Mein effektives und motivierendes Heimtraining

*Der Beitrag ist mit Unterstützung von Gorilla Sports entstanden

 

Schon immer war ich irgendwo angemeldet. Im Tanzverein, im Sportverein, im Fitnessstudio und nicht nur das, auch habe ich viele Sport- und Trainingsarten ausprobiert. Von einigen habe ich ja auch auf meinem Blog berichtet. Du, weißt ja, wie ich zum Thema Sport stehe und was ich vermitteln möchte, Sport ohne Druck, ohne Zwang und mit Spaß und Überzeugung. Ich möchte hier auf meinem Blog ganz klar vermitteln in jeder Hinsicht auf sein Herz zu hören, auch beim Sport. Und durch meine jahrelange Sporterfahrung habe ich für mich festgestellt, dass für mich dieses „No Pain, no Gain-Ding“ nicht wirklich funktioniert. Ich funktioniere nur, wenn ich positiv gestimmt bin, also ich erbringe nur Leistungen, wenn meine Emotionen gut sind. Ich kann Wut nicht in Leistung umwandeln, wie viele es tun. Das habe ich aber lange Zeit nicht gewusst. Ich war in Vereinen und habe mich dort zum Sport verabredet, damit ich mich selbst zwinge dort hinzugehen. Das führte dazu, dass ich nach der Arbeit irgendwie nur noch ein Stressempfinden aufgebaut hatte und zum Sport gehetzt bin. Meine Leistung war dementsprechend schlecht, da ich weder genügend Motivation, noch genügend Kraft hatte, es war einfach nur ein Punkt auf meiner To-Do-Liste den es abzuhaken galt. Ich habe dann den Artikel „Sport ist Mord“ verfasst der mit dem Satz: „Sport wird aber nicht mein Lebensinhalt werden, denn meine Priorität ist ganz klar leben und das heißt das Leben zu nehmen wie es kommt, auch wenn der Sport dann manchmal nicht dort hineinpasst“ endet und habe dann den Sport erst einmal beiseitegelegt.

Allerdings habe ich relativ schnell gemerkt, dass ein Leben so ganz ohne Sport nichts für mich ist. Zu merken wie ich immer schwächer, unfitter und müder werde macht auch keinen Spaß. Also habe ich überlegt, was mich am meisten gestresst hat und das waren eindeutig die Wege, denn dadurch verlor ich einfach zu viel Zeit. Deswegen habe ich mich entschieden zu Hause zu trainieren.

Das Hometraining gilt bei vielen als Königsdisziplin des Trainings.

Denn mit der Couch im Nacken zu trainieren ist doppelt so schwer. Aber ist das wirklich so? Nein, denn eigentlich ist das alles nur Kopfsache und wenn ich zu Hause etwas mache, was mir Spaß macht, dann ist es doch kinderleicht, außerdem ist eine schöne Trainingsatmospähre sehr wichtig und für mich gibt es keine besser Atmosphäre, als mein wunderschönes Zuhause.
Ich stehe nun also vor einem leeren Trainingsraum und habe alle Möglichkeiten. Nun die Frage, was möchte ich trainieren, wie möchte ich trainieren und womit.

Mein Trainingsziel ist klar ich möchte meine Fitness verbessern und schlank bleiben. Auch ist mir durch meine ganzen  unterschiedlichen Trainingsmethoden klar geworden, das der Spruch „Weniger ist mehr“ für mich auch durchaus beim Training Anwendung findet. Um mein Ziel zu erreichen muss ich gar nicht soviel tun, wie ich immer gedacht habe und vor Allem muss ich mich nicht quälen, denn das ist kontraproduktiv.

Hast du gewusst das vielen Trainingsgrößen wie Sylvester Stallone und Markus Rühl heute bewusst ist, dass sie früher viel zu viel trainiert haben?

Ich stehe also nun in meinem leeren Raum mit der Liste von Sportarten im Kopf, die ich bereits ausprobiert habe und denke schnell an die, die mir am meisten Spaß bereitet haben. Ich habe soviel im Kopf und lasse mich dabei gerne von Fitnessseiten inspirieren, um zu sehen, ob meine Vorstellungen zu der Realität passen. Gibt es die Geräte in der Kombination, wie ich sie gerne hätte und wie groß sind diese überhaupt? Für diesen Artikel habe ich mich von Gorilla Sports inspirieren lassen, da die Seite sehr übersichtlich ist und tolle Fotos beinhaltet, die ich hier in meinem Blog verwenden darf.

Zuerst fällt mir dabei gute Musik und tanzen ein. Das werde ich definitiv in mein zukünftiges Training mit aufnehmen. Ich habe mich dafür entschieden überwiegend auf Cardio zu gehen, aber auch etwas für die Definition mit Hilfe von Trainingsgeräten zu tun.                                                                                                                                                    Mein Cardiotraining werde ich also mit Tanz, Crosstrainer und einer Koordinationsleiter ausführen. Wenn ich mich mal nicht so fit fühle oder schlechte Laune habe, werde ich einfach nur ein Tanzworkout anschmeißen und 30-40 Minuten tanzen (ich liebe Les Mills Bodyjam). Den Crosstrainer werde ich wohl überwiegend zum Aufwärmen nutzen, denn ich gebe zu ich halte es nicht sehr lange auf Cardiogeräten aus. Lieber wäre mir da Seilspringen aber da ich keinen Garten habe fällt das leider flach.

Und die Koordinationsleiter habe ich gerade hier entdeckt, die kannte ich vorher auch noch nicht. Das Konzept  ist total simpel und interessant. Dies kann ich super als Ergänzung zu meinem WingTsun Training verwenden.

Alleine schon durch meine Gedanken bekomme ich jetzt gerade schon wieder richtig Lust durchzustarten. Ich träume weiter, nun verlasse ich mein „Cardioland“ und betrete das Land der Kraft und Definition. Ja ich bin ein Schwächling mit Gewichten hab ich es nicht, auch nicht nach jahrelangem Training. Gewichtstechnisch habe ich mich nie richtig verbessert. Das hat wahrscheinlich unterschiedliche Gründe, Ernährung, keinen Willen, keinen Spaß und am Meisten natürlich mein Kopf. Aber dennoch erinnere ich mich zurück, wenn ich mit Gewichten trainiert habe, was mir da am Besten gefallen hat. Das Freihanteltraining war gar nichts für mich, nicht nur, dass es mir überhaupt keinen Spaß gemacht hat zusätzlich hat es mir auch zu viel Angst gemacht. Denn zu dem Gewicht muss ich das Ganze auch richtig ausbalancieren. Dadurch das ich mich immer ausbremse, habe ich mich allerdings auch noch nie ernsthaft beim Sport verletzt, weitergekommen bin ich aber auch nicht so richtig. Und einmal, hab ich dann wirklich mal meine Angst überwunden und mich gleich verhoben, dass ich eine Woche lang unter starken Rückenschmerzen litt. Wenn ich daran zurückdenke hat mir das Training an den Maschinen doch besser gefallen. Sie geben mir Sicherheit und auch viele Profibodybuilder raten immer wieder dazu an Maschinen zu trainieren, da man dadurch einfach sicherer und isolierter trainieren kann. Natürlich kann ich mir in meinem Raum zu Hause jetzt nicht zig Maschinen hinstellen, weswegen in meinen Raum eine vernünftige Hantelbank und eine Multipresse platziert werden.

