Du bist immer die Idee von dir selbst

Du bist immer die Idee von dir selbst – einer meiner Leitsätze. Doch was meine ich damit eigentlich genau? Es gibt so viele schöne Worte in Sätze zusammengepackt, die uns inspirieren und Spielraum für Interpretation geben. Und hier nun meine Interpretation von mir für dich dazu, warum es mein Leitsatz ist. Angeknüpft an meine Philosophie, dass wir unsere eigene Geschichte selbst schreiben, wenn wir uns nur trauen, den Stift in die Hand zu nehmen.

Stell dir vor, du sitzt an einem Tisch. Vor dir liegt ein leeres Blatt Papier. In deiner Hand spürst du das Gewicht des Stifts. Es ist still. Ein kleiner Moment des Zögerns – „Wo fange ich an?“ – doch dann atmest du tief ein. Du setzt die Spitze des Stifts auf das Papier. Die erste Linie ist zaghaft, dann ein Satz. Und plötzlich fließt es. Alte Glaubenssätze werden sichtbar, Wünsche und Träume, die lange geschlummert haben, erscheinen auf dem Papier. Du merkst: Du bist nicht länger nur die Idee, die andere über dich hatten. Du bist die Autorin deiner eigenen Geschichte.

So begann auch meine eigene Geschichte – die erste Seite:

„Es ist ein sonniger, milder Herbsttag. Ich sitze am Tisch mit meinem Lieblingsstift in der Hand und beginne nun die erste Seite meiner Geschichte zu schreiben. Gemütlichkeit ist mir wichtig, ich nehme noch einen Schluck meines Lieblingstees und beginne zu schreiben. Ich habe meine Geschichte noch einmal Revue passieren lassen. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, wie fremdbestimmt ich war, wie ich mich habe steuern und beeinflussen lassen. Doch jetzt habe ich den Stift, und ich gebe ihn auch nicht wieder her. Überlegend sitze ich da und aufeinmal sprudelt es aus mir heraus meine Gedanken sind viel schneller, als mein Stift es fassen kann. Alles was so tief in mir verborgen gewesen ist möchte gleichzeitig an die Oberfläche, Moment ich muss mich sortieren ich konzentriere mich auf das, was ich kann und das ist; strukturieren, fokusieren, fühlen und auch träumen. Meine Hand schreibt weiter meine Werte; Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit auf den Weg zur Authentizität, Emphatie auf den Weg zur Herzensnähe, Entschlossenheit ich muss nur noch meinen Mut finden, Selbstreflexion manchmal ist weniger mehr, Tiefe und Sinnhaftigkeit, Freiheit ich spüre meinen Freigeist in mir, verantwortungsbewusst, ich fühle meine sensible Seite und finde immer mehr den Mut diese auch zu zeigen und als Stärke zu sehen. Beim Schreiben auf einmal wie ein grelles Licht, ein Blitz und da ist es; Ich bin eine Heldin, eine Geschäftsführerin in Ermutigung und Empathie. Weg ist das Licht wieder doch die Worte bleiben. Doch aber was soll das bedeuten? Wie kann ich diesen Worten gerecht werden? Wie kann ich das sein? Ja, ich bin sehr sensibel und tiefgründig, auch wenn ich nach außen das Gefühl gebe, viel abzukönnen. Ich liebe es, wenn jeder das Gefühl hat, mir alles sagen zu können. Doch was bedeutet das wirklich? Möchte ich wirklich mit jedem meine kostbare Zeit verbringen? Möchte ich jedem meine Energie schenken? Nein. Ich mache mich auf den Weg, andere zu finden, wie mich – oder noch besser: ich lasse mich finden. Meine Geschichte beginnt wie die Geschichte des letzten Einhorns, mit dem Gefühl und der Frage, ob ich wirklich die Letzte bin.“

Übung für dich – deine eigene Hauptfigur erschaffen

  1. Nimm dir ein Blatt Papier oder ein Notizbuch. Schreibe oben: „Meine Hauptfigur – Ich selbst“.
  2. Beschreibe dich ausführlich, so, wie du die Heldin deines eigenen Romans beschreiben würdest:
  3. Schreibe, welche Ziele, Wünsche und Träume diese Hauptfigur hat.
  4. Ergänze eine Szene, wie du deine Geschichte beginnst – ein Tag, ein Moment, ein Gefühl, der erste Schritt auf dem Weg zu deiner Idee von dir selbst.

Wenn du diese Übung machst, entsteht nicht nur ein Bild von dir, sondern ein lebendiges Verständnis: Wer bist du, wenn du wirklich du selbst bist? Welche Version von dir willst du leben? Und was darf heute der erste Satz deiner Geschichte sein?

Setze den Stift an. Schreibe los. Deine Geschichte wartet – und sie wird spannender, als du es dir jetzt vorstellen kannst.

Wenn Liebe zur Falle wird

Ich habe mich jahrelang in einer emotionalen Abhängigkeit befunden, ohne es zu merken. Für mich war es normal, mich selbst zurückzustellen, meine Bedürfnisse zu überhören und mein Glück davon abhängig zu machen, wie es meinem Partner ging. Es war die einzige Art von „Beziehung“, die ich kannte – und deshalb dachte ich, es sei Liebe.

