Wie geht es dir?

Hallo lieber Leser, wie geht es dir? Was treibt dich um?

Eine der wichtigsten Frage unserer heutigen Zeit, wie ich finde, ist die Frage: „Wie geht es dir?“ Warum ich diese Frage so wichtig finde? Zum einen gewinnt sie für mich immer mehr an Bedeutung, weil sie immer mehr zu verschwinden scheint. Ich rede hier nicht von der Floskel „wie geht es dir“, die sehr oft oberflächlich verwendet wird. Die Wahrhaftige, tiefgründige Frage ist die von der ich spreche.

In meinem Leben ist diese Frage fest integriert, denn ich interessiere mich für die Menschen an denen mir etwas liegt. Regelmäßig stelle ich diese Frage in meinem Umfeld bemerke aber auch, dass viele verwundert über dieses ernste Interesse an ihrem Wohlbefinden sind, einige sind auch total dankbar und wieder andere können damit so gar nicht umgehen. Und dennoch kommt diese Frage selten zu mir zurück. Nicht das ich das erwarten würde, allerdings regt es mich zum Nachdenken an und so entstehen diese Zeilen, weil ich meine Gedanken mit euch teilen möchte.

Mich treibt die Frage an, warum diese Frage so gut wie ausgestorben ist, woran mag das liegen? Mir ist aufgefallen, dass ich kaum jemanden kenne, der Zeit hat. Das Wertvollste auf der ganzen Welt hat kaum jemand und fast jeder scheint das normal und sogar gut zu finden. Aber das ist ein anderes Thema…

Also komme ich zurück auf meine Frage, warum die Frage aller Fragen auszusterben scheint.

Zum einen ist unsere Gesellschaft ständig beschäftigt und findet kaum Zeit für ausführliche Gespräche. Die Frage „Wie geht es dir?“ kann als zeitaufwendig empfunden werden, da sie möglicherweise zu längeren Gesprächen führt. In unserer schnelllebigen Gesellschaft neigen wir dazu, oberflächliche Interaktionen zu bevorzugen, bei denen wir uns nicht wirklich mit den emotionalen Bedürfnissen anderer auseinandersetzen müssen.

Darüber hinaus spielt auch die Angst vor Ablehnung eine Rolle. Wenn wir jemanden nach seinem Befinden fragen, öffnen wir uns für mögliche negative Antworten oder unangenehme Situationen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Person ihre Probleme mitteilt und wir uns überfordert fühlen oder nicht wissen, wie wir angemessen reagieren sollen. Diese Angst vor Ablehnung oder Überforderung kann dazu führen, dass wir es vermeiden, andere nach ihrem Befinden zu fragen.

Ein weiterer Aspekt ist die Unsicherheit darüber, wie man angemessen auf die Antwort reagieren soll. Oft wissen wir nicht genau, wie tiefgehend die Frage gemeint ist und ob die Person wirklich über ihre Gefühle sprechen möchte. Wir möchten höflich sein und Interesse zeigen, aber gleichzeitig möchten wir auch nicht zu aufdringlich oder indiskret erscheinen. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass wir es lieber vermeiden, über emotionale Themen zu sprechen.

Ein weiterer Grund, warum es vielen Menschen schwerfällt, andere nach ihrem Befinden zu fragen, kann auch Neid sein. Oftmals vergleichen wir uns unbewusst mit anderen und können neidisch auf deren vermeintlich bessere Situation oder ihr Glück sein. In solchen Fällen fällt es uns schwer, ehrliches Interesse am Wohlbefinden anderer zu zeigen, da wir uns in unserer eigenen Unzufriedenheit gefangen fühlen.

Der Neid kann dazu führen, dass wir uns zurückziehen und uns nicht aktiv um das Wohlergehen anderer kümmern möchten. Wir könnten Angst haben, dass die Person über ihre Erfolge spricht oder dass sie sich besser fühlt als wir. Dies kann zu einer Blockade führen und uns daran hindern, einfühlsam und fürsorglich zu sein.

Es ist wichtig zu erkennen, dass Neid eine natürliche Emotion ist, aber es ist auch wichtig, sich bewusst zu machen, wie er unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen kann. Indem wir uns unserer eigenen Neidgefühle bewusst werden und an ihnen arbeiten, können wir lernen, anderen aufrichtiges Interesse entgegenzubringen und uns über ihr Wohlbefinden zu freuen.

Insgesamt gibt es verschiedene Gründe dafür, warum es vielen Menschen schwerfällt, andere nach ihrem Befinden zu fragen. Von Oberflächlichkeit über Angst vor Verletzlichkeit bis hin zu Zeitmangel und Neid – all diese Faktoren spielen eine Rolle. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass das Fragen nach dem Befinden anderer von großer Bedeutung ist und dass es uns ermöglicht, empathisch zu sein und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Indem wir uns bewusst mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen und an unserer eigenen Offenheit und Fürsorge arbeiten, können wir dazu beitragen, eine unterstützende und mitfühlende Gemeinschaft zu schaffen.

