Rezension zu „Befreie dich von den Fesseln der Vergangenheit“

Je öfter wir unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst richten, desto empathischer sind wir im Umgang mit anderen Menschen. Tun wir das nicht, geraten wir in Gefahr, uns mehr an der Außenwelt zu orientieren als an uns selbst.

Das ist der Satz aus dem Buch, den ich mir persönlich sehr zu Herzen nehme, denn ich merke es immer wieder. Bin ich bei mir und im Hier und Jetzt geht es mir gut. Schweift meine Aufmerksamkeit ab und ich achte mehr auf die anderen, so hat das negative Auswirkungen auf mein Gemüt und ich verliere mich in der Vergangenheit.

Aber nun genauer zu dem Buch von der Autorin Caroline Makovec.

Der Klappentext:

DIE FESSELN DER VERGANGENHEIT symbolisieren unsere noch nicht aufgelösten Ängste, unsere selbst auferlegten Rollen, die Macht anderer über uns und vieles mehr, was uns hindert, zu uns selbst zu finden. Dieses Buch zeigt Ihnen 9 Wege auf, wie Sie sich von diesen Fesseln befreien und Ihren Prozess der Ganzwerdung fördern können. Neben tiefen Einblicken in das Leben zartbesaiteter Menschen mit all seinen Herausforderungen berücksichtigt die Autorin auch die Lehren des Laotse. Somit verbindet sie fernöstliche Philosophie mit wissenschaftlicher Psychologie auf inspirierende Weise. Viele Fallbeispiele und zahlreiche Übungen bieten zusätzlich einen hohen Praxisbezug. Es entsteht ein faszinierendes Substrat aus psychologischem Wissen, philosophischen Erkenntnissen und wertvollen Handlungsempfehlungen. Sie erfahren, wie Sie Ihre wahren Potenziale wiederentdecken, nicht gelebte Persönlichkeitsanteile zum Vorschein bringen und so manche Blockaden lösen können. Das Jetzt wird Ihnen in einem gänzlich neuen Licht erscheinen.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. In dem ersten Teil geht es um feinfühlige und zartbesaitete Menschen: Herausforderungen auf ihrem Lebensweg und im zweiten Teil geht es um 9 Wege, sich von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien. Es ist sehr übersichtlich gestaltet gerade durch die Unterpunkte zu den beiden Teilen. Das finde ich persönlich sehr gut bei einem Ratgeber, wenn ich zu einem Punkt noch mal etwas nachlesen möchte oder mich mit einem Thema mehr auseinandersetzen möchte. Das Buch enthält auch Beispielfälle für das bessere Verständnis und Übungsaufgaben.

Die Opferrolle

Ein für mich interessanter Abschnitt in dem Buch ist die Opferrolle, in der wir zartbesaiteten uns oft befinden. Dort befinden wir uns immer dann, wenn wir auf unempathische Menschen treffen. Dann fühlen wir uns schlecht, nicht gesehen und nicht wertgeschätzt und verfallen dann in das Verhaltensmuster des Opfers und halten an unseren alten Prägungen und Glaubensmustern fest. Natürlich ist es immer schwierig, als Empath auf Nicht-Empathen zu treffen. Dennoch tragen sie nicht die Schuld daran, wie wir uns selbst durch unsere Gedanken unsere Außenwelt erschaffen. Das ist, finde ich, ein ganz wichtiger und wesentlicher Punkt, denn dadurch können wir erkennen, dass wir alleine die Macht zur Veränderung haben. Niemand ist an unseren Schwierigkeiten schuld.

Die Schlüsselfigur

Doch was ist nun das Wesentliche, um uns von den Fesseln unserer Vergangenheit zu lösen. Caroline Makovec definiert hier ganz klar eine Schlüsselfigur das eigene innere Kind. Denn dieses hält an den Prägungen und Erfahrungen fest. Deswegen müssen wir uns mit unserem inneren Kind verbinden, damit wir loslassen können.

Gut und Schlecht

Gut und Schlecht nur ein Konstrukt. Dieser Abschnitt des Buches passt zu einem Thema, mit dem ich mich persönlich gerade beschäftige. Gibt es Gut und Böse überhaupt? Genau genommen handelt es sich hier lediglich um eine Bewertung. Eigentlich handelt es sich einfach nur um Tatsachen. Die Theorie von Ken Wilber über die Gefahren des primären Dualismus, die in dem Buch Erwähnung findet, hat in mir und meiner Denkweise wirklich etwas bewegt, wo wir dann schlussendlich auch bei Shakespeares Zitat „An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu,“ landen.

Intuition

Wie wichtig die eigene Intuition ist, verdeutlicht dieses Buch ebenfalls und auch einen Weg, wie wir zurück zu unserer Intuition finden können. Ich höre ja schon seit einiger Zeit nur noch auf meine Intuition, habe dies aber auch einen großen Teil meines Lebens nicht getan. Es ist ja nicht einfach nur ein Knopf, den wir drücken müssen, um auf unsere Intuition zu hören, diese zu finden und auf sie zu hören dazu gehört schon etwas mehr. Ein Weg zu ihr ist definitiv das Schreiben. Auch ich habe damals über das Schreiben zu meiner Intuition gefunden und auch das Schreiben ist es, was mich bei ihr hält. Für mich ist das Schreiben die Kommunikation mit meiner Seele.

Von Herz zu Herz miteinander in Kontakt treten.

Ich glaube, das ist für mich etwas sehr Wesentliches. Ein Schlüsselmoment für mich in diesem Buch. Small Talk und oberflächliche Gespräche sind ein großes Problem für mich. Auch meine Vorstellungen von Freundschaft und mein Nichtverständnis der Kommunikationsart vieler Menschen. Aber jetzt, wo ich diesen wesentlichen Absatz in dem Buch gelesen habe, ist es mir klar. Eine von Herz zu Herz Kommunikation kann nur durch vorhandene Selbstliebe stattfinden. Tja, und da es leider sehr wenige Menschen gibt, die sich wirklich selbst lieben, dreht sich quasi der Schlüssel im Schloss und er passt. Ich verstehe jetzt, wieso es so wenig Gespräche von Herz zu Herz gibt.

Die Kunst des Nichtstuns

Nichtstun macht gesund und intelligent. Die Autorin weist auf das Essay von Oscar Wilde hin, der bereits 1890 das Nichtstun zum eigentlichen Ideal erhoben hat. Er schreibt das Handeln, den Fantasielosen zu denen, die nicht zu träumen verstehen. Auch stellt er die falsche gesellschaftliche Idealvorstellung und die damit verbundene falsche Fragestellung dar. Innerhalb der Gesellschaft wird uns immer die Frage:“Was treibst du?“ Gestellt. Dabei lautet die Frage eines zivilisierten Wesens:“Was denkst du?“ Beim Lesen dachte ich nur wow und fing an zu überlegen, wann mich jemand mal danach gefragt hat was ich denke – diese Frage kommt im Gegensatz zu der Frage, was ich mache wirklich selten vor. Momente, in denen wir Nichtstun, sind keine verschwendete Zeit, so wie wir immer denken. In dieser Zeit finden wir zu uns selbst und tanken Energie. Es ergibt also durchaus Sinn, dass es unheimlich wichtig ist, auch öfter mal nichts zu tun. Ich habe mir selbst im Büro diesen Moment des Nichtstuns erlaubt, indem ich ein paar Minuten einfach nur da saß und die Wand angestarrt habe. Dies tat ich meistens, wenn eine schwere Aufgabe bevorstand. Es hat mir stets mit neuer Energie geholfen, schwere Aufgaben zu bewältigen. Für das Anstarren der Wand wurde ich allerdings oftmals belächelt, und wenn ich die Welt, die Menschen beobachte, stelle ich fest, dass nicht viele die Kunst des Nichtstuns beherrschen.

Um uns von den Fessen der Vergangenheit zu befreien sollten wir die 9 Wege in uns gehen, die aus folgenden Abschnitten bestehen:

  • Das innere Kind
  • Vom Dunkel ins Licht
  • Intuition
  • Authenzität
  • Selbstliebe
  • Hingabe
  • Zufriedenheit
  • Kunst des Nichtstuns
  • Akzeptiere den Tod

Warum ich dieses Buch empfehle

Aktuell lese ich viel Ratgeberliteratur dieser Art und mir kommt dann natürlich auch oft der Gedanke, dass es doch immer das Gleiche ist. Das wirkt oftmals so, ist aber absolut nicht der Fall. Dieses Buch von Caroline Makovec hat mir zu einigen Aha-Momente verholfen, die ich ja bereits beschrieben habe. Ich bin mir daher sicher, dass dieses Buch alleine deswegen sehr wertvoll und lesenswert ist, weil es jedem Einzelnen von uns mindestens einen Aha-Moment verschaffen wird.

In welchen der 9 Wege findest du dich wieder? Hast du vielleicht schon einige beschritten? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

(Quelle: Befreie dich von den Fesseln der Vergangenheit Caroline Makovec, dielus edition, ISBN: 978-3-9822120-6-7, Preis: EUR 20,00)

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Regeneration ein unterschätzter Trainingsfaktor

Regeneration die körperliche Wiederherstellung nach Belastung ist unheimlich wichtig, für die meisten aber leider unheimlich nervig. Wenn ich dieses Wort im Zusammenhang mit dem Training verwende, bekomme ich als Reaktion meistens nur ein Augenverdrehen.

Eine fatale Unterschätzung meiner Meinung nach. Es fängt schon beim Antrieb an. Oftmals frage ich die unterschiedlichsten Personen nach ihrer Motivation, ihrem inneren Antrieb. Viele treibt der Stress an oder sogar die Wut. Ich habe selten gehört, dass der Antrieb für das Training Spaß ist. Einfach das Interesse und die Lust daran fängt da nicht schon der Fehler an? Stell dir mal vor, du würdest total erholt und gut gelaunt zum Training gehen. Meinst du nicht, dass das Training aus diesem Antrieb heraus viel effektiver wäre?

Leichter gesagt als getan, denn wir alle sind in unseren Gewohnheiten gefangen, fest in unserer Komfortzone mit dem inneren Gedanken: „Das habe ich schon immer so gemacht!“

Quelle: Gorilla Sports

Ich habe jahrelang fast völlig umsonst trainiert.

