Spaß ohne Alkohol

Der Alkohol ist fest in unserer Gesellschaft verankert. Er gehört bei jeder Feier oder auch bei einem einfachen Zusammentreffen dazu. Dabei wurde dieser in der Mittelsteinzeit eher zufällig entdeckt. Seit jeher hat Alkohol eine kulturelle und religiöse Bedeutung. Später waren die „geistigen Getränke“ die einzige Freudenquelle nach der Arbeit. Für den römischen Schriftsteller Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. ‑ 65 n.Chr.) war Trunkenheit nichts anderes als „freiwilliger Wahnsinn“. Er charakterisiert den betrunkenen Zustand als „Krankheit“, die auftritt, wenn die ‘übergroße Kraft des Weines’ von ‘der Seele Besitz ergriffen’ habe.

Doch wieso ist Alkohol auch heute aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken? Immerhin stehen uns heute fast unbegrenzte Möglichkeiten der Freude zur Verfügung. Ich stelle mir die Frage, ob Menschen von Natur aus überhaupt Freude empfinden können. Insbesondere, wenn Menschen zusammenkommen, wird getrunken. Diese ich nenne es getrost Tatsache ist in unserer Gesellschaft so fest verankert, dass man sich jedesmal rechtfertigen muss, wenn man keinen Alkohol trinken möchte. Daher ist Alkoholtrinken gesellschaftlich erwünscht. Ich wirke also generell eher unsympathisch, wenn ich den Alkohol meide.

Ich möchte mich nicht ständig dafür rechtfertigen müssen, dass ich keinen Alkohol trinke

Also wir stellen fest, Alkohol ist gesellschaftlich wichtig und ich mache mich dadurch, dass ich keine Alkohol trinke zum Außenseiter. Damit kann ich leben, was mich aber seit Jahren nervt, dass ich mich immer wieder aufs Neue dafür rechtfertigen muss und ständigen Überredungsversuchen ausgesetzt bin. Also hier noch einmal für alle! Auch wenn es sich um eine Party handelt werde ich den ganzen Abend Cola oder etwas anderes alkoholfreies trinken! Hier einmal ein paar Sätze, die ich echt nicht mehr hören kann und meine Antworten darauf:

  1. „Da du ja nichts trinkst, kannst du uns ja auch fahren oder?“ Meine Antwort darauf ist: „Nein! Denn ich möchte auch ausgelassen feiern und nicht die Verantwortung für das Fahren übernehmen, da ich generell nicht gut und gerne Autofahre.“
  2. „Nicht mal einen Schluck?“ „Ehm nein! Ich quäle mir auch keinen Schluck von etwas runter, was ich nicht mag, nur damit du dich besser fühlst (warum fühlst du dich dadurch eigentlich besser?)“
  3. „Trinkst du echt nie etwas?“ „Nein, ich weiß ich bin wahrscheinlich eine Außerirdische.“
  4. „Das könnte ich nicht!“ „Ja, das ist meine geheime Superkraft hahahha, nein im ernst, wieso kannst du das denn nicht? Was genau ist dein Problem?“
  5. „Noch nicht mal zum anstoßen?“ „Wer hat eigentlich festgelegt, dass man nur mit Alkohol anstoßen kann?“

Das soziale Miteinander durch Alkohol stärken

Die häufigste Begründung für das gesellschaftliche Alkoholtrinken ist das bessere soziale Miteinander. Also sind wir Menschen von Natur aus gar keine sozialen Wesen, sondern werden das erst, wenn wir berauscht sind? Ist jeder einzelne von uns doch zu individuell und unanpassungsfähig und können wir wirklich nur locker sein, wenn wir berauscht sind? Ich würde vermuten, dass die meisten von uns angstgesteuert sind und diese Angst ohne die Berauschung des Alkohols nicht loswerden.

Der Abend wird lustiger, umso mehr Hemmungen fallen. Mir stellt sich die Frage, wieso wir bei uns vertrauten Personen dennoch unüberwindbare Hemmungen zu haben scheinen. Vielleicht sind mir die Personen also doch gar nicht so vertraut, weil sie gar nicht sind, wie sie sind und ich nur einen Funken davon durch den Alkohol und den verbundenen gefallenen Hemmungen zu sehen bekomme? Man sagt ja: „Nur besoffene und Kinder sagen die Wahrheit!“ Also sind die nüchternen Menschen, denen ich begegne alle unehrlich und unecht?

Der echte Spaß mit Erinnerungswert

Ich habe schon seit jeher ohne Alkohol Spaß! Natürlich ist es eine andere Art von Spaß, denn der Spaß ist echt! Ein Spaß ohne Berauschung und Betäubung, einer der aus dem Herzen mit dem natürlichem High-Gefühl durch das soziale Miteinander entsteht und der mir jahrelange positive Erinnerungen beschert. Allerdings kann ich den alkoholisierten Spaß nicht beurteilen, da ich generell keinen Alkohol trinke, ich mag ihn geschmacklich nicht und hielt es auch nie für nötig, da ich mich auf einer Feier oder bei Freunden noch nie so unwohl und unsicher gefühlt habe, das ich das Bedürfnis hatte meine Hemmungen zu verlieren. Mit meinen Freunden, die auf meiner Wellenlänge sind kann ich über Gott und die Welt reden, über alles mögliche lachen, singen und tanzen und tun wo ich sonst noch zu Lust habe. Mich berauscht extrem die Gute Laune, davon bin ich oftmals so richtig aufgedreht. Ich denke nicht, dass ich mir die Leute und die Stimmung schön trinken kann, wenn muffelige Leute auf einer Party sind, dann passt es halt nicht, man kann ja nichts erzwingen. Ich wechsel also dann lieber die Leute, als das Getränk. Allerdings habe ich es mit dem Getränk versucht, also ich habe auf die Berauschung der anderen Personen gewartet. Nur bei den meisten zeigte der Alkohol jetzt auch nicht gerade eine so berauschende Wirkung, dass sie nun dadurch zu Dancingqueens mutierten. Ich verbringe meine Zeit generell auch lieber mit Personen, die ich auch nüchtern ertragen kann und möchte und die mir auch nüchtern sagen, dass sie mich lieb haben.

Angst vor dem Kontrollverlust

Menschen wie mir, die keinen Alkohol trinken, sagt man nach, dass wir Angst vor dem Kontrollverlust haben. Doch was, wenn es in Wirklichkeit genau andersherum ist? Genauer betrachtet führt die Angst ja zum Alkohol. Angst zu sein wie man ist, Angst vor den eigenen Gedanken und die Angst den eigenen Kontrollverlust mitzuerleben. Dieses berauschende Gefühl ist ja auch gleichzeitig betäubend. Man bekommt unter Alkoholeinfluß also auch viel weniger von der Feier, den Personen und sich selbst mit. Ein Freund hat mal zu mir gesagt, dass es interessant sein muss eine Party nüchtern zu erleben, weil man dann einfach alles mitbekommt. Er hat absolut Recht, die Frage ist nur, traust du dich das?

Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch ich habe nichts gegen Alkohol oder Leute, die Alkohol trinken. Jedem, wie es ihm beliebt. Ich finde es nur schade, dass so viele Leute, die ich kenne ohne Alkohol nicht einmal Ansatzweise in der Lage sind zu feiern. Da würde ich an deren Stelle mal drüber nachdenken wollen, wo da eigentlich das Problem liegt. Denn ob eine Feier gut wird oder nicht hängt nicht von den Getränken ab, sondern immer von einem selbst.

Das Partykonzept ohne Alkohol

Schon mal von der Sober Sensation gehört? Bei meiner Recherche zu diesem Artikel bin ich auf dieses interessante und mir aus der Seele sprechende Konzept gestoßen. Sober Sensation wurde 2016 von Gideon Bellin gegründet mit der Idee alle Sinne in den Mittelpunkt zu stellen und diese auf natürliche Weise anzusprechen. Es wird auf die Kraft der natürlichen Highs gesetzt auf die soziale Energie mit dem Hintergrundwissen und Beobachtungen der normalen Partykonzepte, dass die frischesten, energetischen und sozial aktivsten Gäste meistens nüchtern waren. Die Gedanken und das Konzept könnte auch von mir sein, denn ich hatte auch schon überlegt meine privaten Zusammenkünfte nur noch ohne Alkohol zu veranstalten, um die Möglichkeit zu haben, einige „Nüchterner-Ichs“ meiner Freunde, insbesondere deren natürlichen Sinne besser kennenzulernen. Ich werde das Konzept Sober Sensation für die Zukunft mal im Auge behalten.

Und was meinst du? Würde ich dich auf einer Party ohne Alkohol vorfinden?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Deine Janine

Zu Dir oder zu mir?