Die Auswirkungen des Fehlens der Frage „Wie geht es dir?“ können wirklich erheblich sein. Wenn uns niemand danach fragt, wie es uns geht, können wir uns vernachlässigt und allein gelassen fühlen. Das Fehlen dieser Frage kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen und dazu beitragen, dass wir unsere eigenen Emotionen unterdrücken oder verbergen. Es ist wichtig zu erkennen, dass das Fragen nach dem Befinden anderer nicht nur für die andere Person von Bedeutung ist, sondern auch für uns selbst. Sie öffnet Herzen und auch Möglichkeiten.

Indem wir jemanden fragen, wie es ihm geht, zeigen wir Interesse an seinem Leben und signalisieren, dass wir uns um ihn kümmern. Es ist ein Zeichen der Empathie und Wertschätzung. Diese einfache Frage kann dazu beitragen, Beziehungen zu stärken und das Vertrauen zwischen Menschen aufzubauen.

Nicht nur ermöglicht diese Frage einen offenen Dialog, sondern sie kann auch dazu beitragen, mögliche Probleme oder Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Manchmal verbergen Menschen ihre eigenen Schwierigkeiten hinter einem Lächeln oder einer Fassade des Glücks. Indem wir jedoch regelmäßig nachfragen, wie es ihnen wirklich geht, können wir auf Anzeichen von Stress, Traurigkeit oder Überlastung achten. Wir können Unterstützung anbieten und ihnen helfen, rechtzeitig Hilfe zu erhalten.

Die Frage „Wie geht es dir?“ ist ein Zeichen der Menschlichkeit. In einer Welt, die oft von Egoismus und Selbstbesessenheit geprägt ist, zeigt sie, dass wir uns um das Wohlergehen unserer Mitmenschen kümmern. Sie trägt zur Schaffung einer gesunden und starken Gemeinschaft bei, in der Menschen sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.

Insgesamt ist es wichtig, die Frage „Wie geht es dir?“ nicht nur als Höflichkeitsfloskel zu verwenden, sondern sie mit echtem Interesse und Empathie zu stellen. Es ist eine Möglichkeit, sich um das Wohlbefinden anderer zu kümmern und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind. Indem wir regelmäßig nach dem Befinden unserer Mitmenschen fragen, können wir dazu beitragen, eine unterstützende und fürsorgliche Gemeinschaft aufzubauen.

Es mag zwar trivial erscheinen, aber die Frage „Wie geht es dir?“ kann einen großen Unterschied im Leben eines Menschen machen. Sie zeigt, dass wir uns um das Wohlergehen anderer kümmern und bereit sind, zuzuhören und zu helfen. Also lasst uns diese einfache Frage öfter stellen und damit einen positiven Einfluss auf das Leben unserer Mitmenschen haben.

Ich möchte es zum Schluss noch mal deutlich betonen! Es ist von großer Bedeutung, regelmäßig nach dem Wohlbefinden unserer Mitmenschen zu fragen. Wirklich für unsere Mitmenschen, für uns selbst, aber auch für die ganze Gesellschaft. Mit der Frage die Anfangs so banal erscheint können wir zu einer besseren Gesellschaft und somit auch zu einer besseren Welt beitragen. Es ist nicht banal, es ist etwas ganz Großes.

Die Frage wie geht es dir kann einfach alles verändern, auch dich selbst.

Mach dir mal den Spaß und stelle dir selbst jetzt die Frage, wie oft du deinen Mitmenschen ernsthaft diese bedeutende Frage stellst. Sei ehrlich zu dir! Und falls du diese Frage aktuell nicht stellst hinterfrage dich selbst, warum du es nicht tust. Trifft einer der von mir genannten Gründe zu? Dann arbeite daran, an dir, an deinem Leben.

Ich kann dir auch gerne dabei behilflich sein. Du kannst gerne via Kontaktformular mit mir Kontakt aufnehmen und zum Beispiel ja auch mich fragen wie es mir geht. Meine Antwort, kann ein Gespräch eröffnen, was zu etwas führen kann woran du jetzt in diesem Augenblick noch gar nicht denkst. Das liegt nicht an mir oder meiner Antwort, sondern einfach an dem Synergieeffekt, den diese Frage auslösen kann.

Also gehe raus in die Welt und stelle diese Frage.

Für eine bessere Welt!

Kränkung

Hast du dich schon oft gekränkt gefühlt? Ich weiß noch genau, wie sich das anfühlt, wie verletzt ich war. Eine innere Fassungslosigkeit breitete sich in mir aus, weil ich nicht verstehen konnte, wieso diese Person mich so kränken musste. Die Kränkung ist eine Interaktion deren Kränkungsprozess sich aber ganz individuell gestaltet. Es kommt ganz auf den Empfänger der Botschaft an, ob diese überhaupt als Kränkung gesehen wird. Deswegen ist es fast unmöglich Kränkungen gänzlich zu vermeiden. Trotzdem hätte ich mir oft mehr Einfühlungsvermögen und Empathie gewünscht und ich bin auch der Meinung, dass wir mehr Kränkungen dadurch vermeiden könnten. Vorher überlegen, was wir sagen und sich in die Person, der man die Botschaft zukommen lassen will, vorher reindenken.

