Positives denken: Mein persönliches Projekt

Wenn ich nicht daran glaube, dass etwas Gutes passiert, dann passiert es auch nicht.

Soll ich dir erzählen, was ich in den letzten Monaten gemacht habe? Eins weißt du sicher ich habe keine Blogartikel geschrieben. Wenn ich ehrlich bin habe ich mich mit negativen Gedanken volllaufen lassen und kam aus diesem dunklen Rausch nur schwer wieder heraus.

Wenn ich negativ gestimmt bin, bin ich total unproduktiv

Ja dieses negative Denken führt dazu, dass ich negativ oder besser gesagt gar nicht mehr handel. Ich bin weder kreativ, noch produktiv und dabei würde mir ein kleines Erfolgserlebnis helfen, der dunklen Wolke zu entkommen.

Dunkle Wolke

Von Natur aus bin ich ein fröhlicher Mensch, ich erfreue mich an Kleinigkeiten und bin leicht zu begeistern. Ich bin voller Gefühle und Gedanken, ich fühle und denke sehr intensiv. Es ist wundervoll intensiv zu fühlen, wenn es sich um positive Gefühle handelt. Du glaubst gar nicht, wie schnell ich völlig beflügelt durch die Welt laufe, mit einem Lächeln im Gesicht und fröhlicher Tagträumerei. Doch es sind viele Gedanken und viele Gefühle. Ich fühle mich oft so, als würden sie mich von allen Seiten umzingeln. Sie überfordern mich und ich weiß nicht, wo ich mit ihnen hin soll. Deswegen musste ich einen Ort für sie schaffen, diesen Ort, diesen Blog. Es kommt dann allerdings ganz auf meine Erlebnisse und die damit verbundene Gefühlslage an, ob ich auch im Stande bin, diese Gedanken und Gefühle an diesen Ort zu bringen. Oftmals gelingt es mir nicht.

Ich nenne es Fluch und Segen zugleich

Durch mein intensives Erleben, können mich die kleinsten, negativen Schwingungen schon aus der Bahn werfen. Ein negatives Gefühl breitet sich unheimlich schnell in mir aus und drückt meine ganze Stimmung nach unten. Es nervt, ich bin genervt und ich bin genervt, weil es mich nervt. Es ist ein intensiver Kreislauf der mich in eine Denkschleife führt. Ich fange an jedes neue Ereignis unnötig zu zerdenken und mich in alles und Jeden, quasi in jede Verhaltensart hineinzusteigern. Auch nehme ich Dinge persönlich, die nicht einmal annähernd persönlich gemeint sind.

Seitdem mir das bewusst ist, gehe ich in dieser Phase den Menschen am liebsten aus dem Weg, um niemanden Unrecht zu tun.

Ja in dieser Phase befindlich, kann man bei einer Begegnung mit mir, in meinen Augen nichts mehr richtig machen. Stell dir vor, du liegst gerade am Strand und denkst an mich. Du denkst gerade so positiv an mich, das du mir schreibst und mich fragst, ob ich nicht vorbeikommen möchte. Ich lese aus dieser Nachricht allerdings nur, dass du nicht an mich gedacht hast, denn sonst hättest du mir nicht so spät Bescheid gesagt. Ich bin in der dunklen Phase nicht in der Lage diese Nachricht positiv zu sehen.

Ich möchte das etwas Gutes passiert…

Sehr oft habe ich es geschafft andere Menschen davon zu überzeugen positiv zu denken. Ich bin gut im Aufmuntern und Zuhören. Aber mich muntere ich weder auf noch höre ich mir zu. Aber was ich mir gebe ist Zeit für mich „Me-Time“ und so kuschelte ich mich in mein Bett und tat eines der Dinge, die ich gerne tue, eine schöne Serie schauen. Serien inspirieren mich auch immer total und bringen mich zum Nachdenken und ich finde das die Message hinter den Serien alles andere als unrealistisch ist. Es ist teilweise so wahr. So auch an dem Abend. Ich schaute gerade „One upon a time“ und der Hauptcharakter Emma beschwerte sich gerade bei ihren Eltern Snowhite und Prince Charming über ihre positive Einstellung, weil sie der Meinung ist, dass das Gute nicht immer gewinnt. Sie schaut Snowhite tief in die Augen und sagt ihr, dass sie nicht begreifen kann wie ihre Mutter und ihr Vater überhaupt noch positiv denken können, da ihr Leben doch einfach zu beschissen sei. Dann sagt Snowhite diesen einen Satz, der am Anfang dieses Artikels steht. Sie muss einfach daran glauben, dass etwas Gutes passiert, denn wenn sie das nicht tut wird es das auch nicht. Wow sie hat ja so Recht. Wie soll denn etwas Gutes passieren, wenn ich gar nicht daran glaube? Das Gute könnte an meine Tür klopfen und ich würde ihm die Tür vor der Nase zuknallen, weil ich mich verarscht fühle, anstatt daran zu glauben.

Durch diesen Schlüsselmoment starte ich nun mit dem Projekt an das Gute zu glauben…

Was meinst du? Wie viele positive Gedanken du am Tag hast? Mehr als negative Gedanken, weniger oder ausgeglichen? Ich habe wirklich einmal eine Strichliste gemacht und ich war schockiert ich hatte ungefähr 30 negative Gedanken und 4 positive. Das jetzt so auf einem Blatt Papier zu sehen hat mich echt erschreckt. Mein Ziel ist es nun das die positiven Gedanken überwiegen oder ich es zumindest schaffe die negativen Gedanken in positive umzuwandeln.

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Es gibt ja immer Dinge, die einfach für unser eigenes Empfinden nicht positiv sind, Dinge die wir tun müssen, Dinge die passieren. Das Leben läuft wie das Leben läuft und es wird nicht ausschließlich positiv verlaufen das ist mir schon klar.

Nur werden die negativen Dinge auch nicht besser, wenn ich negativ über sie denke.

Genau das ist die Kunst etwas Schlechtes passiert und sich trotzdem deswegen nicht ausschließlich in negative Gedanken zu hüllen. Ich probiere genau das jetzt seit zwei Wochen aus und natürlich verfalle ich immer wieder in mein altes Muster aber diesmal zumindest bewusst. Ich haue mir dann zumindest gedanklich auf die Finger, auch wenn dadurch nicht sofort alle negativen Gedanken verschwinden oder sich in positive Gedanken verzaubern, so hilft es mir doch dabei einfach bewusst positiv zu denken bzw. mich an mein Training des positiven Denkens zu erinnern. Bei den Situationen, wo mir das bereits gelungen ist, muss ich sagen das es wirklich etwas bringt, ob es eine öde Besprechung ist oder ein unangenehmer Termin, wenn ich dem völlig positiv entgegentrete sind die Situationen oftmals doch viel angenehmer, als ich dachte.

Man macht sich das Leben zu 80% selbst schwer.

Genaugenommen gibt es doch jeden Tag auch positive Augenblicke. Nur leider gehen diese Momente zwischen den negativen einfach unter. Das hat auch etwas mit unserem Instinkt zu tun. Von Natur aus sind wir so programmiert, schlechte Dinge, die wir erleben, viel besser wahrzunehmen, als die guten Dinge. Das ist auch wichtig, damit uns nichts passiert. Nur sollten wir uns dadurch nicht die schönen Augenblicke verderben, denn genau das tun wir nämlich die ganze Zeit.

Auf eine negative Bemerkung müssen 10 Komplimente folgen

So ungefähr ist der Schnitt, um etwas Negatives durch etwas Positives auszugleichen. Vielleicht sollten wir versuchen das Verhältnis des Ausgleiches zu ändern. Denn auf Dauer ist es echt schwierig mit derartigem Verhältnis ein positiver Mensch zu sein. Ich glaube das ist auch der Grund, warum wir alle heutzutage soviel erleben müssen, für unseren innerlichen Ausgleich. Würden wir diesen Ausgleich anders ausbalancieren, würden wir viel positiver und entspannter durchs Leben gehen.

Kraftdenken

Wie sind deine Erfahrungen? Bist du ein positiver Mensch? Hinterlasse mir doch einen Kommentar!

Auf den Positivismus!

Deine Janine

 

 

Die Mobbingfalle

Im Jahr 2017 hatte ich mich schon einmal intensiv mit dem Thema Mobbing auseinandergesetzt. Mein Ansinnen war, anderen Menschen mit solchen Erfahrungen zu helfen und vor allem Prävention. Hierzu habe ich auch einen unglaublich guten Lehrgang besucht. Ich machte mir Gedanken und Notizen, nahm an Rollenspielen teil und habe echt viel mitgenommen. Nur leider habe ich es versäumt einen Artikel darüber zu schreiben, was ich hiermit nun nachholen möchte.

Aber du fragst dich sicherlich, wieso genau jetzt die Erinnerung wieder aufgepoppt ist, denn eine Erinnerung taucht nicht einfach so wieder auf. Du liegst richtig, dieser Artikel entsteht nun aus einem aktuellem Anlass.

Und zwar bin ich selbst vor 2 Wochen mit dem Mobbing in Berührung gekommen. Ich habe einen Mobbingangriff erhalten. Ich habe reagiert und dabei gemerkt, wie gut sich dieser Lehrgang und meine ganzen vorherigen Auseinandersetzungen mit diesem Thema wirklich in meinem Kopf verankert haben. Ich habe das ohne Übung wirklich verinnerlicht. Das war mir vorher gar nicht bewusst.

Was war passiert?

Einem männliches Model mit über 500.000 Followern auf Instagram haben einige meiner Bilder nicht gefallen. Dies hat er dann öffentlich in seiner Instagram-Story in Form von Verspottung kundgetan. Er hat quasi seine Follower aufgefordert auf mein Profil zu gehen und sich über mich lustig zu machen.

Daraufhin habe ich eine Instagram-Story gemacht (ich habe fast 8 Minuten gesprochen), meine Follower darauf hingewiesen und ihn verlinkt, damit er meine Story auch sieht. Jetzt kommt aber der wichtige Punkt! Ich habe meine Story nicht gemacht, um mich zu verteidigen, auch nicht wegen eines Gegenangriffs. Mit meiner Story wollte ich auf etwas Aufmerksam machen und zwar darauf, wie schnell man in eine Mobbingfalle geraten kann, sowohl als Mobber, als auch als Gemobbter. Ich habe mit meiner Story meine Follower und den Verursacher aufgeklärt!

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Mein Ziel war es nicht, ihn fertig zu machen, mein Ziel war es eher ihm zu helfen!

Klingt das absurd für dich? Wärst du nicht einfach nur wütend, verletzt und fassungslos? Sicher ist man das im ersten Moment auch, aber da muss man drüber stehen und auf sich selbst vertrauen. Verstehe mich jetzt nicht falsch, ich selbst werde nie verstehen, warum jemand so etwas tut. Aber ich habe damit aufgehört zu versuchen andere zu verstehen. Auch nehme ich mir nicht das Recht raus, jemanden zu verurteilen, den ich überhaupt nicht kenne.