Doch heute weiß ich: Das war weder Liebe noch eine gesunde Beziehung. Es war Co-Abhängigkeit – und ich erkenne sie mittlerweile überall um mich herum.


Wie sich Co-Abhängigkeit für mich anfühlte

Ich habe mich stark nach Nähe gesehnt – so sehr, dass ich mich selbst verloren habe. Mein Selbstwert hing davon ab, wie viel Aufmerksamkeit und Zuwendung ich bekam. Wenn der andere lachte, konnte ich atmen. Wenn er sich zurückzog, war ich voller Angst.

Ich habe ständig versucht, es dem anderen recht zu machen, seine Bedürfnisse zu erfüllen, Harmonie zu bewahren. Ich dachte, das sei Liebe. In Wahrheit war es Angst – Angst, verlassen zu werden, Angst, nicht genug zu sein.


Was ich heute bei anderen sehe

Seit ich meine Muster erkannt habe, beobachte ich Beziehungen mit neuen Augen – und es ist erschreckend, wie viele Paare sich gegenseitig ausbremsen:

  • Kaum jemand gibt dem anderen den Raum, sich selbst zu entfalten.
  • Häufig opfert einer seine Träume, während der andere stillschweigend profitiert oder ebenfalls zurückhält.
  • Beide passen sich an, vermeiden Konflikte, aber ihr Potenzial bleibt ungenutzt.

Fast niemand scheint den Mut zu haben, wirklich zu wachsen – aus Angst vor Verlust, Ablehnung oder dem, was passiert, wenn der andere sich verändert.


Co-Abhängigkeit in Freundschaften

Nicht nur in Liebesbeziehungen begegnet mir dieses Muster. Auch Freundschaften können emotional abhängig sein. Oft ist eine Freundin dominant, selbstbewusst und impulsiv, während die andere sich anpasst, vieles nachmacht und sich unbewusst als Schatten ihrer Freundin definiert. Sie verliert ihre eigene Stimme, ihre eigenen Wünsche und Hobbys, nur um die Nähe zu halten. Auch hier sehe ich die gleiche Dynamik: Anpassung, Kontrolle, Angst vor Verlust – nur dass es oft als „enge Freundschaft“ missverstanden wird.


Ein Beispiel aus der Geschichte, das mich tief berührt hat

Vor kurzem habe ich den Film über Priscilla Presley gesehen. Mir war die Geschichte von ihr und Elvis vorher nie bewusst. Und der Film zeigt ganz deutlich, wie emotional abhängig sie war.

Sie war sehr jung, kannte es nicht anders, und hat ihre Abhängigkeit lange mit Liebe verwechselt. Umso bewunderswerter finde ich, dass sie mit 27 Jahren erkannte, dass es so nicht weitergehen kann. Sie fand den Mut, sich selbst zu befreien, obwohl es alles andere als einfach war.

Für mich war das ein Augenöffner: Auch Menschen, die unglaublich jung oder unerfahren sind, können erkennen, dass das, was sie leben, keine echte Liebe ist. Es geht darum, den eigenen Wert und die eigene Freiheit zu sehen, bevor das Leben einen auf andere Weise zwingt.


Mein Weg aus der Abhängigkeit

Der erste Schritt war, ehrlich zu mir selbst zu werden: „Wo bleibe eigentlich ich in dieser Beziehung?“ Die Antwort war oft: nirgends.

Ich habe gelernt:

  • Meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
  • Grenzen zu setzen, ohne Schuldgefühle.
  • Mich selbst wertzuschätzen, unabhängig von der Bestätigung anderer.
  • Freundschaften, Hobbys und Rituale zu pflegen, die nur mir gehören.

Es war kein leichter Weg – aber es war der einzige, der mich zu mir selbst zurückgeführt hat.


Wie du erkennst, ob er oder sie der/die Richtige ist

Inspiriert von „Morgen kommt ein neuer Himmel“ stelle ich mir heute vier Fragen, die helfen, zu unterscheiden, ob es echte Partnerschaft oder Abhängigkeit ist:

  1. Kannst du ihm oder ihr alles sagen, was dir auf dem Herzen liegt?
    – Ehrliche Kommunikation ist das Fundament. Wenn du Angst hast, dich zu öffnen, ist das ein Warnsignal.
  2. Ist er oder sie gutherzig?
    – Es geht nicht nur um nette Worte, sondern um Empathie, Rücksicht und echtes Interesse am Wohl des anderen.
  3. Hilft er oder sie dir, die beste Version von dir selbst zu werden?
    – In einer echten Beziehung wachsen beide. Wenn du dich klein machst, um den anderen glücklich zu machen, stimmt etwas nicht.
  4. Kannst du dir vorstellen, ihn oder sie als Partner:in für deine Zukunft zu sehen, ohne dich selbst aufzugeben?
    – Wenn dein Glück und deine Freiheit davon abhängen, bleibt es Abhängigkeit, keine Partnerschaft.

Fazit

Heute weiß ich: Eine Beziehung, in der ich mich selbst verliere, ist keine Liebe. Liebe bedeutet Freiheit, Raum für Wachstum und gegenseitige Unterstützung, ohne den anderen zu bremsen oder sich selbst zu verlieren.