Jeden Tag war ich mindestens 10 Stunden aus dem Haus und bin danach direkt zum Training gegangen, völlig übermüdet. Das wird mir erst jetzt so richtig klar durch die aktuellen Möglichkeiten von Homeoffice. Der aufregende Alltag, den so viele aktuell vermissen, bestand genau genommen nur aus Stress. Von einem Ort zum anderen hetzen mit Verlust von Zeit und Regeneration. Es ist unglaublich, wenn ich darüber nachdenke, wie viel Zeit mit der ganzen Hin- und Herfahrerei verschwendet wird. Wie viel ich von meiner Lebenszeit in der S-Bahn verbracht habe, einem Ort, wo ich mich überhaupt nicht gerne aufhalte. Wenn ich ins Büro fahren muss, muss ich 3 Stunden jeden Morgen früher aufstehen und diese 3 Stunden beeinflussen mein Leben in einem erheblichen Ausmaß. Seitdem ich im Homeoffice bin, bin ich in der Woche überhaupt nicht mehr müde. Ich merke richtig, wie ich die perfekte Balance zwischen Belastung und Regeneration gefunden habe. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich, das musst du selbst erleben. Für mich ist es totaler Luxus, unter der Woche nicht mehr müde zu sein, denn das war ich vorher jeden Tag, 20 Jahre lang müde von Montag-Freitag. Völlig müde und kraftlos bin ich dann zum Training gefahren mit dem Gedanken, etwas Gutes für mich zu tun und Spaß zu haben. Aber genau genommen war es einfach nur eine Qual, denn ich habe nicht für, sondern gegen meinen Körper gearbeitet. Er wollte sich regenerieren, während ich ihn fordern wollte.

Ich habe gemerkt, wie widersprüchlich wir alle unser Leben leben

Warum gehen wir arbeiten? Um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, der zum größten Teil daraus besteht, ein Dach über dem Kopf zu haben. Ja, ursprünglich geht es doch immer um unser Zuhause. Wir gehen arbeiten, um uns ein schönes Zuhause leisten zu können, gleichzeitig sind wir aber genau deswegen nie dort. Findest du das nicht widersprüchlich? Der normale Alltag bestand daraus, den ganzen Tag auf der Arbeit zu verbringen, von da aus direkt ins Fitnessstudio zu gehen und zu Hause waren wir dann nur noch zum Essen und zum Schlafen. An den Wochenenden ging es darum, möglichst viel Freizeitaktivitäten nachzuholen, für die wir in der Woche keine Zeit hatten und unser Urlaub musste unbedingt immer weit weg von zu Hause stattfinden, denn man brauchte ja Abstand musste, mal raus, was anderes sehen. Ich frage mich, wann genau haben wir denn zu viel von unserer Wohnung unserem zu Hause gesehen?

Dann kam die Pandemie

Und diese brachte zumindest einige von uns dazu, uns und unser Leben neu zu definieren. Darüber nachzudenken, was uns wirklich wichtig ist. Auch in Bezug auf die eigene Trainingsmotivation. Denn viele waren nur aus Gruppenzwang im Fitnessstudio oder deswegen, weil sie selbst gar keinen eigenen Antrieb besaßen.

Es geht um dich, um deinen Antrieb

Wir können nicht jeden Tag mit Aktivitäten und Aufregung vollstopfen. Jeder von uns sollte sich selbst dahingehend hinterfragen, welches der eigene Antrieb ist. Aus Wut trainieren? Da würde ich hinterfragen, woher die Wut kommt. Vieles ist nur ein Verdrängen, was jeden von uns irgendwann einholen wird. Antrieb Stressabbau? Natürlich können wir den Stress nie gänzlich vermeiden, jedoch sollten wir nicht grundsätzlich ein stressiges Leben führen.

Quelle: Gorilla Sports

Fitnessstudio oder Homeworkout was ist effektiver?

Auch das hängt einzig und allein vom eigenen Antrieb ab. Den Grund, warum wir trainieren. Mein Antrieb ist ausschließlich für mich selbst. Mir ist es wichtig fit, zu bleiben, meine Glücksgefühle anzuregen, weswegen ich nur etwas mache, was mir Spaß macht und schlank zu bleiben. Aktuell liebe ich Aerobic so ganz nach dem Style der 80er- Jahre. Auch ist mir meine Regeneration extrem wichtig, ich möchte nie wieder müde durchs Leben und zum Sport gehen. Zudem habe ich persönlich sehr viele Hobbys und Interessen, weswegen ich nicht so viel Zeit in mein Training investieren möchte. Mir reicht dreimal die Woche jeweils eine halbe Stunde Training für Fitness und gute Laune, weswegen ich es liebe, in meinem schönen Zuhause zu trainieren. Das ist für mich persönlich am effektivsten.

Nimmt dieses Hobby allerdings einen größeren bzw. Hauptanteil ein, so ist das Fitnessstudio wohl die bessere Variante, denn dabei können gleichzeitig Kontakte mit gleichen Interessen geknüpft werden. Viele haben auch ihren eigenen inneren Antrieb noch nicht gefunden und lassen sich von dem Antrieb der anderen leiten. Auch eine gute Idee, allerdings nur eine kurzfristige Lösung. Meiner Meinung nach kommt niemand daran vorbei, seinen eigenen Antrieb finden zu müssen.

Regeneration der Schlüssel

Um noch mal zu der Regeneration zu kommen, dem wichtigsten Bestandteil des Trainings und auch des ganzen Lebens. Immer wieder ein Diskussionsthema ist das Thema Muskelkater. Die meisten freuen sich nicht nur regelrecht über den Muskelkater, weil sie daran Merken etwas geleistet zu haben, sondern sie trainieren mit Muskelkater weiter. Ich weiß, dass das jetzt wieder niemand hören will. Muskelkater ist nichts Gutes. Genau genommen ist es eine Mikroverletzung und was tut man bei Verletzungen, damit sie ausheilen? Genau man schont sich! Eine weitere Belastung ist nicht nur schädlich, sondern auch kontraproduktiv. Die Regenerationszeit wird unnötig verlängert und somit das Trainingsziel verzögert. Deswegen ist es unheimlich wichtig, sein persönliches Training auch auf die eigenen Lebensumstände anzupassen.

Quelle: Gorilla Sports

Es kommt auf die richtige Dosis an. Das Tückische beim Training ist nicht, dass Risiko zu wenig zu trainieren, sondern zu viel zu trainieren. Denn das regelmäßige Training wirkt auch und gerade ohne Überbeanspruchung. Deswegen sollten wir unser Training so dosieren, dass starker Muskelkater nicht mehr vorkommt, die Balance zwischen dem Training und der Regeneration stimmt und gleichzeitig auch unsere Ernährung auf unseren Alltag und unser Training abstimmen. Wir sollten unsere Individualität nicht nur mit unseren Trainingsklamotten, sondern auch mit unserem Training ausdrücken. Denn so bunt wie das Trainingsequipment sind auch unsere Trainingsbedürfnisse. An dieser Stelle vielen Dank an Gorilla Sports für die Unterstützung und Zusammenarbeit.

Quelle: Gorilla Sports

Wie sieht DEIN Training aus?

Ich wünsche dir viel Erfolg und vorallem Spaß bei allem was du tust!

Deine Janine

Haarverlängerung endlich Traumhaare

Wenn dich ein Traum nicht loslässt – verfolge ihn.

Ich habe zwar in meinem Blogartikel meine Haargeschichte geschrieben, dass ich meine Haare akzeptiere, allerdings konnte ich den Traum von langem, vollen Haar doch nicht aufgeben. Seit ich denken kann wünsche ich mir einfach wunderschöne lange Haare.

Also habe ich noch mal über das Thema Haarverlängerung nachgedacht. Lange Zeit war meine Angst immer stärker als mein Traum. Eine Haarverlängerung ist nicht nur mit hohen Kosten verbunden, sondern hatte ich auch Angst, dadurch mein weniges und empfindliches Eigenhaar zu beschädigen. Haare verzeihen eine ziemlich lange Zeit nicht und das hätte für mich fatale Folgen. Zudem hat die negative Erfahrung, die eine Freundin von mir mit einer Haarverlängerung gemacht hat, mich zusätzlich davon abgehalten.

Doch egal was kommen mag, Träume sind zum Verwirklichen da.

Letztes Jahr im August 2020 mache ich mir zu meinem Geburtstag das Geschenk, meinen Haartraum nun endlich zu verwirklichen. Ich wollte mich nicht mehr von meiner Angst beherrschen lassen. Doch leider musste ich trotz der ganzen Informationen, die ich im Vorwege gesammelt hatte, einen harten Weg gehen. Ich durchlebte meinen persönlichen Haaralbtraum und meine Ängste wurden bestätigt. Allerdings hatte der Albtraum nicht das letzte Wort…

Was passiert war

Wenn ich mich für etwas entscheide, dann entscheide ich mich zu 100 % für etwas, mit allem, was dazugehört. Ich informiere mich vorher und spare nicht am falschen Ende. Allerdings kann ich noch so viele Informationen sammeln, diese helfen mir nicht, wenn ich nicht auch auf die richtige Fachperson treffe. Ab einem gewissen Punkt muss ich mich auf die Fachfrau verlassen können und genau daran scheiterte mein Weg zum Traumhaar anfangs.

Der Fehler beginnt immer bei einem selbst

Ich machte einen gravierenden Fehler. Bei großen Entscheidungen habe ich, soweit es mir möglich war, immer auf Empfehlungen gesetzt. Meistens kenne ich die ein oder andere Person, die bereits mit etwas Erfahrung hat und frage nach ihrer Empfehlung. Aus irgendeinem Grund habe ich das hier leider nicht getan. Ich bin also in einen Friseursalon gegangen, der bei mir in der Nähe war und dessen Erfahrungsberichte bei allen anderen bzw. hauptsächlich angebotenen Leistungen gut waren.

Möge der Albtraum beginnen…

Mir wurde die Haarverlängerung für viel Geld eingearbeitet und ich ging megaglücklich aus dem Salon. Doch bereits eine Woche später verlor ich zwei Haarsträhnen. Ich bekam sofort Panik, googelte wie eine Irre und fragte bei dem Salon nach, ob das normal sei. Ich bekam die Antwort, dass sich das im normalen Rahmen befindet und es nicht ungewöhnlich ist, mal eine Strähne zu verlieren. Eine Woche später wieder zwei Haarsträhnen verloren, mir ging es damit überhaupt nicht gut und ich fuhr zum Salon. Leider konnte man sich das nicht erklären, ich solle es im Auge behalten mit der Tendenz, dass eine Haarverlängerung bei mir nicht funktioniert und sie wohl wieder raus muss. Ich fühlte mich verloren und traurig. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass eine Haarverlängerung bei mir nicht möglich sei. Was hätte eine Haarverlängerung denn für einen Sinn, wenn diese gerade bei den Personen, die diese am meisten benötigen, nämlich die mit feinen, wenigen Haaren keine Anwendung findet?

