Unausgesprochene Worte

Warum tun wir das? Wir haben soviel zu sagen, dennoch schweigen wir. Briefe werden geschrieben und wieder zerrissen, die Telefonnummer wird gewählt, aber es wir wieder aufgelegt und wenn wir uns in die Augen sehen schweige ich mit einem Lächeln.

Manchmal können Worte einfach nicht ausdrücken, was ich sagen möchte, manchmal fühlen wir einfach zu unterschiedlich und es ist dann so, als würden wir zwei verschiedene Sprachen sprechen.

‚Eines Tages‘, sagte sie, ‚fange ich Träume ein wie Schmetterlinge.‘
‚Und dann?‘, fragte er.
‚Lege ich sie zwischen die Seiten dicker Bücher und presse sie zu Worten.‘
‚Was, wenn jemand immer nur von dir träumt?‘
‚Dann sind wir beide vielleicht schon Worte in einem Buch. Zwei Namen zwischen all den anderen.‘

[Buchzitat von Kai Meyer aus Arkadien erwacht)

Aber manchmal da denke ich mir, was soll das noch bringen? Du verstehst mich nicht, egal was ich tue, egal, was ich sage. Wenn du schon mein Schweigen nicht verstehst, verstehst du auch meine Worte nicht. Vielleicht ist es ja umgekehrt genauso und ich verstehe dich ebenfalls nicht.

Warum das so ist? Vielleicht weil wir zu spät angefangen haben, nach den passenden Worten zu suchen. Wahrscheinlich sind wir jetzt so damit beschäftigt, die passenden Worte zu finden, das wir keinen klaren Gedanken mehr darüber fassen können was wir einander eigentlich sagen wollen.

Manchmal ist es wohl einfach zu spät und wir lassen los – wortlos.

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Doch genau das zermürbt mich, treibt meine Gedanken an, hätte, wäre, könnte, wollte…. Loslassen ist für mich eine der größten Hürden und wenn ich das tun muss ohne zu wissen warum, umtreibt es mich noch eine ziemlich lange Zeit und ich kann nichts tun außer darauf zu warten, das die Zeit alle Wunden heilt.

Neid das Gift der Freundschaft

Die größte, böse Kraft, die es schafft Freundschaften zu zerstören ist Neid. Neid ist wie ein leises, schleichendes Gift welches sich langsam immer mehr ausbreitet. Die Freundschaft wird nach und nach immer mehr vergiftet, bis sie schließlich stirbt.

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Ich kenne das Gefühl nur zu gut und um so näher einem die Person steht, um so neidischer wird man. Wie kommt das? Gerade bei Personen, die uns sehr nahe stehen, bekommen wir ja auch am meisten mit und uns werden deren Erfolge dann ständig vor Augen geführt. Gerade, wenn es dann bei einem selbst gerade nicht so gut läuft schleicht sich der Neid an. Der Ursprung liegt an diesem ständigen gegenseitigen Vergleichen, so entsteht ein indirekter Konkurrenzkampf zwischen Freunden. Der Teil, der die Freundschaft ausmacht, nämlich Vertrauen, Verständnis, Zuverlässigkeit und Unterstützung wird durch den Vergleich immer mehr in den Hintergrund gedrängt.  Ich habe dieses Spiel schon sehr oft durch und zwar beide Rollen.

Ich gebe zu, ich weiß nicht, ob ich dauerhaft mit einer Person befreundet sein könnte, die alles hat, was ich mir von Herzen wünsche, aber selbst nie haben werde.

Schwierige Grundvoraussetzungen sind das. Ich halte es bei Freundschaften daher, eher überwiegend so wie mit der Partnerschaft ich suche eher Gleichgesinnte, damit die Voraussetzungen von Anfang an nicht so schwierig sind. Natürlich gebe ich jedem eine Chance wo die Voraussetzungen dennoch nicht optimal sind, bis jetzt kann ich dazu nur sagen, es war sehr schön solange es dauerte, meistens hielten diese Art von Freundschaften nicht lange – das Gift.

Gleich und Gleich gesellt sich gern.

Der Spruch kommt ja nicht von ungefähr.