Ein Artikel, zwei Sichtweisen! Meine Gastautorin Elli Pirelli ergänzt meine Gedanken und mich so wunderbar, denn sie denkt bei vielen Themen komplett anders als ich und genau das macht es so interessant. In diesem Artikel wirst du nun einmal die Sichtweise von Elli Pirelli lesen und danach meine. Uns würden natürlich noch andere Sichtweisen dazu interessieren, weswegen wir uns sehr über Kommentare freuen würden.

Die Sichtweise der Gastautorin Elli Pirelli

Endlich Feierabend. Torben und Anna treffen sich, so wie jeden Abend, vor dem Firmengebäude und stellen die berühmt berüchtigte Frage:  Zu mir oder zu Dir?

Sie lächeln sich an und Torben sagt:“Ich habe heute sturmfrei…“ und Anna antwortet:“Ich auch!“

Ein vorübereilender Kollege dreht sich kurz um und wäre dabei fast gegen den Türrahmen gestoßen.

Sie haben sich beide damit abgefunden, dass die Kollegen/Kolleginnen hinter ihnen die Köpfe zusammensteckten, denn schließlich waren Sie beide verheiratet.

Anna und Torben arbeiten beide in derselben Firma und haben so gut wie identische Arbeitszeiten. Vor 5 Jahren haben Sie sich auch hier kennen und lieben gelernt. Torben arbeitete bereits seit mehreren Jahren in der Firma und Anna hatte gerade die Stadt und den Job gewechselt.

Anna ist zufrieden mit Ihrem Leben und der netten kleinen Wohnung mit einem großen Südbalkon, etwas abseits der Stadt, aber nicht allzu weit von der Firma entfernt, die sie damals zu einem sehr guten Preis hatte kaufen können. Meistens fährt sie mit dem Rad zur Arbeit und bei schlechtem Wetter nimmt sie den Mini aus der Garage.

Torben wohnt in entgegengesetzter Richtung in einem ruhigen Neubaugebiet in einer Doppelhaushälfte. So klassisch mit Nachbarn, die zum Grillen vorbei kommen, Rasen mähen am Wochenende und viel Platz in der Wohnküche für gemeinsame Kochabende.

Torben war Anna am bereits an Ihrem ersten Arbeitstag aufgefallen. Anfangs verabredeten sie sich gelegentlich zu gemeinsamen Ausflügen, so dass Anna die Stadt kennen lernen konnte. Nach und nach wurden sie vertrauter und verliebten sich ineinander.

Beide hatten in ihrem Leben sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit ihren bisherigen Beziehungen gemacht, sie wussten was sie wollten, und was nicht.

Und zu den Dingen, die sie nicht wollten, zählte der Alltag. Der gemeinsame Alltag und die stetig gleich verlaufenden Abende, Tage und Nächte. Ohne Highlight. Sie wollten keine Gewohnheit, sie wollten ihre kleinen Freiheiten bewahren. Sie wollten eine Bindung ohne Bindung. Sie wollten Vertrauen. Ineinander.

Anna und Torben sind seit drei Jahren verheiratet. Und zwar miteinander. Und sie stellen sich jeden Abend die Frage: zu Dir oder zu mir?

Beide sind in ihren Wohnungen wohnen geblieben und treffen sich je nach Laune mal bei ihm und mal bei ihr. Diese kleine Freiheit, die sich beide bewahren wollten,  ist natürlich auch eine Frage des Geldes. Aber sowohl Anna als auch Torben sind vorher auch mit ihren Lebensumständen gut klar gekommen, keiner ist vom anderen abhängig und so haben sie sich für diese Art zu leben und zu lieben entschieden.

Natürlich verbringen sie ihre Freizeit und ihre Urlaube zusammen, gehen gemeinsam shoppen und mit Freunden feiern, laden ihre Eltern ein, mal hier mal da…  Auch wenn ihre Freunde/Freundinnen diese Lebensweise oft kritisch hinterfragen, haben sie sich damals beide bewusst dafür entschieden und es bis heute nicht bereut.

Vielleicht ist es ein besonderer Kick, bei dem anderen zu sein bzw. einen Gast zu haben, vielleicht gibt man sich so mehr Mühe und verfällt nicht in diese alten Muster des Mann-Frau-Lebens mit klassischen Rollenverteilungen. So ist jeder für seinen Bereich allein verantwortlich. Vollumfänglich. Unabhängig.

Beide sind zufrieden und sehen keine Veranlassung ihre Lebensart zu hinterfragen. Im Gegenteil.

Trennen sich Paare aus dem Freundeskreis, so ist dies immer ein unendliches Drama, denn einer muss ausziehen, muss von heute auf morgen alleine klar kommen. Der Rosenkrieg ist vorprogrammiert. Meistens zieht die Frau den Kürzeren, denn allzu oft zieht sie bei ihm ein und muss somit seine Wohnung auch wieder verlassen.

Also tut sie dies erst, wenn sie Ersatz gefunden hat. Und vielleicht ist dieser Ersatz ja doch nur ein Sprungbrett? Somit wäre die nächste Beziehung auch zum Scheitern verurteilt. Gleiches gilt natürlich auch im umgekehrten Fall.

Und ja, natürlich ist es nicht der Grundgedanke, wenn man heiratet oder zusammenzieht, dass man einen Plan für die Trennung hat, aber die Statistiken sprechen für sich. Und damit will ich es belassen.

Und last but not least:

Einfach mal toleranter und offener gegenüber anderen Beziehungsmodellen sein…

Elli Pirelli

Meine Sichtweise

Danke liebe Elli für deine Gedanken und Darstellung in Bezug auf andere Beziehungsmodelle. Ich bin offen und tolerant dem gegenüber, auch wenn es für mich absolut nichts wäre. Aber mein Motto ist und bleibt leben und leben lassen. Wenn Anna und Torben glücklich und zufrieden sind finde ich das super!

Warum andere Beziehungsmodelle für mich nicht in Frage kommen? Ich habe wie jeder von uns ein eigenes Verständis, davon, was eine Beziehung ist und was diese bedeutet. Meine Wahrheit einer Beziehung lautet, dass eine Beziehung zu haben bedeutet zusammenzusein, zusammenzuleben und gerade der Alltag, den viele mit anderen Beziehungsmodellen vermeiden wollen, genau der gehört für mich dazu. Ich möchte mein Leben, meinen Alltag mit jemandem teilen und meistern. Ich möchte in guten, in schlechten und in eintönigen Zeiten mit jemandem zusammensein. Ich möchte für jemanden da sein, wenn er krank ist und mich dann nicht in meine Wohnung zurückziehen, bis er wieder gesund ist und umgekehrt möchte ich gesund gepflegt und krank ertragen werden. Eine Partnerschaft bedeutet für mich nicht einen Partner für gemeinsame Aktivitäten und Spaß zu finden, sondern einen Partner fürs Leben und das Leben besteht bekanntlich nicht nur aus Spaß, eher selten sogar. Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt, Leid halbiert sich und genau das möchte ich. Ich möchte mein Leben nicht alleine meistern und mein Glück nicht für mich behalten.

Auch möchte ich Vertrauen aufbauen, Geborgenheit fühlen und mit meinem Partner zusammenwachsen. Gemeinsam lernen Kompromisse für den anderen einzugehen und einfach nur seine Nähe genießen. Das Modell der zwei getrennten Wohnung löst bei mir ein unechtes Gefühl aus. Für mich ist es keine Liebesbeziehung sondern eher eine Dauerdatingbeziehung. Treffen sind inszeniert, jeder reißt sich ein Stück weit zusammen und man lernt sich so nicht richtig kennen. Ich liebe ja gerade genau diese Vertrautheit und Gewohnheit in der Beziehung, wo ich mich nicht mehr zusammenreißen muss, denn das ist mir ehrlich gesagt auf Dauer auch zu anstrengend. Ich bin in meinen Beziehungen immer froh gewesen, wenn die anstrengende Datingphase endete und es zum vertrauten Zusammenwohnen überging.

Es ist also eine Entscheidung die wir treffen. Ist uns Zusammenhalt und Nähe wichtig oder Eigenständigkeit und Autonomie.

Kommen wir nochmal zum Schluss auf die Statistiken. Paare trennen sich, daran besteht kein Zweifel. Niemand hat gesagt, das Beziehungen, das die Liebe einfach ist. Dennoch würde ich nicht mit einem Trennungsgedanken in eine Beziehung gehen, dann bringe ich ja gleich etwas schlechtes mit hinein, was sich in meinem Unterbewusstsein verankert.

Aber nun zu der Statistik. Statistisch gesehen trennen sich Paare mit getrennten Wohnungen häufiger, als Paare die gemeinsam wohnen. Der Grund, eine Trennung ist in jeglicher Hinsicht einfacher, da man ja nie richtig zusammen war. Man hat sich in keinster Weise gebunden, weder materiell noch emotional.

Ich werde mich daher immer für Zusammenhalt und Nähe entscheiden.