Die Fehlerkorrektur in meinem Kopf

Lieber spät als nie – eine Lösung musste her. Dann fiel mir mein Fehler auf, der mit der Empfehlung und ich holte diese nach. Ich nahm Kontakt zu meiner Bekannten auf, die schon seit 20 Jahren eine Haarverlängerung trägt und bat sie um den Kontakt. Sie gab mir die Kontaktdaten von der Haarwerkstatt Angela Rettke in Hamburg und ich meldete mich dort umgehend und bat zunächst um Hilfe und Rat. Angela war sofort für mich da und erklärte mir, was passiert war. Die Haarverlängerung, die in meine Haare eingearbeitet wurde, war viel zu schwer und musste sofort entfernt werden. Great Lenghts bietet nämlich normale Strähnen und Mini Strähnen an. Die Minis sind extra für feine Haare. Bei mir wurden fälschlicherweise die normalen Strähnen eingearbeitet und das schwere Gewicht konnten meine Haare einfach nicht halten und so riss das Gewicht der Strähne meine eigenen Haare mit raus. Ich lies die Haarverlängerung sofort in dem Salon entfernen, der sie eingearbeitet hatte und rettete so mein Eigenhaar.

Kleiner Auszug, was meiner oben erwähnten Freundin passiert war, die ebenfalls eine negative Erfahrung mit ihrer Haarverlängerung gemacht hatte. Es ist nämlich derselbe Fehler mit anderen Auswirkungen passiert. Im Gegensatz zu mir hat meine Freundin feine, aber viele Haare (ich habe feine und wenige Haare). Ihr wurden auch normale Strähnen eingesetzt und natürlich war das Gewicht auch für ihre feinen Haare zu schwer. Die Strähnen rissen ihre Haare allerdings nicht raus, sondern sie bekam durch die Belastung eine schmerzhafte Haarwurzelentzündung.

Die Traumverlängerung

Einen Monat nach dem Albtraum folgte nun endlich mein Traum und Angela ließ ihn wahr werden. Sie arbeitete mir 100 Mini Strähnen von Greath Lenghts ein und das Ergebnis sah total natürlich im Unterschied zu der ersten Haarverlängerung aus. Bei der ersten fehlerhaften Haarverlängerung hatte ich ein riesen Haarvolumen in den Längen, welches aber gar nicht zu meinem Ansatz passte. Das war mir allerdings egal, weil ich das dennoch besser als vorher fand und da nicht so anspruchsvoll war, Hauptsache mehr Haare. Außerdem wusste ich nicht, was alles möglich war. Doch das aktuelle Ergebnis sah so natürlich aus, als ob meine eigenen Haare einfach gut gewachsen sind, wirklich wunderschön. Inzwischen trage ich die dritte richtige Haarverlängerung und habe nun genug Erfahrung gesammelt, um diesen Blogartikel zu schreiben. Die Haarverlängerung hält bei mir 4-5 Monate und in der Zeit verliere ich auch keine Haarsträhne. Bei der ersten richtigen Haarverlängerung sind mir aufgrund falscher Pflege 4 Strähnen verloren gegangen, weswegen ich jetzt zu der Wichtigkeit der richtigen Haarpflege komme.

Haarpflege – Beachtung bei einer Haarverlängerung

Bei der fehlerhaften Haarverlängerung wurden mir komplizierte Pflegehinweise gegeben, die ich in Kauf genommen habe, Hauptsache endlich langes Haar. Diese Pflegehinweise waren allerdings genauso fehlerhaft, wie die Haarverlängerung als Solches, weswegen ich hier mit den Pflegemythen der Haarverlängerung aufräumen möchte:

  • 1. Falsche Behauptung: Wenn man eine Haarverlängerung trägt, darf man die Haare nicht so oft waschen, weil die Haarverlängerung nicht an die Kopfhaut angeschlossen ist und durch das häufige Waschen austrocknet.

Diese Behauptung bedeutete für mich persönlich eine ziemliche Einschränkung, denn ich habe schnell fettendes Haar und wasche meine Haare daher jeden Tag. Ich habe diesen falschen Pflegehinweis allerdings in Kauf genommen und so nur meinen Ansatz jeden Tag gewaschen (was für ein Aufwand).

Richtigstellung: Man kann die Haare auch mit einer Haarverlängerung jeden Tag waschen und sollte das bei schnell fettenden Haaren auch unbedingt tun. Wichtig dabei ist einzig und alleine die richtige Pflegeanwendung mit den richtigen Produkten.

Für mich habe ich da jetzt folgenden Pflegeablauf (bitte beachten, dass der Pflegeablauf etwas Individuelles ist): Ich wasche meine Haare jeden Tag (das Shampoo lasse ich 3 Minuten ziehen) und ich lasse auch jeden Tag 3 Minuten lang eine Haarkur einwirken. Eine Spülung verwende ich nicht. Einmal in der Woche lasse ich die Haarkur ein paar Stunden einwirken am Beautytag sozusagen. Zum Abschluss verwende ich jeden Tag ein Pflegeöl und gleichzeitigen Hitzeschutz für die Haarlängen. Mit diesem Pflegeablauf komme ich super zurecht, es ist kaum ein Unterschied zu der Pflege mit meinen eigenen Haaren (denn auch da ist die Pflege genauso wichtig).

  • 2. Falsche Behauptung: Nach dem Haarewaschen müssen die Haare geföhnt werden, insbesondere die Verbindungsstellen sollen trocken geföhnt werden, weil diese sonst aufquellen und sich lösen.

Auch diese Behauptung bedeutete für mich eine Umstellung meiner ursprünglichen Haarroutine, denn ich föhne meine Haare normalerweise sehr selten. Ich lasse meine Haare überwiegend Lufttrocknen, aber was man nicht alles tut. Also hatte ich jeden Tag 30 Minuten mehr Aufwand, weil ich föhnen musste und dann auch noch so viele Haare – das dauerte.

Richtigstellung: Die Haarverlängerung kann genauso, lufttrocknen und muss nicht geföhnt werden.

Ja was soll ich sagen was für eine Erleichterung. Meine Haarverlängerung föhne ich genau, wie sonst meine eigenen Haare so gut wie nie und das ist kein Problem.

  • 3. Falsche Behauptung: Teuer ist immer besser. Diese falsche Behauptung kommt von mir selbst. Da ich nicht wusste, worauf ich bei der Salonsuche achten soll, ging ich zudem davon aus, dass der hohe Preis gerechtfertigt sei und ich somit auf der sicheren Seite bin.

Richtigstellung: Glück im Unglück! Dadurch, dass die erste teure Haarverlängerung so schief ging, bin ich an die Haarwerkstatt gekommen. Dort ist die Haarverlängerung nicht nur super, sondern der Preis ist wesentlich günstiger. Natürlich sollte man nicht am falschen Ende sparen, allerdings sollte man sich auch nicht abzocken lassen.

  • 4. Falsche Behauptung: Eine Haarverlängerung ist für feine Haare unter Umständen nicht geeignet.

Richtigstellung: Eine Haarverlängerung ist auf jedenfall auch mit feinen Haaren möglich. Man kann die Belastung durch mini Strähnen und auch durch die Länge reduzieren. Ist beispielsweise eine 40 cm Länge zu schwer, könnte man mit einer 30 cm Länge arbeiten.

  • 5. Falsche Behauptung: Eine Haarverlängerung belastet die eigenen Haare, weswegen man zwischendurch eine Pause für die Haare einlegen sollte.

Richtigstellung: Ganz im Gegenteil, eine Haarverlängerung schützt das Eigenhaar. Durch die Verlängerung sind die eigenen Haare keinen Reibungen mehr ausgesetzt. Eine Haarverlängerung kann also den Aufbau der eigenen Haare fördern. Mein Eigenhaar ist bereits während der ersten richtigen Haarverlängerung so gut nachgewaschsen, dass eine ganz andere Setzung für die zweite Haarverlängerung möglich war. Bei meiner dritten Haarverlängerung konnten wir die Setzung noch optimaler gestalten und es war sogar ein schöner Stufenschnitt möglich. Das langfristige Ziel ist es auch die benötigten Strähnen zu reduzieren.

Hier nun die Vorher-Nachher-Fotos meiner Haarentwicklung und Verlängerungen.

Träume werden wahr!

Mein Traum von langen, vollen Haaren ist nun dauerhaft erfüllt. Ich kann mir ein Leben ohne Haarverlängerung nicht mehr vorstellen. In den richtigen Händen und mit der richtigen Pflege ist es einfach nur ein Traum.

Mein Tipp wie man den richtigen Salon findet:

Meine klare Empfehlung für Hamburg ist natürlich die Haarwerkstatt Hamburg. Allen, die nicht aus Hamburg kommen, kann ich zwei Tipps mit auf den Weg geben. Hört auf Empfehlungen und falls ihr auf keine Empfehlung zurückgreifen könnt, achtet auf den Status der Great Lenghts Salons. Mir war das bei der Googlesuche zwar aufgefallen, aber ich konnte damit nichts anfangen. Die Salons haben unterschiedliche Status, Silber, Gold und Master. Achtet unbedingt darauf einen Master of Great Lenghts aufzusuchen.

In diesem Sinne auf die Traummähne!

Deine Janine

Spaß ohne Alkohol

Der Alkohol ist fest in unserer Gesellschaft verankert. Er gehört bei jeder Feier oder auch bei einem einfachen Zusammentreffen dazu. Dabei wurde dieser in der Mittelsteinzeit eher zufällig entdeckt. Seit jeher hat Alkohol eine kulturelle und religiöse Bedeutung. Später waren die „geistigen Getränke“ die einzige Freudenquelle nach der Arbeit. Für den römischen Schriftsteller Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. ‑ 65 n.Chr.) war Trunkenheit nichts anderes als „freiwilliger Wahnsinn“. Er charakterisiert den betrunkenen Zustand als „Krankheit“, die auftritt, wenn die ‘übergroße Kraft des Weines’ von ‘der Seele Besitz ergriffen’ habe.

Doch wieso ist Alkohol auch heute aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken? Immerhin stehen uns heute fast unbegrenzte Möglichkeiten der Freude zur Verfügung. Ich stelle mir die Frage, ob Menschen von Natur aus überhaupt Freude empfinden können. Insbesondere, wenn Menschen zusammenkommen, wird getrunken. Diese ich nenne es getrost Tatsache ist in unserer Gesellschaft so fest verankert, dass man sich jedesmal rechtfertigen muss, wenn man keinen Alkohol trinken möchte. Daher ist Alkoholtrinken gesellschaftlich erwünscht. Ich wirke also generell eher unsympathisch, wenn ich den Alkohol meide.