Seitdem ich das verstanden habe, sehe ich viele Beziehungen – in Partnerschaften und Freundschaften – mit anderen Augen. Ich erkenne, wie viele eher Abhängigkeiten als echte Verbindungen sind. Wer den Mut hat, seine eigene Freiheit zu suchen, lebt wahre Liebe – und nicht nur die Illusion davon.

„Liebe heißt wachsen dürfen – nicht sich selbst verlieren.“

Alles Liebe

Kann mich irgendjemand hören? Kann mich irgendjemand sehen? Oder bin ich hier alleine?

Die Welt verändert sich. Radikal. Spürst du es? Oder hältst du dich noch an alten Mustern fest, so wie die meisten?

Ich schaue mich um und sehe, wie viele Menschen immer noch in ihrer Blase leben. In ihren scheinbar sicheren Schlössern, die nur aus Fassade bestehen. Sie spielen ihre Rollen, halten an Dingen fest, die ihnen längst nicht mehr dienen. An Lügen, an einem Bild, das sie sich selbst erschaffen haben – aus Angst, dass die Wahrheit zu schmerzhaft sein könnte.

Doch was ist, wenn genau diese Wahrheit euch endlich frei machen würde?

Der Schein trügt – und er zerfällt

Wie lange noch wollt ihr an Dingen festhalten, die auf Lug und Betrug gebaut sind? An Systemen, die euch nur benutzen? An Beziehungen, die nichts als leere Hüllen sind? An einem Leben, das sich anfühlt wie ein endloses Theaterstück, in dem ihr längst nicht mehr wisst, wer ihr wirklich seid?

Ich sehe es überall. Menschen, die sich an Statussymbole klammern, an Titel, an materielle Sicherheiten. Menschen, die sich einreden, dass alles gut ist, solange sie funktionieren. Solange sie mitmachen. Solange sie nicht hinterfragen. Aber was bleibt davon, wenn alles ins Wanken gerät? Wenn das, worauf ihr euer Leben aufgebaut habt, plötzlich nicht mehr trägt?

Die Welt verändert sich. Die Masken fallen. Und mit ihnen all die Illusionen.

Es gibt diesen Moment, wenn man merkt, dass das alte Leben nicht mehr funktioniert. Dass man sich nicht mehr länger belügen kann. Dass man die Augen nicht mehr verschließen kann. Vielleicht hast du diesen Moment schon erlebt. Vielleicht stehst du kurz davor. Vielleicht verdrängst du ihn noch.

Aber irgendwann wird er kommen.

Was, wenn es mehr gibt als das?

Mehr als nur das Streben nach Anerkennung, nach Geld, nach einem scheinbar sicheren Platz in der Gesellschaft? Mehr als das ständige Rennen, um irgendetwas zu erreichen, das uns am Ende doch nicht erfüllt?

Wir haben uns eingeredet, dass das Leben so sein muss. Dass wir kämpfen müssen. Dass wir uns anpassen müssen. Dass wir funktionieren müssen. Aber wer hat uns das gesagt? Wer hat diese Regeln aufgestellt? Und warum halten wir uns daran, obwohl wir tief in uns spüren, dass sie uns nicht glücklich machen?

Wirkliche Werte. Wahre Verbindungen. Ein Leben, das aus mehr besteht als nur aus äußeren Erfolgen und der Angst, etwas zu verlieren.

Wann hört ihr auf, euch an einem Bild festzuhalten, das längst keine Farbe mehr hat? Wann lasst ihr los, um endlich das zu finden, was echt ist?

Ich frage mich oft, warum so viele Menschen sich dagegen wehren. Warum sie lieber in der Illusion bleiben, anstatt sich der Realität zu stellen. Ist es Angst? Angst vor Veränderung? Angst vor Verlust? Oder einfach nur die Gewohnheit, die sich wie eine warme Decke um uns legt, selbst wenn sie uns erstickt?

Wann fangt ihr an, wirklich zu leben?

Ich bin hier. Und ich frage mich: Gibt es da draußen noch jemanden, der sieht, was wirklich passiert? Der bereit ist, sich von der Illusion zu lösen und endlich mit offenem Herzen zu leben?

Oder bin ich hier alleine?

Warum es keinen Sinn macht, etwas zu bereuen

Was bereust du gerade? Einen Menschen, den du in dein Herz gelassen hast und dieser es gebrochen hat? Eine Entscheidung, die du getroffen hast und die dich gefühlt noch weiter von deinem Ziel entfernt hat? Einen Fehler, den du gemacht und du dich deswegen noch für total blöd hälst? Ich mache dir einen Vorschlag, wenn du überaupt etwas bereuen solltest – dann das Bereuen…

In unserem Leben begegnen wir vielen Menschen, machen Fehler, erleben Höhen und Tiefen. Jeder von uns, da führt kein Weg dran vorbei und das ist auch gut so. Manchmal passieren Dinge, die wir im Nachhinein bereuen, das dürfen wir auch, kurz bereuen darüber nachdenken und lernen. Wir fragen uns, warum wir bestimmte Entscheidungen getroffen haben oder warum wir uns auf bestimmte Weise verhalten haben. Doch ist es wirklich sinnvoll, sich über Vergangenes zu grämen und zu bereuen? Ich denke, dass kurzes Bereuen wichtig ist, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwicklen. Allerdings nicht im Bereuen verharren und sich darauf ausruhen und ein Leben lang selbst bemitleiden, denn das macht ja nun absolut keinen Sinn, sondern eher eine Depression.