„Die Empathie wird das Entscheidende für das Überleben der Menschheit sein, alles andere können Computer ja schon besser als wir. „Stephen Hawking

Manchmal bin ich mir bei Hawkings Aussage nicht so sicher, natürlich hat er Recht, denn schließlich unterscheidet uns genau das von den Maschinen. Nur habe ich persönlich das Gefühl, dass sehr viele Menschen auch nur noch funktionieren, wie Maschinen und die Empathie immer mehr verlernen, weil sie genau diese vernachlässigen. Das was uns stark macht, was uns ausmacht, dafür scheint keine Zeit mehr zu sein.

Ich glaube der realistische „Aufstand der Maschinen“ ist die dadurch entstandene Schnelllebigkeit.

Denn immer schneller, immer höher und immer weiter hat seinen Preis. Die Technik gibt uns sehr viele Möglichkeiten und eigentlich erfinden wir Menschen ständig Maschinen, die uns das Leben leichter machen, damit wir mehr Zeit haben. Viele Arbeiten fallen uns leichter, doch mehr Zeit haben wir dadurch leider nicht, nur mehr Möglichkeiten. Und Gefühle, Emotionen, Empathie – das alles braucht Zeit. Wir können das Kennenlernen von Personen nicht abkürzen – Gefühle und Empfindungen brauchen Raum und Zeit. Auch bin ich fest der Überzeugung, dass wenn wir uns alle diesen Raum und diese Zeit geben würden, unsere sozialen Interaktionen wieder einen Schritt nach vorne, statt zurück machen würden. Aber naja, wer nimmt sich schon die Zeit darüber nachzudenken? Wer nimmt sich Zeit diesen Artikel in Ruhe zu lesen? Und wer nimmt sich letztendlich die Zeit vorher darüber nachzudenken, was er zu wem sagt und welche Auswirkungen das haben könnte? Natürlich überspitze ich es jetzt ein wenig, wenn ich davon träume, dass jeder erst denkt und dann spricht, natürlich können wir nicht jede kleine Äußerung vorher genau zerdenken, aber ein bisschen Empathie und Verständnis sollte sich jeder in seinen „Gesprächsrucksack“ packen. Sich einfach mal viel öfter in die Lage des anderen versetzen.

Es gibt viele Tipps, wie du selbst Kränkungen gegenüberstehen kannst und deinen Frieden damit schließen sollst. Raus, aus der Opferrolle, so heißt es. Natürlich, wo kein wunder Punkt, da auch keine Kränkung, aber ich denke nicht, dass wir uns komplett frei von unseren wunden Punkten und damit unangreifbar machen können. Natürlich gehören immer zwei dazu und wir selbst sollten, wenn wir uns gekränkt fühlen unsere Opferrolle, die dadurch entstanden ist, nicht akzeptieren. Ja ich bin gekränkt, ich fühle mich auch heute des Öfteren noch gekränkt, aber ich gehe nicht mehr in die Opferrolle und rette mein Selbstbewusstsein mit selbstbewusstem Verhalten, indem ich die Person, die mich gerade gekränkt hat darauf hinweise. Ich stehe quasi zu meinem wunden Punkt und bitte die Person in Zukunft darauf Rücksicht zu nehmen. Meine Erfahrungen damit sind wirklich sehr positiv, weil die angesprochene Person dadurch das tut, was sie vorher leider nicht gemacht hat, sie denkt über mich nach.

Mein Gefühl sagt mir, dass wiederkehrende Kränkungen eine Vorstufe von Mobbing sind. Ich meine wir kenne es doch alle oder? Auf unserem wunden Punkt wird immer und immer wieder rumgehackt, bis sich im schlimmsten Fall mehrere Personen zusammentun und nicht damit aufhören. Als wird förmlich nach der Schwäche gesucht, nach etwas, was einem persönlich trifft, um dann das Selbstwertgefühl zu schwächen. In der Schulzeit ist es laut meiner Erfahrung wirklich am schlimmsten, ich wurde da immer und immer wieder aufs Neue gekränkt und das nicht nur von den Mitschülern, nein es fing alles bei den Lehrern an und das ist das, was mich bis heute immer noch zutiefst kränkt und enttäuscht, denn einige Kränkungen bleiben für immer.

Ich frage mich eigentlich auch immer welches Ziel diese Person mir gegenüber jetzt gerade mit dieser Botschaft verfolgt. Wenn ich also immer davon ausgehen soll, dass die Person das ja nicht mit Absicht macht und sie ja vorher meinen wunden Punkt nicht wissen kann und es meine individuelle Empfindung ist, wie ich diese Botschaft für mich aufnehme, so fühle ich mich eigentlich meistens dadurch gekränkt, dass aus dieser Botschaft nichts anderes entstehen kann, außer eine Kränkung. Mir wurde damals so oft gesagt, dass ich zu dünn sei. Was löst diese Botschaft also aus? In mir ganz klar ein geringeres Selbstwertgefühl und eine tiefe Kränkung. Doch was bringt es nun der Person, die es ausgesprochen hat? Fühlt sie sich jetzt besser? Denkt sie, das sie mir mit dieser Aussage hilft? Soll meine Antwort darauf „ok“ lauten und soll ich daraufhin anfangen mein Essverhalten dahingehend zu verändern das ich eine für die Person angemessenere Figur bekomme? Ist dieser Person überhaupt bewusst, dass wir alle unterschiedliche Veranlagungen haben und es sogar Menschen gibt, denen es schwerfällt zuzunehmen und das ich mich als Kind noch im Wachstum befinde? Oder kann ich doch davon ausgehen, dass die Person es nicht gut mit mir meint. Vielleicht von Neid oder anderen persönlichen und negativen Empfindungen mir gegenüber beeinflußt ist?