Ich möchte mich nicht ständig dafür rechtfertigen müssen, dass ich keinen Alkohol trinke

Also wir stellen fest, Alkohol ist gesellschaftlich wichtig und ich mache mich dadurch, dass ich keine Alkohol trinke zum Außenseiter. Damit kann ich leben, was mich aber seit Jahren nervt, dass ich mich immer wieder aufs Neue dafür rechtfertigen muss und ständigen Überredungsversuchen ausgesetzt bin. Also hier noch einmal für alle! Auch wenn es sich um eine Party handelt werde ich den ganzen Abend Cola oder etwas anderes alkoholfreies trinken! Hier einmal ein paar Sätze, die ich echt nicht mehr hören kann und meine Antworten darauf:

  1. „Da du ja nichts trinkst, kannst du uns ja auch fahren oder?“ Meine Antwort darauf ist: „Nein! Denn ich möchte auch ausgelassen feiern und nicht die Verantwortung für das Fahren übernehmen, da ich generell nicht gut und gerne Autofahre.“
  2. „Nicht mal einen Schluck?“ „Ehm nein! Ich quäle mir auch keinen Schluck von etwas runter, was ich nicht mag, nur damit du dich besser fühlst (warum fühlst du dich dadurch eigentlich besser?)“
  3. „Trinkst du echt nie etwas?“ „Nein, ich weiß ich bin wahrscheinlich eine Außerirdische.“
  4. „Das könnte ich nicht!“ „Ja, das ist meine geheime Superkraft hahahha, nein im ernst, wieso kannst du das denn nicht? Was genau ist dein Problem?“
  5. „Noch nicht mal zum anstoßen?“ „Wer hat eigentlich festgelegt, dass man nur mit Alkohol anstoßen kann?“

Das soziale Miteinander durch Alkohol stärken

Die häufigste Begründung für das gesellschaftliche Alkoholtrinken ist das bessere soziale Miteinander. Also sind wir Menschen von Natur aus gar keine sozialen Wesen, sondern werden das erst, wenn wir berauscht sind? Ist jeder einzelne von uns doch zu individuell und unanpassungsfähig und können wir wirklich nur locker sein, wenn wir berauscht sind? Ich würde vermuten, dass die meisten von uns angstgesteuert sind und diese Angst ohne die Berauschung des Alkohols nicht loswerden.

Der Abend wird lustiger, umso mehr Hemmungen fallen. Mir stellt sich die Frage, wieso wir bei uns vertrauten Personen dennoch unüberwindbare Hemmungen zu haben scheinen. Vielleicht sind mir die Personen also doch gar nicht so vertraut, weil sie gar nicht sind, wie sie sind und ich nur einen Funken davon durch den Alkohol und den verbundenen gefallenen Hemmungen zu sehen bekomme? Man sagt ja: „Nur besoffene und Kinder sagen die Wahrheit!“ Also sind die nüchternen Menschen, denen ich begegne alle unehrlich und unecht?

Der echte Spaß mit Erinnerungswert

Ich habe schon seit jeher ohne Alkohol Spaß! Natürlich ist es eine andere Art von Spaß, denn der Spaß ist echt! Ein Spaß ohne Berauschung und Betäubung, einer der aus dem Herzen mit dem natürlichem High-Gefühl durch das soziale Miteinander entsteht und der mir jahrelange positive Erinnerungen beschert. Allerdings kann ich den alkoholisierten Spaß nicht beurteilen, da ich generell keinen Alkohol trinke, ich mag ihn geschmacklich nicht und hielt es auch nie für nötig, da ich mich auf einer Feier oder bei Freunden noch nie so unwohl und unsicher gefühlt habe, das ich das Bedürfnis hatte meine Hemmungen zu verlieren. Mit meinen Freunden, die auf meiner Wellenlänge sind kann ich über Gott und die Welt reden, über alles mögliche lachen, singen und tanzen und tun wo ich sonst noch zu Lust habe. Mich berauscht extrem die Gute Laune, davon bin ich oftmals so richtig aufgedreht. Ich denke nicht, dass ich mir die Leute und die Stimmung schön trinken kann, wenn muffelige Leute auf einer Party sind, dann passt es halt nicht, man kann ja nichts erzwingen. Ich wechsel also dann lieber die Leute, als das Getränk. Allerdings habe ich es mit dem Getränk versucht, also ich habe auf die Berauschung der anderen Personen gewartet. Nur bei den meisten zeigte der Alkohol jetzt auch nicht gerade eine so berauschende Wirkung, dass sie nun dadurch zu Dancingqueens mutierten. Ich verbringe meine Zeit generell auch lieber mit Personen, die ich auch nüchtern ertragen kann und möchte und die mir auch nüchtern sagen, dass sie mich lieb haben.

Angst vor dem Kontrollverlust

Menschen wie mir, die keinen Alkohol trinken, sagt man nach, dass wir Angst vor dem Kontrollverlust haben. Doch was, wenn es in Wirklichkeit genau andersherum ist? Genauer betrachtet führt die Angst ja zum Alkohol. Angst zu sein wie man ist, Angst vor den eigenen Gedanken und die Angst den eigenen Kontrollverlust mitzuerleben. Dieses berauschende Gefühl ist ja auch gleichzeitig betäubend. Man bekommt unter Alkoholeinfluß also auch viel weniger von der Feier, den Personen und sich selbst mit. Ein Freund hat mal zu mir gesagt, dass es interessant sein muss eine Party nüchtern zu erleben, weil man dann einfach alles mitbekommt. Er hat absolut Recht, die Frage ist nur, traust du dich das?

Verstehe mich jetzt bitte nicht falsch ich habe nichts gegen Alkohol oder Leute, die Alkohol trinken. Jedem, wie es ihm beliebt. Ich finde es nur schade, dass so viele Leute, die ich kenne ohne Alkohol nicht einmal Ansatzweise in der Lage sind zu feiern. Da würde ich an deren Stelle mal drüber nachdenken wollen, wo da eigentlich das Problem liegt. Denn ob eine Feier gut wird oder nicht hängt nicht von den Getränken ab, sondern immer von einem selbst.

Das Partykonzept ohne Alkohol

Schon mal von der Sober Sensation gehört? Bei meiner Recherche zu diesem Artikel bin ich auf dieses interessante und mir aus der Seele sprechende Konzept gestoßen. Sober Sensation wurde 2016 von Gideon Bellin gegründet mit der Idee alle Sinne in den Mittelpunkt zu stellen und diese auf natürliche Weise anzusprechen. Es wird auf die Kraft der natürlichen Highs gesetzt auf die soziale Energie mit dem Hintergrundwissen und Beobachtungen der normalen Partykonzepte, dass die frischesten, energetischen und sozial aktivsten Gäste meistens nüchtern waren. Die Gedanken und das Konzept könnte auch von mir sein, denn ich hatte auch schon überlegt meine privaten Zusammenkünfte nur noch ohne Alkohol zu veranstalten, um die Möglichkeit zu haben, einige „Nüchterner-Ichs“ meiner Freunde, insbesondere deren natürlichen Sinne besser kennenzulernen. Ich werde das Konzept Sober Sensation für die Zukunft mal im Auge behalten.

Und was meinst du? Würde ich dich auf einer Party ohne Alkohol vorfinden?

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar!

Deine Janine

Rezension zu „Die Liebe empathischer Menschen“

Warum finde ich Erleichterung in meiner eigenen Einsamkeit und warum habe ich das Gefühl die Dinge anders wahrzunehmen?

Eine sehr lange Zeit war ich sehr oft sehr verärgert und enttäuscht von anderen Menschen ohne es hätte sein zu müssen. Denn meine Verärgerung und Enttäuschung erwuchsen aus einem Missverständnis, der Denkweise, dass nicht nur ich die Dinge und Gefühle so wahrnehme, sondern auch alle anderen. Heute weiß ich, dass es empathische Menschen mit dieser besonderen Gabe gibt und dass diese Gabe nicht der Normalität entspricht.

Seit ich das weiß, lese ich viel über Empathie so auch dieses Buch von Luca Rohleder „Die Liebe empathischer Menschen“ in dem der Autor die einzelnen Lebensphasen der empathischen Liebe beschreibt.

Der Klappentext

Aufgrund ihrer hohen Feinfühligkeit stellt die Liebe für empathische Menschen nicht nur das größte Glück auf Erden dar, sondern kann auch seelische Verletzungen hervorrufen. Für das empathische Wesen ist es infolgedessen wichtig, mit der Liebe keinen Schiffbruch zu erleiden. Dieses Buch zeigt auf, wie Sie positive Liebeserlebnisse mehren und zugleich leidvolle aus Ihrem Leben nachhaltig verbannen können.
Alles in allem erhalten Sie ein Grundlagenwerk zu allen Facetten der empathischen Liebe. Der hochsensible Autor Luca Rohleder empfiehlt einen persönlichen Wachstumsprozess, den er in verschiedene Lebensphasen aufteilt. Dabei beginnt er schon mit der empathischen Prägung kurz nach der Geburt, geht weiter über die ersten Liebeserfahrungen und endet mit der Liebe im fortgeschrittenen Alter. Durch diese Beschreibung unterschiedlicher Liebesphasen wird deutlich, dass das Leben vieler empathischer Menschen auffällig oft Parallelen aufweist, wenn es um glückliche oder auch unglückliche Momente der Liebe geht.
Mithilfe eines vom Autor entwickelten alternativen psychologischen Erklärungsmodells, werden Sie sich selbst, Ihren Partner sowie Ihre Liebesbeziehungen besser verstehen lernen und die Geheimnisse der empathischen Liebe werden Ihnen offenbar.

Empathie ist eine Gabe

Die empathische Gabe entscheidet sich von Geburt an. Empathen unterscheiden sich von Nicht-Empathen dadurch, dass sich bei ihnen die Urinstinke nicht vollständig aufgelöst haben. Diese Erkenntnis die der Autor mir da offenbart hat, hat mich wirklich fasziniert. Empathie ist nichts was man einfach so lernen oder verlernen kann. Entweder man hat sie oder eben nicht. Als Empath fühlt man sich schon recht früh irgendwie fremd. Ein sehr interessanter Absatz war für mich in diesem Buch mein beliebtes Thema Smalltalk. Dieser kann für uns Empathen nämlich irritierend und kräftezehrend sein, weil wir unterschwellig die wahren Gefühle der Gesprächspartner wahrnehmen. Ich selbst konnte das für mich selbst nie so gut in Worte fassen oder erklären, warum ich Smalltalk meide, davon nichts halte und mich danach oftmals einfach nicht gut fühle. Ich merke einfach den Unterschied, ob jemand wirklich nett ist oder nur so tut. Da die meisten nur so tun, ist es für mich schwer zu ertragen und ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Zudem muss ich mich oftmals zusammenreißen die Personen nicht mit ihrem aufgesetzten Verhalten zu konfrontieren.

