen?

Natürlich urteile ich auch. Ich renne ja jetzt nicht durch die Gegend und führe mit jedem tiefsinnige Gespräche, aber ich beobachte zumindest und beurteile die Person nicht aus einer einzigen Handlung heraus. Und wenn ich dann für mich entschieden habe, das die Person für mich einfach aufgrund ihres Verhaltens nicht interessant ist, beachte ich sie einfach nicht weiter, ich lästere aber auch nicht über sie bzw. wenn ich lästere – denn niemand ist frei davon, mache ich mir zumindest Gedanken dazu und sage – ich finde es nicht gut, wie sich die Person verhält, aber ich weiß auch nicht warum sie sich so verhält.  Bei manchen Menschen steckt wirklich nichts dahinter die sind einfach nur blöd. Aber andere haben vielleicht einen Grund warum sie handeln wie sie handeln und das finde ich persönlich sehr interessant. Die meisten Menschen tragen eine tiefe Traurigkeit in sich.

Vor kurzem war ja „Tag des Kompliments“. Ich halte generell nichts von diesem Tag des …., weil es ja für fast alles heute einen Tag gibt. Diesen Tag halte ich allerdings für sinnvoll, weil Komplimente einfach so nicht mehr vergeben werden. Lernt doch einfach mal wieder anderen Menschen ein Kompliment zu machen und ihr werdet sehen wie bereichernd das auch für euch selbst ist. Schon komisch, dass Komplimente für viele eine so große Hürde geworden sind und stattdessen das Niedermachen ein Leichtes ist, weil die meisten nur damit beschäftigt sind sich selbst zu schützen. Dabei wünschen wir uns doch alle eine freundlicherer Gesellschaft oder?

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Begegnungen

Eine Begegnung verändert dein ganzes Leben…

Jede Begegnung ist wie ein ungeschriebenes Blatt, Auf dem die gemeinsame Geschichte erst noch geschrieben wird…

Schon mal darüber nachgedacht? Ich finde es irgendwie total faszinierend.

Was ich mit dir erlebt habe, kann ich niemals genau so mit jemand anderem erleben. Es ist immer eine eigene Geschichte.

Welche Geschichten habt ihr schon gemeinsam geschrieben und welche schreibt ihr gerade?

Aufgeregt sitze ich im Hamburger Rathaus, meine Ausbildung beginnt. Nichts ahnend, dass das junge Mädchen, welches neben mir sitzt mein Leben beeinflussen wird.

Sie ist meine beste Freundin geworden und ohne sie wäre ich nicht an dem Tag in die bestimmte Disco gefahren, wo ich meinen damaligen Freund kennenlernte, der mein und ihr Leben veränderte.

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Durch mich und ihn lernte sie ihren zukünftigen Freund kennen, das war nämlich ein Freund meines damaligen Freundes.

Er hatte Freunde, ich hatte Freunde und unsere Freundschaften schlossen sich zusammen. Ohne ihn wären die guten Freundschaften und die dazugehörigen Geschichten, die ich heute habe nie zustande gekommen und umgekehrt.  Meine Vergangenheit wäre völlig anders und auch ich wäre anders.

Wenn meine Geschichte eine Andere ist, ja wer bin ich dann?

Auch hätte ich ohne ihn bestimmte Entscheidungen im Leben nicht getroffen, wahrscheinlich hätte ich auch einen anderen Job und andere Hobbys. Meine Arbeitskollegen wären anders und so auch meine Erlebnisse, so wie meine Hobbys und die damit verbundenen Personen, Freunde.

Um zu sehen, wie groß die Reichweite ist mal ein Beispiel. Ohne meinen damaligen Freund hätte ich höchstwahrscheinlich niemals in Harburg gewohnt und ich hätte garantiert nicht mit WingTsun (hierzu gibt es einen extra Blogbeitrag) angefangen. Natürlich habe ich mich auch ohne ihn für Kampfkunst/Kampfsport interessiert, aber das es nun genau WingTsun geworden ist entstand aus der Beziehung und dem Wohnort. Dort, beim WingTsun lernte ich natürlich Menschen kennen und es ergab sich, das man mit einigen etwas privat unternahm. Ich integrierte diese in meinen Freundeskreis und heute ist meine Freundin, die ich seit der Grundschule kennen, mit meinem einen Freund vom WingTsun verheiratet.