Jede Begegnung, jeder Fehler und jedes Erlebnis hat eine Bedeutung für unser Leben und unsere persönliche Entwicklung. Auch wenn es manchmal schwer fällt zu akzeptieren, dass wir Fehler gemacht haben oder unglückliche Entscheidungen getroffen haben, sollten wir bedenken, dass diese Erfahrungen uns geformt und geprägt haben. Statt zu bereuen frage ich mich oft lieber, wie hat mich dieser Fehler, diese unglückliche Entscheidung oder diese Begegnung geformt? Das macht ich im Nachhinein sogar dankbar. In dem Moment, wo uns etwas passiert, was wir nicht möchten fragen wir uns doch immer: „Wieso passiert mir das jetzt?“ oder auch: „Wieso passiert mir das immer wieder?“. Auf diese Fragen gibt es sogar eine Antwort. Du bist noch nicht der Mensch, der du sein sollst, daher benötigst du noch ein paar Lernaufgaben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Bereuen keinen Sinn macht. Denn jede Begegnung, jeder Fehler und jedes Erlebnis hat uns auf irgendeine Weise weitergebracht. Selbst wenn wir in der Vergangenheit Dinge anders hätten machen können, sollten wir nicht vergessen, dass wir aus diesen Erfahrungen gelernt haben und wir sie zu dem damaligen Zeitpunkt auch gar nicht hätten anders machen können, da wir dazu das Wissen von heute benötigt hätten.

Unsere Vergangenheit definiert uns nicht. Vielmehr sind es die Entscheidungen, die wir heute treffen und wie wir mit den Erfahrungen umgehen, die uns zu dem machen, was wir sind. Anstatt uns über Vergangenes zu ärgern und zu bereuen, sollten wir dankbar sein für all die Erfahrungen, die uns geformt haben.

Also lasst uns aufhören zu bereuen und stattdessen dankbar sein für alles, was uns widerfahren ist. Denn jede Begegnung, jeder Fehler und jedes Erlebnis hat eine Bedeutung für unser Leben und unsere persönliche Entwicklung. Es liegt an uns, wie wir mit diesen Erfahrungen umgehen und welche Lehren wir daraus ziehen. Bereuen bringt uns nicht weiter – im Gegenteil: Es hindert uns daran, das Beste aus unserem Leben zu machen. Also lasst uns loslassen und nach vorne schauen!

Wofür bist du Dankbar? Für Welche Erfahrung? Welche Begegnung? Welchen Fehler?

Schreibe es gerne in die Kommentare

Wie geht es dir?

Hallo lieber Leser, wie geht es dir? Was treibt dich um?

Eine der wichtigsten Frage unserer heutigen Zeit, wie ich finde, ist die Frage: „Wie geht es dir?“ Warum ich diese Frage so wichtig finde? Zum einen gewinnt sie für mich immer mehr an Bedeutung, weil sie immer mehr zu verschwinden scheint. Ich rede hier nicht von der Floskel „wie geht es dir“, die sehr oft oberflächlich verwendet wird. Die Wahrhaftige, tiefgründige Frage ist die von der ich spreche.

In meinem Leben ist diese Frage fest integriert, denn ich interessiere mich für die Menschen an denen mir etwas liegt. Regelmäßig stelle ich diese Frage in meinem Umfeld bemerke aber auch, dass viele verwundert über dieses ernste Interesse an ihrem Wohlbefinden sind, einige sind auch total dankbar und wieder andere können damit so gar nicht umgehen. Und dennoch kommt diese Frage selten zu mir zurück. Nicht das ich das erwarten würde, allerdings regt es mich zum Nachdenken an und so entstehen diese Zeilen, weil ich meine Gedanken mit euch teilen möchte.

Mich treibt die Frage an, warum diese Frage so gut wie ausgestorben ist, woran mag das liegen? Mir ist aufgefallen, dass ich kaum jemanden kenne, der Zeit hat. Das Wertvollste auf der ganzen Welt hat kaum jemand und fast jeder scheint das normal und sogar gut zu finden. Aber das ist ein anderes Thema…

Also komme ich zurück auf meine Frage, warum die Frage aller Fragen auszusterben scheint.

Zum einen ist unsere Gesellschaft ständig beschäftigt und findet kaum Zeit für ausführliche Gespräche. Die Frage „Wie geht es dir?“ kann als zeitaufwendig empfunden werden, da sie möglicherweise zu längeren Gesprächen führt. In unserer schnelllebigen Gesellschaft neigen wir dazu, oberflächliche Interaktionen zu bevorzugen, bei denen wir uns nicht wirklich mit den emotionalen Bedürfnissen anderer auseinandersetzen müssen.

