Polyamorie

Dieses Wort kann ich mir irgendwie nicht merken, aber zumindest weiß ich, was es bedeutet. Weißt du das auch?

Vor einigen Jahren wusste kaum jemand, was dieses Wort bedeutet hat sich das geändert?

Das Wort kommt aus dem latein-altgriechisch und setzt sich aus dem Kunstwort „Polys“ (mehrere) und „Amor“ (Liebe) zusammen. Es beschreibt das Liebesleben eines Menschen, der mehrere Partner gleichzeitig hat und liebt. Der Unterschied zu einer Affäre ist der, das alle beteiligten Bescheid wissen.

Dieses Beziehungsmodell ist in meinen Augen sehr fragwürdig, mir schwirren dazu zig Fragen und Gedanken im Kopf herum. Es soll einer Person angeblich möglich sein mehrere Personen gleichzeitig aufrichtig zu lieben, für mich kaum vorstellbar, weil die meisten ja nicht mal in der Lage sind eine Person aufrichtig zu lieben. Diese Personen dürfen wir nicht mit den Personen verwechseln, die sich nicht entscheiden können und sich gerne alle Türen offenhalten denn das hat weder was mit monogamer noch mit polyamorer Liebe zu tun.

Gibt es also wirklich Menschen, die einfach zu viel Liebe zu geben haben?

Wie schon erwähnt kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn du aufrichtig liebst, gibst du soviel von deinen Gefühlen an die Person der du dein Herz geschenkt hast. Würde ich mir nun vorstellen diese Liebe an zwei Personen zu geben würde ich zu dem Ergebnis kommen mein Herz zu teilen, sprich ich gebe genauso viel Liebe teile sie aber auf zwei Personen auf. Das ist für mich persönlich weder etwas Ganzes, noch etwas Echtes, das würde eher dazu passen, das ich mich einfach nur nicht entscheiden kann und möchte. Aber jeder liebt ja anders und vielleicht ist es halt bei einigen so anders das sie mehrere Personen aufrichtig lieben, auf ihre Art halt.

Dennoch stelle ich mir das Konstrukt total schwierig vor

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Ich kenne das noch von damals, wo ich auf der suche nach der besten Freundin war. Oftmals hatte man ja nicht nur eine Freundin, sondern mehrere und da sind oft Wortlaute wie beste, allerbeste, aller aller beste gefallen und es hat sich immer eine Person benachteiligt gefühlt.

Bei meiner Recherche bin ich auf eine Info-Seite mit individuellen Tipps für Polyamorie gestoßen. Dort wird mir geraten mich selbst zu erkennen und unabhängig zu sein. Ich soll mich selbst verwirklichen und meinen eigenen Hobbys nachkommen. Auch soll ich in der Zeit, wo mein Partner sich anderweitig verabredet an einem Projekt arbeiten um einer Depression zu entgehen. Diese Tipps zeigen mir schon mal, dass dieses Konstrukt zumindest in Bezug auf Partnerschaft schon einmal nicht funktioniert, weil dies keine wirklichen Eigenschaften einer richtigen Partnerschaft beinhaltet. Ich soll das Große Ganze sehen, mich nicht beschränken und klein denken. Entschuldige mal aber eine Partnerschaft besteht unter Anderem aus Rücksichtnahme und Kompromissen und das ist zu zweit, also im Kleinen schon schwer genug. Gehe ich also eine Partnerschaft mit mehreren Personen ein, ist es unmöglich ihnen gerecht zu werden. Das soll aber auch nicht das Ziel sein, das Ziel soll einzig und alleine sein mir gerecht zu werden und den Partnern gegenüber ehrlich zu sein.