Warum drüberstehen und es nicht so ernst nehmen nicht für jeden leicht ist.

Aus der Opferrolle rausgehen, sich nicht mehr kränken lassen, drüberstehen und akzeptieren, dass die andere Person es nicht böse gemeint hat. Es ist doch ganz einfach die Kränkung auszulöschen. Eben nicht. Denn meine Empfindungen gehören zu mir und lassen sich nicht ausschalten das würde ja bedeuten mich auszuschalten. Dann bin ich vielleicht nie wieder gekränkt aber auch nicht mehr ich selbst. Wir kommen an der Empathie und dem gegenseitigem Verständnis – am Mensch sein, einfach nicht vorbei. Wir können unseren Charakter nicht einfach umprogrammieren.

Auch wenn ich vielleicht ein Typ wäre, der eine hohe Widerstandskraft gegenüber Kränkungen hat, so darf ich nicht davon ausgehen, dass diese Widerstandskraft allen gegeben ist. Tatsächlich gibt es nämlich vier verschiedene Kränkungstypen. Wenn du zu den Kränkungstypen mehr wissen möchtest dann schau mal hier vorbei.

Mein Schlusswort

Es gibt Kränkungen, die so tief sitzen, dass sie unser ganzes Leben beeinflußen, weil wir die dadurch entstandene Wut nicht loswerden. Bei vielen Erwachsenen, die ein oder mehrere Kränkungen in der Schulzeit erfahren haben höre ich heute noch den typischen Satz: „Jetzt bin ich dran!“ Hierbei handelt es sich um die tief sitzende Wut, die letztendlich nie richtig verarbeitet wurde.

Also vergiss deinen Rucksack voller Empathie und Verständis bitte nicht!

Ich danke dir dafür!

Deine Janine

Versteckter Egoismus

Wenn Jeder an sich selbst denkt ist an Jeden gedacht.

Heute möchte ich dir von dem versteckten Egoismus erzählen. Klar sind einige Menschen egoistischer als Andere aber ganz können und sollten wir uns alle nicht davon freimachen. Oftmals sind wir auch egoistisch ohne es zu merken.

Können wir wirklich selbstlos sein?

Auf den ersten Blick macht es den Anschein, dass wir etwas völlig selbstlos tun. Manchmal lohnt sich aber ein zweiter Blick, um zu erkennen das sich da doch ein kleiner Anteil von Egoismus mit reingeschummelt hat. Denn eigentlich machen wir meistens, die Dinge für die andere Person, die uns selbst nicht schwerfallen, d.h. uns stört es nicht und gleichzeitig erstrahlen wir in einem völlig neuen Glanz.

Die Szene aus der Serie „This is us“, wo Beth einen philosophischen Vortrag über Nachos hält beschreibt es echt total gut (zu sehen in meiner aktuellen Insta-Story). Beth liebt Nachos mit Käse und wenn es ihr nicht so gut geht, macht ihr liebevoller Ehemann Randall die Nachos für sie. Doch auch Randall hat etwas davon, denn er liebt auch Nachos und somit hat er nicht nur einen gemütlichen Nachoabend mit Beth gewonnen, sondern ist er auch derjenige, der überwiegend die ganzen Nachos mit gaaaanz viel Käse isst. Das macht er aber keineswegs mit Absicht, er denkt da gar nicht drüber nach, bis Beth im sein Verhalten anhand dieses Beispiels erklärt. Als ich diese Szene gesehen habe dachte ich nur „Danke Beth“ genau meine Gedanken einfach so super erklärt! Ich habe auch schon so oft versucht genau das der Anderen Person zu erklären, aber es erging mir genau wie ihr mit Randall, der an der Botschaft nur versteht er isst zu viel von den guten Nachos.

nachos

Hast du es verstanden?

Randall hat nach dem Vortrag nur verstanden, dass er nie wieder Nachos essen wird 🙂 Ich finde es ist auch nicht ganz so einfach zu erklären, da es wirklich kein bewusster Egoismus ist. Das, was wir für die andere Person tun, entsteht nicht aus einem Hintergedanken heraus und doch ist dieser da. Unterbewusst denken wir nämlich, das wir lieber etwas für die Person tun, wobei wir uns selbst keinen zacken aus der Krone brechen und sie sich freut. Es ist quasi eine Win/Win Situation die nur nicht als diese dargestellt wird. Dargestellt wird das nur die Person etwas davon hat, für die gerade etwas gemacht wurde.

Wann bin ich also selbstlos? Das bin ich eigentlich nur, wenn ich für die andere Person über meinen Schatten springe, etwas außerhalb meiner Komfortzone tue.

Denken wir an unseren Alltag

Wie oft kommt es im Alltag vor, dass wir etwas, was uns selbst total schwer fällt für eine andere Person tun? Oder etwas tun ohne im Unterbewusstsein etwas zu erwarten wie Anerkennung, Dankbarkeit oder Wertschätzung?