Wofür entscheidest du dich? Lass es uns doch in den Kommentaren wissen.

Deine Janine

1.000 Fragen an dich selbst #19

Frühlingsgefühle im Februar? Warum auch nicht. Also einfach mal verträumt aus dem Fenster gucken, einen kleinen Spaziergang machen und danach die nächste Runde der 1.000 Fragen an dich selbst beantworten.

721: In welchem Beruf wärst du wahrscheinlich ebenfalls gut? Als Schriftstellerin, ich liebe das Schreiben.
722: Was waren die liebsten Worte, die du jemals zu einer Person gesagt hast? Schwierige Frage, das kann ich gar nicht in festen Worten festlegen. Die Worte, die ich aus meinem tiefsten Herzen geäußert habe.
723: Was von der Einrichtung deiner Wohnung hast du selbst gemacht? Nichts, ich bin weder handwerklich begabt noch gut im Einrichten.
724: Wie würden dich Leute beschreiben, die dich zum ersten Mal sehen? Unterschiedlich von zickig, eingebildet, symphatisch und witzig ist alles dabei.
725: Was würdest du mit einer zusätzlichen Stunde pro Tag anfangen? Lesen, ich liebe Bücher!!!
726: Welchen Film würdest du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen? Mit Freundinnen gucke ich am liebsten Liebeskomödien.
727: Fühlst du dich anders, wenn du ein Kleid trägst? Ja, weiblicher und verträumter.
728: Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher? Der Frühlingsduft, da denke ich immer an meine Kindheit, weil ich da viel draußen war.
729: Was würdest du anders machen, wenn du auf niemanden Rücksicht nehmen müsstest? Mein Leben, leben, was ich bereits tue da ich auf niemanden groß Rücksicht nehmen muss.
730: In welcher alten Kultur hättest du leben wollen? Die älteren Kulturen sind leider nicht sehr Frauenfreundlich von daher in keiner.
731: Denkst du lang über Entscheidungen nach? Eigentlich nicht, ich verlasse mich auf meinen Instinkt. 
732: Hast du schonmal vor dem Ende eines Filmes das Kino verlassen? Nein, auch wenn ein Film noch so blöd ist möchte ich trotzdem wissen wie er ausgeht.
733: Über welche unangemessenen Witze lachst du insgeheim doch? Die so doof und flach sind, dass sie schon wieder lustig sind.
734: Findest du, dass die schlechten Tage auch zum Leben gehören? Natürlich, ohne sie würde es keine guten Tage geben.
735: Was müsste in einer Gebrauchsanweisung zu deiner Person stehen? Ruhig, pflegeleicht, sensibel. Wenn ich in Ruhe gelassen werde und man mich einfach machen lässt hat man keine Sorgen mit mir.
736: Wie groß ist unsere Willensfreiheit? Ohne uns ständig von außen beeinflußen zu lassen hat doch jeder von uns eine relativ große Willensfreiheit.
737: An welchem Kurs würdest du gerne teilnehmen? Schwierig da gibt es garantiert viel interessantes. Sprachen, was psychologisches,tanzen.
738: Machst du manchmal Scherze auf deine eigenen Kosten? Oh ja ich nehme mich gerne selbst auf den Arm.
739: Welche Blumen kaufst du am liebsten für dich selbst? Ich kaufe mir keine Blumen.
740: Welche Eigenschaft eines Tieres hättest du gern? Die Unbeschwertheit einer Katze.

741: Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen? Das kommt auf die Vertraulichkeit des Gespräches an.
742: Wem erzählst du, was du geträumt hast? Meinem Mann. Ich muss oftmals auch darüber reden, weil ich in meinen Träumen so unheimlich viel erlebe.
743: Ist Neues immer besser? Natürlich nicht. Oft ist es auch das Altbewerte.
744: Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt? Das ist oft gar nicht so leicht, da eine Party nur mit der richtigen Konstellation in Schwung kommen kann. Ich versuche das natürlich mit guter Laune und guter Musik aber ich erzwinge nichts.
745: Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immer noch profitierst? Das 10-Finger-System. 
746; Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzten könntest? Ja zwar kann ich sie damit verletzen, aber eine Lüge verletzt immer mehr als die Wahrheit.
747: Was hast du in letzter Zeit jemandem gegeben, der die betreffende Sache dringender gebraucht hat als du? Ein offenes Ohr für eine Freundin, also meine Zeit. 
748: Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht? Nein. Deswegen verstehe ich die ganze Besprechungsproblematik, die viele in der Arbeitswelt damit haben auch nicht. Aber ich glaube, dass dies für extrovertierte einen Unterschied macht, da es virtuell nicht soviel Raum für Selbstdarstellungen und Applaus gibt. Ich persönlich finde das virtuelle teilweise etwas angenehmer, weil es konzentrierter ist und keiner mehr dazwischenquatscht.
749: Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast? Google Maps öffnen und schauen wo ich bin. 
750: Wann bist du zuletzt im Theater gewesen? Pssst ich war noch nie im Theater.
751: Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen? Ne freche Kiwi.
752: Sind deine Gedanken immer richtig? Was ist schon immer richtig? Natürlich bin ich nicht im Besitz von perfekten Gedanken.
753: Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören? Ein „Es tut mir leid“.
754: Was an dir ist typisch deutsch? Die Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Ernsthaftigkeit.
755: Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren? Ja total. Ich bin selbstbewusster, selbstzufriedener und ausgeglichener.
756: Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden? So richtig auf dem Spiel zum Glück noch nie. Bei mir ist auch nicht immer alles Sonnenschein aber es ging bisher immer gut aus.
757: Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben? Da habe ich keinen festen Traum. Einfach noch ganz viele schöne Momente.
758: Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher? Nein, ich habe tatsächlich weder ein Lieblingsglas noch eine Lieblingstasse.
759: Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? Mit einem Mädchen aus meiner Nachbarschaft bei meinem Elternhaus. Wir haben heute noch Kontakt.
760: Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge? Ja ich würde auf viel materielles verzichten, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge. Dabei ist mir allerdings Gerechtigkeit sehr wichtig.

In dieser Fragerunde war für mich keine Frage so richtig schwer für mich. Wie ist es bei dir? Haben wir Übereinstimmungen?

Deine Janine

Kommt mal runter!

Erfolg und Reichtum steigt uns zu Kopf und dennoch streben wir genau das an. Ich glaube die Menschheit ist nicht dafür geschaffen viel zu besitzen oder viele Möglichkeiten zu haben. Wir haben zwar gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind Möglichkeiten und Reichtum zu erschaffen, doch hat dies gleichzeitig die Menschlichkeit in uns zerstört.

Wir sehnen uns nach alten Zeiten. Auch wenn wir heute viel mehr Besitzen und viel mehr Möglichkeiten haben, so sehnen sich viele von uns nach den alten Zeiten. Wieso war früher alles besser, wenn doch heute soviel mehr möglich ist? In den guten alten Zeiten ging es mehr um die Menschlichkeit. Heute geht alles viel zu schnell für die Menschlichkeit im eigentlichen Sinne ist schlicht und einfach keine Zeit mehr, obwohl wir genau genommen heute über viel mehr Zeit verfügen.

Die Zeit wird aber vollgestopft mit unendlich vielen Möglichkeiten. Durch die riesen Auswahl können wir uns für nichts mehr so richtig entscheiden und halten dies auch nicht wirklich für nötig. Wieso sich entscheiden, wenn alles möglich ist? Wenn ich alles haben kann?

Also machen viele alles, aber nichts richtig. Das ist die heutige Devise. Wir haben alles und sind gleichzeitig verloren. Nichts löst mehr etwas in uns aus und breit macht sich die pure Langeweile. Kaum jemand ist noch dazu in der Lage mit sich selbst etwas anzufangen. Die Menschen wollen ständig etwas neues, ständige, einzigartige Unterhaltung mehr mehr und mehr nichts ist genug und alles wird schnell langweilig. Das Ziel ist quasi erreicht, wir haben alles erreicht uns geht es gut und dadurch geht es uns gleichzeitig schlecht. Kein Antrieb, keine Motivation, keine Emotionen.

Und dann kam Corona. Mit dieser Krise machte sich in mir aber auch gleichzeitig Hoffnung breit. Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft, auf das Zurückkehren der Menschlichkeit. Am Anfang gab es eine kleine Tendenz, ein kleiner Funken Menschlichkeit kam an die Oberfläche. Die Menschen waren wieder Dankbar für die kleinen Dinge, für das, was sie sonst für selbstverständlich gehalten hatten. Aber leider war der Funken viel zu klein und verschwand sehr schnell wieder. Die Dankbarkeit wandelte sich in Frust, Neid und Wut. Die Dinge wieder Selbstverständlich zu sehen machte sich wieder breit und die Sehnsucht nach den Möglichkeiten, die waren. Das Jammern auf hohem Niveau nimmt seinen Lauf und macht mich unheimlich traurig.