Somit bin ich in meiner Story sachlich geblieben. Ich habe ihm mitgeteilt, das niemand das Recht hat so mit mir umzugehen niemand! Und wollte meinen Followern damit deutlich machen, dass sie immer daran denken, das niemand sie so behandeln darf! Danach ging es darum, ihm bewusst zu machen, was er getan hat, was er da ausgelöst hat, mit der Frage, ob er das wirklich beabsichtigt hat und ob er sich darüber im Klaren ist.

In dem Lehrgang, auf dem ich war, habe ich an einem sehr interessanten Rollenspiel teilgenommen, wo wir als Teilnehmer, ohne es zu merken angefangen haben eine Person zu mobben. Es passiert, manchmal schneller, als wir denken und ohne das wir es bemerken. Erst als die Dozentin uns darauf hinwies wurde es uns klar und wir erschraken uns vor uns selbst.

Doch wie ging es nun weiter…

Es kam eine Reaktion! Tatsächlich! Er hat sich meine Story angeguckt und reagiert! Ich muss ehrlich sagen, dass ich damit eigentlich gar nicht gerechnet habe. Ich bin fest davon ausgegangen, dass das Thema von ihm weggeschwiegen wird. Aber nein, er reagierte mit einer öffentlichen Entschuldigung an mich. Er antwortete mit einer Story in der er mich verlinkte. Entschuldigte sich, antwortete auf meine Frage, das es ihm nicht bewusst war, das mich das so belastet und was er damit ausgelöst hat. Er betonte, das er da wirklich nicht drüber nachgedacht hat und seine Story auch nach 40 Minuten schon wieder rausgenommen hat (zur Info eine Instagram-Story bleibt normalerweise 24 Stunden) und sich nun, wo ihm das bewusst gemacht wurde, auch dafür schämen würde. Als Entschädigung bot er mir an mich zum Essen einzuladen.

Ich nahm seine Entschuldigung an!

Ob seine Entschuldigung nun wirklich aufrichtig oder taktisch war kann ich nicht beurteilen. Dennoch nahm ich seine Entschuldigung an und hoffe dabei das er daraus gelernt hat.

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Ich fragte meine Follower, ob sie die Entschuldigung ebenfalls angenommen hätten und der Großteil hätte es. Das Thema Verzeihen ist unheimlich wichtig, hierzu wird es noch einen gesonderten Blogartikel von mir geben.

Community/Zusammenhalt

Diese Geschichte erreichte viele Personen! Meine Follower standen alle hinter mir, unterstützen mich, schrieben mir Nachrichten und einige machten ebenfalls eine Story gegen Mobbing! Ich bin froh und dankbar dafür so eine tolle Community zu haben!

Zum Nachdenken…

Einige Nachrichten/Kommentare, die ich erhalten habe, brachten mich echt zum Nachdenken bzw. veranlassen mich dazu einige nochmal zum Nachdenken zu animieren!

Ich zitiere die beiden Nachrichten/Kommentare, die mich am traurigsten gemacht haben:

„Der heißeste Mann Deutschlands lädt dich zum Essen ein. Nimm es an. Alle werden dich beneiden Liebes!“

Über diese Art von Nachricht kann ich eigentlich nur schmunzeln. Möchte sie aber dennoch erwähnen, weil sie auch wieder einen unheimlichen Mehrwert hat. Hier geht es um 2 wesentliche Punkte Aussehen und Anerkennung. Nur weil jemand gut aussieht oder mich andere beneiden werden sind das für mich keine Beweggründe mich mit einer Person zu treffen. Ich finde diese Ansicht sehr traurig. Das zeigt aber wieder mal das du, in der Gesellschaft einfach besser anerkannt wirst, wenn du gut aussiehst. Siehst du gut aus, darfst du dir einfach viel mehr erlauben, weil dein gutes Aussehen Entschuldigung genug ist. Das passt aber auch wieder dazu, dass es bestimmte Frauen gibt, die sich immer wieder darüber beschweren nur „Arschlöcher“ kennenzulernen. Denkt mal drüber nach warum das wohl so sein könnte.

Das diese Nachricht einen unheimlich hohen Mehrwert hat wirst du daran erkennen, das ich daraus zerren und einen ganzen Blogartikel schreiben kann. Dazu wird es einen Blogartikel mit dem Thema geben, warum Berühmtheit hübsch macht. Aussehen ist und bleibt Geschmackssache außer die Person ist berühmt. Ganz tolles Thema, ich kann es kaum erwarten in die Tasten zu hauen!

„Ich habe mich damit abgefunden. Aber ich mache Videos auf YouTube eventuell ist das was Anderes, weil ich mich dadurch öffentlich angreifbar mache.“

Auch dieser Kommentar hat einen unheimlichen Mehrwert und schreit förmlich nach einem Artikel! Leute! Egal was ihr macht (außer rechtswidrige Dinge natürlich) niemand hat das Recht euch anzugreifen! Hört auf damit, anderen das Recht zu geben. Zieht klare Grenzen und findet euch nicht damit ab, denn das macht es meistens noch viel schlimmer!

Serienkolumne

Zu dem Thema Mobbing werde ich eine Serie starten, wo ihr unter Anderem erfahrt, wie ihr euch dagegen wehren könnt. Zudem wird es zu diesem Thema auch noch einen Gastbeitrag mit persönlichen Erfahrungen geben.

Ich habe mit meiner Story viel Staub aufgewirbelt. Ich möchte ehrlich gesagt nicht, das der Staub sich nun einfach wieder legt. Ich möchte mit euch gemeinsam eine Kampagne gegen Mobbing starten!

Mir geht es gut!

Danke der Nachfragen um mein Wohlbefinden, mir geht es gut und mir ging es auch nicht schlecht, weil ich es gar nicht so weit hab kommen lassen! Es sind keinerlei negative Auswirkungen für mich dadurch entstanden, weil ich gleich reagiert habe und natürlich auch immer etwas Glück dazu gehört. Ich hatte Glück, dass die 500.000 Follower zu einem großen Teil nicht echt sind. Mein erster Tipp für dich bei so einer Situation: Ruhe bewahren und das Gespräch suchen! Es ist ganz wichtig ruhig und sachlich zu bleiben und deine Grenzen deutlich zu machen! Lass dich niemals auf dieses Niveau herab!

Falls du an der Storyline interessiert bist. Die komplette Story (meine Ansprache, seine Entschuldigung und die Storys meiner Unterstützer) findet ihr auf meinem Instagram Profil unter meinen Highlights. Falls du kein Instagram hast, schreib mich einfach an!

Ach und um euch die spannende Frage zu beantworten, ob ich nun mit ihm essen gehe.

Nein, ich gehe natürlich nicht mit ihm essen. Ich finde seinen Vorschlag nett gemeint, aber ich verbringe meine Zeit lieber mit den Menschen die mir am Herzen liegen. Auch könnte ich etwas schnippisch darauf antworten, dass ich normalerweise nur mit Männern essen gehe, die sich um mich bemühen, weil ich es mir wert bin.

Warum ruft er nicht an?

Stell dir vor du hast gerade einfach ein traumhaftes Date hinter dir, endlich mal ein Mann der dir total gefällt und dieses knistern. Sein Abschiedskuss war unglaublich und du kannst es kaum erwarten ihn wiederzusehen. Nach dem Kuss schaut er dir tief in die Augen und sagt, dass er dich anrufen wird und in dem Moment hast du auch überhaupt keinerlei Zweifel daran, das er das auch tun wird.

Nun ziehen die Tage ins Land nur dein Telefon das klingelt leider nicht. Du bist tagelang schlecht drauf und bist oftmals so kurz davor dich selbst bei ihm zu melden bist dir aber zu unsicher und legst das Telefon wieder aus der Hand. Doch dir jucken die Finger und du schreibst ihm. Nun fühlst du dich noch schlechter, denn er hat deine Nachricht zwar gelesen, aber antwortet nicht… Du zerbrichst dir Stunden, Tage den Kopf darüber, lässt das Date noch einmal Revue passieren und fragst dich, was du falsch gemacht haben könntest.

Nun schwirren nicht nur tausende von Gedanken bezüglich deines vermutlichen Fehlverhaltens durch deinen Kopf, hinzu kommen nun noch Ausreden die du dir für ihn zusammenreimst. Es könnte ja was passiert sein, vielleicht ist er einfach gerade nur sehr beschäftigt usw.

Wie in meinem Artikel die Simplizität der Männer bereits beschrieben suchen wir Frauen zwanghaft Gründe, wieso der Mann sich nicht meldet, weil wir die Tatsache das dieser nicht auf uns steht verdrängen wollen. Wir können und möchten uns nicht vorstellen, das er dieses Date, welches wir selbst doch als so perfekt empfunden haben, anders sehen könnte.

Doch Verdrängung ist keine Lösung und durch derartige Gedanken ziehen wir die Tatsache diesen Mann nicht für uns gewinnen zu können nur unnötig in die Länge. Auch fangen wir an ihn zu idealisieren, als würde es keinen besseren mehr geben. Er meldet sich nicht, also wie toll kann er dann bitteschön noch sein? Wir sollten den Mann dann auch wirklich so sehen wie er ist. Nicht, wie wir ihn gerne hätten.

Um die Wartezeit zu verkürzen gibt es einen interessanten Artikel in der Cosmopolitan wo einigen Männern diese Frage gestellt wurde. Keine der Antworten ist für mich überraschend. Die Gründe sind bis auf ein Grund alle negativ. Ein Grund ist, dass der Mann sich nicht getraut hat und erstmal seinen Mut zusammen nehmen musste und dies dann eine Woche gedauert hat. Dieser Mann würde dann aber auf jeden Fall auf die geschriebene Nachricht antworten, von daher wäre das Problem schnell gelöst.

Alle anderen Gründe waren eine Mischung aus kein Interesse, sich nicht festlegen wollen und das ihnen das Date nicht gefallen hat.

Aus meiner Sicht wäre es nun das Einfachste sich zu melden und Bescheid zu sagen, das es bei dem einen Date bleibt. Aber mit dieser Denkweise stehe ich glaube ich so ziemlich alleine da. Auch da unterscheiden sich Männern nicht von Frauen beide wählen den „einfachen Weg“ um auch jeglicher Diskussion aus dem Weg zu gehen und melden sich dann halt einfach nicht mehr.

Die Konsequenzen, die daraus resultieren sind aber viel fataler. Nach einem fantastischen Date tauchen, wenn er sich nicht meldet, immer diese zwei Fragen auf:

  • „Warum meldet er sich nicht?“
  • „Was habe ich falsch gemacht?“

Diese Fragen sind so endlos und demotivierend. Es sind Fragen auf die, wir die Antwort nie erhalten werden, aber Fragen die wochenlang andauern können. Dabei ging das Date, woraus diese Fragen entstanden sind, gerade mal ein paar Stunden. Das ist so verrückt, dass dieser Wahnsinn aufhören muss.