Für mein Verständnis besteht der Unterschied zwischen einer offenen Beziehung und Polyamorie darin, dass es sich bei der Polyamorie um mehrere Liebesbeziehungen handelt während man bei einer offenen Beziehung zwar Sex mit mehreren aber nur Gefühle für eine Person hat. Da aber eigentlich immer Gefühle mit im Spiel sind, gerade wenn in einer offenen Beziehung der andere Sexpartner für längere Zeit der gleich ist, sehe ich eigentlich nur noch den Unterschied bei der Ehrlichkeit.

Auch wird bei Polyamorie nicht von Wahrhaftigkeit oder von der großen Liebe gesprochen. Woraus ich jetzt schließe, dass es wohl doch so ist wie ich gesagt habe, soviel Liebe hat einfach niemand und jemand, der sich für Polyamorie entscheidet, entscheidet sich dafür sein Herz in mehrere Stücke zu teilen und so jedem ein bisschen Liebe zu geben.

Statt ewiger Liebe, ewig verliebt

Auch wenn du als Poly deine Lebensentscheidungen gemeinsam mit deinen Partnern entscheidest und auch teilweise dauerhaft für deine Partner da bist, so wirst du nie eine so tiefgreifende Beziehung führen wie es monogame Menschen tun. Es ist einfach aus zeitlichen und auch aus liebestechnischen Gründen gar nicht möglich. Du führst mehrere Beziehungen, die oft aus Verabredungen bestehen und du wirst dich ewig verliebt fühlen.

Ich liebe alle auf unterschiedliche Art und aus unterschiedlichen Gründen

Natürlich ist Liebe eine charakterbedingte Definitionssache. So erklären Polyamorie orientierte Menschen ihre Liebe. „Ich liebe meine Eltern, meine Freunde, meine Kinder und jeden ganz anders“, so die Aussage. Es geht also mehr darum für was du die unterschiedlichen Personen liebst. Es ist einfach Liebe und eine Liebesbeziehung mit sexueller Anziehung hat für einen Poly keinen höheren Stellenwert als beispielsweise eine freundschaftliche Beziehung.

Diese Erklärung hilft mir zumindest die Art der Liebe zu verstehen und so kann ich auch die Aussage „ich liebe mehrere Personen“ viel besser, nein nicht nur besser sondern auch ganz anders verstehen. Liebe kann nicht erklärt oder definiert werden das sehe ich ganz genauso. Ich kann nur für mich persönlich sagen das meine Liebe ganz anders ist und ich aus diesem Grund einfach nicht für Polyamorie geeignet bin, denn ich möchte eine Person komplett lieben für alles was sie ist und nicht nur aufgrund einer bestimmten Sache. Das wäre ja so als würde ich mir den perfekten Partner bzw. die perfekte Liebe aus mehreren Personen zusammensammeln. Den einen liebe ich für diese Eigenschaft und den anderen liebe ich dann aufgrund anderer Eigenschaften.

Wieso einige die Polyamorie der Monogamie vorziehen

Oftmals stützt sich die Polyamorie auf eine monogamische Basis. Sprich es gibt einen langjährigen Partner oder Ehemann und  es wird zusammen entschieden weitere Partner außerhalb der Beziehung zu haben. Begründungen gibt es viele. Oftmals wird die Monogamie, die Vorstellung einer ewig andauernden romantischen Liebesbeziehung, als gescheitert gesehen. Unsere allgemeine Lebenserwartung ist viel höher geworden und ein „für immer“ scheint nun zu lang zu sein.  Auch soll der Partner nicht durch einen selbst eingeschränkt werden. Dennoch klingt das Ganze für mich einfach nach einer erweiterten Monogamie, die aus einem Hauptpartner und Nebenpartnern besteht, denn allein sein möchte niemand und jeder möchte eine feste und dauerhafte romantische Liebesbeziehung, einen Partner auf den man sich verlassen kann in guten wie in schlechten Zeiten.  Daran hat sich auch durch die Polyamorie nichts geändert.

Wie stehst du zu dem Thema? Hast du davon schon mal gehört? Dich damit schon mal beschäftigt oder selbst überlegt so eine Art von Beziehungen einzugehen? Ich bin auf deinen Kommentar gespannt.