Darüber hinaus spielt auch die Angst vor Ablehnung eine Rolle. Wenn wir jemanden nach seinem Befinden fragen, öffnen wir uns für mögliche negative Antworten oder unangenehme Situationen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Person ihre Probleme mitteilt und wir uns überfordert fühlen oder nicht wissen, wie wir angemessen reagieren sollen. Diese Angst vor Ablehnung oder Überforderung kann dazu führen, dass wir es vermeiden, andere nach ihrem Befinden zu fragen.

Ein weiterer Aspekt ist die Unsicherheit darüber, wie man angemessen auf die Antwort reagieren soll. Oft wissen wir nicht genau, wie tiefgehend die Frage gemeint ist und ob die Person wirklich über ihre Gefühle sprechen möchte. Wir möchten höflich sein und Interesse zeigen, aber gleichzeitig möchten wir auch nicht zu aufdringlich oder indiskret erscheinen. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass wir es lieber vermeiden, über emotionale Themen zu sprechen.

Ein weiterer Grund, warum es vielen Menschen schwerfällt, andere nach ihrem Befinden zu fragen, kann auch Neid sein. Oftmals vergleichen wir uns unbewusst mit anderen und können neidisch auf deren vermeintlich bessere Situation oder ihr Glück sein. In solchen Fällen fällt es uns schwer, ehrliches Interesse am Wohlbefinden anderer zu zeigen, da wir uns in unserer eigenen Unzufriedenheit gefangen fühlen.

Der Neid kann dazu führen, dass wir uns zurückziehen und uns nicht aktiv um das Wohlergehen anderer kümmern möchten. Wir könnten Angst haben, dass die Person über ihre Erfolge spricht oder dass sie sich besser fühlt als wir. Dies kann zu einer Blockade führen und uns daran hindern, einfühlsam und fürsorglich zu sein.

Es ist wichtig zu erkennen, dass Neid eine natürliche Emotion ist, aber es ist auch wichtig, sich bewusst zu machen, wie er unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen kann. Indem wir uns unserer eigenen Neidgefühle bewusst werden und an ihnen arbeiten, können wir lernen, anderen aufrichtiges Interesse entgegenzubringen und uns über ihr Wohlbefinden zu freuen.

Insgesamt gibt es verschiedene Gründe dafür, warum es vielen Menschen schwerfällt, andere nach ihrem Befinden zu fragen. Von Oberflächlichkeit über Angst vor Verletzlichkeit bis hin zu Zeitmangel und Neid – all diese Faktoren spielen eine Rolle. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass das Fragen nach dem Befinden anderer von großer Bedeutung ist und dass es uns ermöglicht, empathisch zu sein und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Indem wir uns bewusst mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen und an unserer eigenen Offenheit und Fürsorge arbeiten, können wir dazu beitragen, eine unterstützende und mitfühlende Gemeinschaft zu schaffen.

Die Auswirkungen des Fehlens der Frage „Wie geht es dir?“ können wirklich erheblich sein. Wenn uns niemand danach fragt, wie es uns geht, können wir uns vernachlässigt und allein gelassen fühlen. Das Fehlen dieser Frage kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen und dazu beitragen, dass wir unsere eigenen Emotionen unterdrücken oder verbergen. Es ist wichtig zu erkennen, dass das Fragen nach dem Befinden anderer nicht nur für die andere Person von Bedeutung ist, sondern auch für uns selbst. Sie öffnet Herzen und auch Möglichkeiten.

Indem wir jemanden fragen, wie es ihm geht, zeigen wir Interesse an seinem Leben und signalisieren, dass wir uns um ihn kümmern. Es ist ein Zeichen der Empathie und Wertschätzung. Diese einfache Frage kann dazu beitragen, Beziehungen zu stärken und das Vertrauen zwischen Menschen aufzubauen.

Nicht nur ermöglicht diese Frage einen offenen Dialog, sondern sie kann auch dazu beitragen, mögliche Probleme oder Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Manchmal verbergen Menschen ihre eigenen Schwierigkeiten hinter einem Lächeln oder einer Fassade des Glücks. Indem wir jedoch regelmäßig nachfragen, wie es ihnen wirklich geht, können wir auf Anzeichen von Stress, Traurigkeit oder Überlastung achten. Wir können Unterstützung anbieten und ihnen helfen, rechtzeitig Hilfe zu erhalten.

Die Frage „Wie geht es dir?“ ist ein Zeichen der Menschlichkeit. In einer Welt, die oft von Egoismus und Selbstbesessenheit geprägt ist, zeigt sie, dass wir uns um das Wohlergehen unserer Mitmenschen kümmern. Sie trägt zur Schaffung einer gesunden und starken Gemeinschaft bei, in der Menschen sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.

Insgesamt ist es wichtig, die Frage „Wie geht es dir?“ nicht nur als Höflichkeitsfloskel zu verwenden, sondern sie mit echtem Interesse und Empathie zu stellen. Es ist eine Möglichkeit, sich um das Wohlbefinden anderer zu kümmern und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind. Indem wir regelmäßig nach dem Befinden unserer Mitmenschen fragen, können wir dazu beitragen, eine unterstützende und fürsorgliche Gemeinschaft aufzubauen.