Nehmen wir doch nochmal das Beispiel von Beth und Randall. Auf das Gespräch sind sie gekommen, weil es darum ging, wie jeder seinen beruflichen Traum, trotz Kinder leben kann. Randall würde alles für Beth tun, aber er würde niemals auf seinen Job verzichten. Das ist halt der versteckte Egoismus.

Dennoch ist der Egoismus als Solches keine reine negative Eigenschaft

Mein Motto ist ja eh immer alles in Maßen und auch beim Egoismus ist das der Fall. Er dient schließlich auch dem Selbsterhalt und ist daher für jeden von uns wichtig. Durch ihn denken wir an uns selbst, sagen auch mal „Nein!“ zu anderen. Durch den Egoismus helfen wir uns selbst und damit wiederum auch der Gesellschaft. Wir sind dadurch im Stande die Verantwortung für uns selbst zu übernehmen und das ist genau das was jeder tun sollte. Die richtige Dosis an Egoismus macht uns also sogar zu einem besseren Menschen.

Ist es überhaupt möglich vollkommen Selbstlos (altruistisch) zu sein?

Wissenschaftler halten dies für unmöglich. Denn auch derjenige, der an das Allgemeinwohl denkt, tut dies immer in Verbindung mit Hoffnung auf eine bessere Stellung in der Gesellschaft, was aber auch überhaupt nicht negativ zu werten ist, obwohl es egoistisch ist.

„Egoismus besteht nicht darin, dass man sein Leben nach seinen Wünschen lebt, sondern darin, dass man von anderen verlangt, dass sie so leben, wie man es wünscht.“ ~Oscar Wilde

Dieses Zitat spiegelt gut den Unterschied zwischen dem gesunden Egoismus und dem ungesunden Egoismus wieder. Nutzen wir andere Menschen aus, um zu bekommen, was wir wollen ist dies absolut dem ungesunden Egoismus zuzuordnen.

Es ist ok egoistisch zu sein!

Ich selbst habe mich immer sofort angegriffen gefühlt, wenn jemand dieses Wort in Verbindung mit mir genannt hat. Dabei ist es gut in bestimmten Situationen egoistisch zu sein. Statt immer abzustreiten egoistisch zu sein, können wir allerdings auch manchmal stolz darauf sein. In gewisser Weise, habe ich mir den Egoismus auch mit den Jahren, da wo ich ihn brauchte angeeignet. Ohne ihn könnte ich niemals „nein“ sagen und würde mich ständig von anderen Menschen beeinflussen lassen. Psychologischen Untersuchungen zufolge lasse sich mehr als 75% aller Menschen von äußeren Einflüssen leiten und auch ich selbst merke wie schnell ich mich teilweise aus meiner Gutmütigkeit heraus beeinflussen lasse.

Es ist nicht unbedingt leicht egoistisch zu sein

Dazu gehört auch an sich selbst zu glauben und sich selbst zu verwirklichen, egal was andere sagen. Kommen wir nochmal zu Beth und Randalls Traum. Derjenige von beiden, der nun zurücksteckt ist zwar nicht egoistisch aber unglücklich und es ist nur eine Frage der Zeit bis diese Person die Verantwortung für sich selbst auf den Partner schiebt, für die sie ihren Traum aufgegeben hat. Deswegen kann es durch aus sein, das beide auf den zweiten Blick egoistisch handeln, weswegen es absolut richtig ist miteinander zu reden und für beide eine Lösung zu finden. Denn zurückstecken mag im ersten Moment der einfache Weg sein, aber wenn wir langfristig denken wissen wir das wir das Problem nur auf später verschoben haben. Das ist egoistisch dem Partner gegenüber, der ja denkt das Thema für alle Zeiten geklärt zu haben.

Fazit

Wir sind und sollten alle im gesunden Maße egoistisch sein um Verantwortung für uns selbst übernehmen zu können.

Wie denkst du darüber? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Deine Janine

Sunshine Blogger Award

Vielen Dank, dir, liebe Kerstin von LiWoBa für deine Nominierung für den Sunshine Blogger Award. Ich fühle mich wirklich von Herzen geehrt, dass du an mich gedacht hast und es wäre ein Unding für mich, nicht mitzumachen. Leider etwas spät, aber lieber spät als nie.

Nun erstmal zur Erklärung an dich, wer jetzt diesen Blogbeitrag liest, was hat es mit dem Sunhine Blogger Award auf sich. Dazu komme ich jetzt!

Frei übersetzt wird der Sunshine Blogger Award an diejenigen Blogs vergeben, die durch ihre kreative, positive und inspirierende Art einen digitalen Sonnenschein in die Blogger-Gemeinschaft strahlen lassen.

Das ist Wow oder? Das Ziel meines Blog ist es das Miteinander einfacher, unkomplizierter und schöner zu machen. Ich möchte einfach etwas geben, zum nachdenken anregen und inspirieren und deswegen freue ich mich sehr über diese Nominierung zu diesem wahnsinnig schönen Award.

Kommen wir nun zu den Regeln des Sunshine Blogger Awards

Die Nominierung beinhaltet selbstverständlich auch Regeln, die ich von Kerstins Seite entnommen habe:

  1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat in einem Beitrag und verlinke auf dessen Blog.
  2. Füge das Logo und die Regeln des Sunshine Blogger Award ein.
  3. Beantworte 11 an dich gestellte Fragen.
  4. Nominiere weitere 11 Blogger, denen du ebenfalls 11 Fragen stellst.