Was dein Lieblingsserienpaar über dich verrät

Welches Team bist du? Bangel oder Spuffy? Stelena oder Delena? Kelly & Dylan oder Kelly & Brandon in jeder Serie gibt es beliebte Paare und egal welche Serie wir schauen wir gehören einem Team an, nämlich dem Team unseres Lieblingspaares. Welchem Team wir angehören finde ich total interessant, den es verrät uns viel über uns selbst.

Wenn du mich fragst, auf was für eine Art Typ ich stehe antworte ich dir aus dem Bauch heraus mit folgenden Stichworten; Witzig, gesellig, aufgeweckt, gesprächig, treu, männlich. Schaue ich mir meine Lieblingsserienpaare an komme ich auf ein etwas anderes Ergebnis, was meine Männerwahl betrifft.

Welche Eigenschaften muss ein Serienpaar haben um mein Lieblingspaar zu werden?

Der weibliche Charakter sollte meinem Charakter zumindest so ähnlich sein, das ich ihre Gefühle nachempfinden und mitempfinden kann. Diese Eigenschaft erfüllt bei mir am meisten der Seriencharakter Buffy, mit ihr habe ich wirklich mehr mitgefühlt, gelacht und geweint, als je mit einem anderen Seriencharakter. Der männliche Charakter sollte mir charakterlich und optisch so gefallen, dass ich mich selbst in ihn verlieben könnte.

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Da Buffy nun mein liebster Seriencharakter ist, ist ihre Liebesgeschichte gleichzeitig auch meine liebste Liebesgeschichte, die ich je verfolgt habe. Die Liebesgeschichte zwischen Buffy & Angel ist mehr als Liebe. Als die Serie anfingt begegnete Buffy zuerst Xander, einem witzigen, aufgeweckten, gesprächigem, treuen und leicht trotteligem Typen. Er sah Buffy und war sofort hin und weg, stellte sich etwas ungeschickt an und wurde zu einer ihrer besten Freunde, nur Freunde, nicht mehr. Buffy empfand einfach nicht das Gleiche wie er. Hätte ich mich in Xander verliebt? Falls es dir noch nicht aufgefallen ist, erfüllt er ja ziemlich viele Eigenschaften, die ich zuvor erwähnt habe. Nein ich hatte auch nicht einmal das Gefühl, das ich mir wünsche Buffy und Xander kämen zusammen ich sah ihn genau wie Buffy einfach als drolligen Kumpel. Vielleicht liegt es daran das mir dieses Männliche doch zu wichtig ist, wie auch immer ich das erklären soll.

Ziemlich bald schon traf Buffy dann auf Angel, geheimnisvoll, männlich, beschützend und ohne viel über ihn zu wissen fand ich ihn, genau wie Buffy, total interessant. Sicher hat dieses geheimnisvolle in der Serie jetzt damit zu tun das Angel ein Vampir ist, was Buffy und ich dann ein paar Folgen später erfahren. Aber für die Charakteristik ist diese Tatsache nicht wichtig. Nur um mal kurz abzuschweifen, ein Vampir ist gänzlich unattraktiv für mich, kalte Hände, kaltes Herz, in der Dunkelheit lebend.

Buffy und Angel

Angel ist ein tiefgründiger Einzelgänger dessen Liebe nicht nur zweifelsfrei und bedingungslos ist, seine Liebe berührt dazu noch die Seele. Angel ist kein Mann, der auf einmal mit Blumen vor der Tür steht oder eine riesen Überraschung für dich plant. Auch ist er nicht spontan oder abenteuerlustig. Er ist liebevoll, treu und immer darauf bedacht dich zu beschützen. Er hat einfach diese Art zu lieben, die mich berührt.