Bei den Hantelbänken gibt es ja heutzutage auch schon tolle platzsparende Möglichkeiten, mit Aufsätzen für die Beine und fürs Armtraining. Natürlich werde ich mich nicht ganz vor Kniebeugen drücken können, weil das einfach die beste Beinübung ist und bleibt. Aber dennoch finde ich es toll die Möglichkeit zu haben meine Beine auch bequemer auf der Bank zu trainieren. Denn ich kenne mich und ich weiß jetzt schon, dass ich nicht wirklich regelmäßig Kniebeugen machen werde.

So nun ist der Raum ja auch schon so gut wie voll, als Basis fehlt nur noch eine Matte und ein paar Kurzhanteln oder Kettlebells. Die nehme ich Beispielsweise fürs Bauch-und Armtraining.

Und dann ist mein optimiertes Training endlich fertig, denn ich mach mir mein Training, wie es mir am besten gefällt!

Nun bist du dran, denn wir sind ja alle total unterschiedlich und deswegen würde ich gerne von dir wissen, wie du dir dein Training gestalten würdest wenn du überwiegend daran denkst, dass dir dein Training Spaß und Freude bereiten soll. Würdest du ins Fitnessstudio gehen, einen Vereinssport ausüben oder würdest du  es so wie ich machen und dir, dein Training zu Hause gestalten? Oder hast du vielleicht einfach keine Idee und möchtest dich austauschen? Dann melde dich gerne bei mir und wir finden es zusammen heraus.

Sport der Spaß macht ist kein Mord, sondern bereichernd.

Wie bereicherst du dich und was hast du bis jetzt schon alles ausprobiert? Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar!

Viel Spaß bei allem was du tust wünscht dir

Deine Janine

Sport ist Mord

Seit ich denken kann gehört Sport bei mir irgendwie immer dazu. Es gibt auch genügend Argumente für den Sport und auch für mich wird Sport immer ein fester Bestandteil in meinem Leben sein, aber….

Vielleicht ist es dir bereits aufgefallen, vielleicht auch nicht. Da ich keine Nischenbloggerin bin wäre es durchaus möglich, das du dir gar nichts dabei gedacht hast, das meine Artikel über das Thema Sport deutlich zurückgegangen sind, obwohl einer meiner ersten Artikel mit diesem Thema anfing.

Eine sehr lange Zeit lang habe ich Sport gemacht, weil ich der Meinung war, das ich Sport machen muss. Ich habe alles mögliche ausprobiert, weil ich auf der Suche nach der Sportart war, die mir soviel Spaß macht, dass ich diese regelmäßig ausüben möchte. Oftmals ist das aber nicht so leicht, wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ganz klar den Tanzsport gewählt, nur leider braucht man dafür einen Partner und den hatte ich irgendwann einfach nicht mehr. Zudem gefiel mir diese Abhängigkeit auch nicht wirklich.

Dann wurde der Sport generell Trend und quasi jeder, der keine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio hatte, war irgendwie out. Ich würde mal behaupten, dass jeder Zweite in einem Fitnessstudio Mitglied ist, was aber noch lange nicht heißt, dass die Person auch wirklich Sport macht. Da war er auf einmal der gesellschaftliche Zwang. Das soll jetzt nicht so negativ klingen, denn ich finde diesen Trend eigentlich richtig gut, endlich mal ein gesunder Gruppenzwang.

Nur habe ich im Moment eher über den Sport nachgedacht, als Sport gemacht, darüber wie Sport mein Leben und die Menschen um mich herum verändert. Es gibt super tolle Veränderungen, die ich durch den Sport erlebt habe, aber heute möchte ich auch einfach mal über die negativen Veränderungen sprechen.

Hier folgen nun die negativen Veränderungen durch den Sport:

  • Ich schwitze mehr, wenn ich Sport mache. Zum Trainingseffekt eines sportlichen Körpers gehört das Schwitzen. Der Körper reagiert schneller auf den Kühlbedarf weswegen ich, wenn ich regelmäßig Sport mache generell schneller schwitze.
  • Mein Körper benötigt mehr Regeneration. Wenn ich intensiv Sport treibe muss ich meinem Körper auch die benötigte Regeneration geben. Tue ich das nicht hat Sport nicht die Wirkung, die er eigentlich haben sollte und statt meinen Körper fit zu halten mache ich ihn eher kaputt.
  • Das Leben kann ziemlich eintönig werden. Die Freizeitaktivitäten lassen deutlich nach, umso intensiver jemand Sport macht. Die Zeit, wo ich quasi die ganze Woche gearbeitet habe und danach zum Sport gehetzt bin, raubte mir nicht nur Schlaf, sondern auch meine Freizeit. Ich hatte weder Zeit und Energie für andere Dinge, die ich aber auch gerne tue, wie feiern, Freunde treffen oder anderweitig aktiv sein.  Diese Dinge konnte ich nur trotzdem machen, wenn ich beim Sport nicht alles gegeben habe, also nicht so intensiv trainiert habe.
  • Sportler haben ganz andere Prioritäten. Dadurch das ich mich immer nur als Freizeitsportlerin gesehen und auch so verhalten habe, haben sich meine Prioritäten durch den Sport nicht so drastisch verändert. Aber auch ich habe gemerkt, dass ich viele Dinge nicht mehr gemacht, habe, weil keine Zeit, weil muss noch zum Sport. Heute fällt mir das in meinem Umfeld bei den Menschen auf, die intensiv Sport treiben, das fast nur noch der Sport das Gesprächsthema ist und das sich quasi das ganze Leben darum dreht. Das führt bei mir dazu, dass ich dieses Wort manchmal echt schon nicht mehr hören mag.
  • Der Hunger kommt. Umso mehr Sport ich mache, umso mehr Hunger bekomme ich. Das würde ich nicht wirklich als positiv bezeichnen, da ich schon immer gerne wenig gegessen habe.
  • Durch Sport steigerst du das Risiko dich zu verletzen. Ich hatte ein Glück noch nie eine richtige Sportverletzung. Allerdings ging es meinem Körper oft nach einem harten Training wochenlang gar nicht gut. Der Grund Muskelkater! Auch heute höre ich oft, wie Leute sich darüber freuen Muskelkater zu haben, denn nur dann haben sie das Gefühl richtig trainiert zu haben. Ich kann mir da ein Augenverdrehen teilweise echt nicht verkneifen. Nicht nur, das ich nicht verstehe, was daran toll sein soll,  wenn ich nach einer Trainingseinheit massiven Muskelkater habe, so dass ich bei jeder normalen Bewegung im Alltag Schmerzen habe, sondern Hinterfrage ich, ob die „Muskelkater-Fans“ überhaupt wissen, was ein Muskelkater ist?