Menschliche Werte

Hier kommen wir nochmal auf mein zwischenmenschliches Missverständniss. Für mich und ganz besonders für mein Gewissen ist absolut klar, was sich gehört und was nicht. Deswegen habe ich es auch nie für nötig gehalten andere darauf hinzuweisen, weil ich davon ausgegangen bin, dass diese Werte, der Unterschied von Gut und Böse jedem so klar sind wie mir. Das ist aber gar nicht der Fall. Nur die empathischen Menschen verfolgen diese hohen menschlichen Werte auch in Bezug auf die wahre Liebe. Diese Tatsache bereitet mir persönlich immer wieder zwischenmenschliche Probleme. Hinzu kommt, dass empathische Menschen im Gedächtnis Verletzungen ansammeln. Ich vergesse nichts, vorallem nicht die schlechten Gefühle, die ich bei bestimmten Situationen oder Äußerungen hatte. Das führt oftmals dazu, dass ich mich in etwas hineinsteigere und irgendwann ausraste ohne das die betroffene Person versteht, wie das passieren konnte. Dieses Problem ist durch die beiden „empathischen Probleme“ entstanden, nämlich durch meine hohe Moralvorstellung und mein Schweigen in gewissen Situationen, weil ich davon ausgehe, dass die Person das doch selbst merken muss. Dadurch erstelle ich ein zeitversetztes Problem, welches im Nachhinein nur noch ich selbst verstehe.

Pausen

Ich brauche regelmäßige Weltpausen. Das Gehirn empathischer Menschen läuft regelmäßig auf Hochtouren, weil wir mehr Eindrücke wahrnehmen, verarbeiten und zerdenken. Aus diesem Grund brauchen wir immer mal wieder Zeit für uns alleine. Ich merke heute sofort, wenn es wieder Zeit für eine Pause ist, es ist so als würden meine Gefühle über mir zusammenfallen.

Empathische Liebesbeziehungen

Ich finde empathische Liebesbeziehungen wundervoll und wünschte jeder wäre in der Lage so eine tiefe Zuneigung für eine andere Person zu empfinden. Natürlich hat das intensive fühlen auch immer seine Schattenseiten. In einer Partnerschaft übernehmen wir nämlich die Stimmung des Partners, das ist nicht immer leicht. Mir kann es nicht gut gehen, ohne dass es meinem Partner gut geht und das halt im kleinsten Detail. Sprich wenn mein Partner einfach nur mal schlechte Laune hat übernehme ich diese ebenfalls.

Schlafen mit dem sechsten Sinn

Die empathische Gabe zeichnet sich durch den sechsten Sinn aus. Das Buch empfiehlt die Gedanken, die uns nach dem Aufwachen einfallen zu notieren. Ich selbst habe das noch nicht ausprobiert finde die Empfehlung aber sehr interessant und werde das demnächst mal versuchen. Es heißt, dass die Ideen, die uns morgens einfallen am ehesten von unserem inneren Wesen stammen. Daher sollten wir Empathen unser Schicksal eher in die Hände des Schlafs legen, so lösen sich die Probleme dann wie von alleine.

Handlungstempo

„Empathische Menschen zeigen selten schnelle Handlungsmuster.“ Dieser Satz in dem Buch hat mich zum Dauernicken gebracht. Es ist so wahr. Bei einem intellektuellem Wettkampf mit Nicht-Empathen tue ich mich extrem schwer und gewinne diesen selten, da ich einfach nicht schlagfertig und spontan bin. Ich versuche es heute aber auch gar nicht mehr. Zudem bin ich eher der schriftliche Typ ich brauche die Möglichkeit meine Gedanken in Ruhe ordnen zu können, manchmal auch über mehrere Tage, weil es soviele sind. Es ist also nicht so, dass ich zu einem Thema keine Gedanken habe, es ist eher so, dass ich zuviele Gedanken habe und ich deswegen nicht schnell handeln kann.

Warum ich dieses Buch empfehle

Für mich ist das Buch von Luca Rohleder ein Buch welches mir in vielen Dingen aus dem Herzen spricht. Auch liebe ich persönlich seine Ausflüge in die Quantenphysik. Ich kann jedem Empathen aber auch Nicht-Empathen dieses Buch empfehlen, man wird einfach vieles besser verstehen.

An alle Empathen da draußen denkt immer daran, wir wurden als Helden der Liebe geboren.

Bist du auch ein Empath oder möchtest Empathen besser verstehen? Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar!

(Quelle: Die Liebe empathischer Menschen Luca Rohleder, dielus edition, ISBN: 978-3-9822120-8-1, Preis: EUR 22,00)

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Zu Dir oder zu mir?

Ein Artikel, zwei Sichtweisen! Meine Gastautorin Elli Pirelli ergänzt meine Gedanken und mich so wunderbar, denn sie denkt bei vielen Themen komplett anders als ich und genau das macht es so interessant. In diesem Artikel wirst du nun einmal die Sichtweise von Elli Pirelli lesen und danach meine. Uns würden natürlich noch andere Sichtweisen dazu interessieren, weswegen wir uns sehr über Kommentare freuen würden.

Die Sichtweise der Gastautorin Elli Pirelli

Endlich Feierabend. Torben und Anna treffen sich, so wie jeden Abend, vor dem Firmengebäude und stellen die berühmt berüchtigte Frage:  Zu mir oder zu Dir?

Sie lächeln sich an und Torben sagt:“Ich habe heute sturmfrei…“ und Anna antwortet:“Ich auch!“

Ein vorübereilender Kollege dreht sich kurz um und wäre dabei fast gegen den Türrahmen gestoßen.

Sie haben sich beide damit abgefunden, dass die Kollegen/Kolleginnen hinter ihnen die Köpfe zusammensteckten, denn schließlich waren Sie beide verheiratet.

Anna und Torben arbeiten beide in derselben Firma und haben so gut wie identische Arbeitszeiten. Vor 5 Jahren haben Sie sich auch hier kennen und lieben gelernt. Torben arbeitete bereits seit mehreren Jahren in der Firma und Anna hatte gerade die Stadt und den Job gewechselt.

Anna ist zufrieden mit Ihrem Leben und der netten kleinen Wohnung mit einem großen Südbalkon, etwas abseits der Stadt, aber nicht allzu weit von der Firma entfernt, die sie damals zu einem sehr guten Preis hatte kaufen können. Meistens fährt sie mit dem Rad zur Arbeit und bei schlechtem Wetter nimmt sie den Mini aus der Garage.

Torben wohnt in entgegengesetzter Richtung in einem ruhigen Neubaugebiet in einer Doppelhaushälfte. So klassisch mit Nachbarn, die zum Grillen vorbei kommen, Rasen mähen am Wochenende und viel Platz in der Wohnküche für gemeinsame Kochabende.

Torben war Anna am bereits an Ihrem ersten Arbeitstag aufgefallen. Anfangs verabredeten sie sich gelegentlich zu gemeinsamen Ausflügen, so dass Anna die Stadt kennen lernen konnte. Nach und nach wurden sie vertrauter und verliebten sich ineinander.

Beide hatten in ihrem Leben sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit ihren bisherigen Beziehungen gemacht, sie wussten was sie wollten, und was nicht.

Und zu den Dingen, die sie nicht wollten, zählte der Alltag. Der gemeinsame Alltag und die stetig gleich verlaufenden Abende, Tage und Nächte. Ohne Highlight. Sie wollten keine Gewohnheit, sie wollten ihre kleinen Freiheiten bewahren. Sie wollten eine Bindung ohne Bindung. Sie wollten Vertrauen. Ineinander.

Anna und Torben sind seit drei Jahren verheiratet. Und zwar miteinander. Und sie stellen sich jeden Abend die Frage: zu Dir oder zu mir?

Beide sind in ihren Wohnungen wohnen geblieben und treffen sich je nach Laune mal bei ihm und mal bei ihr. Diese kleine Freiheit, die sich beide bewahren wollten,  ist natürlich auch eine Frage des Geldes. Aber sowohl Anna als auch Torben sind vorher auch mit ihren Lebensumständen gut klar gekommen, keiner ist vom anderen abhängig und so haben sie sich für diese Art zu leben und zu lieben entschieden.

Natürlich verbringen sie ihre Freizeit und ihre Urlaube zusammen, gehen gemeinsam shoppen und mit Freunden feiern, laden ihre Eltern ein, mal hier mal da…  Auch wenn ihre Freunde/Freundinnen diese Lebensweise oft kritisch hinterfragen, haben sie sich damals beide bewusst dafür entschieden und es bis heute nicht bereut.

Vielleicht ist es ein besonderer Kick, bei dem anderen zu sein bzw. einen Gast zu haben, vielleicht gibt man sich so mehr Mühe und verfällt nicht in diese alten Muster des Mann-Frau-Lebens mit klassischen Rollenverteilungen. So ist jeder für seinen Bereich allein verantwortlich. Vollumfänglich. Unabhängig.

Beide sind zufrieden und sehen keine Veranlassung ihre Lebensart zu hinterfragen. Im Gegenteil.

Trennen sich Paare aus dem Freundeskreis, so ist dies immer ein unendliches Drama, denn einer muss ausziehen, muss von heute auf morgen alleine klar kommen. Der Rosenkrieg ist vorprogrammiert. Meistens zieht die Frau den Kürzeren, denn allzu oft zieht sie bei ihm ein und muss somit seine Wohnung auch wieder verlassen.

Also tut sie dies erst, wenn sie Ersatz gefunden hat. Und vielleicht ist dieser Ersatz ja doch nur ein Sprungbrett? Somit wäre die nächste Beziehung auch zum Scheitern verurteilt. Gleiches gilt natürlich auch im umgekehrten Fall.

Und ja, natürlich ist es nicht der Grundgedanke, wenn man heiratet oder zusammenzieht, dass man einen Plan für die Trennung hat, aber die Statistiken sprechen für sich. Und damit will ich es belassen.

Und last but not least:

Einfach mal toleranter und offener gegenüber anderen Beziehungsmodellen sein…

Elli Pirelli

Meine Sichtweise

Danke liebe Elli für deine Gedanken und Darstellung in Bezug auf andere Beziehungsmodelle. Ich bin offen und tolerant dem gegenüber, auch wenn es für mich absolut nichts wäre. Aber mein Motto ist und bleibt leben und leben lassen. Wenn Anna und Torben glücklich und zufrieden sind finde ich das super!