Da wir leider niemanden zwingen können, sich zu trauen uns die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, muss eine Lösung für uns selbst her. Ich kann nur mein Verhalten ändern nicht aber seines, auch wenn ich das gerne möchte.

Also sollten wir aufhören uns diese Fragen zu stellen. Klar gibt es eine Antwort zu dem „Warum“ allerdings werden wir diese nie bekommen. Die Antwort, die wir uns aber selbst geben können ist die, das es aus welchem Grund auch immer, nicht gepasst hat.

Auch sollten wir mit der Frage, aufhören, was wir an dem Date wohl falsch gemacht haben könnten, denn bei einem Date kann man keine Fehler machen. Selbst wenn man total aufgeregt gewesen ist, gestottert hat oder anderweitig ungeschickt war, wer einem deswegen keine zweite Chance gibt hat selbst auch keine zweite Chance verdient. Es kann ja immer mal vorkommen das ihm für sich gravierende Dinge, die wir an dem Tag gesagt oder gemacht haben nicht gefallen haben und er deswegen kein weiteres Treffen möchte dann passt es schlicht und ergreifend nicht. Während ich diese Zeilen tippe muss ich an die Folge 4 aus der 15. Staffel von Greys Anatomy denken. Dort hat Meredith ein Date mit einem Mann Namens John und sie verstehen sich blendend. John erklärt bei dem Date etwas ganz interessantes, was ihm am Ende des Dates dann selbst zum Verhängnis wird. Er sagt, ein Date läuft solange gut bis die andere Person den bestimmten Satz sagt. Dabei handelt es sich um einen Satz der dem widerspricht, was der Person gegenüber total wichtig ist. In dem Fall von Meredith und John, katapultierte John sich mit dem Satz ins Aus, dass er nichts von Singlemüttern hält. Da sie sich bei dem Date noch nicht so gut kennengelernt hatten, ahnte er nicht, das Meredith eine Singlemutter ist. Er erkannte dies dann aber schnell an ihre Reaktion. Das Date endete damit, das John zugab den Satz gesagt zu haben. Der Vorteil bei diesem Date war das beide nach dem Ende wussten das es kein weiteres Date mehr geben wird. Dieses Date würde ich als sehr positiv beschreiben, weil gleich am Anfang klar geworden ist, das daraus nicht mehr werden kann. Ziel bei einem Date ist doch schließlich herauszufinden, ob mehr daraus werden könnte, somit ist das Ziel des Dates erfüllt. Einzig ein Date mit einem ungewissen Ende ist ein erfolgloses Date und nicht das wahre Ergebnis. Wichtig ist doch ein Ergebnis zu haben und das beide dieses Ergebnis kennen. Ja das Dating-Leben wäre total unkompliziert wenn jeder am Ende des Dates einfach ehrlich sagen würde, ob eine Fortsetzung vorstellbar wäre.

Aber es ist schon spannend das eigentlich Jedem die Situation mit der Wahrheit so unangenehm ist. Fast alle ob Mann oder Frau wählen da lieber die Variante sich einfach nicht mehr zu melden. Und für den geringen Fall, dass die andere Person direkt nachfragt, werden sich lieber 1.000 Ausreden ausgedacht, bevor zugegeben wird das man einfach nicht auf die Andere Person steht. Natürlich ist das unangenehm und man möchte die andere Person auch nicht verletzen, dennoch sollten wir uns alle im Klaren darüber sein das Ignoranz weitaus mehr verletzt als die Wahrheit. Die Wahrheit ist unangenehm, Ignoranz und die damit verbundene Respektlosigkeit verletzend. Ich persönlich glaube, das niemand wirklich verletzt wäre, wenn die andere Person in einem vernünftige Ton und mit einer respektvollen Wortwahl äußern würde das kein weiteres Date gewünscht wird. Dann denkt man sich zwar schade aber das Date kann schnell abgehakt werden.

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Machen sich die Herren der Schöpfung eigentlich auch so viele Gedanken nach dem ersten Date oder wenn sie sich nicht meldet? Ja! Und genau das ist nämlich das Problem. Als Mann hat man es auch nicht leicht. Als Mann bist du der starke, der Eroberer. Und auch heute noch im Jahr 2019 musst du als Mann den ersten Schritt machen! Das hat nichts mit modern oder unmodern zu tun. Die Natur sieht das so vor und das äußert sich auch automatisch in unseren Verhaltensweisen. Wir Frauen entsenden lediglich eine Aufforderung/Einladung an den Mann den ersten Schritt zu machen. Macht der Mann diesen Schritt ist es seine Aufgabe die Frau davon zu überzeugen mitzugehen. Bei dieser Aufgabe macht er sich dann aber leider zu viele Gedanken, wie er für die Frau interessant sein könnte, anstatt einfach er selbst zu sein. Er beginnt zu spielen und genau das kann dann dazu führen das er seine Chance verpasst.

Willst du erobern musst du schnell handeln!

Denn deine Chance lieber Mann ist zeitlich begrenzt. Wir Frauen schenken dir ein Lächeln, mehrere Blickkontakte und falls wir ins Gespräch kommen versuchen wir dir mit Andeutungen zu helfen. Nimmst du deine Chance aber innerhalb kürzester Zeit nicht wahr, gibst du uns das Gefühl es nicht geschafft zu haben dein Interesse zu wecken. Ja dann sind wir wütend auf dich und übernehmen die Verantwortung für deinen Misserfolg, indem wir uns dafür die Schuld geben. Du hast nichts gemacht und hast es so geschafft das wir wütend auf dich sind und uns zudem nun selbst unattraktiv fühlen.

Es ist ja nicht immer nur das erste Date. Oftmals hat man zu zweit auch schon mehrere schöne Dates hinter sich und regelmäßigen Kontakt der plötzlich aufhört. Das hatte ich früher öfter mal. Ich traf einen netten Jungen wir gingen öfter aus, aber wir schafften den Sprung in die Beziehung nicht. Ich habe wahrscheinlich zu wenig Zeichen gegeben und er hatte keine Idee mehr, wie er mich für sich gewinnen kann. So kam es das er von einem Tag auf den Anderen wortlos an mir vorbeiging und sich nie wieder meldete. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Ich war aber zu wütend und stolz um ihn zur Rede zu stellen. Wochen später ging er wieder an mir vorbei deutete aber mit einem Telefonhörer-Zeichen an mich anzurufen. Mein Herz klopfte vor Freude. Der Anruf kam aber leider nicht. Ich habe mich jahrelang gefragt, was da wohl passiert war, was ich falsch gemacht habe. Und ja ich gebe zu, ob ich mein Verhalten dahingehend ändern könnte mir diese Fragen nicht mehr zu stellen bezweifle ich, denn wenn ich etwas nicht verstehe macht es mich wahnsinnig. Heute bin ich statt wütend und stolz er mutig und selbstbewusst und ich hätte ihn angerufen und gefragt was los ist. Habe ich damals nicht. Jahre vergingen, aber heute habe ich die Antwort! Facebook sei Dank sage ich nur. Ich konnte es nicht lassen und musste ihn nach Jahren einfach fragen, was damals vorgefallen war. Denn wenn jemand, den man gern hat einfach wortlos an einem vorbeigeht trifft einem das schon. Seine Antwort auf die Frage war, das er nicht wusste wie es weitergeht er unsicher, feige und schüchtern war. Er hat sich deswegen blöd verhalten sagte er noch und entschuldigte sich nun als erwachsener Mann bei mir dafür. Damals waren wir ja noch Teenager und wussten es anscheinend nicht besser. Auch sagte er das unsere Geschichte zwar ein offenes Ende hat, aber wenigstens keine negative Erfahrung dahinter steckt. Ich stimmte ihm zu und wir einigten uns darauf das wir beide damals halt einfach zu doof waren.

Es ist also oftmals schwierig den Unterschied zwischen Schüchternheit, Desinteresse und Spiel zu erkennen. Deswegen sollten wir aus unseren Erfahrungen lernen und es beim nächsten Mal besser, ehrlicher und direkter Angehen.

Natürlich beginnt das ganze mit einem Spiel (Flirt) jedoch darf das Spiel nicht zu lange gespielt werden, weil es dann in einem Game Over endet.

Durch Unehrlichkeit, unnötige Spielchen, Missverständnisse und unklare Rollenverteilungen verpassen sehr viele Menschen ihre Chancen auf andere interessante Menschen. Wäre da nicht ein direkter Korb die angenehmerer Variante mit der man Leben könnte? Schließlich weiß man dann zumindest, das man es versucht hat.

Polyamorie

Dieses Wort kann ich mir irgendwie nicht merken, aber zumindest weiß ich, was es bedeutet. Weißt du das auch?

Vor einigen Jahren wusste kaum jemand, was dieses Wort bedeutet hat sich das geändert?

Das Wort kommt aus dem latein-altgriechisch und setzt sich aus dem Kunstwort „Polys“ (mehrere) und „Amor“ (Liebe) zusammen. Es beschreibt das Liebesleben eines Menschen, der mehrere Partner gleichzeitig hat und liebt. Der Unterschied zu einer Affäre ist der, das alle beteiligten Bescheid wissen.

Dieses Beziehungsmodell ist in meinen Augen sehr fragwürdig, mir schwirren dazu zig Fragen und Gedanken im Kopf herum. Es soll einer Person angeblich möglich sein mehrere Personen gleichzeitig aufrichtig zu lieben, für mich kaum vorstellbar, weil die meisten ja nicht mal in der Lage sind eine Person aufrichtig zu lieben. Diese Personen dürfen wir nicht mit den Personen verwechseln, die sich nicht entscheiden können und sich gerne alle Türen offenhalten denn das hat weder was mit monogamer noch mit polyamorer Liebe zu tun.

Gibt es also wirklich Menschen, die einfach zu viel Liebe zu geben haben?

Wie schon erwähnt kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn du aufrichtig liebst, gibst du soviel von deinen Gefühlen an die Person der du dein Herz geschenkt hast. Würde ich mir nun vorstellen diese Liebe an zwei Personen zu geben würde ich zu dem Ergebnis kommen mein Herz zu teilen, sprich ich gebe genauso viel Liebe teile sie aber auf zwei Personen auf. Das ist für mich persönlich weder etwas Ganzes, noch etwas Echtes, das würde eher dazu passen, das ich mich einfach nur nicht entscheiden kann und möchte. Aber jeder liebt ja anders und vielleicht ist es halt bei einigen so anders das sie mehrere Personen aufrichtig lieben, auf ihre Art halt.