Zur Erklärung; Muskelkater ist eine Entzündung der Schleimhäute, quasi eine „Muskelerkältung“. Das klingt fürs Erste schon mal nicht mehr so positiv oder? Diese Erkältung entsteht durch ein Übertraining, durch das Risse entstehen. Es bilden sich Ödeme wodurch der Muskel anschwillt, der Schmerz entsteht. Dieser Schmerz sollte nicht ignoriert werden und führt dazu, dass man sein Training runterschalten muss. Wird der Schmerz ignoriert kann aus dem Muskelkater eine ernstere Verletzung werden.

Es ist somit ein Irrglaube das Muskelkater etwas Gutes ist und ein Zeichen dafür ist, dass dein Muskel wächst. Muskelwachstum ist nur mit gezieltem, regelmäßigem Training und der entsprechenden Ernährung möglich und nicht durch Übertraining. Ich finde das auch total logisch, weil unser Körper uns wenn etwas nicht stimmt Signale gibt und auf die sollten wir auch hören.

Mein Fazit

Mit diesem Beitrag möchte ich den Sport keineswegs schlecht reden, ich möchte allerdings darauf hinweisen, nicht so leichtfertig mit dem Thema umzugehen und den Sport den eigenen Bedürfnissen und der Lebenssituation anzupassen. Es wird im Sportbereich viel zu oft verglichen. Auch ich habe natürlich Vorbilder, aber ich weiß auch, dass ich an die nie rankommen werde, weil meine Vorbilder das beruflich machen und diesen Punkt sollten wir nie außer acht lassen.

Ich werde weiterhin regelmäßig Sport treiben, aber ohne Druck, einfach nur um einen Ausgleich zu meinem Beruf zu haben und um meinen Kalorienverbrauch meiner Kalorienzufuhr anzupassen. Sport wird aber nicht mein Lebensinhalt werden, denn meine Priorität ist ganz klar leben und das heißt das Leben zu nehmen wie es kommt, auch wenn der Sport dann manchmal nicht dort hineinpasst.

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Sport die Leistungsfalle

Sport ist nicht nur eine physische Sache, sondern hat auch großen Einfluss auf unsere Psyche und umgekehrt. Ist der Kopf nicht überzeugt von dem was du tust, kommst du rein mit körperlichem Training nicht dagegen an.

In unserer heutigen Gesellschaft gilt das Motto: „Sport ist nicht nur gesund – Sport muss sein

Wie die Dinge und Gesellschaften sich ändern. Früher wurde das ganz anders gesehen. Körperliche Anstrengung galt als ungesund, verschleißend und war ein herabsetzendes Merkmal.

Ich würde sagen zwischen diesen beiden Punkten liegt die Wahrheit!

Worauf möchte ich mit diesem Beitrag eigentlich hinaus?  Ich möchte dir in diesem Beitrag meinen Eindruck zum Thema Sport und gesellschaftliches Verhalten näher bringen und warum Sport statt Stressabbau auch zu Stressaufbau führen kann.

In meinem vorherigen Beiträgen, wo es um das Thema Sport ging habe ich schon erwähnt, dass ich reine Hobbysportlerin bin. Meine Beweggründe für Sport sind deshalb: Gesundheit, Fitness, Optik, Stressabbau und Spaß!

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Diese Antwort sollte meiner Meinung nach sowieso jeder parat haben, die eigenen Gründe weshalb du Sport machst! Es sind deine Gründe und niemand sollte sich von den Gründen Anderer dahingehend beeinflussen lassen, denn das ist ein Grund, warum Sport zu Stress führen kann.

Das Mentale

Eine stabile Persönlichkeit, ist für den Sport sehr wichtig! Leistungssportler werden mental betreut, um dem enormen Druck stand zu halten. Hobbysportler brauchen die mentale Betreuung nicht, es ist aber unglaublich, was einige selbst für einen Druck auf sich ausüben. Es geht hierbei nicht um einen Pokal, sondern um Anerkennung. Mir fällt es wirklich überall und sehr oft auf, dass es oftmals nicht um den Sport, als solches geht, sondern darum sich zu beweisen und das leider auf eine ziemlich unsportliche Art. Es wird geschummelt, behauptet man hätte noch nie vorher Sport gemacht, damit man in dem neuen Verein, als Supertalent starten kann oder es werden andere nieder gemacht.

Aus diesen Gründen habe ich oftmals sehr große Probleme in einem Verein zu trainieren, weil ich dafür zu sensibel und zu locker bin. Ich nehme, wenn ich einen Raum betrete die Stimmung dort nicht nur wahr, sondern auch an, weswegen es bei mir häufig vorkommt, dass mich der Sport, statt zu befreien stresst. Nicht der Sport im eigentlichen Sinne, sondern die Stimmung, die ich dort aufgenommen habe. Diese Stimmung nehme ich mit nach Hause und bekomme schlechte Laune.

Auch habe ich oftmals das Gefühl, ich sei die Einzige, die den Spaß an der Sache sucht. Nette Leute treffen, zusammen turnen und sich was Gutes tun, das ist so meine Vorstellung, locker eben. Aber die Stimmung die ich aufnehme ist eher die des Wettkampfes, der Konkurrenz und das Mitläuferdasein. Große Verbissenheit macht sich breit. Gut ich weiß auch die einzelnen Gründe nicht, warum diejenigen dort sind, genauso wenig wie sie meine wissen, weswegen mir diese ständigen Vergleiche untereinander einfach aufs Gemüt schlagen.