Wäre ich also dort nicht hingegangen wäre auch ihr Leben ganz anders verlaufen…

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Heute bin ich mit einem anderen Mann zusammen, diesen Mann kenne ich genau genommen länger als den Mann davor. Er ging mit mir auf dieselbe Schule und ich fand ihn schon immer toll. Es hat sich aber nicht ergeben.  Ich habe mich nicht getraut, dachte er nimmt mich gar nicht wahr. Heute weiß ich, dass er es durchaus tat, sich ebenfalls nicht getraut hat. Einmal war er kurz davor mich anzusprechen, mit einem frechen Witz, aber sein Kumpel hat ihn davon abgehalten. Wer weiß, wie dann unser Leben verlaufen wäre… Ein Moment, eine Entscheidung und alles ist anders. So sprach er mich nicht an und ich ihn nicht, doch die Zeit würde es für uns regeln. Denn obwohl wir nie wirklichen Kontakt hatten kamen wir zusammen.  Über social Media begann der Kontakt, ohne Hintergedanken, man wollte einfach mal schauen, was aus dem damaligem Schwarm geworden war. Es stellte sich heraus, das wir beide treue Seelen waren, die schon jahrelang vergeben waren und es schien als hätten wir beide das erreicht, was wir immer wollten, eine glückliche Beziehung. Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf und zeigte uns über einen langen Zeitraum mit einer kleinen Dosis das wir füreinander bestimmt sind. Vielleicht sollte es also genau so sein, dass wir uns damals nicht getraut haben, vielleicht wären wir, wenn wir früher zusammengekommen wären gar nicht mehr zusammen, weil wir uns dann anders entwickelt hätten. Vielleicht war es erst später der richtige Moment. Weil wir erst später zu den Personen wurden, die so perfekt zueinander passen. Durch unserer vorherigen Begegnungen haben wir beide viel gelernt. Nun, in diesem Moment, wo wir genau wussten wer wir sind, wie wir sind und was wir wollen, war auf einmal alles so klar.

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Und wären wir damals schon zusammengekommen würde ich viele tolle Menschen, die ich heute kenne, gar nicht kennen. Unvorstellbar für mich.

Meine Begegnungen und deren Folgen könnte ich noch unendlich weiter beschreiben.

Wenn man dann noch anfängt, „was wäre wenn“ zu spielen wird man wahnsinnig.

Begegnungen – Schicksal irgendwas hat das alles zu bedeuten…

Aus diesem Grund bereue ich meine Begegnungen nicht, denn diese haben mich dort hingeführt wo ich heute bin. Diese haben mich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin. Jede Begegnung hat einen bestimmten Grund, dieser Grund muss nicht immer positiv sein. Ich bin auch Menschen begegnet wo ich mir sage, das hättest du dir echt sparen können. Aber auch durch diese unliebsamen Begegnungen habe ich etwas gelernt.

Gespräche und Begegnungen sind nie umsonst, sondern ein Teil von mir!

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Gefühle

Es waren einmal acht Freunde. Die trafen sich, verstanden sich und ergänzten sich perfekt. Doch wie alles, nahmen auch hier die Dinge ihren Lauf und es änderte sich. Die Freundschaft der acht Freunde veränderte sich…

Von wem genau ich spreche?

Von der stillen, ruhigen und dunklen Frau. Sie hatte pechschwarzes, langes glattes Haar, dunkle Augen voller Trostlosigkeit, sie war einfach nicht in der Lage zu lächeln. Wenn sie den Raum betrat wurde die Stimmung dunkel und trübselig. Sie schaffte es immer wieder in einem die dunkelsten Gefühle hervorzurufen ihr Name war Traurigkeit.

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Ihr Freund, ihr Partner, war der Einzige, der ihr ein Lächeln entlocken konnte, der die warmherzigen Gefühle in ihr weckte und der ihren dunklen Augen ein Funkeln entlocken konnte. Er selbst hatte braunes Haar, grüne Augen und wenn er den Raum betrat fühlte man sich verstanden und beruhigt. Sein Name war Verständnis.

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Ein Seufzen entlockte ihm allerdings der Freund, der einfach nie gute Laune hatte, der einfach immer etwas negatives fand und feststellte. Der dunkelhaarige, sich hinter seinem Vollbartversteckende große Mann mit seinen dunklen Augen und der Zornesfalte war einfach niemals gut drauf, sein Name war Frust.

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Seine Freundin war das genaue Gegenteil von ihm und man wunderte sich wirklich über diese Ungleiche Paar, vermochte es Frust doch alle zu frustrieren so blieb eine stets mit sich im Reinen. Die kleine, freche, dunkelblonde und grünäugige lies sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Jeden Tag konnte man in ihr lächelndes Gesicht sehen. Ihr Name war Zufriedenheit.