Dennoch stelle ich mir das Konstrukt total schwierig vor

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Ich kenne das noch von damals, wo ich auf der suche nach der besten Freundin war. Oftmals hatte man ja nicht nur eine Freundin, sondern mehrere und da sind oft Wortlaute wie beste, allerbeste, aller aller beste gefallen und es hat sich immer eine Person benachteiligt gefühlt.

Bei meiner Recherche bin ich auf eine Info-Seite mit individuellen Tipps für Polyamorie gestoßen. Dort wird mir geraten mich selbst zu erkennen und unabhängig zu sein. Ich soll mich selbst verwirklichen und meinen eigenen Hobbys nachkommen. Auch soll ich in der Zeit, wo mein Partner sich anderweitig verabredet an einem Projekt arbeiten um einer Depression zu entgehen. Diese Tipps zeigen mir schon mal, dass dieses Konstrukt zumindest in Bezug auf Partnerschaft schon einmal nicht funktioniert, weil dies keine wirklichen Eigenschaften einer richtigen Partnerschaft beinhaltet. Ich soll das Große Ganze sehen, mich nicht beschränken und klein denken. Entschuldige mal aber eine Partnerschaft besteht unter Anderem aus Rücksichtnahme und Kompromissen und das ist zu zweit, also im Kleinen schon schwer genug. Gehe ich also eine Partnerschaft mit mehreren Personen ein, ist es unmöglich ihnen gerecht zu werden. Das soll aber auch nicht das Ziel sein, das Ziel soll einzig und alleine sein mir gerecht zu werden und den Partnern gegenüber ehrlich zu sein.

Für mein Verständnis besteht der Unterschied zwischen einer offenen Beziehung und Polyamorie darin, dass es sich bei der Polyamorie um mehrere Liebesbeziehungen handelt während man bei einer offenen Beziehung zwar Sex mit mehreren aber nur Gefühle für eine Person hat. Da aber eigentlich immer Gefühle mit im Spiel sind, gerade wenn in einer offenen Beziehung der andere Sexpartner für längere Zeit der gleich ist, sehe ich eigentlich nur noch den Unterschied bei der Ehrlichkeit.

Auch wird bei Polyamorie nicht von Wahrhaftigkeit oder von der großen Liebe gesprochen. Woraus ich jetzt schließe, dass es wohl doch so ist wie ich gesagt habe, soviel Liebe hat einfach niemand und jemand, der sich für Polyamorie entscheidet, entscheidet sich dafür sein Herz in mehrere Stücke zu teilen und so jedem ein bisschen Liebe zu geben.

Statt ewiger Liebe, ewig verliebt

Auch wenn du als Poly deine Lebensentscheidungen gemeinsam mit deinen Partnern entscheidest und auch teilweise dauerhaft für deine Partner da bist, so wirst du nie eine so tiefgreifende Beziehung führen wie es monogame Menschen tun. Es ist einfach aus zeitlichen und auch aus liebestechnischen Gründen gar nicht möglich. Du führst mehrere Beziehungen, die oft aus Verabredungen bestehen und du wirst dich ewig verliebt fühlen.

Ich liebe alle auf unterschiedliche Art und aus unterschiedlichen Gründen

Natürlich ist Liebe eine charakterbedingte Definitionssache. So erklären Polyamorie orientierte Menschen ihre Liebe. „Ich liebe meine Eltern, meine Freunde, meine Kinder und jeden ganz anders“, so die Aussage. Es geht also mehr darum für was du die unterschiedlichen Personen liebst. Es ist einfach Liebe und eine Liebesbeziehung mit sexueller Anziehung hat für einen Poly keinen höheren Stellenwert als beispielsweise eine freundschaftliche Beziehung.

Diese Erklärung hilft mir zumindest die Art der Liebe zu verstehen und so kann ich auch die Aussage „ich liebe mehrere Personen“ viel besser, nein nicht nur besser sondern auch ganz anders verstehen. Liebe kann nicht erklärt oder definiert werden das sehe ich ganz genauso. Ich kann nur für mich persönlich sagen das meine Liebe ganz anders ist und ich aus diesem Grund einfach nicht für Polyamorie geeignet bin, denn ich möchte eine Person komplett lieben für alles was sie ist und nicht nur aufgrund einer bestimmten Sache. Das wäre ja so als würde ich mir den perfekten Partner bzw. die perfekte Liebe aus mehreren Personen zusammensammeln. Den einen liebe ich für diese Eigenschaft und den anderen liebe ich dann aufgrund anderer Eigenschaften.

Wieso einige die Polyamorie der Monogamie vorziehen

Oftmals stützt sich die Polyamorie auf eine monogamische Basis. Sprich es gibt einen langjährigen Partner oder Ehemann und  es wird zusammen entschieden weitere Partner außerhalb der Beziehung zu haben. Begründungen gibt es viele. Oftmals wird die Monogamie, die Vorstellung einer ewig andauernden romantischen Liebesbeziehung, als gescheitert gesehen. Unsere allgemeine Lebenserwartung ist viel höher geworden und ein „für immer“ scheint nun zu lang zu sein.  Auch soll der Partner nicht durch einen selbst eingeschränkt werden. Dennoch klingt das Ganze für mich einfach nach einer erweiterten Monogamie, die aus einem Hauptpartner und Nebenpartnern besteht, denn allein sein möchte niemand und jeder möchte eine feste und dauerhafte romantische Liebesbeziehung, einen Partner auf den man sich verlassen kann in guten wie in schlechten Zeiten.  Daran hat sich auch durch die Polyamorie nichts geändert.

Wie stehst du zu dem Thema? Hast du davon schon mal gehört? Dich damit schon mal beschäftigt oder selbst überlegt so eine Art von Beziehungen einzugehen? Ich bin auf deinen Kommentar gespannt.

Was dein Lieblingsserienpaar über dich verrät

Welches Team bist du? Bangel oder Spuffy? Stelena oder Delena? Kelly & Dylan oder Kelly & Brandon in jeder Serie gibt es beliebte Paare und egal welche Serie wir schauen wir gehören einem Team an, nämlich dem Team unseres Lieblingspaares. Welchem Team wir angehören finde ich total interessant, den es verrät uns viel über uns selbst.

Wenn du mich fragst, auf was für eine Art Typ ich stehe antworte ich dir aus dem Bauch heraus mit folgenden Stichworten; Witzig, gesellig, aufgeweckt, gesprächig, treu, männlich. Schaue ich mir meine Lieblingsserienpaare an komme ich auf ein etwas anderes Ergebnis, was meine Männerwahl betrifft.

Welche Eigenschaften muss ein Serienpaar haben um mein Lieblingspaar zu werden?

Der weibliche Charakter sollte meinem Charakter zumindest so ähnlich sein, das ich ihre Gefühle nachempfinden und mitempfinden kann. Diese Eigenschaft erfüllt bei mir am meisten der Seriencharakter Buffy, mit ihr habe ich wirklich mehr mitgefühlt, gelacht und geweint, als je mit einem anderen Seriencharakter. Der männliche Charakter sollte mir charakterlich und optisch so gefallen, dass ich mich selbst in ihn verlieben könnte.

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Da Buffy nun mein liebster Seriencharakter ist, ist ihre Liebesgeschichte gleichzeitig auch meine liebste Liebesgeschichte, die ich je verfolgt habe. Die Liebesgeschichte zwischen Buffy & Angel ist mehr als Liebe. Als die Serie anfingt begegnete Buffy zuerst Xander, einem witzigen, aufgeweckten, gesprächigem, treuen und leicht trotteligem Typen. Er sah Buffy und war sofort hin und weg, stellte sich etwas ungeschickt an und wurde zu einer ihrer besten Freunde, nur Freunde, nicht mehr. Buffy empfand einfach nicht das Gleiche wie er. Hätte ich mich in Xander verliebt? Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, erfüllt er ja ziemlich viele Eigenschaften, die ich zuvor erwähnt habe. Nein ich hatte auch nicht einmal das Gefühl, das ich mir wünsche Buffy und Xander kämen zusammen ich sah ihn genau wie Buffy einfach als drolligen Kumpel. Vielleicht liegt es daran das mir dieses Männliche doch zu wichtig ist, wie auch immer ich das erklären soll.

Ziemlich bald schon traf Buffy dann auf Angel, geheimnisvoll, männlich, beschützend und ohne viel über ihn zu wissen fand ich ihn, genau wie Buffy, total interessant. Sicher hat dieses geheimnisvolle in der Serie jetzt damit zu tun das Angel ein Vampir ist, was Buffy und ich dann ein paar Folgen später erfahren. Aber für die Charakteristik ist diese Tatsache nicht wichtig. Nur um mal kurz abzuschweifen, ein Vampir ist gänzlich unattraktiv für mich, kalte Hände, kaltes Herz, in der Dunkelheit lebend.

Buffy und Angel

Angel ist ein tiefgründiger Einzelgänger dessen Liebe nicht nur zweifelsfrei und bedingungslos ist, seine Liebe berührt dazu noch die Seele. Angel ist kein Mann, der auf einmal mit Blumen vor der Tür steht oder eine riesen Überraschung für dich plant. Auch ist er nicht spontan oder abenteuerlustig. Er ist liebevoll, treu und immer darauf bedacht dich zu beschützen. Er hat einfach diese Art zu lieben, die mich berührt.

Buffy und Angel sind Seelenverwandt

Nun verlasse ich Angel und schaue mir mal meine männlichen Lieblings Charaktere aus den anderen von mir genannten Serien an, Stefan und Dylan. Beide haben dieselben Eigenschaften wie Angel. Auch sie sind tiefgründige Einzelgänger. In Dylans erster Szene sah ich ihn alleine, nachdenklich in einer Ecke sitzend, aber sofort zur Stelle um einem Schwächeren zu helfen. Stefans erste Szene ist die, wo er alleine und nachdenklich Tagebuch schreibt.  Auch sie lieben auf diese liebevolle, bedingungslose Art, die die Seele berührt. Diese Charaktere geben mir das Gefühl der echten Liebe, weil ich einfach dieses Tiefgründige brauche um richtig zu fühlen.

Oder suche ich nicht einfach nur die Liebe sondern einen Seelenverwandten?