Gründe

Die meisten Aussagen des „Warums“  für den Sport fangen meistens mit „ich muss….“ an. Ist dir das auch schon aufgefallen?

  • Ich muss Sport machen, weil ich dick bin.
  • Ich muss Sport machen, weil ich gerne esse
  • Ich muss Sport machen, weil ich gesund bleiben/werden möchte
  • Ich muss Sport machen, weil mein Partner Sport macht
  • Ich muss Sport machen, weil ich sonst aggressiv werde
  • Ich muss Sport machen, weil alle Sport machen
  • Ich muss Sport machen, weil usw.

Es gibt unendliche viele Gründe, warum wir Sport machen müssen. Gibt es denn auch Gründe, warum wir Sport machen wollen?

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber wenn ich etwas muss, dann verursacht das Stress. Viel besser funktioniert es wenn ich etwas will!

Übertraining

Über seine Grenzen hinaus gehen, sich selbst und andere beeindrucken, sich gegenseitig pushen. Das klingt doch einfach großartig, wenn wir vor Motivation nur so platzen. Hier pass aber gut auf, nicht in die Leistungsfalle zu tappen. Viel hilft beim Training nicht immer viel. Und sehr viele erfolgreiche Schauspieler und Bodybuilder sind heute zu der Erkenntnis gekommen, dass sie damals alle viel zu viel trainiert haben.

Übertraining kann genau das Gegenteil von dem bewirken, was du eigentlich möchtest. Es kann beispielsweise dazu führen, dass du Fett ansetzt.

Du kannst dir Übertraining, wie einen Kurzschluss in deinem Nervensystem vorstellen, dadurch dauert eine Regeneration viel länger und deine Leistung fällt ab.

Ich beobachte oft Menschen, die außer Training quasi nichts anderes mehr machen, weil sie total verbissen in die Leistungsfalle getappt sind.

Zu kurz kommt all das, was das Übertraining vermeiden würde wie:

  • Schlaf
  • Ernährung
  • Erholung

Trainiere nicht hart sondern smart lautet die Devise!

Wenn du nach einer Trainingseinheit zwei Wochen brauchst, um dich davon zu erholen läuft etwas falsch.

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Vergleiche und Beeinflussung

Das ist quasi immer mein Stressfaktor. Ich bin keine Person, die immer gewinnen muss, meine Schwäche im Sport ist, die, dass ich zu wenig Ehrgeiz besitze und mich immer schlechter mache, als ich eigentlich bin. Warum ich aber doch auch im Sport schon einiges erreicht habe liegt an meinem unheimlichen Durchhaltevermögen. Ich schaffe es unheimlich lange am Ball zu bleiben.

Das hat mir immerhin schon zu Abzeichen in:

  • Schwimmen/Gold
  • Tanzen/Gold
  • WingTsun 1.Hoher Grad und 1. Lehrergrad

verholfen. Kann ich manchmal selbst gar nicht glauben aber inzwischen lerne ich stolz auf meine Erfolge zu sein und meine Energie zukünftig nur noch in Sachen zu investieren, die mir auch wirklich Spaß machen.

Denn wenn mir etwas von Herzen Spaß macht, bin ich unschlagbar.

Der Schlüssel

Der Schlüssel zu Spaß und Erfolg beim Sport ist dein Herz. Mit dem Sport ist es quasi wie mit der Partnersuche, so wie du dir nicht aussuchen kannst in wen du dich verliebst, kannst du dich auch nicht in einen Sport zwängen, für den dein Herz nicht brennt. Also folge auch dabei deinem Herzen und lasse dich nicht von anderen beeinflussen.

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Definition vs. Muskelaufbau

Bodybuilding, Fitness, Sport, Crossfit usw. es gibt zig Möglichkeiten fit zu werden, sich fit zu machen und seinen Körper zu formen. Da ich selbst schon in verschiedenen Vereinen und Studios war habe ich viele Menschen kennengelernt und/oder beobachtet und dabei ist mir als Bloggerin aufgefallen, das viele völlig Ziel/ und Ahnungslos trainieren.

Das sind lediglich meine Wahrnehmungen als Bloggerin!

Ich betone das jetzt nochmal extra, damit mir hier keiner nachsagt ich täte so als hätte ich die totale Ahnung vom Sport und das dass, was ich sage hier über allem steht, nein!

Ich verfasse hier lediglich meine persönliche Wahrnehmungen, Beobachtungen und Meinungen. Das gilt für jeden Beitrag!

Erwähnen tu ich das in diesem Beitrag besonders, weil das Thema Sport große Empfindlichkeiten auslöst.

Wenn es um das Thema Sport geht, gibt es doch immer die:

  • Trainer, die mit der jahrelangen Erfahrung und der Berufserfahrung zu dem Thema
  • Athleten
  • Bodybuilder
  • Talente
  • Freizeitsportler

Trainer

Da gibt es auch sehr, sehr viele Unterschiede, wo ich jetzt auch gar nicht näher drauf eingehen möchte. Ich persönlich finde da das Menschliche auch sehr wichtig, wenn ich zu meinem Trainer einfach keine Wellenlänge habe, erschwert sich dadurch das Training und das Verständnis. Natürlich kann ich zum Training gehen und einfach das vorgegebene Programm durchziehen, aber es ist auch wichtig über das Programm und die Ziele zu sprechen und auch über die regelmäßige Anpassung und wer spricht schon gerne mit jemandem mit dem er sich nicht wirklich gut versteht? Ich selbst kenne nicht viele gute Trainer, aber vielleicht liegt es ja auch an mir, vielleicht erwarte ich zu viel. Mich persönlich hat oft gestört, das kaum ein Trainer neutral sein kann entweder man steht im Rampenlicht oder in der Loser-Ecke. Während die Person im Rampenlicht gefördert und motiviert wird, wird die schwächere Person wenig bis gar nicht mehr motiviert. Das liegt natürlich auch daran, das es natürlich anstrengender ist jemanden zu trainieren, der nicht so gut ist und einfach diesen starken Willen nicht hat, da hat man denke ich als Trainer auch oft die Befürchtung seine Energie an dieses Mitglied zu verschwenden und zudem möchte man als Trainer ja auch Spaß an seinem Job haben und jemanden zu trainieren, der total motiviert und gut ist, macht natürlich einfach mehr Spaß. Es muss halt von beiden Seiten passen, keine Seite hat meiner Meinung nach Schuld, wenn es eben nicht passt. Als weiteren Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass einfach nicht alle Trainer wirklich wissen, was sie tun. Sie selbst haben vielleicht schon viele Erfolge erzielt und beeindrucken mit ihren eigenen Leistungen. Das führt oftmals dazu, das sie nur von sich ausgehen und jedem ihre Trainingsmethode aufschwatzen möchten, nur weil sie bei ihnen funktioniert hat. Das hat aber auch viel mit Feingefühl und Empathie zu tun, ich sage ja, ich erwarte dahingehend einfach zu viel, ich bin wahrscheinlich eine Person, die mit einem Personal Trainer sehr glücklich wäre 🙂 ich bin einfach selbst zu feinfühlig und sensibel. Da kommen wir nun auch zu meinem letzten Kritikpunkt, keine Individualität – es wird zu wenig auf die Mitglieder eingegangen. Obwohl ich das nicht unbedingt auf den Trainer schieben möchte, bei so vielen Menschen die heutzutage trainieren, ist es auch unmöglich auf jeden intensiv einzugehen. Deswegen ist es wichtig, beim Training auf sein Körpergefühl zu hören! Ich persönlich finde den Trainerjob wirklich sehr schwer und auch sehr verantwortungsvoll, tauschen möchte ich nicht.
Athleten