Warum andere Beziehungsmodelle für mich nicht in Frage kommen? Ich habe wie jeder von uns ein eigenes Verständis, davon, was eine Beziehung ist und was diese bedeutet. Meine Wahrheit einer Beziehung lautet, dass eine Beziehung zu haben bedeutet zusammenzusein, zusammenzuleben und gerade der Alltag, den viele mit anderen Beziehungsmodellen vermeiden wollen, genau der gehört für mich dazu. Ich möchte mein Leben, meinen Alltag mit jemandem teilen und meistern. Ich möchte in guten, in schlechten und in eintönigen Zeiten mit jemandem zusammensein. Ich möchte für jemanden da sein, wenn er krank ist und mich dann nicht in meine Wohnung zurückziehen, bis er wieder gesund ist und umgekehrt möchte ich gesund gepflegt und krank ertragen werden. Eine Partnerschaft bedeutet für mich nicht einen Partner für gemeinsame Aktivitäten und Spaß zu finden, sondern einen Partner fürs Leben und das Leben besteht bekanntlich nicht nur aus Spaß, eher selten sogar. Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt, Leid halbiert sich und genau das möchte ich. Ich möchte mein Leben nicht alleine meistern und mein Glück nicht für mich behalten.

Auch möchte ich Vertrauen aufbauen, Geborgenheit fühlen und mit meinem Partner zusammenwachsen. Gemeinsam lernen Kompromisse für den anderen einzugehen und einfach nur seine Nähe genießen. Das Modell der zwei getrennten Wohnung löst bei mir ein unechtes Gefühl aus. Für mich ist es keine Liebesbeziehung sondern eher eine Dauerdatingbeziehung. Treffen sind inszeniert, jeder reißt sich ein Stück weit zusammen und man lernt sich so nicht richtig kennen. Ich liebe ja gerade genau diese Vertrautheit und Gewohnheit in der Beziehung, wo ich mich nicht mehr zusammenreißen muss, denn das ist mir ehrlich gesagt auf Dauer auch zu anstrengend. Ich bin in meinen Beziehungen immer froh gewesen, wenn die anstrengende Datingphase endete und es zum vertrauten Zusammenwohnen überging.

Es ist also eine Entscheidung die wir treffen. Ist uns Zusammenhalt und Nähe wichtig oder Eigenständigkeit und Autonomie.

Kommen wir nochmal zum Schluss auf die Statistiken. Paare trennen sich, daran besteht kein Zweifel. Niemand hat gesagt, das Beziehungen, das die Liebe einfach ist. Dennoch würde ich nicht mit einem Trennungsgedanken in eine Beziehung gehen, dann bringe ich ja gleich etwas schlechtes mit hinein, was sich in meinem Unterbewusstsein verankert.

Aber nun zu der Statistik. Statistisch gesehen trennen sich Paare mit getrennten Wohnungen häufiger, als Paare die gemeinsam wohnen. Der Grund, eine Trennung ist in jeglicher Hinsicht einfacher, da man ja nie richtig zusammen war. Man hat sich in keinster Weise gebunden, weder materiell noch emotional.

Ich werde mich daher immer für Zusammenhalt und Nähe entscheiden.

Wofür entscheidest du dich? Lass es uns doch in den Kommentaren wissen.

Deine Janine

1.000 Fragen an dich selbst #19

Frühlingsgefühle im Februar? Warum auch nicht. Also einfach mal verträumt aus dem Fenster gucken, einen kleinen Spaziergang machen und danach die nächste Runde der 1.000 Fragen an dich selbst beantworten.

721: In welchem Beruf wärst du wahrscheinlich ebenfalls gut? Als Schriftstellerin, ich liebe das Schreiben.
722: Was waren die liebsten Worte, die du jemals zu einer Person gesagt hast? Schwierige Frage, das kann ich gar nicht in festen Worten festlegen. Die Worte, die ich aus meinem tiefsten Herzen geäußert habe.
723: Was von der Einrichtung deiner Wohnung hast du selbst gemacht? Nichts, ich bin weder handwerklich begabt noch gut im Einrichten.
724: Wie würden dich Leute beschreiben, die dich zum ersten Mal sehen? Unterschiedlich von zickig, eingebildet, symphatisch und witzig ist alles dabei.
725: Was würdest du mit einer zusätzlichen Stunde pro Tag anfangen? Lesen, ich liebe Bücher!!!
726: Welchen Film würdest du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen? Mit Freundinnen gucke ich am liebsten Liebeskomödien.
727: Fühlst du dich anders, wenn du ein Kleid trägst? Ja, weiblicher und verträumter.
728: Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher? Der Frühlingsduft, da denke ich immer an meine Kindheit, weil ich da viel draußen war.
729: Was würdest du anders machen, wenn du auf niemanden Rücksicht nehmen müsstest? Mein Leben, leben, was ich bereits tue da ich auf niemanden groß Rücksicht nehmen muss.
730: In welcher alten Kultur hättest du leben wollen? Die älteren Kulturen sind leider nicht sehr Frauenfreundlich von daher in keiner.
731: Denkst du lang über Entscheidungen nach? Eigentlich nicht, ich verlasse mich auf meinen Instinkt. 
732: Hast du schonmal vor dem Ende eines Filmes das Kino verlassen? Nein, auch wenn ein Film noch so blöd ist möchte ich trotzdem wissen wie er ausgeht.
733: Über welche unangemessenen Witze lachst du insgeheim doch? Die so doof und flach sind, dass sie schon wieder lustig sind.
734: Findest du, dass die schlechten Tage auch zum Leben gehören? Natürlich, ohne sie würde es keine guten Tage geben.
735: Was müsste in einer Gebrauchsanweisung zu deiner Person stehen? Ruhig, pflegeleicht, sensibel. Wenn ich in Ruhe gelassen werde und man mich einfach machen lässt hat man keine Sorgen mit mir.
736: Wie groß ist unsere Willensfreiheit? Ohne uns ständig von außen beeinflußen zu lassen hat doch jeder von uns eine relativ große Willensfreiheit.
737: An welchem Kurs würdest du gerne teilnehmen? Schwierig da gibt es garantiert viel interessantes. Sprachen, was psychologisches,tanzen.
738: Machst du manchmal Scherze auf deine eigenen Kosten? Oh ja ich nehme mich gerne selbst auf den Arm.
739: Welche Blumen kaufst du am liebsten für dich selbst? Ich kaufe mir keine Blumen.
740: Welche Eigenschaft eines Tieres hättest du gern? Die Unbeschwertheit einer Katze.

741: Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen? Das kommt auf die Vertraulichkeit des Gespräches an.
742: Wem erzählst du, was du geträumt hast? Meinem Mann. Ich muss oftmals auch darüber reden, weil ich in meinen Träumen so unheimlich viel erlebe.
743: Ist Neues immer besser? Natürlich nicht. Oft ist es auch das Altbewerte.
744: Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt? Das ist oft gar nicht so leicht, da eine Party nur mit der richtigen Konstellation in Schwung kommen kann. Ich versuche das natürlich mit guter Laune und guter Musik aber ich erzwinge nichts.
745: Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immer noch profitierst? Das 10-Finger-System. 
746; Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzten könntest? Ja zwar kann ich sie damit verletzen, aber eine Lüge verletzt immer mehr als die Wahrheit.
747: Was hast du in letzter Zeit jemandem gegeben, der die betreffende Sache dringender gebraucht hat als du? Ein offenes Ohr für eine Freundin, also meine Zeit. 
748: Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht? Nein. Deswegen verstehe ich die ganze Besprechungsproblematik, die viele in der Arbeitswelt damit haben auch nicht. Aber ich glaube, dass dies für extrovertierte einen Unterschied macht, da es virtuell nicht soviel Raum für Selbstdarstellungen und Applaus gibt. Ich persönlich finde das virtuelle teilweise etwas angenehmer, weil es konzentrierter ist und keiner mehr dazwischenquatscht.
749: Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast? Google Maps öffnen und schauen wo ich bin. 
750: Wann bist du zuletzt im Theater gewesen? Pssst ich war noch nie im Theater.
751: Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen? Ne freche Kiwi.
752: Sind deine Gedanken immer richtig? Was ist schon immer richtig? Natürlich bin ich nicht im Besitz von perfekten Gedanken.
753: Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören? Ein „Es tut mir leid“.
754: Was an dir ist typisch deutsch? Die Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Ernsthaftigkeit.
755: Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren? Ja total. Ich bin selbstbewusster, selbstzufriedener und ausgeglichener.
756: Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden? So richtig auf dem Spiel zum Glück noch nie. Bei mir ist auch nicht immer alles Sonnenschein aber es ging bisher immer gut aus.
757: Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben? Da habe ich keinen festen Traum. Einfach noch ganz viele schöne Momente.
758: Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher? Nein, ich habe tatsächlich weder ein Lieblingsglas noch eine Lieblingstasse.
759: Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? Mit einem Mädchen aus meiner Nachbarschaft bei meinem Elternhaus. Wir haben heute noch Kontakt.
760: Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge? Ja ich würde auf viel materielles verzichten, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge. Dabei ist mir allerdings Gerechtigkeit sehr wichtig.

In dieser Fragerunde war für mich keine Frage so richtig schwer für mich. Wie ist es bei dir? Haben wir Übereinstimmungen?

Deine Janine

Rezension zu „Denk dich Schlank“

Vielleicht ist es etwas ungewöhnlich, dass ich als schlanke Person ein Buch darüber lese, wie man sich schlank denkt. Ich habe im Kopf verschiedene Theorien darüber aufgestellt, warum es mir leichter, als anderen fällt, schlank zu sein. Ja und ich wollte herausfinden, ob an meinen Theorien etwas dran ist und ob meine Denkweise dabei eine Rolle spielt und genau aus diesem Grund ist das Buch für mich so interessant.

Worum es in dem Buch von Daniela Galitzdörfer genau geht

In diesem Buch geht es darum zu lernen wie ein schlanker Mensch zu denken. Die Autorin vermittelt uns die Psychologie des Abnehmens, aber auch des Schlankbleibens. Dieses Buch vereint in einzigartiger Weise Expertenwissen und neueste Ansätze aus Pädagogik, Psychologie und Gesundheitscoaching.

„Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem.“ Captain Jack Sparrow

Das Buch beginnt mit diesem interessanten Zitat, was ich finde sehr gelungen ist, denn egal was wir im Leben erreichen wollen so müssen wir vor der Umsetzung unsere Einstellung dazu anpassen. Mit der falschen Einstellung zu einem Problem lösen wir das Problem nämlich nicht. Somit starten wir in dem Buch damit zu lernen, wie wir unsere Einstellung ändern können. Und welche Einstellung schlanke Menschen zu ihrem Körper haben. Schlanke Menschen sind sich beispielsweise bewusst, dass sie für ihren Körper verantwortlich sind. Dieser Aussage kann ich absolut zustimmen. Ich übernehme gerne die Verantwortung für mich und mein Leben und weiß, dass ich dadurch mein Leben positiv beeinflußen kann. Wer das lernen möchte, bekommt in dem Buch praktische Beispiele und Übungen zur Verfügung gestellt.