Wenn es bei mir um die Liebe geht, geht es bei mir nicht ohne Seele. Die Liebe eines Mannes muss so tiefgründig sein, dass sie nicht nur mein Herz sondern auch meine Seele berührt. Ich erinnere mich noch genau an den Satz den Kelly damals zu Donna sagte, wo sie sich gefühlstechnisch gerade zwischen Brandon und Dylan entscheiden musste:

Mit Brandon ist es wunderschön, aber Dylan berührt meine Seele

So wie auch Kelly Dylans Seele berührt. Kelly war diejenige, die aus unterschiedlichen Gründen immer wieder versucht hatte sich gegen die Beziehung zu Dylan zu wehren. Sie versuchte auf ihren Verstand zu hören, da ihr Timing mehr als schlecht war, schließlich war Dylan mit ihrer besten Freundin zusammen. Dylan schien diese Situation nicht so schlimm zu finden wie Kelly. Während wir zuschauen mussten, wie Kelly immer mehr und mehr an dieser Situation zerbrach, machte Dylan nach wie vor den von ihm bekannten smarten Eindruck. Doch auch er sah, wie Kelly zerbrach und versuchte sie davon zu überzeugen, dass sie nichts für ihre Gefühle kann und er auch nicht. Ihre Antwort darauf war immer und immer wieder, das es nicht so einfach sei, wie er sich das vorstelle. Er erwiderte das alle von ihm erwarten, der coole, smarte Typ ohne viel Gefühl zu sein, doch das er genau das nicht sei. Er hat Gefühle und zwar so viele Gefühle für sie, dass er sich sicher ist das sie seine Seelenverwandte ist.  Viele Beziehungen hat Kelly gebraucht um diese eine Tatsache endlich zuzulassen. Wie oft stand Dylan vor Kellys Tür ohne zu klingeln und ist wieder gegangen und wie oft hat sie das gespürt und innerlich gewusst, das er in der Nähe, das er ihr Seelenverwandter ist…

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Auch die Beziehung von Stefan und Elena ist eine Schicksal behaftete Beziehung.

Ihre Seelen sind durch das Schicksal miteinander verbunden. Deswegen hatten sie auch keine Wahl sie mussten zusammenkommen. Und sie passten meiner Meinung nach auch wunderbar zusammen, so aufrichtig und liebevoll ihre Liebe doch war. Ich persönlich bin mir auch sicher, das ihre Liebe ein „Fürimmer“ beinhaltet, nur ist dies die einzige Serie, wo die Seelenverwandten ihr Glück mit Jemand anderem finden. Hier gibt es einfach zwei Liebesgeschichten. Hätte Elena sich nicht verändert, dann wäre es immer Stefan gewesen. Als sie sich zwischen Damon und Stefan entscheiden musste wählte sie Stefan. Dann kam ihre Veränderung dazwischen und sie wurde draufgängerischer, abenteuerlustiger und ihre Art zu lieben veränderte sich. Aus diesem Grund gilt das „Fürimmer“ nun Damon und Elena. Doch auch diese Entscheidung war nicht wirklich bewusst, zu dieser Entscheidung  kam es durch Elenas Veränderung und ihre steigenden Gefühle für Damon sowie Stefans bedingungsloser Liebe, der nicht mehr dabei zusehen konnte wie Elena sich immer mehr und mehr in Damon verliebte, weswegen er sie schließlich gehen lies.

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Was ist das denn nun für eine Liebe die von Spike, Damon und Brandon ausgeht?

Die Art wie sie lieben ist anders, aber deswegen nicht schlechter. Nur nicht zu meinem Charakter passend.

Spike ist ein wilder unfreiwilliger Draufgänger. Sieht man Geschichten aus seiner Vergangenheit so war er ursprünglich ein liebevoller, sensibler und sehr weicher Mensch. Durch die schlechten Erfahrungen hat sich das geändert. Wenn er sich richtig verliebt, so ist es auch eine besondere Liebe, denn da kommt dann wieder der ursprüngliche Spike zum Vorschein. Dennoch hat Buffy ihn nie richtig geliebt und er wusste das auch. Die Beziehung zwischen Buffy und Spike war auf Verständnis und gemeinsamen Erfahrungen aufgebaut. Hätte Buffy sich je in Spike verlieben können? Ja das hätte sie aber nur wenn er wirklich zu sich selbst gestanden hätte. Dennoch hat Spike einfach nicht diesen starken Charakter den Buffy an ihrer Seite braucht. Genauso geht es mir auch, ich hätte mich sicherlich in Spike verlieben können, auch fand ich die Szenen, die er mit Buffy hatte schön. Dennoch fehlte einfach etwas, wahrscheinlich liegt es aber auch einfach an der Tatsache, wenn du deinen Seelenverwandten bereits gefunden hast, wie willst du das jemals toppen?

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Und Damon? Auch er ist von Grunde auf der weichere der beiden Brüder. Typisches Verhalten hochsensibler Kerl überspielt dies mit seinem draufgängerischen Getue. Auch spielt Neid bei ihm eine große Rolle, da er letztendlich bei den Frauen gegenüber seinem Bruder immer den Kürzen gezogen hatte. Ich mag seine sensible Seite kann aber sein überspieltes Getue überhaupt nicht leiden. Mir persönlich ist Damon zu weich, er hat seine Gefühle und Launen nicht im Griff und ist dadurch unkonstant. Das mag genau die Eigenschaft sein, die viele Frauen so interessant finden, ich weiß eher gerne woran ich bin. Auch gefällt mir persönlich nicht, was er aus Elena rausholt. Ich finde das sie sich durch ihn zum negativen verändert hat. Jeder Mensch holt ja aus einer anderen Person etwas anderes heraus, hebt gewisse Eigenschaften, die in einem schlummern besonders hervor. Damon weckt in Elena die Abenteuerlust und den Egoismus während Stefan Elenas gutmütige, selbstlose Art verstärkt.

Brandon was soll ich zu Brandon sagen? Brandon ist für mich ein unverständlich beliebter Charakter. Nach außen wirkt er wie der perfekte Schwiegersohn und um so mehr man ihn ergründet umso unsympathischer wird er.  Eigentlich das genaue Gegenteil von Dylan, während dieser zu Anfang unsympathisch wirkt, wird dieser immer sympathischer und auch schafft er es uns dazu zu bringen mehr Verständnis ihm gegenüber und seinem Verhalten zu entwickeln. Bei Brandon ergeht es mir genau anders. Bei seinem Verhalten kam mir oftmals einfach der Gedanke, der Enttäuschung, das ich das so von ihm nie gedacht hätte. Was Beziehungen angeht ist Brandon eher egoistisch und ich hatte bei ihm nie das Gefühl der Wahrhaftigkeit. Zwar findet er oft die richtigen Worte nur habe ich die Worte selten in seinen Taten wiedergefunden. Zudem ist er die Art von Mann, der seine Vorteile ausnutzt, einer der nichts anbrennen lässt und Gelegenheiten nutzt, diese Eigenschaft finde ich persönlich nicht anziehend.

Kommen wir nun nochmal zu den Eigenschaften, die ich am Anfang genannt habe. Während ich diesen Text so vor mich hin tippe und in Gedanken bei den Serien und ihren Charakteren bin fällt mir auf das ich von den Eigenschaften her Steve gar nicht so uninteressant finde, wie ich immer gedacht habe. Steve fand ich immer am uninteressantesten von allen. Aber eigentlich hat er viele tolle Charaktereigenschaften. Dennoch hätte er bei mir wahrscheinlich nie mehr als Verliebtheit ausgelöst, weil auch er wieder eher der weiche Typ ist.

Ich stelle fest, dass ich persönlich auf liebevolle, männliche (kein Weichei) Einzelgänger stehe.

Wie ist es bei dir, wenn du deine Lieblingscharaktere gedanklich durchgehst? Kommst du dann auch zu einem überraschendem Ergebnis? Schreib es gerne in die Kommentare ich bin schon total gespannt!

 

Traumerinnerung

Bist du ein Träumer? Träumst du in der Nacht? Während ich darauf mit „Ja“ antworte gibt es doch tatsächlich Menschen, die sagen, dass sie nicht träumen.

Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen das wir alle jede Nacht träumen. Wieso können sich aber einige mehr daran erinnern und andere wiederum wenig bis gar nicht? Wenn ich mich nie an einen Traum erinnere ist es nachvollziehbar, dass ich davon ausgehe nicht zu träumen.

Warum träumen wir überhaupt? Haben Träume eine Funktion? Ich habe das Gefühl besonders viel zu träumen, wenn ich viel erlebt habe und es somit viel zu verarbeiten gibt. Auch Forscher teilen diese Ansicht. Da es unserem Bewusstsein nicht möglich ist die gesamten Tageseindrücke zu ordnen übernimmt diese Aufgabe unser Unterbewusstsein im Schlaf, da wir im Schlaf viel weniger Reizen ausgesetzt sind. Das bedeutet, dass unser Unterbewusstsein sich nur durch Träume mit unserem Bewusstsein unterhalten kann. Leider spricht unser Unterbewusstsein eine andere Sprache in Form von Symbolen weswegen wir nur durch Traumdeutung in der Lage sind zu verstehen, worauf uns unser Unterbewusstsein aufmerksam machen möchte. Zudem verfestigt und bearbeitet unser Gehirn das am Tag gelernte und das Träumen soll dabei wohl eine wichtige Rolle spielen. Viele berichten das sich in ihren Träumen neue Erfahrungen mit alten Erfahrungen mischen, die emotional miteinander verbunden sind. Wir verarbeiten die Themen die uns beschäftigen im Schlaf und können durch die Kreativität unserer Träume Lösungen für unsere aktuellen Probleme finden.

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Wir alle träumen also jede Nacht und obwohl Träume etwas Intensives sind erinnern wir uns nicht immer daran geträumt zu haben. Wie ist es möglich sich an etwas so Intensives nicht mehr erinnern zu können?

Hierzu gibt es verschiedene Erklärungen und Faktoren, die ich recherchiert habe

Eine Erklärung ist der ungleichmäßige Schlaf da wir fünf Stadien: Einschlaf-Phase, Leitschlaf-Phase, Übergang zum Tiefschlaf, Tiefschlaf-Phase und die REM-Phase (Rapid Eye Movement – schnelle Augenbewegung) erleben. Da in der REM-Phase die Gehirnaktivität hoch ist und das Gehirn in der Phase ähnlich aktiv wie im Wachzustand ist, träumen wir in dieser Phase besonders lebhaft. Da die REM-Phase gegen Morgen immer länger wird, erinnern wir uns vor allem an die Träume, die wir morgens geträumt haben. Das erklärt bei mir zumindest, warum ich meistens nie weiß, wie ein Traum ausgeht und wieso ich oftmals gleich in den nächsten Traum springe. Das wir mehrere Träume in einer Nacht haben, ist also völlig normal nur können wir uns meistens nur an den letzten in der besagten Phase erinnern. Ich erinnere mich, dass ich mich wenn überhaupt höchstens an zwei Träume von einer Nacht erinnern kann. Ob wir uns  überhaupt an unsere Träume erinnern hängt also damit zusammen in welcher Phase wir aufwachen. Zudem muss man wohl mindestens 3 Minuten wach gewesen sein, um sich an einen Traum zu erinnern. Wenn du also zu denjenigen gehörst, die davon ausgehen nicht zu träumen, könnte es wohl daran liegen das du unheimlich gut und tief schläfst. Ein weiterer Grund, warum einige sich öfter an ihre Träume erinnern, als andere ist schlicht und ergreifend Interesse und Übung. Wer jeden Morgen versucht sich an die eigenen Träume zu erinnern, dem wird es auch des Öfteren gelingen.