Es mag zwar trivial erscheinen, aber die Frage „Wie geht es dir?“ kann einen großen Unterschied im Leben eines Menschen machen. Sie zeigt, dass wir uns um das Wohlergehen anderer kümmern und bereit sind, zuzuhören und zu helfen. Also lasst uns diese einfache Frage öfter stellen und damit einen positiven Einfluss auf das Leben unserer Mitmenschen haben.

Ich möchte es zum Schluss noch mal deutlich betonen! Es ist von großer Bedeutung, regelmäßig nach dem Wohlbefinden unserer Mitmenschen zu fragen. Wirklich für unsere Mitmenschen, für uns selbst, aber auch für die ganze Gesellschaft. Mit der Frage die Anfangs so banal erscheint können wir zu einer besseren Gesellschaft und somit auch zu einer besseren Welt beitragen. Es ist nicht banal, es ist etwas ganz Großes.

Die Frage wie geht es dir kann einfach alles verändern, auch dich selbst.

Mach dir mal den Spaß und stelle dir selbst jetzt die Frage, wie oft du deinen Mitmenschen ernsthaft diese bedeutende Frage stellst. Sei ehrlich zu dir! Und falls du diese Frage aktuell nicht stellst hinterfrage dich selbst, warum du es nicht tust. Trifft einer der von mir genannten Gründe zu? Dann arbeite daran, an dir, an deinem Leben.

Ich kann dir auch gerne dabei behilflich sein. Du kannst gerne via Kontaktformular mit mir Kontakt aufnehmen und zum Beispiel ja auch mich fragen wie es mir geht. Meine Antwort, kann ein Gespräch eröffnen, was zu etwas führen kann woran du jetzt in diesem Augenblick noch gar nicht denkst. Das liegt nicht an mir oder meiner Antwort, sondern einfach an dem Synergieeffekt, den diese Frage auslösen kann.

Also gehe raus in die Welt und stelle diese Frage.

Für eine bessere Welt!

Wertvoll

Stell dir vor, wie wertvoll du für jemanden bist, ohne es zu merken…

Ich meine hast du auch nur annähernd eine Idee wie wertvoll du bist?

Es gibt Momente im Leben, in denen wir uns vielleicht unscheinbar oder unbedeutend fühlen. Wir zweifeln an unserem Wert und fragen uns, ob wir überhaupt einen Unterschied machen. Doch was wäre, wenn wir uns vorstellen könnten, wie wertvoll wir für jemanden sind, ohne es zu merken?

Oftmals sind wir uns nicht bewusst, wie sehr wir das Leben anderer Menschen beeinflussen. Ein einfaches Lächeln oder ein aufmunterndes Wort kann für jemanden einen großen Unterschied machen. Wir können jemandem den Tag erhellen, ohne es zu bemerken. Unsere bloße Anwesenheit kann Trost spenden und jemandem das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.

Du alleine kannst den Unterschied machen. Schau in den Spiegel. Siehst du wie wertvoll du bist? Was siehst du? Welchen Wert siehst du, was bist du dir selbst wert? Hier kommen wir schon zu dem Selbstwertgefühl. Ich finde es immer wieder unglaublich wie gering das eigene Selbstwertgefühl ist. Oftmals denken wir, andere sind ja viel wertvoller als wir und noch schlimmer viele sehen auch materielle Dinge wertvoller an, als sich selbst. Hierzu hatte ich vor kurzem ein interessantes Gespräch. Menschen kaufen Autos im Wert von 40.000 Euro und versichern dieses Auto, weil es wertvoll ist, damit es quasi wieder repariert werden kann, falls etwas passiert. Geht es aber um die Investition für den eigenen Körper, für die Gesundheit, dann sind sich viele Menschen das nicht wert. Ich muss immer wieder schlucken, wenn ich darüber nachdenke, was ist mit uns passiert, das ein Auto ein höheren Wert hat als der Mensch? Ich meine was kann dir ein Auto letztendlich geben? Gut es bringt dich bequem von A nach B aber was ist mit dem was uns ausmacht? Was ist mit Emotionen? Denn du bist nicht einfach nur wertvoll. Dein Sein und die Art wie du dich selbst siehst kann die Welt verändern. Wiederhole diesen Satz und lass ihn auf dich wirken:

„Dein Sein und die Art wie du dich selbst siehst kann die Welt verändern.“

Es gibt Menschen in unserem Leben, die uns bedingungslos lieben und schätzen, ohne dass wir es merken. Sie sehen unsere Stärken und Talente, auch wenn wir sie selbst nicht erkennen. Sie glauben an uns, auch wenn wir an uns selbst zweifeln. Diese Menschen sind unsere größten Unterstützer und ermutigen uns, unsere Träume zu verfolgen. Sie haben für uns einen unheimlichen Wert und tragen dazu bei unsere Träume zu leben und genau so ein Mensch bist du für jemand anderen. Du bist es wert geliebt zu werden und zu lieben. Es macht mich oft traurig, dass wir manchen Menschen wirklich erst einmal erklären müssen, warum wir sie lieben, weil sie selbst sich überhaupt nicht vorstellen können, dass sie liebenswert sind. Warum liebst du mich? Ich meine mal ernsthaft, was ist das eigentlich für eine bescheuerte Frage?