Ich versuche diesen kleinen Funken Menschlichkeit an die Oberfläche zu ziehen, doch alleine gelingt es mir nicht. Stattdessen höre ich mir jeden Tag an, wie schlecht es allen geht. Mir wird eingeredet, dass es schlimm ist nicht mehr essen gehen zu können, nicht mehr in den Urlaub zu fahren, die Nähe der eigenen Kinder pausenlos zu ertragen, an keinen Veranstaltungen mehr teilzunehmen und keine Date Verabredungen zu vereinbaren. Hinzu kommt, dass sehr viele über Einsamkeit klagen, dennoch klingelt mein Telefon nicht, ich erhalte weniger Nachrichten als vorher. Die Möglichkeiten die noch da sind werden weder geschätzt noch genutzt, einfach aus dem einfachen Grund, das der Mensch will was er nicht haben kann.

Wo bleibt die Dankbarkeit und die Kreativität? Sind wir schon so verwöhnt, dass wir nicht mehr in der Lage sind zufrieden zu sein mit dem, was wir haben? Ich freue mich jeden Tag über meine warme Wohnung, darüber, dass ich jeden Tag genug zu Essen habe. Ich verstehe, die, die Angst um ihre Existens haben, weil die, diese wichtigen Dinge verlieren könnten. Aber nicht in den Urlaub fahren zu können gehört definitiv nicht dazu. Es ist nicht mal etwas, was jeder vorher konnte. Urlaub ist Luxus! Stell dir vor es gibt tatsächlich Menschen, die jeden Tag hart arbeiten und sich dennoch keinen Urlaub leisten können und vor Allem nicht jedes Jahr. Dennoch sind sie nicht unglücklicher, als die, die es gewohnt sind zu verreisen. Ganz im Gegenteil, die Menschen, die weniger Besitzen und weniger Möglichkeiten haben sind meistens glücklicher, zufriedener, bescheidener und kreativer. Ja wir können uns jetzt nicht zu einem romantischen Essen im Restaurant verabreden, aber wieso ist das gleichbedeutend damit, dass ein Date nicht möglich ist? Wir können uns doch zu einem netten Spaziergang treffen und reden. Auch können wir stundenlang telefonieren. Eigentlich all das, was ich damals mit 16 gemacht habe, als ich ausgegangen bin, weil wir mit 16 nicht viel Geld hatten und aus den Gründen nicht essen gegangen sind. Ja da sind wir schon beim Thema essen gehen. Heutzutage ist es völlig normal ständig ein Restaurant zu besuchen. Bereits in der Mittagspause und dann Abends nochmal zu einer Verabredung und natürlich am Wochenende. Die Restaurants waren ständig ausgebucht, ohne Reservierung keine Chance. Ich erinnere mich an eine Zeit, wo ein Restaurantbesuch etwas Besonderes war, etwas, was wir uns nicht ständig leisten konnten. Wir sind wirklich nur zu besonderen Anlässen essen gegangen, dadurch war das jedes mal ein Erlebnis und wir waren zu der Zeit mit weniger, viel glücklicher, menschlicher.

Damals zählte der Mensch heute zählen die Möglichkeiten. Ich bin umgeben von einer entscheidungsunfreudigen und beeinflußbaren Gesellschaft. Es ist kein Vorwurf, denn wir werden ja so groß. Auch ich war kurz davor meinen menschlichen Funken zu verlieren. Ich bin ebenfalls verwöhnt und damals fand ich das total normal. Ja ich erinnere mich noch sehr gut an ein Gespräch zwischen meinem Ausbilder und mir. Er warf mir einmal vor, dass ich ständig etwas wollen würde. Ich verstand diesen Vorwurf damals nicht. Im Gegenteil, ich sagte zu ihm, dass es ok ist alles zu wollen, weil alles möglich ist und man sich nicht immer mit den schlechteren vergleichen sollte. Wenn ich heute noch mal über dieses Gespräch nachdenke würde ich anders antworten. Denn er hatte Recht, wie komme ich auf die Idee ständig alles zu wollen, anstatt mich einfach mal für etwas zu entscheiden und dankbar zu sein?

Bei mir hat es Klick gemacht und ich trage die Hoffnung in mir mit dem Artikel nicht das Gefühl zu erwecken, ich würde der Gesellschaft einfach nur Vorwürfe machen. Viel mehr hoffe ich in einigen den menschlichen Funken hervorzurufen, damit ich nicht mehr alleine versuchen muss diesen zurück an die Oberfläche zu bringen.

Ich bin jedem Dankbar, der diesen Artikel liest und versteht.

Deine Janine

Warum meine eigene Meinung so wichtig ist

Anerkennung ein Wort mit starkem Gewicht. Jeder von uns möchte Anerkennung. Hierdurch entsteht in unserem Inneren ein falsches Denken. Wir sperren uns selbst in ein Gefängnis des Gefallen wollens und werden dadurch sogar unbeliebter und unglücklicher.

Ich versetze mich bei meinen Gedanken dazu gerne in meine Teenagerzeit zurück, die Zeit der Unsicherheit schlechthin. Immer von der Angst des Alleinseins begleitet. Jeder oder die Meisten von uns haben sicherlich in der Teenagerzeit eine Phase des Alleinseins hinter sich. Ich war an meinem 17.Geburtstag total alleine. Sauer auf die ganze Welt mit dem Gefühl, dass mich keiner versteht. Aus heutiger Sicht auch total verständlich, wie soll mich denn jemand verstehen, wenn ich mich selbst in ein Gefängnis gesperrt habe und nicht rauskomme, also nicht wirklich aus mir herauskomme? Anderen Meinungen einfach zustimme, weil ich mich nicht traue meine Meinung zu äußern, geschweige denn dafür einzustehen. So bin ich doch nur eine Person ohne Persönlichkeit.

Persönlichkeit

Doch die eigene Persönlichkeit kommt mit dem Erwachsenwerden, sollte sie zumindest. So unsicher ich auch als Teenager war, so habe ich doch schon immer meine Entscheidungen selbst getroffen. Ich habe niemanden gefragt, ob der Typ in den ich mich gerade verknallt hatte auch cool genug dafür war. Auch habe ich bei der Wahl meiner Ausbildung nur auf mich gehört. Ich wollte im Gegensatz zu allen anderen damals einen sicheren Beruf mit viel Freizeit. Sicherlich haben mich viele in meinem Alter damals nicht verstanden, wie ich Sicherheit und Freizeit, der Kreativität und Leidenschaft vorziehen konnte. Heute bekomme ich öfter mal spitze Bemerkungen wie „du musst ja viel Zeit und Langeweile haben“ oder „du arbeitest ja sowieso nicht“, die aus Neid entstehen. Dabei möchte niemand mehr sehen, was ich dafür geopfert habe. Ich habe nicht den perfekten Beruf gesucht, der Spaß macht, ich habe einfach nur einen Beruf gesucht, der mir ermöglicht viel freie Zeit zu haben. So gehe ich heute einem langweiligen Beruf nach und werde nun sogar teilweise darum beneidet. Einer der Gründe, warum ich froh bin auf mich gehört zu haben, denn Meinungen ändern sich und ich bin diejenige, die mit ihrer Entscheidung leben muss.

Du fragst dich jetzt sicherlich, wo die Anerkennung bleibt, nach der wir uns sehnen? Umso mehr du eine eigene Persönlichkeit entwickelst, umso mehr triffst du auf Leute, die diese Persönlichkeit schätzen und damit kommt dann auch die Anerkennung. Und zwar nicht irgendeine Anerkennung, sondern etwas Echtes. Deine wirkliche Persönlichkeit wird geschätzt und nicht das Trugbild was du erschaffen hast.

Der Gefängnisausbruch

Jeder von uns möchte frei sein. Also lass uns aus dem Gefängnis, sich Gedanken über die Gedanken anderer zu machen, ausbrechen. Umso älter ich wurde, umso freier wurde ich auch. Ich finde, das dies eines der Vorteile am Älterwerden ist. Man selbst lernt sich immer besser kennen und macht das, was einem gut tut. Zudem erfreut sich dieses Verhalten entgegen aller Ängste besonderer Beliebtheit. Ich bin schon immer nüchtern durchs Leben gegangen. Natürlich werde ich nicht weniger von Ängsten begleitet als alle anderen, aber ich hatte nie das Bedürfnis, diese durch Alkohol zu betäuben. Wahrscheinlich trinken deshalb soviele Alkohol um sich zu amüsieren, weil sie es ohne nicht können. Sie befinden sich nach wie vor in dem Gefängnis und der angstlösende „Zaubertrank“ ermöglicht es den meisten kurzzeitig frei zu sein. Doch wieso geben sich soviele mit der Illusion von Freiheit zufrieden statt wirklich frei zu sein? Brich aus! Triff deine Entscheidungen, lebe mit diesen und genieße die Freiheit! Stell dir vor, du hast es wirklich geschafft und dich frei von den fremden Gedanken gemacht überlege mal, was du außer Freiheit noch dazugewinnst.