Dieser Personenkreis lebt für den Sport. Das ganze Freizeitverhalten wird nach dem Sport ausgelegt. Sportlich erreichen diese Menschen sehr viel, es ist halt auch eine Entscheidung, die sie getroffen haben.
Bodybuilder

Dasselbe, wie bei den Athleten. Einfach eine Extreme.
Talente

Kennt ihr sie nicht auch? Die Naturtalente? Die Personen, die noch nie etwas gemacht haben und gleich nach der ersten Trainingseinheit jeden übertrumpfen. Wers glauben mag. Es gilt hierbei, glaubt nicht immer alles, was euch erzählt wird. Das Sprichwort Übung macht den Meister kann man nicht umgehen, das ist Fakt!
Freizeitsportler

Die Maße, der große bunte Haufen, zu dem ich auch zähle! Diejenigen die gerne Sport machen, aber es nur als Hobby und nicht als Lebenseinstellung sehen. Die in ihrer Freizeit neben dem Sport auch noch etwas Anderes tun und sich aus diesem Grund niemals mit den Athleten und Bodybuildern messen können, sich aber oft von diesen verwirren lassen.

Jeder sagt etwas Anderes!

Schon mal darüber nachgedacht? Ich kann mich jeden Tag mit Trainern und Sportlern über mein Ziel unterhalten und jeder wird mir etwas Anderes raten. Woran liegt das? Blenden wir mal die Klugscheißer und Besserwisser aus. Ich gehe jetzt mal davon aus, das dir keiner etwas Böses möchte und dir einfach nur einen gutgemeinten Rat, auf der Grundlage seiner persönlichen Erfahrung gibt. Ja und da haben wir es auch schon, seine persönliche Erfahrung. Bei ihm hat es super funktioniert, das heißt aber nicht, wenn du es genauso machst wie die Person, das du genau dieselben Ergebnisse erzielst. Zunächst weißt du überhaupt nicht mit welchen Vorrausetzungen diese Person angefangen hat, wie lange diese wirklich trainiert und du weißt ebenfalls nicht welches Hilfsmittel die Person verwendet. Gerade beim Sport sind die wenigsten ehrlich. Ich beobachte es so oft, das die Leute, einfach nur etwas Nachmachen ohne Sinn und Verstand und sich darüber ärgern, dass sie keinen Erfolg haben. Fragen sie dann den Trainer bzw. ihre Bezugsperson, woran das liegt, antwortet diese nur damit, das man halt nicht hart genug trainiert. Das führt dann zur Verbissenheit bis hin zum Erfolg aus Wut oder zur Aufgabe.

Und nun zum eigentlichen Thema, warum der Muskelaufbau ein anderes Trainingsverhalten darstellt, als die Definition.

Gerade auch für Frauen, ein wichtiges Thema. Ich würde sagen 80% der Frauen wollen einen definierten Körper mit leichten Muskelansätzen. Dieses Ziel ist auch viel einfacher zu erreichen als Muskelaufbau, weil Frauen von Natur aus, viel langsamer Muskeln aufbauen, als Männer. Deswegen brauchen wir Frauen auch keine Angst vor hohen Gewichten zu haben, weil wir nur alleine dadurch nicht zum Muskelpaket werden. Aber um definiert zu sein, brauche ich keine hohen Gewichte! Das ist der Unterschied, um definiert zu sein reicht regelmäßiges Cardio Training und Training mit dem eigenen Körpergewicht und leichten Gewichten. Ich möchte damit nicht von hohen Gewichten abraten, ich sage lediglich, das diese nicht unbedingt nötig sind.

Die Höhe der Gewichte ist sekundär, eine saubere Ausführung der Übung ist das Wichtigste, um Erfolge zu erzielen.

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Wenn die Frau einfach nur schlank sein möchte, braucht sie theoretisch gar keinen Sport machen, sondern muss ausschließlich auf ihre Ernährung achten.

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Der Muskelaufbau ist harte Arbeit. Nicht nur bei der Frau, sondern auch beim Mann liegt extremer Muskelaufbau nicht in der Natur. Deswegen muss man hart trainieren, sich heftig ernähren, da die Muskeln viele und vor allem die richtigen Nährstoffe brauchen und natürlich hohe Gewichte stemmen. Dazu braucht man dann doppelt soviel Erholung. Muskelaufbau wird eher durch isolierte Übungen erzielt. Und ein wirklich heftiges Muskelpaket lässt sich unmöglich über Monate halten, nicht umsonst gibt’s dann den Off-Season und den On-Season Body.

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Das ist jetzt mal meine zusammengeschriebene Logik und diese bestätigt sich für mich, durch meine Beobachtungen. Ich habe schon oft Frauen beobachtet, die wirklich total fit sind und heftige Gewichte stemmen, aber das Ziel, haben definiert und schlank zu sein. Nach einer Weile passen ihnen ihre Klamotten nicht mehr, weil sie nicht schlanker, sondern breiter und muskulöser geworden sind. Spätestens dann stellen sie sich die Frage, ob das Training wirklich das Richtige für sie ist.

Auch bei Männern die hohe Gewichte stemmen um abzunehmen, sehe ich vom Abnehmen nichts, klar kann man ihnen die Demotivation nehmen, wenn sie berichten, das die Waage nun mehr Kilos anzeigt, indem man sagt, das es durch die Muskeln kommt, was ja auch stimmt, aber ich denke nicht, wenn das Ziel Definition ist, das sich ein Mann darüber freut, wenn die Muskeln unter dem Fett versteckt bleiben.