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Einfluss haben. Ein Freund, der immer für uns da ist, wenn wir ihn brauchen. Ein Familienmitglied, das uns bedingungslos liebt, egal was passiert. Ein Kollege, der uns ermutigt und an uns glaubt. Diese Menschen sehen unseren Wert und schätzen uns, auch wenn wir es nicht immer sehen können. Oftmals wünsche ich mir, dass du dich mit meinen Augen sehen könntest…

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir für jemanden wertvoll sind, auch wenn wir es nicht merken. Jeder von uns hat einzigartige Eigenschaften und Fähigkeiten, die die Welt bereichern. Wir können jemandem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, jemandem Mut machen oder einfach nur da sein, wenn jemand uns braucht.

Stell dir vor, wie wertvoll du für jemanden bist, ohne es zu merken. Denke an all die Menschen, die dich lieben und schätzen, auch wenn du dich manchmal unscheinbar fühlst.

Rezension zu „Befreie dich von den Fesseln der Vergangenheit“

Je öfter wir unsere Aufmerksamkeit auf uns selbst richten, desto empathischer sind wir im Umgang mit anderen Menschen. Tun wir das nicht, geraten wir in Gefahr, uns mehr an der Außenwelt zu orientieren als an uns selbst.

Das ist der Satz aus dem Buch, den ich mir persönlich sehr zu Herzen nehme, denn ich merke es immer wieder. Bin ich bei mir und im Hier und Jetzt geht es mir gut. Schweift meine Aufmerksamkeit ab und ich achte mehr auf die anderen, so hat das negative Auswirkungen auf mein Gemüt und ich verliere mich in der Vergangenheit.

Aber nun genauer zu dem Buch von der Autorin Caroline Makovec.

Der Klappentext:

DIE FESSELN DER VERGANGENHEIT symbolisieren unsere noch nicht aufgelösten Ängste, unsere selbst auferlegten Rollen, die Macht anderer über uns und vieles mehr, was uns hindert, zu uns selbst zu finden. Dieses Buch zeigt Ihnen 9 Wege auf, wie Sie sich von diesen Fesseln befreien und Ihren Prozess der Ganzwerdung fördern können. Neben tiefen Einblicken in das Leben zartbesaiteter Menschen mit all seinen Herausforderungen berücksichtigt die Autorin auch die Lehren des Laotse. Somit verbindet sie fernöstliche Philosophie mit wissenschaftlicher Psychologie auf inspirierende Weise. Viele Fallbeispiele und zahlreiche Übungen bieten zusätzlich einen hohen Praxisbezug. Es entsteht ein faszinierendes Substrat aus psychologischem Wissen, philosophischen Erkenntnissen und wertvollen Handlungsempfehlungen. Sie erfahren, wie Sie Ihre wahren Potenziale wiederentdecken, nicht gelebte Persönlichkeitsanteile zum Vorschein bringen und so manche Blockaden lösen können. Das Jetzt wird Ihnen in einem gänzlich neuen Licht erscheinen.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. In dem ersten Teil geht es um feinfühlige und zartbesaitete Menschen: Herausforderungen auf ihrem Lebensweg und im zweiten Teil geht es um 9 Wege, sich von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien. Es ist sehr übersichtlich gestaltet gerade durch die Unterpunkte zu den beiden Teilen. Das finde ich persönlich sehr gut bei einem Ratgeber, wenn ich zu einem Punkt noch mal etwas nachlesen möchte oder mich mit einem Thema mehr auseinandersetzen möchte. Das Buch enthält auch Beispielfälle für das bessere Verständnis und Übungsaufgaben.

Die Opferrolle

Ein für mich interessanter Abschnitt in dem Buch ist die Opferrolle, in der wir zartbesaiteten uns oft befinden. Dort befinden wir uns immer dann, wenn wir auf unempathische Menschen treffen. Dann fühlen wir uns schlecht, nicht gesehen und nicht wertgeschätzt und verfallen dann in das Verhaltensmuster des Opfers und halten an unseren alten Prägungen und Glaubensmustern fest. Natürlich ist es immer schwierig, als Empath auf Nicht-Empathen zu treffen. Dennoch tragen sie nicht die Schuld daran, wie wir uns selbst durch unsere Gedanken unsere Außenwelt erschaffen. Das ist, finde ich, ein ganz wichtiger und wesentlicher Punkt, denn dadurch können wir erkennen, dass wir alleine die Macht zur Veränderung haben. Niemand ist an unseren Schwierigkeiten schuld.

Die Schlüsselfigur

Doch was ist nun das Wesentliche, um uns von den Fesseln unserer Vergangenheit zu lösen. Caroline Makovec definiert hier ganz klar eine Schlüsselfigur das eigene innere Kind. Denn dieses hält an den Prägungen und Erfahrungen fest. Deswegen müssen wir uns mit unserem inneren Kind verbinden, damit wir loslassen können.

Gut und Schlecht

Gut und Schlecht nur ein Konstrukt. Dieser Abschnitt des Buches passt zu einem Thema, mit dem ich mich persönlich gerade beschäftige. Gibt es Gut und Böse überhaupt? Genau genommen handelt es sich hier lediglich um eine Bewertung. Eigentlich handelt es sich einfach nur um Tatsachen. Die Theorie von Ken Wilber über die Gefahren des primären Dualismus, die in dem Buch Erwähnung findet, hat in mir und meiner Denkweise wirklich etwas bewegt, wo wir dann schlussendlich auch bei Shakespeares Zitat „An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu,“ landen.