Energie

Wir verschwenden teilweise einfach viel zu viel Energie damit, uns Gedanken darüber zu machen wie wir ankommen. Jetzt nimm diese Energie und nutze sie für etwas Sinnvolles. Kaum vorstellbar, was du mit diesere neu gewonnenen Energie alles anfangen könntest. Zudem lebst du auch gesünder, weil du auf inneren Druck und Alkohol verzichtest.

Glück

Der allseits bekannte Satz:“Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist so unglaublich wahr. Du kannst dein eigenes Glück nur finden, indem du verinnerlichst, dass die einzige Person und Meinung, die dich je glücklich machen immer ausschließlich mit dir verbunden sind. Wenn du nicht damit aufhörst dein Glück von anderen Personen und Meinungen abhängig zu machen, wirst du auch niemals glücklich werden. Eine große Erleichterung und das damit verbundene Zufriedenheitsgefühl wird sich bei dir sofort einstellen, wenn du dir wegen der Anderen einfach keinen Stress mehr machst. Dein Stresslevel wird sinken und das tut unheimlich gut.

Selbstwertgefühl

Indem dir die Meinungen, der anderen egal werden und du deine eigene Meinung für dich über die Meinungen der anderen stellst erhöht sich auch nach und nach dein Selbstwertgefühl. Du bist es dir Wert auf dich zu hören. Du stehst für dich und deine Entscheidungen ein und lernst daraus. Du lernst was dir wirklich wichtig ist und erhälst einen hohen Mehrwert, was deine Selbstreflexion angeht.

Niemand außer mir weiß was gut für mich ist.

So sieht mein Gedanke aus, wenn ich über etwas nachdenke. Wenn die Person, die mich am besten kennt und weiß, was sie fühlt nicht einmal hundertprozentig weiß, was gut für sie ist, nämlich ich selbst. Wie kann ich dann von anderen erwarten, dass sie besser wissen, als ich, was gut für mich ist? Ich finde diese hohe Erwartungshaltung anderen gegenüber ehrlich gesagt anmassend. Zu erwarten, dass die andere Person es für mich besser weiß und die Verantwortung für mein Glück übernehmen soll kann nicht nur mir schaden, sondern auch der Beziehung, die ich zu dieser Person habe. Dabei geht es nicht darum, ob die Person die richtige Entscheidung für mich trifft, sondern um meine eigene Erwartungshaltung ihr gegenüber. So etwas darf man einfach von niemandem erwarten. Trotzdem höre ich mir gerne anderen Meinungen an, ohne ein hohes Gewicht darauf zu legen, weil ich es wichtig finde mir unterschiedliche Sichtweisen anzuhören. Aber letztendlich stimmen andere Meinungen mich nicht um. Zum einen Bedenke ich, dass nicht immer alle Meinungen gut gemeint sind, bei vielen steht auch Neid oder die eigene Angst dahinter und dann habe ich noch den unheimlichen Vorteil mich gefühlsmäßig in die Lage zu versetzen ohne etwas schönzureden. Ich stelle mir also die neue Situation vor und wie ich mich damit dauerhaft fühle und daraufhin treffe ich dann meine Entscheidung. Mein Gefühl ist dabei das Allerwichtigste und hat nichts mit Logik zu tun. Wenn ich mich für etwas entscheide, weil es klug und das Logischste ist und weil es alle sagen ist es dennoch nicht gleichbedeutend mit meinem Gefühl. Weder Logik noch Erfolg machen mich glücklich, wenn der Preis dafür zu hoch ist und ich mich dafür in eine Rolle zwängen muss, die ich nicht bin. Und das was ich wirklich fühle, das fühle auch nur ich selbst und kein Außenstehender kann das nachvollziehen. Deswegen ist es mir egal, was andere denken, wichtig bin ich, denn ich lebe und fühle mit mir und niemand sonst. Ich bin es mir wert glücklich zu sein.

„Wer seinen Wert erkennt, hat es zunehmend schwer, sich mit Leuten zu umgeben, die das nicht tun.“

Dieses Zitat kann ich voll und ganz so unterschreiben. Ich selbst habe meinen eigenen Wert erkannt und mir fällt es wirklich immer schwerer mich mit den Leuten zu umgeben, die dies nicht tun. Aber der Kreis schliesst sich, denn dadurch, dass ich weiß, wer ich bin, was ich will und was ich wert bin, treffe ich auf die richtigen Leute, die meinen Wert erkennen und meine Persönlichkeit schätzen und da bin ich nun angekommen. Selbstbewusst, wertvoll, glücklich und anerkannt.

Deswegen sage ich dir jetzt, deine Meinung ist mir völlig egal, du kannst sie behalten und schätzen, denn sie ist deine.

Höre auf dich und sei es dir wert!

Deine Janine

1.000 Fragen an dich selbst #18

Es ist etwas her, seit Runde 17, aber ich bringe zu Ende, was ich angefangen habe. Nach meiner etwas längeren Bloggerpause musste ich so langsam wieder meinen Blogrhythmus finden. Aber nun geht es hier ganz entspannt weiter. Ich wünsche dir viel Spaß bei der Beantwortung der Fragen.

681: Was war deine letzte gute Tat? Ich habe einer Dame geholfen, ihren Rollstuhl in den Kofferaum zu packen. Da ich selbst ja nicht gerade viel Kraft habe, hatte ich danach ein paar Tage lang Rückenschmerzen. 😊
682: Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche? Ich wache sogar jeden Tag neben ihm auf ❤
683: Was war deine Entscheidung im vergangenen Jahr? Im vergangenen Jahr habe ich keine gravierende Entscheidung getroffen.
684: Was war dein bestes Konzert, das du jemals besucht hast? Ich gehe nicht auf Konzerte.
685: Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast? Mit Ruhe und gutem Essen.
686: Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht? Leider ja.
687: Zählt für dich Quantität oder Qualität? Qualität! Quantität verursacht nur doppelte Arbeit, weil die Fehler einen eh immer einholen.
688: Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer? Ich denke nicht, dass es Medizin gegen Liebeskummer gibt. Am besten sich dem stellen, weinen, was das Zeug hält und auf die Zeit warten, die die Wunden heilt.
689: Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun? Brot, Limonade, Obst.
690: Hast du viel Selbstvertrauen? Ja ich befinde mich da in der goldenen Mitte nicht zu viel, aber wenn es drauf ankommt genug.
691: Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst? Meistens meinen Mann aber auch Google wird zu Rat gezogen oder anderer Personen je nach Thema. 
692: Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen? Die Jogginghose endlich anziehen zu können. Bequeme Kleidung – egal welcher Art – finde ich, ist das beste zuhause. Ach ja und abschminken!!
693: In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut? In gar keinem. Schule ist nicht meins.
694: Wann hast du zuletzt ein Baby im Arm gehalten? Das ist Jahre her, ich reiße mich da aber auch nicht drum.
695: Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben? Ja. 
696: Kannst du gut warten? Da ich immer sehr pünktlich, bin, bin ich es gewohnt zu warten, ja.
697: Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen? In der heutigen Zeit könnten wir alles Psychologische Unterstützung gebrauchen 🙃. Ich persönlich würde bei Depressionen oder ähnlichen Erkrankungen definitiv zum Psychologen gehen.
698: Was möchtest du irgendwann noch lernen? Das lege ich ich aktuell nicht fest. Im Leben lernt man ja ein Glück immer etwas dazu.
699: Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten? Ein Buch oder eine gute Serie, das brauche ich zum Entspannen.
700: Wie oft beginnst du einen Satz mit „Als ich so alt war wie du…“? Bisher gar nicht.