Ich werde meine Beobachtungen weiter fortsetzen – a never ending Story….

Höre statt nur auf Andere doch auch einfach mal auf Dich und deinen Körper und experimentiere!

Mein Weg zum WingTsun

Wing Tsun: „Schöner Frühling“– die Geschichte einer faszinierenden Kampfkunst

Kaum eine andere Entstehungsgeschichte zieht die Kampfkünstler so in den Bann wie die des WingTsun-Kung-Fu. Kein Wunder, ist diese Kampfkunst doch einige von ganz wenigen, die ihre Ursprünge auf Frauen zurückführt. Dass die Erzählungen über die Stilbegründerin Ng Mui und ihre Schülerin Yim Wing Tsun historischen Fakten entsprechen, ist seit langem durch intensive Nachforschungen – vor allem durch GM Leung Ting – widerlegt. Geschichtlich nachweisbare Personen und Ereignisse vermischen sich mit traditionellen Überlieferungen, politischer Agitation und asiatischem Symbolismus. Das mindert aber keineswegs die Faszination, die der Legende eigen ist. Die Aussagekraft von Mythen hängt grundsätzlich nicht von ihrer historischen Authentizität ab.

Aber kommen wir nun zu meiner Geschichte….

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Als Kind war ich teils wirklich typisch Mädchen und teils das Mädchen, welches mit den Rowdys rumhing. Ich ließ mich also oft zu etwas hinreißen wie zum Beispiel Fahrradrennen fahren, auf Baustellen rumtoben und auf Nachbarsgrundstücken rumtollen. Zimperlich ging es da nie zu und so kam es auch dazu das Ersteres dazu führte, dass ich mich richtig langlegte, verletzt auf der Straße liegen blieb und die Jungs einfach weiterfuhren. Die Mädels aus meiner Straße waren sehr temperamentvoll, so kam es schon mal vor, dass diese mit dem Stock auf einen losgingen. Alles im kleinen Rahmen, aber dennoch kam ich des Öfteren mal in die Situation mich wehren zu müssen. Wieder vertragen schauten wir oft eine Sendung wo Kids die bösen Erwachsenen durch Kampfsport besiegten, das fand ich immer klasse und wollte auch so sein.

Werden wollte ich allerdings immer Balletttänzerin und wollte dementsprechend in jungen Jahren in einen Ballettverein. Die Lehrerin dort war allerdings sehr streng und meine Gelenkigkeit war ihr nicht ausreichend genug, so dass ich mich dann für Jazztanzen entschied. Dort tanzte ich ca. 2 Jahre zu den aktuellen Pop-Charts und wir hatten einige Auftritte in den Schulen. Als ich dann von der Grundschule in die Orientierungsstufe wechselte, lernte ich auch neue Freunde kennen. Wir wollten zusammen in einen Sportverein eintreten und entschieden uns für Handball. Als Linkshänderin war die Position im Handball gar keine Frage, rechts außen. Es machte mir Spaß, wir fuhren auch jedes Wochenende zu Tunierspielen und auch mal zu Trainingscamps, aber ich hörte dann auch auf, weil mir Handball einfach nicht lag, ich konnte weder werfen noch gut abwehren, weil ich dafür wiederum zu klein und zu zart war. In meiner Klasse war noch ein Mädchen, welches im Judo-Verein war. Sie schlug vor ihr mal beim Training zuzusehen. Das Probetraining machte zwar Spaß, aber ich merkte schnell, dass die Anwendungen nicht wirklich gut funktionierten, wenn jemand größer und stärker war, was bei mir oft der Fall war. Ich musste mich so dermaßen anstrengen, den Gegner zu Boden zu bringen, dass mich Judo nicht wirklich überzeugte.

Kommen wir also erst mal wieder zu den Mädchensachen. Nach der Konfirmation, im Alter von 14 Jahren wurde ich von der Tanzschule angeschrieben, dies war so üblich. So fing ich also mit 14 mit Standarttanzen an. Dies war genau das Richtige für mich und war auch bis zum 18. Lebensjahr mein Hobby. Neben dem Standarttanzen besuchte ich auch noch den Hip-Hop-Kurs. Dort studierten wir Choreographien aus Musikvideos ein und traten damit auch auf z.B. auf dem Außenmühlenfest um die Tanzschule nach außen zu vertreten. Hieraus startete auch ein Projekt, wo sozusagen eine Tanzgruppe namens „Challengers“ gegründet wurde, wo wir uns die Choreographien selbst ausdachten und damit auftraten. Dieser Kurs wurde dann aber mit dem Austritt unseres damaligen Tanzlehrers gecancelt, da dieser seine eigene Tanzschule gründen wollte. Beim Standarttanzen tanzte ich mich bis zum goldenen Abzeichen hoch, hörte danach dann aber auch auf, weil ich keinen Tanzpartner mehr hatte und es schon schwierig war, jemanden für die Prüfung zum Goldabzeichen zu finden.

Doch warum erzähle ich euch das alles? Ich möchte damit deutlich machen, das man oft viele Dinge ausprobieren muss um das Wahrhaftige zu finden und das eine Kampfkunst auch zu den Mädchensachen dazu gehört. Denn gerade für Frauen ist das so eine wichtige, unverzichtbare Sache…

Mein Weg zum WingTsun (WT)

Ich liebte das Tanzen und ich liebe es bis heute und wenn ich könnte, würde ich von Morgens bis Abends nur tanzen. Aber die Fähigkeit zu besitzen mich selbst zu schützen und einfach eine starke, unabhängige Frau zu sein reizte mich dann letztendlich doch mehr.

Zunächst tendierte ich als Buffy-Fan zum Taekwondo, weil ich es immer klasse fand, wie so eine zarte, kleine Frau die Monster wegkickte.

Allerdings gab es in meiner unmittelbaren nähe nur WingTsun. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich damit überhaupt nichts anfangen konnte.
Das erste Training in der WT-Schule Harburg gefiel mir vom Aufbau und auch von der Stimmung her. Es fiel mir natürlich alles schwer, ob es die Siu-Nim-Tao- Form war, die am Anfang des Trainings immer gemacht wurde oder der Freikampf, weil man dafür einfach absolut kein Gefühl hatte.  WingTsun ist absolut für Frauen geeignet, weswegen ich es sehr schade finde, das so wenig Frauen dafür zu begeistern sind. Im WingTsun hast du ein Gefühlstraining wodurch du lernst einfach auf das zu reagieren, was du fühlst, du entwickelst entsprechende Reflexe und jetzt das Entscheidende; das ganze ohne Kraftaufwand!