Zudem gibt es wohl noch einige Faktoren, die die Traumerinnerung beeinflussen.

Die Traumforschung ist noch nicht wirklich weit und beim recherchieren habe ich gemerkt wie unheimlich viel es zu dem Thema Träume zu lesen gibt. Das ist auch der Grund, weswegen dies ein fortführender Blogartikel mit unterschiedlichen Traumschwerpunkten ist. Dieser Artikel konzentriert sich jetzt wirklich hauptsächlich nur auf die Traumerinnerung.

Gene scheinen nicht wirklich einen Einfluss darauf zu haben ob du dich gut an deine Träume erinnern kannst oder nicht. Es wurden Forschungen und Statistiken zu Alter und Geschlecht aufgestellt aber die waren nicht wirklich aufschlussreich. Angeblich sollen jüngere sich öfter an ihre Träume erinnern, als Ältere. Ich glaube das dies mit Interesse und auch den eigenen Erlebnissen zu tun hat. Meine Vermutung ist wer viele Tageseindrücke hat, hat auch mehr zu verarbeiten und vielleicht ist bei den Personen das Unterbewusstsein dann halt entsprechend mitteilungsbedürftiger und lauter. Das würde dann sozusagen eher eine Verbindung zur Epigenetik haben, du bist das was du erlebst und danach richten sich deine Träume, deren Mitteilungsbedürftigkeit und die stärke der Erinnerung. Das ist jetzt aber einfach nur meine eigene Theorie.

Die Persönlichkeitseigenschaft und -struktur soll laut Forschung einen größeren Einfluss auf die Traumerinnerung haben. Das heißt wer bestimmte geistige Fähigkeiten, wie Beispielsweise ein gutes Gedächtnis, eine gute Auffassungsgabe, visuelle Eigenschaften und die Neigung zu Tagträumen hat kann sich einfacher an seine Träume erinnern. Hier passt dann halt auch einfach das Interesse! Ich selbst habe Phasen wo ich gefühlt nichts Träume und Phasen wo ich sehr oft Träume und ich denke das liegt unter Anderem auch an meinem eigenen Interesse, was ja nicht immer gleich ist. Ich stelle mir das aber auch so vor, das mein Unterbewusstsein mal mehr und mal weniger zu sagen hat. Zwar teilt es mir jedes Mal im Schlaf etwas mit, aber wenn ich darauf nicht reagiere sagt es sich einfach „nicht so wichtig.“ Wenn es mir wiederum wirklich etwas Wichtiges zu sagen hat bin ich mir sicher, dass ich mich auf mein Unterbewusstsein verlassen kann und es mir dann schon deutlicher macht, das ich mich damit nun mal befassen sollte. Ja und das sind dann die Phasen, wo mein Interesse geweckt wird und ich mich wieder häufiger an meine Träume erinnere.

Den größten Einfluss auf die Traumerinnerung hat die Psyche, welch Überraschung. Die Psyche hat meiner Meinung nach einfach auf alles den größten Einfluss. Die Psyche und die Traumerinnerungen hängen laut Forschung eindeutig zusammen. So wirken sich psychische Störungen und Medikamente auf die Träume aus und somit auch auf die Erinnerungen. Menschen mit Depressionen erinnern sich wohl oftmals nur daran, dass sie geträumt haben nicht aber an den Inhalt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen mit Depressionen sich einfach nicht an die Inhalte erinnern wollen. Mit einer Depression hast du ja einfach nochmal viel zu viele Tageseindrücke, als ohne Depression und hinzu kommt nicht nur, dass es viele Tageseindrücke sind, nein es sind ja auch negative Eindrücke. Wenn diese dann alle im Traum geordnet und verarbeitet werden, möchte ich mir das nicht mal vorstellen, geschweige denn mich daran erinnern.

Bist du Jemand der sich für Träume interessiert und sich gerne öfter daran erinnern würde? Also ich schon, vor Allem würde ich mich gerne mal an alle Träume aus einer Nacht erinnern und nicht immer nur an den letzten Traum. Ich habe noch ein paar Tipps gefunden, die uns helfen können uns besser an unsere Träume zu erinnern.

  • Das Traumtagebuch, der Tipp ist nicht neu bzw. ist es ja jetzt keine andere Technik als im echten Leben. Mit einem Tagebuch kann man sich einfach immer besser an etwas erinnern. Ich finde Tagebücher unheimlich wertvoll, allerdings auch sehr aufwendig.
  • Nicht bewegen! Kennst du diese Technik bereits? Sobald du morgens aufwachst solltest du die Augen geschlossen halten und dich keinen Millimeter bewegen. Warum? Weil unser Traumgedächtnisspeicher anders funktioniert. Also öffne deine Augen und bewege dich erst dann, wenn du dich erinnert hast. Frage dich einfach während du deine Augen geschlossen hast und du so regungslos daliegst, was gerade passiert ist, wo du gerade warst und was du erlebt hast.
  • Simple Suggestionen, da das Unterbewusstsein auf Suggestionen reagiert sage dir einfach vor dem Schlafengehen fest entschlossen, das du dich erinnern willst.
  • Objektverankerung davon habe ich auch schon mal gehört um generell sein Gedächtnis zu trainieren. Hefte deine Erinnerung an ein bestimmtes Objekt im Raum, so dass dieses Objekt die Erinnerung hervorruft, wenn du es ansiehst.
  • SleepTalk natürlich gibt es wie für alles eine App, ich habe diese App allerdings noch nicht getestet. Diese App zeichnet jede Stimme auf, die in den Raum hineingesprochen wird. Diese kannst du verwenden, wenn du Morgens aufwachst und zu faul bist dir Notizen zu machen, einfach sprechen und die App zeichnet es auf. Ich finde das allerdings irgendwie unheimlich.
  • Vitamin B6 und Melatonin, ich habe gelesen, dass man so und soviel mg davon einnehmen soll und das dann die Traumerinnerung fördert. Habe ich mir jetzt nicht genau gemerkt, weil ich finde das genügend Vitamine generell die Voraussetzungen sind, damit alles besser funktioniert.

Das war jetzt meine Recherche-Sammlung zum Thema Traumerinnerung. Hast du dich mit dem Thema schon einmal auseinandergesetzt. Möchtest du noch weitere Tipps oder hast du selbst welche, dann würde ich mich über deinen Kommentar sehr freuen.

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Ich wünsche dir wunderschöne Träume an die du dich erinnerst!

Deine Janine

PS: Meine Bloggerkollegin Sarah hat auch einen interessanten Blogartikel zum Thema Träume geschrieben, schau doch einfach mal vorbei:
Blogartikel von Sarah

Es ist kein Fehler zu lieben

Es war alles so magisch, warum fing denn alles so magisch an, wenn es am Ende dann doch einfach nichts war?

Ich bin so dumm, wie konnte ich dir nur glauben? Wie konnte ich mich nur auf dich und meine Gefühle einlassen? Du hast mich verletzt, so tief, dass ich diese Art von Schmerz nie wieder erleben will – nie wieder!

Dieser Schmerz war so schrecklich, als würden meine ganzen Gefühle über mich zusammenbrechen. Es hatte nichts mehr einen Sinn für mich, ich konnte kaum noch atmen, nicht essen, nicht lachen. Mich umgab einfach nur die ultimative Traurigkeit. Ich dachte ich komme dort nie wieder hinaus, ich dachte, das diese Traurigkeit mich verschlingen würde und das ich nie wieder lachen werde. „Es war ein Fehler!“ Hörte ich die Stimme in mir immer und immer wieder sagen…

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Aus Fehlern lernt man, deswegen werde ich diesen Fehler nie wieder begehen!

Ich glaube jeder von uns kennt dieses Ende, obwohl wir alle von einem Happy End geträumt haben richtig? Doch wie wir mit diesem Ende umgehen und welchen Einfluss dieses bittere Ende auf unsere Zukunft hat bestimmen wir selbst, das dachte ich zumindest.

Doch wir wissen nicht, was dieser Schmerz wirklich in uns kaputt gemacht hat.

Ich habe die feste Überzeugung, dass der Trennungsschmerz ein Trauma auslösen kann.

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Liebeskummer klingt immer so banal und bringen wir oft mit Teenagerproblemen in Verbindung. Doch Liebeskummer ist soviel mehr, es ist ein starkes seelisches Leiden. Nimm dieses Leiden und kombiniere es mit deinem eigenen Verhaltensmuster, so hast du dein Ergebnis, wie du zukünftig mit der Liebe umgehst.

Dein Verhaltensmuster ist komplex und hat sehr viel Macht über dich. Es bringt dich dazu dich in ganz bestimmten Situationen wohl zu fühlen und diese Situationen machst du dann unbewusst zu deiner Komfortzone.

Doch wo kommt dieses Verhaltensmuster her? Es entsteht aus Ereignissen, die dich prägen und geprägt haben dadurch verfällst du in ein Muster. Wenn du also von Liebeskummer ein Trauma erlitten hast und dir dadurch eingeredet hast, dass du das nie wieder erleben möchtest und dies nur vermeiden kannst indem du diesen Fehler nicht mehr begehst. Ja dann befindest du dich in einem Verhaltensmuster, welches keinerlei Gefühle mehr zulassen möchte. Aus Schmerz wird Leid ein lebenslanges Leiden, welches nun zu deiner Komfortzone geworden ist.

Das klingt verrückt oder? Wieso sollte es deine Komfortzone sein zu leiden? Weil es das ist, was du kennst, was du gewohnt bist. Du bist zwar nicht glücklich aber du kennst die Situation und weißt damit umzugehen. Das führt dazu, das etwas Besseres, Anderes und Neues dir einfach zu unheimlich ist und du diesen Schritt nicht mehr wagst.

Kennst du den Unterschied von Schmerz und Leid?

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Schmerz ist, während Leid geschaffen wird. Das ist vielleicht eine Antwort darauf, warum einige sich wieder neu verlieben können und andere nicht. Wir alle erleiden den Schmerz, den Trennungsschmerz doch machen wir nicht alle ein Leid daraus, vor Allem kein lebenslanges Leid. Während ich das so tippe bekomme ich wirklich eine Gänsehaut, denn ich denke darüber nach, wie heftig dieser Unterschied eigentlich ist. Das war mir, bevor ich diese Zeilen geschrieben habe, nicht mal annähernd so bewusst.

Wie kann ich dir, wo du doch schon jahrelang leidest vermitteln das es kein Fehler ist zu lieben? Wie kann ich dieses Verhaltensmuster durchbrechen? Es ist sehr schwer, weil wir alle zumindest in kleinen Teilen das Verhaltensmuster mitbekommen haben, das Gefühle ein Zeichen von Schwäche sind. Dabei ist es ein riesengroßer Denkfehler und ich ärgere mich zutiefst darüber, dass so ein Muster überhaupt entstehen konnte.  Du hast Gefühle und das bist du!