Buffy und Angel sind Seelenverwandt

Nun verlasse ich Angel und schaue mir mal meine männlichen Lieblings Charaktere aus den anderen von mir genannten Serien an, Stefan und Dylan. Beide haben dieselben Eigenschaften wie Angel. Auch sie sind tiefgründige Einzelgänger. In Dylans erster Szene sah ich ihn alleine, nachdenklich in einer Ecke sitzend, aber sofort zur Stelle um einem Schwächeren zu helfen. Stefans erste Szene ist die, wo er alleine und nachdenklich Tagebuch schreibt.  Auch sie lieben auf diese liebevolle, bedingungslose Art, die die Seele berührt. Diese Charaktere geben mir das Gefühl der echten Liebe, weil ich einfach dieses Tiefgründige brauche um richtig zu fühlen.

Oder suche ich nicht einfach nur die Liebe sondern einen Seelenverwandten?

Wenn es bei mir um die Liebe geht, geht es bei mir nicht ohne Seele. Die Liebe eines Mannes muss so tiefgründig sein, dass sie nicht nur mein Herz sondern auch meine Seele berührt. Ich erinnere mich noch genau an den Satz den Kelly damals zu Donna sagte, wo sie sich gefühlstechnisch gerade zwischen Brandon und Dylan entscheiden musste:

Mit Brandon ist es wunderschön, aber Dylan berührt meine Seele

So wie auch Kelly Dylans Seele berührt. Kelly war diejenige, die aus unterschiedlichen Gründen immer wieder versucht hatte sich gegen die Beziehung zu Dylan zu wehren. Sie versuchte auf ihren Verstand zu hören, da ihr Timing mehr als schlecht war, schließlich war Dylan mit ihrer besten Freundin zusammen. Dylan schien diese Situation nicht so schlimm zu finden wie Kelly. Während wir zuschauen mussten, wie Kelly immer mehr und mehr an dieser Situation zerbrach, machte Dylan nach wie vor den von ihm bekannten smarten Eindruck. Doch auch er sah, wie Kelly zerbrach und versuchte sie davon zu überzeugen, dass sie nichts für ihre Gefühle kann und er auch nicht. Ihre Antwort darauf war immer und immer wieder, das es nicht so einfach sei, wie er sich das vorstelle. Er erwiderte das alle von ihm erwarten, der coole, smarte Typ ohne viel Gefühl zu sein, doch das er genau das nicht sei. Er hat Gefühle und zwar so viele Gefühle für sie, dass er sich sicher ist das sie seine Seelenverwandte ist.  Viele Beziehungen hat Kelly gebraucht um diese eine Tatsache endlich zuzulassen. Wie oft stand Dylan vor Kellys Tür ohne zu klingeln und ist wieder gegangen und wie oft hat sie das gespürt und innerlich gewusst, das er in der Nähe, das er ihr Seelenverwandter ist…

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Auch die Beziehung von Stefan und Elena ist eine Schicksal behaftete Beziehung.

Ihre Seelen sind durch das Schicksal miteinander verbunden. Deswegen hatten sie auch keine Wahl sie mussten zusammenkommen. Und sie passten meiner Meinung nach auch wunderbar zusammen, so aufrichtig und liebevoll ihre Liebe doch war. Ich persönlich bin mir auch sicher, das ihre Liebe ein „Fürimmer“ beinhaltet, nur ist dies die einzige Serie, wo die Seelenverwandten ihr Glück mit Jemand anderem finden. Hier gibt es einfach zwei Liebesgeschichten. Hätte Elena sich nicht verändert, dann wäre es immer Stefan gewesen. Als sie sich zwischen Damon und Stefan entscheiden musste wählte sie Stefan. Dann kam ihre Veränderung dazwischen und sie wurde draufgängerischer, abenteuerlustiger und ihre Art zu lieben veränderte sich. Aus diesem Grund gilt das „Fürimmer“ nun Damon und Elena. Doch auch diese Entscheidung war nicht wirklich bewusst, zu dieser Entscheidung  kam es durch Elenas Veränderung und ihre steigenden Gefühle für Damon sowie Stefans bedingungsloser Liebe, der nicht mehr dabei zusehen konnte wie Elena sich immer mehr und mehr in Damon verliebte, weswegen er sie schließlich gehen lies.