Regel Nummer 1 müsste es für mich nicht geben, da dies für mich selbstverständlich ist! Danke Kerstin, nicht nur daran, dass du an mich gedacht hast, sondern auch dafür dass du regelmäßig meinen Blog liest. Und auch danke für deinen wunderbaren Blog, der übrigens total interessante Themen, wie Sport & Fitness, Gesundheit & Ernährung, Organisation & Zeitmanagement sowie dem Streben nach Glück beinhaltet. Wer diese Themen interessant findet, sollte unbedingt mal bei ihr vorbeischauen.

Kommen wir nun zu meinen Antworten auf Kerstins 11 Fragen:

Was hat dich dazu bewegt, mit Bloggen zu beginnen?

Hauptsächlich meine Gedanken, ich bin eine Person, die das Schreiben braucht, um die Gedanken zu ordnen. Ich habe schon immer geschrieben, vorher halt ausschließlich für mich, aber ich finde es wichtig etwas zu geben und das hat mich dazu bewegt zu bloggen, ich möchte einfach etwas zurückgeben, Glück und Gedanken teilen. Ein Blog kann unheimlich viel geben, mir selbst, Anderen. Ich habe dadurch mich und euch alle einfach viel besser kennengelernt, meiner Meinung nach sollte jeder einen Blog haben.

Was ist deine liebste Freizeitbeschäftigung?

Diese Frage ist für mich wirklich schwer zu beantworten, da ich nicht nur eine Person bin, die unheimlich viele Gedanken hat, nein, als wenn das noch nicht reichen würde, ich mache einfach so viele Dinge so gerne. Das ist auch der Grund, warum für mich Langeweile ein Fremdwort ist, mir ist eigentlich nie langweilig. Am liebsten bin ich einfach mit meinem Mann und meinen Freunden zusammen, egal was wir machen.

Wohin führte deine schönste Urlaubsreise?

Viel gereist bin ich noch nicht wirklich. Der Ort, wo ich bis jetzt am meisten war ist Mallorca und ich liebe Mallorca. Aber die schönste Urlaubsreise? Jede war auf ihre Art wunderschön, ich könnte die Frage besser beantworten, wenn es nicht um das Wo sondern um das mit Wem ginge…

Welches Buch hat dich am meisten beeindruckt?

Generell lese ich ja gerne romantische Bücher, aber beeindruckt hat mich eine andere Art von Buch und zwar „Der Code“ von Christian Huber. Es geht um den neuen Weg positiv zu Denken und das Buch hat mich deshalb so beeindruckt, weil es mir nochmal deutlich gemacht hat, wieviel Einfluss unsere eigenen Gedanken auf unser Leben haben.

Was würdest du am liebsten an dir ändern?

Meinen nicht vorhandenen Ehrgeiz. Ich mache mich selbst immer schlechter als ich bin und versuche deswegen oft bestimmte Dinge erst gar nicht.

Was würdest du in deinem Leben anders machen, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

Das Wort was mir zu dieser Frage einfällt lautet Verständnis. Ich hatte früher sehr wenig Verständnis für Menschen, die anders gedacht haben, als ich und deswegen oft tollen Menschen keine Chance gegeben. Das tut mir heute sehr leid und ich finde es sehr schade. Umso glücklicher bin ich allerdings heute darüber, dass ich mich dahingehend hinterfragt habe und das fehlende damalige Verständnis nun zu einer meiner Stärken geworden ist denn nun empfinde ich Verständnis und habe so – tollen Menschen mein Herz öffnen können.

Was ist dein Lieblingstier?

Das Einhorn 🙂 ein Fabelwesen welches für mich einfach symbolisiert an Wunder und Träume zu glauben. Es heißt ja das nur diejenigen Einhörner sehen können, die auch an diese glauben, für alle anderen ist es nur ein weißer Schimmel, also wer weiß…

Was war als Kind dein Traumberuf?

Tänzerin, ich wollte so gerne Tänzerin werden und eigentlich wäre das auch heute noch mein Traum, denn ich liebe das Tanzen. Es hat sich nur leider nicht ergeben und ich war nicht ehrgeizig genug. Ich habe mich dann für etwas bodenständiges entschieden.

Was kannst du besonders gut?

Zuhören und mir Gedanken machen.

Wie zufrieden bist du auf einer Skala 1 bis 10 (1=mies/10=perfekt)

Hmm ich sage mal 9 ich bin sehr zufrieden aber da immer irgendetwas ist und sein wird und auch nichts perfekt ist, denke ich ist die 9 die richtige Zahl.

Bei welcher der Fragen musstest du am längsten Nachdenken?

Über die Frage, was ich besonders gut kann, ich kann dir ganz schnell sagen, was ich alles nicht kann, aber nicht, was ich gut kann. Da haben wir die Verknüpfung zu der Frage, was ich gerne an mir ändern würde.