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Konfrontationen hat man als Frau in anderen Situationen als Männer. Oftmals in Form von Belästigung. Gewaltsam ist mir gegenüber ein Glück noch niemand geworden. Als junges Mädchen wurde ich öfter mal in der S-Bahn oder am Bahnsteig belästigt, ob es sich um festhalten handelte oder um das nicht aussteigen lassen, alles schon mal vorgekommen. Geholfen hat mir in beiden Fällen niemand, ich hatte einfach nur Glück das die Typen schon bei dem kleinsten Widerstand von mir abließen. Seit ich WT mache, machen mir solche Situationen keine Angst mehr, ich bin viel selbstbewusster durch das Gefühl geworden, das ich nun eine kleine Gebrauchsanweisung für solche Situationen immer bei mir trage. Dies scheine ich auch auszustrahlen ich merke eindeutig, dass ich seit WT viel mehr meine Ruhe habe und es kaum noch zu Situationen in der Richtung kommt, meistens genügt schon ein Blick von mir und die Person die gerade auf mich zugehen wollte hält inne. Von daher kann ich durchaus behaupten, dass sich durch WT auch meine Lebensqualität dahingehend verbessert hat.

Die einzige Frage, die dadurch jedoch immer offen bleibt, ist, ob ich wirklich in der Lage bin mich bei einer ernsten Situation zu verteidigen.

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Zweifel hatte ich oft, oftmals hielt mich meine Hartnäckigkeit und mein Kampfgeist dabei zu bleiben. In der WT-Schule, die ich besuche sind nicht viele Frauen. So trainieren wir ganz stark mit den Männern, was, wie ich finde auch nur Vorteile hat, davon kann man als Frau am meisten lernen. Der Mann ist meistens größer und stärker und wenn man es schafft von diese Art Gegner die Kraft zu nutzen und gegen ihn zu verwenden dann schafft man es auch bei den leichteren Gegnern. Das Training gestaltet sich für mich als Frau dadurch aber härter als bei den Anderen. Wenn die Männer die Technik nicht einwandfrei beherrschen gleichen sie das mir gegenüber dann einfach mit Kraft aus und so ist ihr Problem gelöst. Diese Lösung kommt für mich allerdings nicht in Frage, weswegen ich dann oftmals echt frustriert bin. Auch bin ich oft durch das Verhalten der Trainingspartner gefrustet. Man zieht einen Schlag, aus Rücksicht ja nicht voll durch und wenn der Trainingspartner dann nicht mitspielt können gewisse Techniken nicht angewendet werden, weil dieser sich wie ein Fels, der keinen Schmerz verspürt, positioniert. Ich muss dann oftmals darauf hinweisen, dass ich ihm eigentlich gerade schon Schmerz zugefügt habe. Das versetzt mich immer wieder einen Schritt zurück und ich fange wieder an einiges zu überdenken.  Aber im Großen und Ganzen bin ich eher begeistert als frustriert und das Gute an WT ist, das es flexibel ist und auch gerade das Training viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

WT bedeutet nicht Stillstand.

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WT geht immer weiter, wird immer realitätsnäher und zum Teil auch individuell. Ich benutze Beispielsweise für mich persönlich ganz andere Techniken, als meine Trainingspartner.

Etwas schade finde ich es, dass ich noch keine von meinen Freundinnen überzeugen konnte. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man es gerade als Frau nicht interessant finden kann sich verteidigen zu können. Sich immer darauf zu verlassen das ein Mann einen beschützt würde mich persönlich nicht zufrieden stellen.

Wenn nichts und niemand mehr bleibt worauf ich mich verlassen kann, so soll doch wenigstens noch ich bleiben…

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Schwere Gewichte VS Leichte Gewichte

Während meiner ganzen Trainingszeit verfolge natürlich auch ich die allgegenwärtige Diskussion, welches Training denn nun besser und effektiver sei, dass Training mit schweren Gewichten oder mit leichten Gewichten. Meine Antwort vorab, weder noch, es kommt drauf an.  Worauf? Auf dich! Warum ich hierauf nun keine eindeutige Antwort habe, möchte ich nun mit diesem Beitrag erklären…

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Mir persönlich wird schon seit Jahren „vorgeworfen“ ich würde nicht hart genug trainieren und ich müsse doch mal langsam mein Gewicht steigern, es kann doch nicht sein, dass ich immer noch so schlecht bin. Was heißt denn nun schlecht? Im Vergleich zu anderen bin ich schlecht. So das ist jetzt schon mal mein erstes Thema, mit wem kann man mich denn vergleichen? Generell mit niemandem, denn ich, bin ich. Aber wenn man schon vergleichen möchte dann bitte immer im richtigen Verhältnis. Es gibt nicht umsonst bei anderen Sportarten Gewichtsklassen. Natürlich vergleicht man sich selbst ja auch mit Anderen und ist verunsichert. Ich nehme beim Crossfit weniger Gewicht, als alle Anderen bin schon seit 1 1/2 Jahren dabei und habe meine Gewichte noch nicht gesteigert. Nun habe ich aber mal angefangen das Verhältnis zu vergleichen und festgestellt – so schlecht bin ich ja gar nicht ;). Ein Beispiel hierzu: Mein PR (Höchstgewicht eine Wiederholung) beim Deadlift (Kreuzheben) ist 50 KG und ich wiege 55 KG, andere Frauen, mit denen ich mich verglichen habe, haben beim Deadlift einen PR von 70 KG, wiegen aber 75 KG, also sind wir im Verhältnis verglichen, gleich und meine Sorge ist unberechtigt. Dies wird ganz oft nicht beachtet. Auch das ich mich in 1 1/2 Jahren mit den Gewichten kaum gesteigert habe kann ich sozusagen erklären. Das Startgewicht ist für meine Verhältnisse zu hoch, sprich ich kann mich nicht verbessern, da ich noch gar nicht bei dem Startgewicht angelangt bin. Beispiel hierfür: Eine 8 KG Kettlebell, auf einem Arm ist für mich zu viel. Mein Startgewicht ist da 4 KG, also die Hälfte. Bis ich mich auf 8 KG gesteigert habe, dauert es also noch eine Weile und da ich aber mit 8 KG angefangen habe, aber noch gar nicht bei 8 KG bin, braucht es noch einige Zeit, bis ich mit den 8 KG so arbeiten kann, dass ich die Übung sauber und in einer angemessenen Wiederholungszahl ausüben kann.