701: Wie zufrieden bist du mit deinem Körper? Natürlich kann man immer etwas an sich finden, da nehme ich mich nicht aus, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. 
702: Wenn du für eine Wand in deiner Wohnung eine Farbe aussuchen solltest:Einen warmen Farbton. Allerdings interessiere ich mich nicht so dafür etwas einzurichten, ich bin froh, dass mein Mann das übernimmt.
703: Was hast du gestern Schönes getan? Ich habe mich auf die Couch gekuschelt und die Remastered-Version meines früheren Lieblingsspiel Secret of Mana gespielt.
704: Was machst du, wenn dir etwas nicht gelingt? Ich schimpfe mit mir selbst, aber nur kurz.
705: Was ist das Unheimlichste, das du jemals getan hast? Spontan fällt mir nichts ein. 
706: Sind andere gerne in deiner Nähe? Ich denke schon zumindest steh ich nie alleine irgendwo rum, es sei denn ich möchte es so, dann kapsle ich mich ab. 
707: Was schwänzt du manchmal? Mein Training, weil ich nich damit nicht mehr Stressen möchte. Für mich ist es wichtiger meinen Ernährungsplan einzuhalten.
708: Wann ist die Welt am schönsten? Im Sommer, wenn alles so schön hell und freundlich ist.
709: Was hast du erst vor Kurzem herausgefunden? Das es schon immer Pandemien gab und diese Krankheiten nie besiegt wurden.
710:  Magst du Kostümpartys? Ja ich finde es generell ganz witzig.
711: Wie schnell weichst du vom vorgegeben Pfad ab? Ungefähr so oft, wie die Theorie von der Praxis abweicht. 😉
712: Was ist das beste Gefühl der Welt? Lieben und Geliebt zu werden.
713: Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags? Kaffee trinken und noch 1 1/2 Stunden arbeiten.
714: Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du dich sehr gut verstehen? Ich glaube mit Sylvie Meis und Vanessa Mai.
715: Was würdest du servieren, käme die Königin von England zum Tee? Tee? 😄
716: Was kannst du einfach auf morgen verschieben? Vieles meine To-Do-Liste ist immer gefüllt aber vieles davon ist gut geeignet zum Verschieben, ich will mich damit nicht unnötig mehr stressen. 
717: Was macht ein Spaziergang in der Natur mit dir? Ich werde ruhiger, entspannter und verträumter. Außerdem kann ich Abends dann immer sehr gut schlafen.
718: Welches Lied passt am besten zu deiner Beziehung? Truly, Mady, Deeply.❤
719: Wie sieht deine ideale Welt aus? Alle die ich liebe sind gesund und glücklich. Die Menschen halten zusammen und erfreuen sich über die alltäglichen Dinge des Lebens.
720: Was bedeutet für dich Geselligkeit? Das man sich mit Menschen trifft, Freunde/Familie und reden kann bis spät in die Nacht ohne das Gefühl zu haben, das es erzwungen ist.

In dieser Runde hatte ich wieder sehr viele Übereinstimmungen mit der lieben Eileen.

Hatten wir auch Übereinstimmugen? Hinterlasse gerne einen Kommentar!

Deine Janine

1000 Fragen an dich selbst #17

Es heißt dranbleiben, es gibt immer noch Fragen an uns selbst und ich bin ganz gespannt welche Art von Fragen ich heute beantworten darf. Also starten wir nun gemeinsam mit der Runde 17.

641: Welches Musikinstrument würdest du gern spielen? Klavier, Keyboard oder Gitarre.
642: Hast du eine umfassende Allgemeinbildung? Ansichtssache, kommt darauf an, was man da drunter versteht. Wenn es um das aktuelle Nachrichtengeschehen geht würde ich sagen nein. Die Nachrichten sind so negativ behaftet und ich möchte mich nicht täglich damit belasten.
643: Für wen hast du eine Schwäche? Jensen Ackles ich liebe seine Rolle in Supernatural lustig und verfressen 😅
644:Was ist dein größtes Hemmnis? Vor mehreren Leuten zu sprechen.
645: Was machst du heute? Blogartikel schreiben, Sport und Serien gucken.
646: Worüber hättest du lieber länger nachdenken sollen? Da fällt mir nichts ein, da ich über alles viel zu viel nachdenke.
647: Bist du lieber im Recht oder hast du lieber Glück? Glück, ich bin nicht rechthaberisch.
648: Was hälst du von den Partnern deiner Freundin? Schwieriges Thema, da ich diese Frage generell für meine Freunde beantworten muss. Ich habe nicht die eine Freundin. Daher ist es sehr unterschiedlich.
649: Welche Eigenschaft deines Vaters hättest du auch gerne? Keine
650: Welche Idee musst du irgendwann noch aufgreifen? Ich arbeite gerade an einer Idee, wenn alles so klappt, wie ich mir da vorstelle erzähle ich davon, vorher nicht.
651: Wie würdest du dein Leben in drei Stichwörtern beschreiben? Harmonisch, Lustig, Zufrieden
652: Was ist das Beste am Erwachsensein? Das man nicht mehr auf andere hört und weiß was man will.
653: Bist du ein Kämpfertyp? Definitiv
654: Wie viel Fantasie hast du? Sehr, sehr viel.
655: Können sich Menschen ändern? In einigen Dingen, Ansichten z.B. aber das ein Mensch sich charakterlich ändert halte ich für unmöglich und ungesund.
656: Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen? Ja ich bin auch eher eine Einzelkämpferin.
657: Was hättest du gern zehn Jahre früher gewusst? Das Instagram eine App mit super Jobmöglichkeiten wird. Dann wäre ich eine der ersten auf der Plattform gewesen.
658: Was wird dein nächstes Projekt? Das verrate ich noch nicht, lasst euch überraschen. 
659: Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig? Bis vor ein paar Jahren schon, habe es mir inzwischen abgewöhnt. Multitasking gibt es nicht und ist auch nicht gesund auf Dauer. Lieber eins nach dem anderen und richtig priorisiert. In der Ruhe und der richtigen Planung liegt die Kraft.
660: Was liegt dir immer noch im Magen? Meine erste Beziehung, meine Bekannschaften und die Entscheidungen, die ich damals getroffen habe. Ich denke viel zu viel darüber nach, was wäre wenn.

661: Magst du es, wenn man sich um dich kümmert? Nur bei einer vertrauten Person, sonst ist mir das unangenehm.
662: Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen? Das weiß ich nicht, ich bin selbst verwundert darüber, dass meine Wünsche eigentlich immer in Erfüllung gehen.
663: Was war die interessanteste Einladung, die du jemals bekommen hast? Mit interessanten Einladungen kann ich nicht dienen.
664: Wie würden dich deine Freunde beschreiben? Zuverlässig.
665: Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan? Das kann ich so nicht beantworten da es zu einer gewissen Zeit dann auch die gewisse Person war.
666: Was war ein Wendepunkt in deinem Leben? Der Moment als ich mit meinen Mann zusammengekommen bin. Er hat mir gezeigt, was bedingungslose Liebe ist. 
667: Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können? Man weiß nie. 
668: Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun? Mit 10 Finger tippen.
669: Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen? Ganz hinten.
670: Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst? Wenn ich gerade ein empfindliches Gemüt habe schon, ja.
671: Bist du ein Mensch der Worte oder ein Mensch der Tat? Der Tat, ich mache lieber statt stundenlang darüber zu reden.
672: Welcher deiner fünf Sinne ist am besten entwickelt? Ich glaube die sind ausgeglichen.
673: Wann hast du Mühe, dir in die Augen zu schauen? Nie, darauf achte ich immer so zu handeln, dass ich Abends noch ruhigen Gewissens in den Spiegel schauen kann.
674: Wer kann dich am besten trösten? Mein Mann.
675: Was war deine größte Dummheit? Die ein oder andere Beziehung.
676: Über welches Unrecht kannst du dich sehr aufregen? Über Ungerechtigkeit kann ich mich generell aufregen es gibt nichts schlimmeres.
677: Was war das schönste Kompliment, das du jemals bekommen hast? Das es bewunderndswert ist, dass ich einfach immer so bin wie ich bin.
678: Was entscheidet ob dir jemand sympathisch ist oder nicht? Die Art und Weise wie er mit anderen Menschen umgeht. 
679: Was geht zu langsam? Die Arbeitszeit unter der Woche😂
680: Welches Musikstück soll auf deiner Beerdigung gespielt werden? Das weiß ich nicht und das ist mir auch egal ich höre es ja eh nicht.

Puh das waren wirklich sehr tiefgründige und teilweise für mich auch nicht so leicht zu beantwortende Fragen.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Beantwortung.

Bis dahin

Deine Janine

Schattenspringen

Viele höre ich zu anderen sagen, dass sie über ihren Schatten springen sollen. Ich habe mal genauer zugehört und hingeschaut. Alle sagen es, doch kaum einer tut es.

Es ist so leicht zu anderen gesagt. Vor allem, wenn ich von etwas rede, was mir selbst total leicht fällt und ich mir von der anderen Person wünsche. „Ach komm schon.“ „Stell dich nicht so an!“ „Spring doch mal über deinen Schatten, für mich.“ Sind die Sätze die wir alle der Person gegenüber verwenden. Im Hinterkopf der Gedanke, dass wir gar nicht verstehen können, wieso da überhaupt ein Schatten ist, den es zu überwinden gibt.