Sunshine Blogger Award – Meine Nominierungen

  1. Robert mit https://robinioblog.wordpress.com/
  2. Stephanie mit https://stelicious.blog/
  3. Sarah mit https://herbstmeedchen.de/
  4. Nirina mit https://www.vam-po.com/overview/
  5. Mit ohne Maske https://mitohnemaske.de/mitohnemaske/
  6. Unaufschiebbar https://www.unaufschiebbar.de/
  7. Kiki mit https://viennagirlkiki.wordpress.com/
  8. Vera mit https://psensual-sensualfarbpoesie-de.jimdo.com/
  9. Elisabeth mit https://www.ich-verstehe-es.com/
  10. Tanja mit https://tanjasliebezumschicksal.jimdo.com/
  11. Alle Blogger von Bloggerherz meine Bloggerfamilie

Sunshine Blogger Award – Fragen an meine Nominierten

  1. Was hat dich dazu bewegt, mit Bloggen zu beginnen?
  2. Wer inspiriert dich am meisten und warum?
  3. Was war als Kind dein Traumberuf?
  4. Wie gefällt es dir dich zu entspannen?
  5. Welche Angewohnheit würdest du am liebsten aufgeben?
  6. Welche Angewohnheit hättest du gerne?
  7. Worauf bist du besonders stolz?
  8. Was ist dein Lieblingsbuch/Film/Lied und warum?
  9. Welchen Rat würdest du deinem 12-jährigen Ich geben?
  10. Was würdest du in deinem Leben anders machen, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?
  11. Bei welcher Frage musstest du am längsten nachdenken?

Alle die, die sich die Zeit nehmen, die Fragen zu beantworten und den Sunshine Blogger Award annehmen würden mir eine riesen Freude machen! Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und würde diese Antworten auch zurückgeben, wenn ihr auch so neugierig seid wie ich.

Blogger Recognition Award Nominierung

 

[Werbung unbeauftragt: u.a. Blogverlinkung]

Mein Blog wird in einem Monat ein Jahr alt! Für mich kaum zu glauben. Es ist unglaublich, wie viel einem das Bloggen geben kann und der Austausch mit meinen Blogger Kollegen und Kolleginnen macht einfach unheimlich viel Spaß und man lernt immer wieder etwas dazu. Total toll an der Bloggerszene finde ich auch, dass wir alle nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern ein Miteinander herrscht. Die normale Arbeitswelt kann sich davon echt mal eine Scheibe abschneiden.

Die liebe Eileen von eileen-good-vibes hat mich für den Blogger Recognition Award nominiert, vielen herzlichen Dank dir dafür meine Liebe!

Man erhält keinen materiellen Preis bei dieser Nominierung sondern man erhält die Möglichkeit sich noch gezielter austauschen zu können, durch die Verlinkung anderer Blogs. Man lernt viele neue Blogger kennen und ich sage euch man kann gar nicht genug Blogger kennenlernen.

Nichts­des­to­trotz kann so etwas tolles dauerhaft nur funktionieren wenn man sich an gewisse Dinge hält.

Spielregeln
1.Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn done
2.Schreibe einen Beitrag um deinen Award zu präsentieren done
3.Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast done
4.Gib zwei Ratschläge für neue Blogger done
5.Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award done
6.Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award done

Der Traum

Ein Buch schreiben ist mein großer Traum! Da ich jemand, bin der gerne klein anfängt habe ich beschlossen mit dem Bloggen zu beginnen, um zu sehen, ob ich schreibtechnisch überhaupt Ideen habe und wieviel Zeit das so in Anspruch nimmt. Außerdem schwirren mir so viele Gedanken im Kopf herum, die ich eigentlich schon immer zu Papier gebracht habe. Ich finde es toll meine Gedanken mit anderen Menschen zu teilen und zu sehen, welche Gedanken sie zu diesen Themen haben. Zudem ist es ein Hobby, wo ich mir selber meine eigene kleine Welt erschaffen kann, in die ich mich zurückziehen kann, wenn mir danach ist.

Zwei Ratschläge für neue Blogger

  • Authenzität wahre deine Persönlichkeit und bleibe dir selbst treu. Schreibe nur über etwas, was dich selbst interessiert, fasziniert, beschäftigt, denn nur so wir das was du schreibst auch wirklich gut. Alles andere käme unehrlich und aufgesetzt rüber. Lasse dich auch nicht zu sehr von den ganzen Erfolgsregeln leiten. Sicher sollte man immer auf die schauen, die es geschafft haben aber um sich selbst treu zu bleiben sollte man nicht einfach nur blind dem Erfolg hinterherjagen.
  • Einfach machen: Ich habe festgestellt man zögert viel zu sehr man redet ständig davon wie schön es wäre doch einen eigenen Blog zu haben aber macht keinen. Auch mit dem Schreiben nicht ewig darüber nachdenken was du schreibst, sondern einfach drauf los schreiben. Würde ich mir über das was ich schreibe zu viele Gedanken machen hätte ich wahrscheinlich noch nicht ein einziges Wort geschrieben.

15 neue Nominierungen

 Folgende 15 neue Blogger möchte ich nominieren und animieren hierbei mit zu machen

  1. Skoppl
  2. vam-po
  3. frannylicious_
  4. Freizeitcafe
  5. brina_and_the_wonderland
  6. be_youtiful_fit
  7. ich_verstehe_es_blog
  8. citamaass
  9. linataylor.art
  10. thevogueandcoffeeaddict
  11. ohnemehr
  12. candysweetnes
  13. vani_michelle
  14. violettseconds
  15. annehausler

Über eine hohe Beteiligung würde ich mich sehr freuen!