Wie fühlst du dich als einziger Single unter Pärchen? Ich denke mit gut antwortest du nur, wenn du überzeugter und glücklicher Single bist, ansonsten ist es doch eine indirekte Qual auch wenn du es verdrängst. Ich habe mich damals, als ich Single war immer ganz schrecklich gefühlt und fand es furchtbar, wie sie alle ruhige Abende verbringen wollten, während ich auf die nächste Party gehofft hatte, um vielleicht jemanden kennenzulernen. Ich war damals Single und jung, kein gute Kombination um gegen den Neid zu gewinnen.

Natürlich möchte ich nicht neidisch sein, ich glaube das möchte niemand. Deswegen habe ich daran persönlich auch schon sehr gearbeitet. Heute erfreu ich mich sehr daran, wenn meine Freunde glücklich sind, da wird mir total warm ums Herz. Aber ich habe es auch leicht, weil ich selbst glücklich bin, habe ich die Energie und das Herz mich für meine Freunde zu freuen. Es ist schwer nicht neidisch zu sein, wenn man am Boden ist. Ich bin der Meinung das Gegenmittel gegen das Gift Neid ist Reinheit. Mit sich selbst im Reinen sein und aufhören sich mit anderen zu vergleichen. Andere können mich inspirieren, aber egal was ich tue ich werde immer ich sein, nicht wie die und das ist doch eigentlich auch das Gute.

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Alles Andere wäre doch ein verzweifeltes Mitläuferdasein. Dabei möchte doch eigentlich jeder heutzutage etwas Besonderes und individuell sein. Aber sehr viele lassen sich zu oft beeinflussen und führen dann leider so ein Dasein.

Beeinflussung positives und negatives Gift

Die gute alte Schulzeit die Quelle der Beeinflussungen oder? Wie oft hab ich mich doch tatsächlich von dem Satz: „Was willst du denn mit der/dem?“ beeinflussen lassen. Obwohl ich sagen muss, dass ich dadurch das ich nie cool war, freier war. Das war glaube ich unterbewusst auch immer der Grund, warum ich nie zu den Coolen gehören wollte. Ich war immer dazwischen. Weil ich fand die Coolen waren doch überhaupt nicht mehr sie selbst, tja sie waren halt cool.

Auch dieses Vergleichen kenne ich auch nur von der Schulzeit, seit dem ich erwachsen bin vergleiche ich mich nicht mit Anderen, ich habe auch nicht das Bedürfnis mich mit andern zu vergleichen, weil jedem doch andere Dinge, Personen, Lebensweisen glücklich machen. Und materiell bin ich generell nicht eingestellt. Das haben ja auch sehr viele, jemand im Freundeskreis kauft sich etwas und sofort kommt der Gedanke „das will ich auch haben!“ aber will man das wirklich haben? Oder möchte man es nur, weil der Andere es bereits hat und man mithalten möchte?

Mit dem Erwachsen werden sollte eigentlich auch der Neid verschwinden. Denn genauer betrachtet ist es doch einfach nur Kindergarten.

Ihr seht schon Neid entsteht nicht durch das Verhalten der anderen, Neid entsteht ausschließlich in einem selbst.

Gerne würde ich das Gegenmittel durch die ganze Welt streuen, aber leider liegt es an jedem selbst, auch den Neid zu erkennen und zuzugeben. Wir sind alle nicht frei davon, aber wenn es mal passiert, werde ich, bevor sich das Gift in meinem ganzen Körper verbreitet mit der Person sprechen und offen sagen, dass es mir leid tut, aber ich gerade sehr neidisch bin und ich leider im Moment nicht in der Lage bin mich mitzufreuen. Es ist nur ein Satz, aber ich denke dieser Satz kann die Freundschaft retten und den Neid besiegen. Vielleicht braucht man manchmal einfach nur Abstand von der Person, die einem durch ihren Erfolg im Moment gerade die eigenen Misserfolge aufzeigt. Aber ein Abstand ist immer noch besser als ein Ende der Freundschaft, wo derjenige auf dem man neidisch ist, ja nicht einmal weiß, warum die Freundschaft nun zu Ende ist.

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