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Was ist das denn nun für eine Liebe die von Spike, Damon und Brandon ausgeht?

Die Art wie sie lieben ist anders, aber deswegen nicht schlechter. Nur nicht zu meinem Charakter passend.

Spike ist ein wilder unfreiwilliger Draufgänger. Sieht man Geschichten aus seiner Vergangenheit so war er ursprünglich ein liebevoller, sensibler und sehr weicher Mensch. Durch die schlechten Erfahrungen hat sich das geändert. Wenn er sich richtig verliebt, so ist es auch eine besondere Liebe, denn da kommt dann wieder der ursprüngliche Spike zum Vorschein. Dennoch hat Buffy ihn nie richtig geliebt und er wusste das auch. Die Beziehung zwischen Buffy und Spike war auf Verständnis und gemeinsamen Erfahrungen aufgebaut. Hätte Buffy sich je in Spike verlieben können? Ja das hätte sie aber nur wenn er wirklich zu sich selbst gestanden hätte. Dennoch hat Spike einfach nicht diesen starken Charakter den Buffy an ihrer Seite braucht. Genauso geht es mir auch, ich hätte mich sicherlich in Spike verlieben können, auch fand ich die Szenen, die er mit Buffy hatte schön. Dennoch fehlte einfach etwas, wahrscheinlich liegt es aber auch einfach an der Tatsache, wenn du deinen Seelenverwandten bereits gefunden hast, wie willst du das jemals toppen?

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Und Damon? Auch er ist von Grunde auf der weichere der beiden Brüder. Typisches Verhalten hochsensibler Kerl überspielt dies mit seinem draufgängerischen Getue. Auch spielt Neid bei ihm eine große Rolle, da er letztendlich bei den Frauen gegenüber seinem Bruder immer den Kürzen gezogen hatte. Ich mag seine sensible Seite kann aber sein überspieltes Getue überhaupt nicht leiden. Mir persönlich ist Damon zu weich, er hat seine Gefühle und Launen nicht im Griff und ist dadurch unkonstant. Das mag genau die Eigenschaft sein, die viele Frauen so interessant finden, ich weiß eher gerne woran ich bin. Auch gefällt mir persönlich nicht, was er aus Elena rausholt. Ich finde das sie sich durch ihn zum negativen verändert hat. Jeder Mensch holt ja aus einer anderen Person etwas anderes heraus, hebt gewisse Eigenschaften, die in einem schlummern besonders hervor. Damon weckt in Elena die Abenteuerlust und den Egoismus während Stefan Elenas gutmütige, selbstlose Art verstärkt.

Brandon was soll ich zu Brandon sagen? Brandon ist für mich ein unverständlich beliebter Charakter. Nach außen wirkt er wie der perfekte Schwiegersohn und um so mehr man ihn ergründet umso unsympathischer wird er.  Eigentlich das genaue Gegenteil von Dylan, während dieser zu Anfang unsympathisch wirkt, wird dieser immer sympathischer und auch schafft er es uns dazu zu bringen mehr Verständnis ihm gegenüber und seinem Verhalten zu entwickeln. Bei Brandon ergeht es mir genau anders. Bei seinem Verhalten kam mir oftmals einfach der Gedanke, der Enttäuschung, das ich das so von ihm nie gedacht hätte. Was Beziehungen angeht ist Brandon eher egoistisch und ich hatte bei ihm nie das Gefühl der Wahrhaftigkeit. Zwar findet er oft die richtigen Worte nur habe ich die Worte selten in seinen Taten wiedergefunden. Zudem ist er die Art von Mann, der seine Vorteile ausnutzt, einer der nichts anbrennen lässt und Gelegenheiten nutzt, diese Eigenschaft finde ich persönlich nicht anziehend.