Doch wie genau denken schlanken Menschen denn nun eigentlich?

Zunächst einmal sind schlanke Menschen sich über die Verantwortung, die sie ihrem Körper gegenüber haben bewusst und übernehmen diese Verantwortung auch, indem sie darauf achten ihren Körper optimal zu versorgen. Das ist wirklich so! Einfach nur irgendetwas zu essen führt noch lange nicht dazu den Körper überhaupt zu versorgen. Ich hatte hierzu vor längerer Zeit mal das Thema Füllstoffe in Zusammenhang mit Lebensmitteln. Essen wir Beispielweise ein Croissant hilft uns das zwar kurzzeitig gegen den Hunger, aber das Sättigungsgefühl hält nicht lange an. Aus dem einfachen Grund, weil es nur ein Gefühl ist. Das Croissant ist ein 100%tiger Füllstoff und enthält nichts, was deinen Körper versorgen könnte. Und so verhält es sich mit sehr vielen „Lebensmitteln“ weswegen das Wort „Lebensmittel“ hier einfach nicht wirklich passend ist. Als schlanker Mensch mit einer schlanken Denkweise bin ich mir dessen bewusst und ernähre mich aufgrund dessen auch entsprechend mit wirklichen Lebensmitteln.

Wie ich zu einem schlanken Lebensstil komme und was das bedeutet.

Das wird in dem Buch wunderbar erklärt und dazu enthält dieses Buch auch Fragen und Übungen für dich. Die Grundvoraussetzung für einen schlanken Lebensstil ist das mentale Gleichgewicht. Selbstfürsorge ist für uns schlanke Menschen Beispielsweise ein sehr großes Thema. Ich habe kein schlechtes Gewissen dabei mich um mich selbst zu kümmern auch wenn es mir und vielen von uns anders beigebracht wurde. Einem wird schnell Egoismus unterstellt. Ich soll doch bitte zuerst an die Anderen denken und dann an mich selbst. Dabei ist mir schon längst bewusst, dass ich viel besser für andere da sein kann, wenn es mir selbst gut geht. Auch habe ich ein liebevolles und wertschätzendes Verhältnis zu mir selbst. Wenn ich mich Beispielsweise selbst hasse, wie soll es mir dann wichtig sein und leicht fallen mich um eine gute Versorgung meines Körpers zu kümmern? Verstehst du den Zusammenhang? Auch den Absatz in diesem Buch mit folgender Überschrift: „Achten Sie darauf, wie andere mit Ihnen reden dürfen.“ Finde ich nicht nur unheimlich wichtig, sondern auch absolut anregend. Ich achte da schon sehr sehr lange drauf. Natürlich kann ich die Redensart und das Verhalten anderer nicht beeinflußen ich kann aber sehr wohl beeinflußen, wie ich mit mir reden lasse. Ein Trainer hat mich Beispielsweise öfter angeschrien, wenn ich die Übung falsch verstanden habe und er der Meinung war, dass dies dadurch zustande gekommen ist, weil ich nicht richtig zugehört habe. Von seinem Standpunkt aus, war er zurecht sauer, allerdings kann er nicht beurteilen, ob ich richtig zugehört habe oder nicht. Das spielt im Grunde auch gar keine Rolle. Ich habe ihm deutlich gesagt, dass ich mich weder von ihm noch von jemanden anschreien lasse. Mehr bedarf es gar nicht und er hat mich nie wieder angeschrien. Es war ihm wahrscheinlich gar nicht bewusst. Andere empfinden es ja vielleicht auch gar nicht so oder sie stört es nicht. Ich habe ihm aber bewusst gemacht, dass mich das sehr wohl stört. Vernachlässige weder deine Empfindungen und Gefühle noch lasse sie dir von anderen schlecht reden! Hierüber gibt es nicht nur ein ganzes Kapitel sondern auch Übungen z.B. wie du dir selbst einen Liebesbrief schreiben kannst.

Zum Schlank sein gehört eine gute Körperwahrnehmung

Ich habe eine sehr gute Körperwahrnehmung. Woher ich das weiß? Durch Gespräche mit anderen Personen. Ich achte auf vieles und merke auch sehr viel. Auch die kleinsten Veränderungen, wo die Meisten nie drauf achten würden. Deswegen merke ich auch eher, als andere, wenn ich einen Nährstoffmangel habe oder auch den umgekehrten Fall wie es sich anfühlt, wenn der Körper optimal versorgt ist.

Kennst du gesunde, schlanke Personen die unglücklich sind? Kann eigentlich nicht sein. Schlanke Personen haben Lebensfreude, was auch auch logisch ist. Wäre dem nicht so, würde Frustessen eventuell eine Rolle spielen. Deswegen hat schlank sein nichts mit schlechter Laune und Diäten in Form von hungern zu tun.

Den eigenen Kalorienbedarf kennen

Es gibt nur eine einzige Formel, weswegen es auch keine Diätgeheimnisse gibt: “ Führst du mehr Kalorien zu, als du verbrauchst, nimmst du zu. Führst du weniger Kalorien zu, als du verbrauchst, nimmst du ab. Triffst du die Kalorienmenge genau, so hälst du dein Gewicht.“ Weißt du wieviele Kalorien du für deinen Grundumsatz benötigst? Und ist dir bewusst, wieviele Kalorien du täglich zu dir nimmst? Ich weiß das genau und aktuell esse ich weniger als mein Grundumsatz, um noch etwas abzunehmen und bin dennoch immer satt. Viele von uns verwechseln ja auch Appetit mit Hunger. Oft höre ich auch die Aussage: „Ich weiß gar nicht, wieso ich abnehme, ich esse doch gar nicht so viel.“ Gefühlt mag das stimmen. 5 Croissants am Tag sind von der Menge ja nicht viel, von den Kalorien allerdings schon.

Schlank handeln

Zu einem schlanken Lebensstil gehört nicht nur die Denkweise, sondern auch das Handeln. Den Preis fürs Schlanksein auf sich zu nehmen und sein Leben danach zu gestalten. Beispielweise, sind wir schlanken Personen strukturiert, was besonders den Tagesablauf betrifft. Ja ich plane mein Essen und überlege mir das selten spontan. Ich finde es aber ehrlich gesagt viel angenehmer. Als ich ohne einen Essensplan meinen Tag gestartet habe, kamen irgendwann Heißhungerattacken und ich bin in der Mittagspause völlig ausgehungert zum nächsten Imbiss und habe mir dann irgendetwas geholt. Jetzt, wo alles geplant ist komme ich gar nicht mehr in die unangenehme Situation ausgehungert zu sein. Ich bin den ganzen Tag entspannt und satt, was das Essen angeht. Ist das wirklich ein Preis, den ich zahle? Klar einmal hinsetzen und planen kann nervig sein, aber eine der nervigsten Fragen, die jeder kennt lautet doch immer „Was wollen wir heute essen?“ Oder?

Warum ich dieses Buch empfehle

In diesem Buch geht es nicht um irgendwelche Diättrends. Es geht darum die innere Basis aufzubauen. Aufzuzeigen das schlank sein nichts mit kurzzeitigen Diäten oder dauerhaftem Hungern zu tun hat. Daniela Galitdörfer macht in ihrem Buch deutlich, dass schlank sein mit unserer inneren Einstellung zu tun hat. Auch hilft sie dir mit diesem Buch dich selbst zu hinterfragen, herauszufinden, was du wirklich willst und zeigt dir Möglichkeiten und Fallbeispiele auf, wie du das erreichen kannst. Wirklich lesenswert mit vielen Aha-Effekten.

(Quelle: DENK DICH SCHLANK Daniela Galitdörfer, dielus edition, ISBN: 978-3-9822120-1-2, Preis: EUR 19,00)

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Allein-Allein, der Coronablues

Gastautorin Elli Pirelli

Lockdown, Shutdown, Ausgangsbegrenzungen… was noch?

Ich hasse es… und alles was mit diesem Virus zusammenhängt.

Du bist selbst schuld, sagt meine Freundin. Das hast du nun von Deiner Unabhängigkeit, Deiner Freiheit und dem Spruch „ich bin gerne allein“. Denn das bin ich aktuell wirklich. Allein.

Ich kann nicht…

Ich kann mich nicht in ein Café setzen und Leute beobachten, ich kann keine Wochenendtrips unternehmen, ich kann nicht shoppen gehen, ich kann nicht in ein schickes Restaurant zum Essen ausgeführt werden und ich kann mich auch nicht in Hotelbars mit Männern treffen, um die Chemie zu checken. Spaziergänge an der frischen Luft sind auch unsexy. Und ewige Brieffreundschaften, bis man sich mal wieder treffen könnte… dabei  verpufft die Erotik nach ein paar Tagen vollständig. Ich gehöre ja auch nicht zu den Weibchen, die gerne skypen oder sich in Videochats ausziehen… Bilder sind fast das Maximum.

Wehmut

Ich muss zugeben, die aktuellen Zeiten fallen mir schwer. Ich darf zwar noch zur Arbeit gehen, aber auch nur, weil wir nicht genug digitalisiert sind, zu viel Papier, aber wenigstens sitze ich in meinem Büro anstatt mit 5 Leuten jetzt nur noch zu zweit. Mit Abstand. Mit Maske. Ich bin der absolute Anti-Homeoffice-Mensch. Ich muss raus und mich über die Kollegen & Kolleginnen ärgern.

Gemeinsam einsam

Aber wäre alles so viel besser, wenn ich einen festen Partner hätte? Ist das die Lösung zur Abschaffung von Einsamkeit? Muss ich meine Einstellung zum Singleleben ändern? Mit einem Mann zusammen wohnen und leben?

Trotz der widrigen Umstände bin ich dazu (noch) nicht bereit. Ich bin auch schon zu viele Jahre für mich selbst verantwortlich, niemand, der abends mit mir auf der Couch sitzt und mit dem ich um das Fernsehprogramm streite um dann doch in meinem Zimmer ein anderes Programm zu schauen. Alleine.

Tagsüber wären wir doch eh nicht zu Hause, da ich davon ausgehe, dass beide einer Arbeit nachgehen würden. Hat einer von beiden auch noch Schichtarbeit, sind die gemeinsamen Stunden noch weniger. Nach der Arbeit geht man seinem Hobby nach, meistens hat man unterschiedliche Hobbys oder Sportarten, mit viel Glück interessiert man sich für dasselbe. Hat man einen Hund, kann man zusammen spazieren gehen. Hat einer von beiden ein Pferd, verbringt der Partner fast seine komplette Freizeit beim Zossen und der Andere ist… alleine… außer… wie gesagt, es ist ein gemeinsames Hobby.