Gefühle sind das, was dich ausmacht…

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Es ist dein Herz welches zu dir und den Menschen spricht und das ist doch einfach nur etwas Wunderschönes. Gefühle sind so stark, dass du sie vielleicht verbergen, aber niemals verschwinden lassen kannst. Also ist ein Mensch, der zu seinen Gefühlen steht doch nicht schwach sondern unheimlich stark, denn er kann ohne Maske durch die Welt laufen.

Gefühle sind also so unheimlich stark und das brauche ich dir eigentlich nicht erzählen, denn das weißt du. Denn du verbirgst deine Gefühle, weil sie so stark sind, dass sie dir Angst machen und du zeigst sie Niemandem, weil die Auswirkungen eine unheimliche Macht haben können. So eine Macht, dass sie dein ganzes Leben verändern können…

Stell dir vor welche Kraft darüber hinaus die Liebe haben kann. Jetzt wird es für dich richtig unheimlich denn Liebe gibt dir das Gefühl schwach zu sein. Du verbindest mit diesem Wort ausgeliefert sein, Schmerz und vor Allem Leid. Es tut dir leid jemals geliebt zu haben. Diesen Fehler begangen zu haben.

Doch jemanden zu lieben ist kein Fehler. Jemandem eine Chance zu geben ist kein Fehler. Jemandem zu vertrauen, jemandem zu glauben und für jemanden da zu sein ist kein Fehler. Einen Fehler macht nur der, der das alles nicht wertschätzt und dir keinen Respekt für dein großes Herz entgegenbringt.

Dieser Teil meines Textes ist der Wichtigste Teil überhaupt. Das ist der Teil bei dem ich dich darauf stoßen möchte, das du nie einen Fehler gemacht hast. Doch bist du bereit mir das zu glauben? Wie kann es ein Fehler sein zu fühlen, zu lieben? Wie kann es ein Fehler sein für jemanden etwas zu empfinden? Verrate es mir, denn ich habe keine Antwort darauf nur die Eine:

Hör auf um jemanden zu kämpfen, der es nicht liebt dich zu lieben.

Denn ja es gibt Menschen die Fehler machen, den Fehler andere Menschen nicht wertzuschätzen, nicht zu lieben. Und ja es kann passieren, dass du dich wieder in so einen Menschen verliebst. Ich möchte auch nicht lügen, sicherlich wirst du nicht Drumherum kommen wieder diesen Schmerz zu fühlen. Doch ich bin mir sicher das dieser Schmerz diesmal anders sein wird und hoffe, dass du dieses Mal aus dem Schmerz kein Leid machen wirst.

Ja und ich wage es dir das Versprechen zu geben, wenn du fühlst, wenn du liebst und wenn du das offen in die Welt trägst, dass dann Jemand kommen wird, der es liebt dich zu lieben!

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Die Bedeutungslosigkeit der Dinge…

Als Kind fangen wir an Dinge zu lieben oder? Kleine Entdecker, die diese ganzen Dinge um uns herum einfach interessant finden, Spielzeuge, die wir unbedingt haben wollen. Ich hatte wirklich alle Spielzeuge, die ich mir gewünscht habe und ich habe mich an jedem einzelnen Spielzeug erfreut. Warum weiß ich nicht, aber ich habe mein Spielzeug, meine Sachen immer wertgeschätzt und bin immer sehr gut damit umgegangen ich habe es gehegt und gepflegt. Geteilt habe ich es auch mit meinen Freunden, die sich diese ganzen Spielzeuge vielleicht auch gewünscht haben genauso wie meinen Süßigkeitenkorb.

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Als Kind habe ich, obwohl meine Süßigkeiten und Spielzeuge für mich quasi selbstverständlich waren, trotzdem wahrgenommen, das sie es nicht sind. Erkannt habe ich es daran, dass die Augen meiner Freunde zu leuchten begannen, wenn sie die Süßigkeiten oder meine Spielzeuge sahen. Das Teilen machte mir nichts aus, mir war aber wichtig, das gut mit den Sachen umgegangen wurde. Umso älter ich wurde, umso mehr schlich sich bei mir aber auch teilweise der Gedanke ein, dass einige meiner Freunde mich vielleicht gar nicht besuchten, um mich zu sehen, sondern wegen meinen Sachen.  Wahrscheinlich war es bei einigen so, aber nicht bei allen, das weiß ich denn im Großen und Ganzen hatte ich als Kind tolle Freunde mit tollen Erlebnissen. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, erinnere ich mich eigentlich auch gar nicht an die ganzen Sachen, ich erinnere mich an Momente, oft waren wir draußen ohne Sachen und hatten einfach gemeinsam Spaß.

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Die Momente ohne Dinge um uns herum, sind die Momente, an die ich mich am meisten erinnere.

Die Momente, wo wir einfach mal wieder auf dem Boden lagen vor Lachen, die Momente, wo wir einfach so viel Blödsinn im Kopf hatten und einfach nur Quatsch gemacht haben, auch die Momente, wo wir gestritten haben. All diese Momente eben. Was wir in den Momenten gerade für ein Spielzeug in der Hand hatten oder welchen Schokoriegel wir dabei gegessen haben kann ich dir nicht mehr sagen.

Dinge können den Moment und das Gefühl was dahinter steht nicht beeinflussen

Als Teenager hat man ja bekanntlich die größten Probleme der Welt und ich muss zum Teil sagen, dass dies wirklich stimmt. In der Zeit bilden sich immer und egal wo du bist 3 Gruppen.

  • Die Coolen
  • Die Loser
  • Die Neutralen

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Ja und alle 3 Gruppen haben es gleich schwer. Cool zu sein muss furchtbar sein, zumindest habe ich es mir immer furchtbar vorgestellt, weswegen ich nie cool war und auch nie angestrebt habe cool zu sein. Da geht es ja im Großen und Ganzen darum coole Dinge zu haben, coole Dinge zu machen und einfach immer cool zu sein. Das habe ich immer mit Gruppenzwang, nicht ich selbst sein und Emotionslosigkeit interpretiert. Auch glaube ich, dass die Coolen die größten Komplexe von diesen 3 Gruppierungen haben, denn aus welchem Grund sonst, haben die Coolen immer die Loser fertig gemacht und das zu den coolen Dingen, die sie tun gezählt?

Die Loser sind heute betrachtet wahrscheinlich am wenigsten Loser. Sie sind einfach die, die keinen Trend mitmachen wollten oder konnten, die die anders, individuell waren. Egal ob nun positiv oder negativ anders so waren sie halt und deswegen und auch dafür, was sie aushalten mussten, bewundere ich sie. Oftmals taten sie mir auch total leid und manchmal habe ich auch versucht ihnen zu helfen, aber man musste dabei ja selbst immer aufpassen nicht irgendwann auch zu den Losern zu zählen. Wenn ich heute darüber nachdenke finde ich mein Verhalten ziemlich feige.

Neutral sein ist auch nicht einfacher, man ist ständig hin und hergerissen zwischen cool und Loser. Ich gehörte zu dieser Gruppe, weil cool sein für mich nicht in Frage kam ich aber ein Glück auch nicht von den Coolen als Loser gesehen wurde. Das lag aber auch daran, dass ich darauf geachtet habe keine Angriffsfläche zu bieten, dazu gehörte dann unter Anderem auch der Zwang coole Dinge zu haben. Ich weiß noch das ich nur einen Eastpak hatte, weil ich halt einen haben musste, um nicht zu den Losern zu zählen und ich weiß auch noch genau das ich mich in solchem Momente auf das Erwachsen werden gefreut habe:

Wenn ich erwachsen bin, kann ich endlich anziehen was ich will, denn dann ist es den anderen egal

Ja das habe ich wirklich gedacht und ich bin wirklich froh, jetzt erwachsen zu sein das Teenagerleben war mir echt zu hart.

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Aber auch jetzt, wo ich erwachsen bin, geht es schon wieder um Dinge. Es geht nicht um den Eastpak oder die coole Hose. Nein nun geht es um größere Dinge, wie Autos und Häuser. Als die Jungs ihren Führerschein hatten und endlich Autofahren konnten versteckten sie ihre Persönlichkeit schon wieder hinter Dingen. Vorher waren sie cool und machten coole Dinge und gaben den Trend vor. Und nun, wo sie langsam erwachsen wurden, fuhren sie mit ihren getunten Autos durch die Gegend, um uns Frauen zu beeindrucken. Ich glaube auch diese Geschichte wiederholt sich immer wieder, soviel zur Individualität. Wie passte ich in diese Geschichte? Du kannst dir mich wirklich wie Shania Twain in dem Song „That don`t impress me much!“ vorstellen. Für mich zählte einfach schon von Klein auf Persönlichkeit und dieses Gehabe war für mich noch nie eine Anmache, sondern eine Beleidigung. Ich bin auch nie in ein cooles Auto gestiegen, ich war da wirklich immer völlig unbeeindruckt.

Und das bin ich bis heute. Mich interessiert nicht, welches Auto du fährst, was für ein Haus du hast auch nicht was für einen Job du hast, mich interessiert deine Persönlichkeit. Auch hat es für mich nicht automatisch jemand geschafft nur weil er ein super Haus, Auto etc. hat oder jemand ganz großes im Beruf ist. Geschafft hat es die Person die glücklich ist, wie sie ist und mit dem was sie hat. Natürlich habe ich nichts gegen ein schönes Haus oder ein schönes Auto oder gegen schöne Dinge, ich mag auch schöne Dinge. Dennoch weiß ich, dass egal welche schönen Dinge ich vielleicht auch besitzen mag, diese einfach nicht die Kraft haben mich glücklich zu machen. Diese Dinge sind einfach ein Bonus bringen mir aber nichts, wenn das Drumherum, die Herzensangelegenheiten, die Momente und die Gefühle nicht stimmen.

Ich war und bin immer nur auf der Suche nach Herz.

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Einzelkämpfer

Wir stehen alle vor den Stufen des Lebens. Jede Stufe hält etwas für uns bereit, für Jeden etwas Anderes und dennoch haben wir alle dasselbe Ziel, die Stufe ganz oben zu erreichen.

Gemeinsam stehen wir dort reichen uns die Hände für die ersten Stufen, freuen uns für die, die schon eine Stufe weiter sind. Motivieren uns gegenseitig, helfen uns auf, wenn wir fallen. Wir sind ein Team, beinahe unbesiegbar. Und erklimmen problemlos Stufe für Stufe.

Doch es ist nur eine Frage der Zeit einige kommen in einem sagenhaften Tempo nach oben, andere bleiben auf der Strecke. Individualität Jeder hat andere Stärken und Schwächen, die einen haben mehr Stärken, als Schwächen und andere Wiederum mehr Schwächen, als Stärken. Das führt zu Emotionen.