Kommen wir nun nochmal zu den Eigenschaften, die ich am Anfang genannt habe. Während ich diesen Text so vor mich hin tippe und in Gedanken bei den Serien und ihren Charakteren bin fällt mir auf das ich von den Eigenschaften her Steve gar nicht so uninteressant finde, wie ich immer gedacht habe. Steve fand ich immer am uninteressantesten von allen. Aber eigentlich hat er viele tolle Charaktereigenschaften. Dennoch hätte er bei mir wahrscheinlich nie mehr als Verliebtheit ausgelöst, weil auch er wieder eher der weiche Typ ist.

Ich stelle fest, dass ich persönlich auf liebevolle, männliche (kein Weichei) Einzelgänger stehe.

Wie ist es bei dir, wenn du deine Lieblingscharaktere gedanklich durchgehst? Kommst du dann auch zu einem überraschendem Ergebnis? Schreib es gerne in die Kommentare ich bin schon total gespannt!

 

Traumerinnerung

Bist du ein Träumer? Träumst du in der Nacht? Während ich darauf mit „Ja“ antworte gibt es doch tatsächlich Menschen, die sagen, dass sie nicht träumen.

Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen das wir alle jede Nacht träumen. Wieso können sich aber einige mehr daran erinnern und andere wiederum wenig bis gar nicht? Wenn ich mich nie an einen Traum erinnere ist es nachvollziehbar, dass ich davon ausgehe nicht zu träumen.

Warum träumen wir überhaupt? Haben Träume eine Funktion? Ich habe das Gefühl besonders viel zu träumen, wenn ich viel erlebt habe und es somit viel zu verarbeiten gibt. Auch Forscher teilen diese Ansicht. Da es unserem Bewusstsein nicht möglich ist die gesamten Tageseindrücke zu ordnen übernimmt diese Aufgabe unser Unterbewusstsein im Schlaf, da wir im Schlaf viel weniger Reizen ausgesetzt sind. Das bedeutet, dass unser Unterbewusstsein sich nur durch Träume mit unserem Bewusstsein unterhalten kann. Leider spricht unser Unterbewusstsein eine andere Sprache in Form von Symbolen weswegen wir nur durch Traumdeutung in der Lage sind zu verstehen, worauf uns unser Unterbewusstsein aufmerksam machen möchte. Zudem verfestigt und bearbeitet unser Gehirn das am Tag gelernte und das Träumen soll dabei wohl eine wichtige Rolle spielen. Viele berichten das sich in ihren Träumen neue Erfahrungen mit alten Erfahrungen mischen, die emotional miteinander verbunden sind. Wir verarbeiten die Themen die uns beschäftigen im Schlaf und können durch die Kreativität unserer Träume Lösungen für unsere aktuellen Probleme finden.

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Wir alle träumen also jede Nacht und obwohl Träume etwas Intensives sind erinnern wir uns nicht immer daran geträumt zu haben. Wie ist es möglich sich an etwas so Intensives nicht mehr erinnern zu können?