Schauen wir doch mal auf unsere Schatten und machen uns weniger Gedanken über die Schatten der anderen. Mir ist aufgefallen, dass ich selbst auch nur das tue, was ich mag und möchte. Über meinen Schatten springe ich nur, wenn mich selbst etwas interessiert. Für etwas, was mich selbst weder interessiert, mir nicht liegt oder mir keinen Spaß macht, mache ich mir gar nicht erst die Mühe und wenn ich mich mal zusammenreiße für eine Person, die mir am Herzen liegt, so merkt man es mir immer an, dass es etwas Aufgezwungenes ist, nichts was von Herzen kommt. Und letztendlich tu ich damit dann niemanden einen Gefallen. Wir sollten immer bedenken, dass es nicht nur physisch unmöglich ist über unseren eigenen Schatten zu springen, sondern dies auch gegen unseren eigenen Charakter und unsere Überzeugungen ist.

Bevor ich also das nächste Mal jemanden bitte über seinen Schatten zu springen, um etwas zu tun, was er nicht mag, denke ich an meinen Schatten und meistens komme ich dann zu dem Ergebnis die Person einfach damit in Ruhe zu lassen, sie lässt mich ja schließlich genauso in Ruhe. Hier passt der Satz: „Leben und leben lassen“ wirklich gut. Wir sollten aufhören die Personen um uns herum verändern zu wollen. Meistens hat es auch gar nichts mit den anderen Personen zu tun, sondern mit einem selbst. Warum möchte ich unbedingt, jemanden überreden, zwingen? Ist es mir nicht viel wichtiger, dass sich die Person wohlfühlt?

Was mir bei meinen Beobachtungen am meisten aufgefallen ist, ist wirklich spannend. Denn die Personen, die von anderen erwarten etwas zu tun, was sie sonst nicht tun, tun es selbst nicht und es ist ihnen noch nicht einmal bewusst, auch nicht, wenn ich sie direkt darauf anspreche. Selbstreflexion ist hierbei eine wichtige Grundvoraussetzung.

Erwarte nichts von anderen, was du selbst nicht erfüllst!

Das ist mein Motto, weswegen ich anderen gegenüber nichts erwarte und mich ständig aufs Neue selbst reflektiere.

Wann es sich lohnt über seinen Schatten zu springen.

Natürlich möchte ich dich mit diesem Artikel jetzt nicht ermutigen dich hinter deinen Gewohnheiten zu verstecken. Ich unterscheide hier aber über seinen Schatten springen und aus seiner Komfortzone herauskommen. Es ist für uns alle wichtig uns weiterzuentwickeln und über uns hinauszuwachsen. Dennoch sollten wir dies mit Herz und Leidenschaft tun, für etwas, wofür wir brennen. Etwas wo nicht das Interesse fehlt, sondern unsere eigene Angst uns bremst. Dies können wir überwinden, aber auch nur für etwas was wir wirklich wollen, dass ist der Unterschied.

Lass dich also nicht von anderen beeinflussen oder zu etwas zwingen, worauf du keine Lust hast, was dazu führt deinen Charakter oder deine Moral zu verändern. Denn das tut weder dir noch deinem Umfeld gut. Springe über deinen Schatten, aber nur für dich selbst!

Falls du Lust hast hier eine kleine Aufgabe zur Selbstreflexion:

Schnappe dir Zettel und Stift und erstelle eine Liste mit 3 Überschriften. Überschrift 1: „Wo wünsche ich mir, dass andere für mich über ihren Schatten springen?“ Überschrift 2: „Wann bin ich für andere über meinen Schatten gesprungen?“ Überschrift 3: „Wann springe ich für mich über meinen Schatten?“

Mich würde dein Ergebnis natürlich sehr interessieren, vielleicht teilst du es ja mit mir in den Kommentaren.

Bis dahin arbeite nicht gegen sondern mit deinem Schatten!

Deine Janine

1000 Fragen an dich selbst #16

So langsam nähern wir uns dem Ende. Bevor wir in die nächste Runde einsteigen möchte ich, dass du dich einmal fragst, ob dir die bisheringe Fragen etwas gebracht haben mehr über dich zu erfahren. Ich finde es einfach unheimlich interessant auf diese Fragen zu antworten, weil es oftmals Fragen sind, die ich mir selbst noch nie gestellt habe.

Dann lass uns mal nachsehen, welche Fragen nun auf uns zukommen.

601: Worauf achtest du bei jemandem, dem du zum ersten Mal begegnest? Auf seine Ausstrahlung, ob er echt oder aufgesetzt ist.
602: In welcher Hinsicht könntest du etwas aktiver sein? Beim bloggen, ich könnte mich wirklich mehr um meinen Blog kümmern.
603: Spielst du in deinem Leben die Hauptrolle? Ich bin definitiv die Hauptdarstellerin in meiner kleinen Welt. Bei Treffen mit Freunden allerdings sitze ich nur noch im Publikum. Ich möchte nicht mehr auf der Bühne stehen.
604: Welcher Lehrer hat einen positiven Einfluss auf dich gehabt? Leider haben meine Lehrer alle nur einen negativen Einfluss auf mich gehabt. Sie haben mit dem Finger auf mich gezeigt, was ich nicht kann, was für sie persönlich wichtig ist und mich danach benotet. In Deutsch hatte ich immer eine 4, weil meine Aufstätze nicht gefallen haben und ich zu ruhig war. Dabei war ich ruhig und habe immer schon gerne geschrieben. Tja und nun bin ich hier und blogge.
605: Was würdest du am meisten vermissen, wenn du taub wärst? Die Stimmen meiner liebsten.
606: Über welche Nachricht warst du in letzter Zeit erstaunt? Darüber wie viel meiner damaligen besten Freunde jetzt wieder an mir liegt.
607: Wärst du gern wieder Kind? Manchmal schon. Diese Freiheit und Unbeschwertheit, die wir als Kind hatten war wundervoll. Aber als Erwachsene habe ich dafür die Liebe und das möchte ich nicht tauschen.
608: Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird? Da gibt es viel. Lesen, Serien gucken, Bilder bearbeiten, Blogartikel schreiben nachdenken….
609: Wann warst du zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit meiner Ausbildung fertig und habe dadurch meinen Mentor kennengelernt. Ohne ihn wäre ich heute nicht da, wo ich jetzt bin.
610:Denkst du oft darüber nach, wie Dinge hergestellt werden? Nein eigentlich nicht😅
611: Welche kleinen Erfolge konntest du zuletzt verbuchen? Die Eröffnung eines Podcasts. Das hatte ich schon so lange im Kopf und jetzt habe ich es endlich einfach gemacht.
612: Wirst du meistens jünger oder älter geschätzt? Ich werde immer jünger geschätzt.
613: Wann hast du zuletzt Sand unter den Zehen gespürt? Tatsächlich in diesem verrückten Jahr im August an der Ostsee.
614: Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt? Nichts großes, hauptsache eine abgeschlossene, vernünftige Ausbildung.
615: Welches Gerät von früher fehlt dir? Nintendo… Das waren Spiele mit Charme.
616: In welcher Hinsicht denkst oder handelst du immer noch wie ein Kind? In vieler Hinsicht ich habe das Kind in mir bewahrt, es ist wertvoll. Man ist nie zu alt für irgendetwas.
617: Heilt die Zeit alle Wunden? Die Zeit heilt keine Wunden. Die Zeit hilft einem nur den Schmerz zu verarbeiten und zu akzeptieren. Umso mehr Zeit vergeht umso besser können wir mit dem Schmerz umgehen, so dass wir in gar nicht oder immer weniger spüren.
618: Bist du romantisch? Oh ja sehr sogar. Ich bin eine absolute Romantikerin und Träumerin.
619: Was würdest du einem jüngeren Ich mit auf den Weg geben? Sei nicht wütend und beleidigt, weil jemand nicht so ist, wie du es möchtest. Es ist ok und hat alles seinen Grund. Gehe nett und freundlich durchs Leben und lasse dich von den Menschen überraschen.
620: Was machst du mit Souvenirs, die du bekommen hast? Ich bekomme keine.