Lebensmittel einkaufen geht meistens nur einer von beiden und shoppen? Welcher Mann hat schon Interesse mit seiner Frau einen Laden nach dem Anderen abzulaufen, vor der Umkleidekabine zu sitzen und Klamotten ranzuschaffen, weil das mitgenommene nun doch nicht gefällt?

Auch sitzen die meisten Männer nicht gerne vor Cafés und glotzen Leute an und lästern rum. Das ist irgendwie so ein Frauen-Ding. Also macht der Partner in der Zwischenzeit wieder etwas anderes, z.B. Motorrad fahren oder Autos reparieren, what ever. Alleine.

Bleibt die Hausarbeit, ggf. Gartenarbeit. Ein hoher Streitfaktor, wer macht was und warum hat er es nicht gemacht, obwohl  es doch vereinbart war?

Muss ich eigentlich die Hemden bügeln? Ich wünsche zwar, dass er welche trägt, und bitte keine karierten, aber ich weiss, dass meine Arbeitskollegen, obwohl in einer Partnerschaft lebend, ihre Hemden für € 1.99 (waschen/bügeln) in die Reinigung bringen.

Gibt es etwas zu reparieren, hoffe ich, dass ER nicht zwei linke Hände hat, sonst muss ich mir trotzdem den Handwerker bestellen, so als wäre ich… allein.

Kann er tanzen? Wenn nein, sitze ich bei einem Ball trotzdem in dem schönen Kleid alleine da (der Mann steht dann meistens mit anderen Männern an der Theke) und hoffe, dass mich einer der Tanzbären auffordert. Wie bei einem Single.

Und wie sieht es im Bett so aus? Schon Flaute über Wochen, Monate oder ggf. Jahre? Also Fremdgehen vorprogrammiert und schwupps, ist wieder einer von beiden…  allein.

Bleiben die Freunde. Mit Glück hat man gemeinsame Freunde, mit Pech kann der Eine die Freunde des Anderen nicht leiden und kommt nicht mit zur Grillparty. Also wieder… allein. Dann die Schwiegereltern und Geschwister… OMG

Niemand auf diesem Planeten  kann mir glaubhaft versichern, dass mit Partner alles super ist, auch wenn es vereinzelt tatsächlich glückliche Paare geben soll, die Scheidungsrate bestätigt anderes.

Alleine einsam

Auch als Single ist nicht alles super. Jedes Lebensmodell hat seine Vor- und Nachteile, aber nur, weil ich Single bin zu sagen: „Ja hättest Du jetzt einen Partner, wärst Du nicht allein…“  diese Aussage sehe ich nicht als Aufforderung, mir einen Partner „zu suchen“ um dann gemeinsam einsam und allein zu sein.

Es bleibt dann nur noch der finanzielle Vorteil, man kann sich alle Kosten teilen, aber auch der lockt mich nicht wirklich. Ich bezahle lieber für mich allein, als mir die Kosten mit  einem Partner zu teilen, der vielleicht kein wirklicher Partner ist und vor dem ich für jeden Cent, den ich verbrate, Rechenschaft ablegen muss.

Fazit

Aber alles steht und fällt mit dem „Richtigen“.  Für Mr. Right würde sogar das alles wagen, wovon ich mich gerade distanziert habe.

Halten wir es doch wie die Politiker: was stört mich mein Geschwätz von gestern?

In diesem Sinne, bleibt gesund und haltet durch, egal in welcher Konstellation, es kommen auch wieder bessere Zeiten.

Think positive – stay negative.

Elli Pirelli

Kommt mal runter!

Erfolg und Reichtum steigt uns zu Kopf und dennoch streben wir genau das an. Ich glaube die Menschheit ist nicht dafür geschaffen viel zu besitzen oder viele Möglichkeiten zu haben. Wir haben zwar gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind Möglichkeiten und Reichtum zu erschaffen, doch hat dies gleichzeitig die Menschlichkeit in uns zerstört.

Wir sehnen uns nach alten Zeiten. Auch wenn wir heute viel mehr Besitzen und viel mehr Möglichkeiten haben, so sehnen sich viele von uns nach den alten Zeiten. Wieso war früher alles besser, wenn doch heute soviel mehr möglich ist? In den guten alten Zeiten ging es mehr um die Menschlichkeit. Heute geht alles viel zu schnell für die Menschlichkeit im eigentlichen Sinne ist schlicht und einfach keine Zeit mehr, obwohl wir genau genommen heute über viel mehr Zeit verfügen.

Die Zeit wird aber vollgestopft mit unendlich vielen Möglichkeiten. Durch die riesen Auswahl können wir uns für nichts mehr so richtig entscheiden und halten dies auch nicht wirklich für nötig. Wieso sich entscheiden, wenn alles möglich ist? Wenn ich alles haben kann?

Also machen viele alles, aber nichts richtig. Das ist die heutige Devise. Wir haben alles und sind gleichzeitig verloren. Nichts löst mehr etwas in uns aus und breit macht sich die pure Langeweile. Kaum jemand ist noch dazu in der Lage mit sich selbst etwas anzufangen. Die Menschen wollen ständig etwas neues, ständige, einzigartige Unterhaltung mehr mehr und mehr nichts ist genug und alles wird schnell langweilig. Das Ziel ist quasi erreicht, wir haben alles erreicht uns geht es gut und dadurch geht es uns gleichzeitig schlecht. Kein Antrieb, keine Motivation, keine Emotionen.

Und dann kam Corona. Mit dieser Krise machte sich in mir aber auch gleichzeitig Hoffnung breit. Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft, auf das Zurückkehren der Menschlichkeit. Am Anfang gab es eine kleine Tendenz, ein kleiner Funken Menschlichkeit kam an die Oberfläche. Die Menschen waren wieder Dankbar für die kleinen Dinge, für das, was sie sonst für selbstverständlich gehalten hatten. Aber leider war der Funken viel zu klein und verschwand sehr schnell wieder. Die Dankbarkeit wandelte sich in Frust, Neid und Wut. Die Dinge wieder Selbstverständlich zu sehen machte sich wieder breit und die Sehnsucht nach den Möglichkeiten, die waren. Das Jammern auf hohem Niveau nimmt seinen Lauf und macht mich unheimlich traurig.

Ich versuche diesen kleinen Funken Menschlichkeit an die Oberfläche zu ziehen, doch alleine gelingt es mir nicht. Stattdessen höre ich mir jeden Tag an, wie schlecht es allen geht. Mir wird eingeredet, dass es schlimm ist nicht mehr essen gehen zu können, nicht mehr in den Urlaub zu fahren, die Nähe der eigenen Kinder pausenlos zu ertragen, an keinen Veranstaltungen mehr teilzunehmen und keine Date Verabredungen zu vereinbaren. Hinzu kommt, dass sehr viele über Einsamkeit klagen, dennoch klingelt mein Telefon nicht, ich erhalte weniger Nachrichten als vorher. Die Möglichkeiten die noch da sind werden weder geschätzt noch genutzt, einfach aus dem einfachen Grund, das der Mensch will was er nicht haben kann.

Wo bleibt die Dankbarkeit und die Kreativität? Sind wir schon so verwöhnt, dass wir nicht mehr in der Lage sind zufrieden zu sein mit dem, was wir haben? Ich freue mich jeden Tag über meine warme Wohnung, darüber, dass ich jeden Tag genug zu Essen habe. Ich verstehe, die, die Angst um ihre Existens haben, weil die, diese wichtigen Dinge verlieren könnten. Aber nicht in den Urlaub fahren zu können gehört definitiv nicht dazu. Es ist nicht mal etwas, was jeder vorher konnte. Urlaub ist Luxus! Stell dir vor es gibt tatsächlich Menschen, die jeden Tag hart arbeiten und sich dennoch keinen Urlaub leisten können und vor Allem nicht jedes Jahr. Dennoch sind sie nicht unglücklicher, als die, die es gewohnt sind zu verreisen. Ganz im Gegenteil, die Menschen, die weniger Besitzen und weniger Möglichkeiten haben sind meistens glücklicher, zufriedener, bescheidener und kreativer. Ja wir können uns jetzt nicht zu einem romantischen Essen im Restaurant verabreden, aber wieso ist das gleichbedeutend damit, dass ein Date nicht möglich ist? Wir können uns doch zu einem netten Spaziergang treffen und reden. Auch können wir stundenlang telefonieren. Eigentlich all das, was ich damals mit 16 gemacht habe, als ich ausgegangen bin, weil wir mit 16 nicht viel Geld hatten und aus den Gründen nicht essen gegangen sind. Ja da sind wir schon beim Thema essen gehen. Heutzutage ist es völlig normal ständig ein Restaurant zu besuchen. Bereits in der Mittagspause und dann Abends nochmal zu einer Verabredung und natürlich am Wochenende. Die Restaurants waren ständig ausgebucht, ohne Reservierung keine Chance. Ich erinnere mich an eine Zeit, wo ein Restaurantbesuch etwas Besonderes war, etwas, was wir uns nicht ständig leisten konnten. Wir sind wirklich nur zu besonderen Anlässen essen gegangen, dadurch war das jedes mal ein Erlebnis und wir waren zu der Zeit mit weniger, viel glücklicher, menschlicher.

Damals zählte der Mensch heute zählen die Möglichkeiten. Ich bin umgeben von einer entscheidungsunfreudigen und beeinflußbaren Gesellschaft. Es ist kein Vorwurf, denn wir werden ja so groß. Auch ich war kurz davor meinen menschlichen Funken zu verlieren. Ich bin ebenfalls verwöhnt und damals fand ich das total normal. Ja ich erinnere mich noch sehr gut an ein Gespräch zwischen meinem Ausbilder und mir. Er warf mir einmal vor, dass ich ständig etwas wollen würde. Ich verstand diesen Vorwurf damals nicht. Im Gegenteil, ich sagte zu ihm, dass es ok ist alles zu wollen, weil alles möglich ist und man sich nicht immer mit den schlechteren vergleichen sollte. Wenn ich heute noch mal über dieses Gespräch nachdenke würde ich anders antworten. Denn er hatte Recht, wie komme ich auf die Idee ständig alles zu wollen, anstatt mich einfach mal für etwas zu entscheiden und dankbar zu sein?

Bei mir hat es Klick gemacht und ich trage die Hoffnung in mir mit dem Artikel nicht das Gefühl zu erwecken, ich würde der Gesellschaft einfach nur Vorwürfe machen. Viel mehr hoffe ich in einigen den menschlichen Funken hervorzurufen, damit ich nicht mehr alleine versuchen muss diesen zurück an die Oberfläche zu bringen.

Ich bin jedem Dankbar, der diesen Artikel liest und versteht.

Deine Janine