Hierzu gibt es verschiedene Erklärungen und Faktoren, die ich recherchiert habe

Eine Erklärung ist der ungleichmäßige Schlaf da wir fünf Stadien: Einschlaf-Phase, Leitschlaf-Phase, Übergang zum Tiefschlaf, Tiefschlaf-Phase und die REM-Phase (Rapid Eye Movement – schnelle Augenbewegung) erleben. Da in der REM-Phase die Gehirnaktivität hoch ist und das Gehirn in der Phase ähnlich aktiv wie im Wachzustand ist, träumen wir in dieser Phase besonders lebhaft. Da die REM-Phase gegen Morgen immer länger wird, erinnern wir uns vor allem an die Träume, die wir morgens geträumt haben. Das erklärt bei mir zumindest, warum ich meistens nie weiß, wie ein Traum ausgeht und wieso ich oftmals gleich in den nächsten Traum springe. Das wir mehrere Träume in einer Nacht haben, ist also völlig normal nur können wir uns meistens nur an den letzten in der besagten Phase erinnern. Ich erinnere mich, dass ich mich wenn überhaupt höchstens an zwei Träume von einer Nacht erinnern kann. Ob wir uns  überhaupt an unsere Träume erinnern hängt also damit zusammen in welcher Phase wir aufwachen. Zudem muss man wohl mindestens 3 Minuten wach gewesen sein, um sich an einen Traum zu erinnern. Wenn du also zu denjenigen gehörst, die davon ausgehen nicht zu träumen, könnte es wohl daran liegen das du unheimlich gut und tief schläfst. Ein weiterer Grund, warum einige sich öfter an ihre Träume erinnern, als andere ist schlicht und ergreifend Interesse und Übung. Wer jeden Morgen versucht sich an die eigenen Träume zu erinnern, dem wird es auch des Öfteren gelingen.

Zudem gibt es wohl noch einige Faktoren, die die Traumerinnerung beeinflussen.

Die Traumforschung ist noch nicht wirklich weit und beim recherchieren habe ich gemerkt wie unheimlich viel es zu dem Thema Träume zu lesen gibt. Das ist auch der Grund, weswegen dies ein fortführender Blogartikel mit unterschiedlichen Traumschwerpunkten ist. Dieser Artikel konzentriert sich jetzt wirklich hauptsächlich nur auf die Traumerinnerung.

Gene scheinen nicht wirklich einen Einfluss darauf zu haben ob du dich gut an deine Träume erinnern kannst oder nicht. Es wurden Forschungen und Statistiken zu Alter und Geschlecht aufgestellt aber die waren nicht wirklich aufschlussreich. Angeblich sollen jüngere sich öfter an ihre Träume erinnern, als Ältere. Ich glaube das dies mit Interesse und auch den eigenen Erlebnissen zu tun hat. Meine Vermutung ist wer viele Tageseindrücke hat, hat auch mehr zu verarbeiten und vielleicht ist bei den Personen das Unterbewusstsein dann halt entsprechend mitteilungsbedürftiger und lauter. Das würde dann sozusagen eher eine Verbindung zur Epigenetik haben, du bist das was du erlebst und danach richten sich deine Träume, deren Mitteilungsbedürftigkeit und die stärke der Erinnerung. Das ist jetzt aber einfach nur meine eigene Theorie.

Die Persönlichkeitseigenschaft und -struktur soll laut Forschung einen größeren Einfluss auf die Traumerinnerung haben. Das heißt wer bestimmte geistige Fähigkeiten, wie Beispielsweise ein gutes Gedächtnis, eine gute Auffassungsgabe, visuelle Eigenschaften und die Neigung zu Tagträumen hat kann sich einfacher an seine Träume erinnern. Hier passt dann halt auch einfach das Interesse! Ich selbst habe Phasen wo ich gefühlt nichts Träume und Phasen wo ich sehr oft Träume und ich denke das liegt unter Anderem auch an meinem eigenen Interesse, was ja nicht immer gleich ist. Ich stelle mir das aber auch so vor, das mein Unterbewusstsein mal mehr und mal weniger zu sagen hat. Zwar teilt es mir jedes Mal im Schlaf etwas mit, aber wenn ich darauf nicht reagiere sagt es sich einfach „nicht so wichtig.“ Wenn es mir wiederum wirklich etwas Wichtiges zu sagen hat bin ich mir sicher, dass ich mich auf mein Unterbewusstsein verlassen kann und es mir dann schon deutlicher macht, das ich mich damit nun mal befassen sollte. Ja und das sind dann die Phasen, wo mein Interesse geweckt wird und ich mich wieder häufiger an meine Träume erinnere.