Fazit; Man kann die schwere des Gewichtes nur auf die eigene Stärke beziehen!

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Nun aber zurück zu der Frage, welches Training effektiver ist schwere oder leichte Gewichte?

Es ist ja so, egal welches Gewicht ich nehme die Technik ist immer dieselbe und muss sauber ausgeführt werden. Deswegen neige ich dazu eher weniger Gewicht zu nehmen und die Übung sauber ausführen zu können. Auch ist es für mein Ziel (definiert und schlank sein) effektiver weniger Gewicht, aber dafür dann mehr Wiederholungen zu schaffen und den Muskel konzentrierter zu trainieren – als mit mehr Gewicht unsauberer und aufgrund von fehlender Kraft auch unkonzentrierter auf den Muskel bezogen zu trainieren und kaum Wiederholungen zu schaffen.

Tobias Rothe erklärt das in seinem Video total super:

Auch das jeder anders ist und deswegen auch jeder anders trainieren sollte, weil bei jedem was anderes etwas bringt. Man kann das Training nicht verallgemeinern. Auch das Kraftverhältnis ist bei jedem anders ausgeprägt, natürlich gibt es auch Frauen, die soviel wiegen wie ich, aber mehr Kraft haben. Zudem hat ja auch jeder einen anderen Ehrgeiz und auch einen anderen Anreiz. Auch sollte man die Lebensumstände nicht außer acht lassen, was macht die Person sonst noch, was arbeitet sie, hat sie mehrere Hobbys, wie oft trainiert sie? Wo ich wieder dahinkomme, dass ich, ich bin – nicht mehr und nicht weniger, einfach ich…

Ich für meinen Teil bin jetzt wieder total beruhigt, weil ich für mich weiß, dass jedes Training gut ist und ich in dem Sinne gar nicht schlecht sein kann, solange ich trainiere.

Körperverhältnis und Gewicht, mentale stärke und die eigene Motivation müssen zusammenpassen!

In diesem Sinne, lasst euch nicht soviel beeinflussen, lasst euren Körper zu euch sprechen, probiert die ganzen Trainingsmöglichkeiten aus, die es gibt, achtet auf eure Resultate und trainiert demensprechend.

Und natürlich immer zutreffend: „Von nichts, kommt nichts!“

Crossfit – and me…

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Crossfit ist ein Ganzkörpertraining mit Elementen aus Kraftsport, Cardio und Turnen. Es lebt von Gruppendynamik und hat zudem Wettbewerbscharakter. Generell würde ich Crossfit als sehr hartes Training bezeichnen.

Crossfit und ich…

Warum ich mich für Crossfit entschieden habe. Jahrelang habe ich ganz normal im Fitnessstudio trainiert. Problem dabei mit der Regelmäßigkeit tat ich mich dabei schwer. Es war mir einfach zu öde und ein lästiges Muss. Dann bin ich zu den Kursen gewechselt. Das war ok, aber es fand keinerlei Gruppendynamik statt. Dann eröffnete eine Crossfit Box sozusagen direkt vor meiner Haustür.

Es gab keinen Grund nicht dorthin zu gehen.

Seitdem ich Crossfit mache habe ich endlich die sportliche Regelmäßigkeit. Es ist nicht eintönig und hat die Gruppe, die ich persönlich einfach zum trainieren brauche.

Wettbewerbsgeeignet bin ich zwar nicht, das spielt aber keine Rolle, da mein einziger Gegner ich selbst bin.

Crossfit hat auch viele Kritiker, weil das Verletzungsrisiko beim Crossfit relativ hoch ist. Dem stimme ich zu. Gerade durch den Wettbewerbscharakter und der Kombination Gewichte und Zeit – Limit neigt man dazu unsauber zu trainieren.  Auch von der relativ schnellen Erhöhung der Gewichte halte ich nichts. Zudem sind mir persönlich die Anfangsgewichte schon zu hoch.

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Nun fragt ihr euch sicher, was ich dann dort will?

Crossfit ist das, was man draus macht. Ich  bin keine gewöhnliche CrossFitterin, aber ich liebe es!

Dennoch finde ich das Crossfit zu mir passt. Wenn man in der Lage ist sich selbst richtig einzuschätzen, auf seinen Körper hört und den Wettbewerb mal Wettbewerb sein lässt und auf saubere Ausführungen der Übungen achtet verletzt man sich nicht und hat ausschließlich den positiven nutzen von einem abwechslungsreichen Ganzkörpertraining.

Ich persönlich rate jedem immer mehr auf sich selbst, als auf den Trainer zu hören. Der Trainer, ist geschult und weiß, wie man die Übungen richtig ausübt, aber bei der Einschätzung der Gewichte, lasst euch von ihm inspirieren, aber entscheidet selbst. Meiner Beobachtungen nach passieren Sportverletzungen ausschließlich auf Grund von Fehleinschätzungen und Überschätzungen.

Falls euch das Thema Crossfit interessiert könnt ihr mich gerne anschreiben. Meine persönliche Meinung ist das CrossFitter nicht gleich CrossFitter sind. Definiert eure Ziele. Wollt ihr abnehmen oder aufbauen? Auch da solltet ihr das Training anpassen. Jemand der abnehmen möchte braucht nicht gleich zu hohen Gewichten greifen. Bei starkem Übergewicht halte ich es persönlich, wenn ich an die Gelenke denke, für wichtig, erst abzunehmen und dann zu hohen Gewichten zu greifen.

Ich persönlich verzichte auf hohe Gewichte, weil sie für mich nicht Not tun. Ich kann mein persönliches Ziel auch ohne hohe Gewichte erreichen. Bei mir steht der Spaß im Vordergrund und da ich nicht nur ausschließlich CrossFitterin bin ist es mir auch wichtig nicht die ganze Woche über an starkem Muskelkater zu leiden ;).

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Falls du auch eher ein/eine ungewöhnliche CrossFitter/in werden möchtest melde dich bei mir, ich berate dich gerne! 😉

 

Fazit: Crossfit ist abwechslungsreich, macht Spaß und ist für jeden geeignet! Zudem ist es eine super Möglichkeit nette, neue Menschen kennenzulernen und soziale Kontakte zu pflegen! Der absolute Vorteil gegenüber einem Fitnessstudio, dort hatte ich immer Probleme Kontakte zu knüpfen. In diesem Sinne habt Spaß und macht was draus!