Habt es schön ihr lieben!

Eure Janine

Meinungen…

Meinungen, unterschiedlich, gleich, emotional….

Meinungen das größte Problem der Menschheit 🙂

Dieses Thema hat einen hohen Schwierigkeitsgrad, weil Akzeptanz hierbei so wichtig und so schwierig zugleich ist. Wir tun uns alle schwer andere Meinungen zu akzeptieren, aber warum? Warum liegt es in unserer Natur die andere Person schon fast zwanghaft von unserer Meinung zu überzeugen? Warum ist uns unsere Meinung soviel Wert, dafür sogar eine Freundschaft aufs Spiel zu setzen?

Als ich jung war, hatte ich Probleme mit Meinungen. Ich hab es mir einfach gemacht (zumindest dachte ich das) und fand einfach alle, die nicht meiner Meinung waren doof. Das führte letztendlich dazu, dass ich eine Zeitlang so ziemlich alleine da stand. Das änderte sich auch nicht, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich endlich aufgehört habe immer den Anderen die Schuld zu geben.

Nun habe ich meine Sichtweise, meine Meinung dazu geändert. Ich denke auch, dass die Erfahrungen richtig genutzt, dazu führen, dass man einfach erwachsen wird und lernt andere Meinungen zu akzeptieren. Um diese zu akzeptieren muss man selbst aber die Vorrausetzung mitbringen, mit sich selbst zufrieden und im Reinen zu sein. Ich habe festgestellt, das es oftmals gar nicht die andere Meinung ist, die einen so wütend macht, sondern man selbst. Weil man vielleicht gerade Unzufriedenheit, Neid oder sonst etwas Negatives in sich trägt.

„Leben und Leben lassen!“

Leichter gesagt, als getan? Wieso können wir nicht einfach die Meinung des Anderen akzeptieren und ihn sein und leben lassen wie er ist? Wenn wir damit ein Problem haben, ist nicht die Andere Person und deren Meinung das Problem, sondern das Problem liegt bei uns. Wenn wir nicht in der Lage sind einfach zu akzeptieren. Solange die Meinung des Anderen nicht mich persönlich betrifft kann er doch tun und lassen, was er möchte. Ich gehe auch soweit, dass es total ok für mich ist wenn die andere Person keine hohe Meinung von mir hat oder mich nicht mag. Das ist doch auch ganz legitim. Ich verpflichte niemanden dazu, mich zu mögen oder meiner Meinung zu sein. Was ich nur immer so traurig finde ist, dass ich meistens niemals erfahre, wer mich nicht mag, weil niemand offen darüber spricht. Dieses Gerede von hintenherum finde ich ganz furchtbar.

Ich bin eine Person, mit der man über alles reden kann.

Ich habe festgestellt das reden so einfach ist, dass es keiner tut. Mit einem einzigem Gespräch kann man unheimlich viel klären, wenn beide offen dafür sind. Zudem ist es fast immer der Fall, dass man sich nach einem offenen und ehrlichem Gespräch viel besser versteht. Der Grund dafür ist auch wieder einfach nur einfach. Wir neigen doch dazu den im ersten Moment einfachen Weg zu gehen, d.h. keine unnötigen Auseinandersetzungen, schon gar nicht mit Personen, wo es sich unserer Meinung nach nicht lohnt Zeit und Energie zu investieren, weil wir diese Person ja eh nicht mögen. Dabei ist ein Gespräch meiner Meinung nach niemals Energieverschwendung. Auch wenn man sich nach diesem Gespräch nicht besser versteht, so kann man bei jedem Gespräch etwas für sich selbst lernen und man weiß zu 100% woran man bei der Person ist ohne sich hinterrücks in irgendetwas Negatives über diese Person hineinzusteigern. Missverständnisse sind doch ein ganz großes Thema genauso, wie Vorurteile. Es gibt sehr viele Menschen, die mich nicht mögen, obwohl sie nie mit mir gesprochen haben. Sie verurteilen mich aufgrund meines Aussehens und dem, was sie über mich hören. Das finde ich ziemlich schade. Ich bilde mir immer selbst ein Urteil und höre nicht auf, dass, was andere über eine Person sagen, die ich selbst nicht kenne. So fair sollte jeder sein.

Mit der Wand reden…

Ja, ich habe schon oft mit der Wand in Form einer Person gesprochen. Das lässt sich nicht vermeiden, aber auch da weiß ich irgendwann ganz einfach welche Personen eher Wände sind und ziehe mich mit reinem Gewissen von ihnen zurück. Diese „Wandgespräche“ haben mir in so fern trotzdem immer etwas gebracht, dass ich in Bezug auf mein Gewissen zumindest von mir behaupten kann, ich habe alles versucht. Wenn jemand partout nicht möchte muss ich auch das akzeptieren. Da geht es mir oft so, dass ich es akzeptiere aber nicht begreife, aber ich kann auch nicht alles und jeden begreifen, auch damit muss ich mich abfinden.