Hierzu fällt mir ein viel zitierter Satz der beiden Emotionsforscher James Russell und Ernst Fehr ein…

„Jeder weiß, was eine Emotion ist, bis er gebeten wird, eine Definition dafür zu geben.“

Ich möchte jetzt aber nicht in die Emotionsforschung einsteigen ;). Es ist nur so, das uns bestimmte Emotionen ausmachen und viele von uns genau diese unterdrücken wollen zum Beispiel, weil sie sich mit Anderen vergleichen. Emotionen lassen sich aber nicht gerne unterdrücken, weswegen genau das dann Konsequenzen nach sich zieht. Dies könnte unter Anderem erklären, warum einige stärker, als andere sind – so I think.

Also die Emotionen kochen, hoch, werden unterdrückt und eine Konsequenz ist dann die entstehende Wut, eigentlich auf sich selbst, kanalisieren wir diese einfach auf die, die besser sind als wir. Und da haben wir ihn den Konkurrenzkampf. Nun geht niemand mehr die Stufen gemeinsam weiter. Nicht nur das Jeder nun ganz alleine Stufe für Stufe zu erklimmen versucht, einige gönnen niemandem außer sich selbst, überhaupt nur eine Stufe weiterzukommen und versuchen auch da gegen an zu arbeiten. Aus Freunden werden Gegner. Und die Krugs dabei ist, dass dadurch der Schubser auch nicht weiterkommt im Gegenteil er wird selbst irgendwann stolpern, fallen und nie die oberste Stufe erreichen.

Ergebnis nicht jeder erreicht die höchste Stufe, die das eigene Glück widerspiegeln soll. Stattdessen sind einige oben und einige unten, was alle gemeinsam haben, dass sie gemeinsam, einsam sind.

Erfolg macht einsam.

Möchte man wirklich unter den Umständen erfolgreich sein?

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Mein Happy End hätte vorgesehen die eigenen Emotionen nicht zu unterdrücken, sondern sie zu verstehen und zu ihnen zu stehen. Nicht ganz einfach aber nur kurzfristig gedacht, langfristig würden alle die letzte Stufe erreichen und auf ihre emotionale Art glücklich sein.

Aber das ist ja jetzt kein Vorwurf. Lernen wir es nicht genauso? Konkurrenzkampf sei gut, belebe das Geschäft? Ich erinnere mich noch sehr gut an meine Schulzeit, selbst dort war schon kein Team mehr zu erkennen, sondern nur noch Konkurrenzkampf, einer der Gründe, wieso ich nie gerne zur Schule gegangen bin.

Im Berufsleben greif dann der Satz „Wissen ist Macht!“ Was oft dazu führt das Wissen nicht mehr miteinander geteilt wird, weil der eigene Vorteil dann verloren gehen würde. Wissen muss geteilt werden, denn teilen steht für Fürsorge und Mitgefühl oder einfacher gesagt für Liebe.

Wenn niemand teilen würde, wie soll dann etwas Großes entstehen?

Von Natur aus liegt uns das Teilen im Blut und das ist auch das Erste, was wir unseren Kindern beibringen. Aber heute wird uns oft das Gegenteil vermittelt, weil vielleicht eine starke Gesellschaft nicht mehr gewollt ist? Was könnten wir zusammen alles verändern? Denkt mal darüber nach.

Was ich bin? Ich bin eine unfreiwillige Einzelkämpferin. So geht es wahrscheinlich vielen. Ich habe oft versucht zusammen etwas zu erreichen, wurde dann aber immer wieder aufs Neue enttäuscht.

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Das Leben funktioniert nicht ohne Vertrauen!

Umso mehr Enttäuschungen jeder Einzelne von uns erlebt, umso emotionsloser wird er. Aber man wird ja nicht wirklich emotionslos, Emotionen, wie ich schon erwähnte, lassen sich nicht verdrängen, sie gehen halt woanders hin und äußern sich Beispielsweise auch in der Gesundheit, vielleicht bekommt man Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen oder, oder oder. Kompensieren unsere Emotionen anders, wir schalten sozusagen unseren Kanal um. Besser geht es uns dadurch nicht, aber es ist halt eine natürliche Schutzfunktion um nicht immer und immer wieder verarscht zu werden.

Ich schalte meine Emotionen nicht aus, bzw. ich versuche es auch gar nicht erst, weil ich es eh nicht schaffe. Auch gehe ich in neue Bekanntschaften immer mit Emotionen aber wachsam. Meine Emotionen sind sofort da, mein Vertrauen muss wachsen. Und natürlich werde ich dadurch immer wieder aufs Neue enttäuscht. Einzig schützen tue ich mich über den Zeitraum. Ich löse mich schneller von Personen, die meine Emotionen, mein Herz, meiner Meinung nach nicht verdienen. Mich sozusagen meine erklommenen Stufen runterschubsen wollen. Es ist dann wie ein Pflaster, welches ich schnell abziehe, so dass der Schmerz schnell vorüber geht.

Tja es funktioniert halt nicht ohne Vertrauen ohne Emotionen. Und deswegen suche und schätze ich die Freunde, die mit mir gemeinsam einen Weg mit Vertrauen und Emotionen gehen. Genauso suche ich nach einem Team, welches auf der Arbeitsebene genauso funktioniert. Hierfür muss aber die Firma schon die nötigen Grundvoraussetzungen haben, was ja bei 80% nicht der Fall ist. In den meisten Fällen werden ja lieber Einzelkämpfer ausgesucht, weil die an dem System, so wie es ist, nichts ändern können.

Was, wenn ich euch sage ich habe so eine Firma gefunden würdet ihr es glauben?

Selbst, wenn ihr es glauben würdet, wäre es für mich auch da wieder schwer das Team zu finden, wo ich gerne als Teamplayerin durchstarte, denn dafür benötige ich die Zutaten Nächstenliebe und Vertrauen, kein Diplom, Master oder sonst irgendwelche Scheine könnten und werden mich je beeindrucken. Mich beeindruckt einfach nur das Menschliche.

Wer bringt diese Voraussetzungen mit?

Be Continued…..

Hier der Beitrag als Podcast:

 

Was wenn ich niemanden lieben kann (der Kuss)

Ich habe diesen Raum betreten weißt du? Und da saß er, unsere Blicke trafen sich und ehe ich mich versah, saßen wir zusammen, gegenüber am selben Tisch schauten uns in die Augen und hielten unsere Hände.

Wie ein Blitz überkam mich das Gefühl, oh bin ich verliebt. Ich konnte es kaum erwarten ihn wiederzusehen, mein Herz raste vor dem ersten Treffen.

Ich vermute das der Kuss eine größere Rolle spielt als wir denken

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Es geht nicht, darum, ob der Kuss gut oder schlecht ist. Es geht darum, ob der Kuss etwas in dir auslöst. Klar wäre die einfache Definition jetzt der gute Kuss. Ich möchte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es bei diesem Kuss nicht um Leistung geht, weil jemand das halt einfach drauf hat, nein, sondern das es der eine, bestimmte Kuss, sein muss um sich zu verlieben.

Also wie fühlte ich mich nach dem ersten Kuss?

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Wir trafen uns, wir waren aufgeregt, unterhielten uns und dachten die ganze Zeit dasselbe, das wir uns küssen wollen. Die Blicke waren klar und schließlich küssten wir uns, doch es ist nichts passiert. Das Kribbeln in meinem Bauch wurde durch den Kuss nicht stärker, sondern schwächer.

Wir verbrachten einen wundervollen Tag zusammen, verstanden uns gut und waren seit diesem Kuss auch zusammen, doch mein Herz war da ganz anderer Meinung und lies mich das auch spüren.

Er rief mich an und wollte mich wiedersehen, ich freute mich darüber, machte mich für ihn zurecht und fuhr zu ihm. Ich saß im Bus und schaute aus dem Fenster, umso näher ich dem Treffen war, umso weniger Freude empfand ich. Freudig begrüßte er mich mit einem Kuss, ich zwang mich zu lächeln. Er schaute mich schief an, fragte, ob alles in Ordnung sei, ich nickte entsprechend. Dieser Tag war weder romantisch, noch wunderschön und ich fuhr nach Hause und war sauer auf mich selbst. „Was stimmt nicht mit dir? Nun hast du jemanden gefunden der lieb und nett ist und es endlich ernst mit dir zu meinen scheint und du bist genervt,“ schimpfte ich mit mir selbst. Schließlich beendet ich die Beziehung mit der Begründung fehlender Gefühle. Danach fühlte ich mich viel besser, ich hatte vorher das Gefühl zu ersticken.

Dies ist eine Geschichte, die sich nicht genauso abgespielt hat. Mit dieser Geschichte möchte ich einfach nur den Anfang und das Ende des nicht Liebens beschreiben.  Und woraufhin immer und immer wieder folgende Frage auftaucht: „Was wenn ich niemanden lieben kann?“  Dieser Gedanke absolut unvorstellbar, für jemanden, der doch eigentlich nur genau danach sucht.

Also was stimmte nicht? Die Antwort auf diese Frage ist, das alles in Ordnung ist und alles stimmt. Es ist nur so das nicht jeder Mensch dein Herz berühren kann. Dein Herz geht seinen ganz eigenen Weg, weswegen du dir nicht aussuchen kannst in wen du dich verliebst. Was du falsch gemacht hast? Du wolltest dir aussuchen in wen du dich verliebst ohne auf dein Herz zu hören und das macht dein Herz natürlich nicht mit, denn nur dein Herz weiß welche Art von Liebe du brauchst.

Ich glaube nicht, dass es Menschen gibt, die nicht lieben können…

Jeder liebt, nur jeder liebt anders und manch einer lässt die Liebe nicht zu aber sie wird immer da sein. Es ist immer die Frage wie stark deine eigene Liebe ist und ob diese sich schnell durch andere Gefühle wie z.B. Angst unterdrücken lässt.

Der richtige Kuss

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Als du mich geküsst hast, war auf einmal alles so klar. Das Kribbeln in meinem Bauch entwickelte sich eher zu einer Explosion und ich hatte das Gefühl, als würde ich schweben. Dieser Kuss hat mein Herz berührt und von da an wusste ich, das ich lieben kann.

Es ist nicht einfach dir zu sagen, was ich empfinde

Ich habe noch nie „Ich liebe dich“ zu jemandem gesagt. Ich habe Angst dir diese Worte zu sagen, was wenn du nicht so empfindest? Ich fühle mich so schwach und ausgeliefert so hilflos. Andererseits macht mich das Gefühl wahnsinnig nicht zu wissen, was du für mich empfindest. Geht es dir genauso? Oder empfindest du einfach nicht dasselbe? Wir trafen uns oft, führten diesen gigantischen Kuss fort doch sagte keiner diese Worte. Nach einiger Zeit fühlte ich mich gekränkt und traurig und so verlief sich diese Beziehung, diese Vielleicht-Liebe, im Sande ohne das ich dir je gesagt habe, was ich für dich empfinde…