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Ihre beste Freundin war nicht das Gegenteil von ihr, sie lächelte genauso oft, wenn nicht noch mehr, hatte hellblondes, leuchtendes Haar und hellblaue, lebhafte Augen, die wie Sterne leuchteten. Schlechte Laune war etwas, was sie nur vom sehen und hören kannte. Ihr Name war Fröhlichkeit.

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Fröhlichkeit war so fröhlich, dass sie davon etwas abgeben wollte und so kam sie mit jemandem zusammen der absolut nicht fröhlich war, dem nichts glücklich stimmte. Er war der Einzelgänger, dunkelhaarig, gutaussehend mit blauen Augen und einem traurigem Lächeln. Seine mysteriöse Art, fand Fröhlichkeit interessant und tatsächlich sagte er einmal zu ihr, dass sie ihn sehr glücklich macht. Sein Name war Unzufriedenheit.

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Die einzige, mit der er je tiefsinnige Gespräche zugelassen hat, ist diejenige, die Unbehagen verbreitete, man vermutete, dass es keine böse Absicht der hellblonden Schönheit mit ihren grünen Augen  war. Dennoch schaffte sie es immer, dass jeder lieber seinen eigenen Weg ging, ja sie brachte durch ihr Unverständnis alle früher oder später auseinander. Ihr Name war Missverständnis.

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Missverständnis für sich zu gewinnen ist keine Kunst. Weder Können, noch Kämpfe können sie dazu bringen zu verstehen, dass man es wirklich gut mit ihr meint, sie sogar lieb hat. Für sie ist es lange Zeit unmöglich gewesen jemanden zu finden. Doch dann kam er, rothaarig, grünäugig und verzauberte sie mit seinem frechen Blick. Sein Name war Glück.

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Diese Paare und diese Freundschaft untereinander brachte ein Gleichgewicht der Gefühle in die große weite Welt. Es führte bei den Menschen zu Ausgeglichenheit der Gefühle. Jeder wusste, was er fühlte, was ihm gut tat und was ihn traurig und frustriert machte. Es entstanden innige Freundschaften und Liebe.

Doch wie fing die Geschichte an?

Dinge ändern sich.

Es fing mit Fröhlichkeit an, nach einem Streit mit Unzufriedenheit weinte sie wochenlang. Sie hatte soviel von ihrer Fröhlichkeit in diese Beziehung gesteckt, das sie nach und nach ihre Fröhlichkeit verlor. Sie fing an es nicht mehr zu ertragen. Um ihre Fröhlichkeit nicht ganz zu verlieren, verließ sie Unzufriedenheit.

Unzufriedenheit konnte diese ewige Fröhlichkeit auf Dauer nicht verstehen und war genervt von ihr, er hatte das Gefühl, das nur Traurigkeit ihn so richtig verstand. Diese fing an etwas für Unzufriedenheit zu empfinden und das merkte ihr Freund Verständnis und lies sie gehen.

Er traf auf die traurige Fröhlichkeit und seine Art zu verstehen verzauberte sie auf eine einzigarte Art und Weise. Ihre frohe Art lies ihn ganz warm ums Herz werden. So fanden Fröhlichkeit und Verständnis zueinander.

Trennungen sind unheimlich ansteckend, so auch bei Zufriedenheit und Frust. Durch ihr Zusammensein mit Frust verlor Zufriedenheit, genauso wie Fröhlichkeit bei Unzufriedenheit, immer mehr ihre innere Ruhe, ihr Zufriedensein. Auch Glück merkte, dass seine Fähigkeit, dass ihm einfach immer alles gelang , immer mehr schwindete. Der letzte Rest dieser Gabe brachte ihn zu Zufriedenheit.

Missverständnis verstand wie immer die Welt nicht mehr und so kam ihr Frust ganz gelegen.

Gegensätze ziehen sich an doch gleich und gleich gesellt sich gerne. Die Geschichte endet damit, dass sie nicht endet. Die neuen Beziehungen dieser Gefühle hielten für immer.

Und was passierte nun mit den Menschen? Mit der bedingungslosen Liebe? Eine Zeitlang herrschte Chaos ein absolutes Chaos der Gefühle. Viele wollten keine Veränderungen, andere hatten einfach Angst, Angst vor, für immer, Angst vor Langeweile.

Die Liebe vorher war aufregend, leidenschaftlich und eine Herausforderung.

Die gegenwärtige Liebe ist, beständig, einfach und echt.

Nun liegt es an jedem selber, worauf er sich einlassen möchte…