Den größten Einfluss auf die Traumerinnerung hat die Psyche, welch Überraschung. Die Psyche hat meiner Meinung nach einfach auf alles den größten Einfluss. Die Psyche und die Traumerinnerungen hängen laut Forschung eindeutig zusammen. So wirken sich psychische Störungen und Medikamente auf die Träume aus und somit auch auf die Erinnerungen. Menschen mit Depressionen erinnern sich wohl oftmals nur daran, dass sie geträumt haben nicht aber an den Inhalt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen mit Depressionen sich einfach nicht an die Inhalte erinnern wollen. Mit einer Depression hast du ja einfach nochmal viel zu viele Tageseindrücke, als ohne Depression und hinzu kommt nicht nur, dass es viele Tageseindrücke sind, nein es sind ja auch negative Eindrücke. Wenn diese dann alle im Traum geordnet und verarbeitet werden, möchte ich mir das nicht mal vorstellen, geschweige denn mich daran erinnern.

Bist du Jemand der sich für Träume interessiert und sich gerne öfter daran erinnern würde? Also ich schon, vor Allem würde ich mich gerne mal an alle Träume aus einer Nacht erinnern und nicht immer nur an den letzten Traum. Ich habe noch ein paar Tipps gefunden, die uns helfen können uns besser an unsere Träume zu erinnern.

  • Das Traumtagebuch, der Tipp ist nicht neu bzw. ist es ja jetzt keine andere Technik als im echten Leben. Mit einem Tagebuch kann man sich einfach immer besser an etwas erinnern. Ich finde Tagebücher unheimlich wertvoll, allerdings auch sehr aufwendig.
  • Nicht bewegen! Kennst du diese Technik bereits? Sobald du morgens aufwachst solltest du die Augen geschlossen halten und dich keinen Millimeter bewegen. Warum? Weil unser Traumgedächtnisspeicher anders funktioniert. Also öffne deine Augen und bewege dich erst dann, wenn du dich erinnert hast. Frage dich einfach während du deine Augen geschlossen hast und du so regungslos daliegst, was gerade passiert ist, wo du gerade warst und was du erlebt hast.
  • Simple Suggestionen, da das Unterbewusstsein auf Suggestionen reagiert sage dir einfach vor dem Schlafengehen fest entschlossen, das du dich erinnern willst.
  • Objektverankerung davon habe ich auch schon mal gehört um generell sein Gedächtnis zu trainieren. Hefte deine Erinnerung an ein bestimmtes Objekt im Raum, so dass dieses Objekt die Erinnerung hervorruft, wenn du es ansiehst.
  • SleepTalk natürlich gibt es wie für alles eine App, ich habe diese App allerdings noch nicht getestet. Diese App zeichnet jede Stimme auf, die in den Raum hineingesprochen wird. Diese kannst du verwenden, wenn du Morgens aufwachst und zu faul bist dir Notizen zu machen, einfach sprechen und die App zeichnet es auf. Ich finde das allerdings irgendwie unheimlich.
  • Vitamin B6 und Melatonin, ich habe gelesen, dass man so und soviel mg davon einnehmen soll und das dann die Traumerinnerung fördert. Habe ich mir jetzt nicht genau gemerkt, weil ich finde das genügend Vitamine generell die Voraussetzungen sind, damit alles besser funktioniert.

Das war jetzt meine Recherche-Sammlung zum Thema Traumerinnerung. Hast du dich mit dem Thema schon einmal auseinandergesetzt. Möchtest du noch weitere Tipps oder hast du selbst welche, dann würde ich mich über deinen Kommentar sehr freuen.

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Ich wünsche dir wunderschöne Träume an die du dich erinnerst!

Deine Janine

PS: Meine Bloggerkollegin Sarah hat auch einen interessanten Blogartikel zum Thema Träume geschrieben, schau doch einfach mal vorbei:
Blogartikel von Sarah