621: Von wem hast du vor kurzem Abschied nehmen müssen? Zum Glück von keinem. Diese Erfahrung musste ich noch nicht machen in meinem Leben. 
622: Bist du (oder wärst du) eine Jungenmutter oder eine Mädchenmutter? Natürlich ist es eigentlich egal. Aber ich wäre eher eine Mädchenmutter. Zöpfe flechten und über Jungs tratschen.
623: Hast du schon mal eine individuelle Ansichtskarte gestaltet? Ne.
624: Wie würde dich deine Familie beschreiben? Meine Familie? Du hält mich für verrückt.
625: Wonach suchst du deine Kleidung aus? Nach Anlass, Tageslaune und Farbe. 
626: Welche deiner Eigenschaften magst du nicht? Das ich vieles Zerdenke und dann vielleicht auf mich beziehe. 
627: Welches Gericht würdest du am liebsten jeden Tag essen? Spaghetti Bolognese, aber jedes Gericht nervt, wenn man es jeden Tag essen würde. 
628: Mit welchem Gefühl spazierst du durch einen Zoo? Frieden.
629: Bei welcher Angelegenheit hättest du deine Grenzen früher aufzeigen müssen? In meiner vorherigen Beziehung.
630: Welcher Film ist für dich der beste schlechteste Film, der jemals produziert wurde? Das weiß ich nicht, ich finde es gibt viele schlechte Filme gerade in der heutigen Zeit.
631: Ist jeder Tag ein neuer Anfang? Definitiv, jeder Tag gibt neue Chancen.
632: Wo gehst du beim ersten Date am liebsten hin? Oh das ist bei mir schon lange her aber ich war immer erfreut über ein Essen und einen Kinobesuch. 
633: Wann musstest du dich zuletzt zurückhalten? Bei Freunden, ich versuche mich so gut es geht nirgends mehr einzumischen.
634: Kannst du jemanden imitieren? Ja einige von meinen Freunden 😂
635: Was hättest du viel früher tun müssen? Auf mich selbst zu hören.
636: Singst du im Auto immer mit? Natürlich😂
637: Mit wem würdest du gern tauschen? Mit niemanden, ich mag mein Leben auch wenn es Höhen und Tiefen hat. 
638: Wann hast du zuletzt heftig gejubelt? Als ich meinen ersten Auftrag als Bloggerin erhalten habe.
639: Wie läuft es in deinem Liebesleben? Wundervoll. Unbeschreiblich. Mein Liebesleben ist ein wahr gewordenen Traum. Ich werde jeden Tag geliebt ohne Bedingungen und von Harmonie umgeben. Es ist der Wahnsinn.
640: Wodurch wirst du inspiriert? Von meinem Umfeld. Es kann ein tiefgründiges Gespräch mit Freunden sein, Serien und Bücher. Ich finde fast überall etwas, was mich inspiriert.

Diese Fragen gehen meiner Meinung nach tief in unser inneres Befinden. Erzähl doch mal sind dir die Fragen schwergefallen?

Hatten wir Übereinstimmungen?

Viel Spaß bei der Beantwortung der Fragen für dich selbst.

Deine Janine

Verstehen

Es ist zum verrückt werden, egal was ich sage, egal was ich tue ich fühle mich so missverstanden. Selbstzweifel plagen mich, ich zweife an meiner Ausdrucksweise und an meinen Gefühlen. Oftmals komme ich mir vor, als würde ich eine ganz andere Sprache sprechen, obwohl ich dieselben Worten verwende.

Rede ich wirklich chinesisch?

Nein ich spreche durchaus dieselbe Sprache wie du, allerdings reicht es nicht aus einfach nur die gleichen Worte zu benutzen. Verständnis ist leider doch um einiges Komplizierter. Dort spielen nicht nur Worte eine Rolle, sondern auch Erfahrung, Empfindung, Wissenstand, Wahrnehmung und Wahrheiten. Daher ist es völlig normal, dass jeder bei ein und demselben Satz etwas anders versteht und empfindet. Probiere es doch selbst einmal aus.

Eine lange Zeit habe ich mit Personen verbracht, die mich nicht verstanden haben und ich habe die ganze Zeit geglaubt, es läge an mir. Allerdings habe ich jetzt tatsächlich Personen getroffen, die verstehen was ich sage, was ich meine und was ich fühle. Seitdem weiß ich es liegt weder an mir noch an den anderen, es liegt ganz einfach an der Konstellation.

Zu der richtigen Person kannst du nicht das Falsche sagen. Zu der falschen Person nicht das Richtige.

Das ist wirklich so! Dies bedeutet nicht, dass die Personen, die dich nicht verstehen doof, dumm, gemein oder sonst etwas schlechtes sind. Sie passen halt nur einfach nicht zu dir! Was hatte ich schon für Gespräche – die Art, die mich zur Verzweiflung gebracht haben. Als würde ich einfach nur gegen eine Wand reden. Diese Gespräche waren für beide Seiten unheimlich deprimierend und hatten immer dasselbe Ergebnis; Unverständnis auf beiden Seiten.

Doch was kann ich nun tun? Damit ich verstanden werde?

Zunächst einmal bin ich beruhigt, dass es wirklich nicht an mir und meiner Aussdrucksweise liegt. Mit diesem Wissen bringe ich schon eine Menge Verständnis in die nächsten Gespräche mit. Es ist einfach das Problem des Individiiums. Jeder lebt wirklich in seiner eigenen Welt, entstanden durch die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Erinnerungen, Empfindungen und Wahrnehmungen. Stichwort Erinnerung, es ist doch wirklich jedesmal so, wenn ich mich über ein gemeinsames Erlebnis unterhalte, dass die Erinnerung unterschiedlich ist. Es gibt keine gemeinsame Erinnerung, nur ein gemeinsames Erlebnis. Jeder von uns hat dieses Erlebnis anders empfunden und sich danach ganz unterschiedliche Dinge im Gedächtnis gespeichert. Ich weiß Beispielsweise noch wie wütend ich auf jemanden dort gewesen bin und wie verletzt ich war und meine Freunde, die nicht wütend oder verletzt waren erinnern sich hingegen einfach nur an einen schönen Tag ohne gravierende Vorkommnisse. Da nur meine Gefühle verletzt waren habe ich eine dunklere Erinnerung an das Erlebnis als meine Freunde. Das führt dazu, dass ich diese Art von Erlebnis ganz anders abgespeichert habe und ganz anders auf so etwas reagiere und mich dadurch missverstanden fühle. Während meine Freunde schwärmen und eine Wiederholung möchten. Möchte ich das vielleicht nie wieder erleben, was diese wiederum dann gar nicht verstehen können.

Wichtig ist also nicht alles und jeden zu verstehen, sondern zu verstehen, dass dies unmöglich ist. Es gibt nur eigene Erinnerungen und Empfindungen unsere Welt und Wahrheit. Diese können wir nicht teilen sondern nur mitteilen. Wie jemand dann auf unsere Welt reagiert und ob er diese Welt versteht das steht in den Sternen.

Es fällt mir wirklich schwer nicht enttäuscht und demotiviert nach missverständlichen Gesprächen zu sein. Meine Welt lässt mich für mich doch so verständliche Sachen einfach nicht in etwas unverständliches umformen. So gut ich mich auch in andere reindenken kann, Empfindungen aufnehme, so kann ich dennoch einfach nicht begreifen, wie es gewissen Welten nicht möglich ist, mich zu verstehen. Oftmals möchte ich genau das dann einfach erzwingen ich möchte unbedingt, dass die Welt des anderen meine Welt versteht. Ich werde böse, traurig und ungehalten. Machmal geht das sogar so weit, das ich falle, tief falle, weil mir so viel an der Person liegt, die mich nicht versteht. Doch ich muss begreifen, dass ich es nicht erzwingen kann und das es nicht böse gemeint ist, auch wenn es sich für mich so anfühlt. Ich meine es ist wirklich so – ich saß schon sehr oft eine Woche lang völlig betrübt da, voller Enttäusschung, total verletzt und die Person, die mir das angetan hat, hat es nicht mal gemerkt. Das hat mich umso mehr verletzt. Natürlich ist Kommunikation oftmals der Schlüssel doch dieser Schlüssel passt nicht in jedes Schloss. Um für mich, für mein Gefühl alles versucht zu haben stecke ich den Schlüssel natürlich ins Schloss, um zu sehen, ob er passt. Ich öffne meine Tür, lasse meine Gefühle raus, teile meine Verletzung mit. Doch oftmals bleibt die Tür des Anderen zu, keine Umarmung, keine Einsicht. Aber anstatt mich jetzt schmollend vor diese Tür zu setzen, daran zu klopfen, zu kratzen und zu verweifeln schaue ich mich um. Auf einmal sehe ich die anderen Türen und ich habe ja immer noch meinen Schlüssel. Ich stehe auf, verlasse die für mich verschlossene Tür und betrete die Tür, die bereits schon offen steht. Die Tür, die sich für mich im unscheinbaren, verborgenen befand, einfach, weil ich sie nicht sehen wollte – nicht konnte. Denn die verschlossene Tür hat mir einfach zu viel Energie geraubt. Ich betrete diese Tür und dort befindet sich eine Welt ähnlich wie meine und ich brauche kaum Worte und dennoch kommt mir unheimlich viel Verständnis entgegen. Meine Wut und Trauer fängt an zu verschwinden, ich fühle mich wohl, zufrieden und verstanden auch wenn die traurige Erinnerung an die verschlossene Tür bleibt.

Wie sieht es bei dir aus? Fühlst du dich überwiegend verstanden oder sitzt du auch gerade vor einer Tür, die sich einfach nicht öffnen lässt?

Hinterlasse mir doch einen Kommentar, wie du dich fühlst oder auch wie du folgenden Satz verstehst:

„Ich glaube der Film würde dir nicht gefallen.“

Ich bin gespannt auf deine Gefühle und Wahrnehmungen.

Deine Janine