Intuition

Wie wichtig die eigene Intuition ist, verdeutlicht dieses Buch ebenfalls und auch einen Weg, wie wir zurück zu unserer Intuition finden können. Ich höre ja schon seit einiger Zeit nur noch auf meine Intuition, habe dies aber auch einen großen Teil meines Lebens nicht getan. Es ist ja nicht einfach nur ein Knopf, den wir drücken müssen, um auf unsere Intuition zu hören, diese zu finden und auf sie zu hören dazu gehört schon etwas mehr. Ein Weg zu ihr ist definitiv das Schreiben. Auch ich habe damals über das Schreiben zu meiner Intuition gefunden und auch das Schreiben ist es, was mich bei ihr hält. Für mich ist das Schreiben die Kommunikation mit meiner Seele.

Von Herz zu Herz miteinander in Kontakt treten.

Ich glaube, das ist für mich etwas sehr Wesentliches. Ein Schlüsselmoment für mich in diesem Buch. Small Talk und oberflächliche Gespräche sind ein großes Problem für mich. Auch meine Vorstellungen von Freundschaft und mein Nichtverständnis der Kommunikationsart vieler Menschen. Aber jetzt, wo ich diesen wesentlichen Absatz in dem Buch gelesen habe, ist es mir klar. Eine von Herz zu Herz Kommunikation kann nur durch vorhandene Selbstliebe stattfinden. Tja, und da es leider sehr wenige Menschen gibt, die sich wirklich selbst lieben, dreht sich quasi der Schlüssel im Schloss und er passt. Ich verstehe jetzt, wieso es so wenig Gespräche von Herz zu Herz gibt.

Die Kunst des Nichtstuns

Nichtstun macht gesund und intelligent. Die Autorin weist auf das Essay von Oscar Wilde hin, der bereits 1890 das Nichtstun zum eigentlichen Ideal erhoben hat. Er schreibt das Handeln, den Fantasielosen zu denen, die nicht zu träumen verstehen. Auch stellt er die falsche gesellschaftliche Idealvorstellung und die damit verbundene falsche Fragestellung dar. Innerhalb der Gesellschaft wird uns immer die Frage:“Was treibst du?“ Gestellt. Dabei lautet die Frage eines zivilisierten Wesens:“Was denkst du?“ Beim Lesen dachte ich nur wow und fing an zu überlegen, wann mich jemand mal danach gefragt hat was ich denke – diese Frage kommt im Gegensatz zu der Frage, was ich mache wirklich selten vor. Momente, in denen wir Nichtstun, sind keine verschwendete Zeit, so wie wir immer denken. In dieser Zeit finden wir zu uns selbst und tanken Energie. Es ergibt also durchaus Sinn, dass es unheimlich wichtig ist, auch öfter mal nichts zu tun. Ich habe mir selbst im Büro diesen Moment des Nichtstuns erlaubt, indem ich ein paar Minuten einfach nur da saß und die Wand angestarrt habe. Dies tat ich meistens, wenn eine schwere Aufgabe bevorstand. Es hat mir stets mit neuer Energie geholfen, schwere Aufgaben zu bewältigen. Für das Anstarren der Wand wurde ich allerdings oftmals belächelt, und wenn ich die Welt, die Menschen beobachte, stelle ich fest, dass nicht viele die Kunst des Nichtstuns beherrschen.

Um uns von den Fessen der Vergangenheit zu befreien sollten wir die 9 Wege in uns gehen, die aus folgenden Abschnitten bestehen:

  • Das innere Kind
  • Vom Dunkel ins Licht
  • Intuition
  • Authenzität
  • Selbstliebe
  • Hingabe
  • Zufriedenheit
  • Kunst des Nichtstuns
  • Akzeptiere den Tod

Warum ich dieses Buch empfehle

Aktuell lese ich viel Ratgeberliteratur dieser Art und mir kommt dann natürlich auch oft der Gedanke, dass es doch immer das Gleiche ist. Das wirkt oftmals so, ist aber absolut nicht der Fall. Dieses Buch von Caroline Makovec hat mir zu einigen Aha-Momente verholfen, die ich ja bereits beschrieben habe. Ich bin mir daher sicher, dass dieses Buch alleine deswegen sehr wertvoll und lesenswert ist, weil es jedem Einzelnen von uns mindestens einen Aha-Moment verschaffen wird.

In welchen der 9 Wege findest du dich wieder? Hast du vielleicht schon einige beschritten? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen!

(Quelle: Befreie dich von den Fesseln der Vergangenheit Caroline Makovec, dielus edition, ISBN: 978-3-9822120-6-7, Preis: EUR 20,00)

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt.

1.000 Fragen an dich selbst #19

Frühlingsgefühle im Februar? Warum auch nicht. Also einfach mal verträumt aus dem Fenster gucken, einen kleinen Spaziergang machen und danach die nächste Runde der 1.000 Fragen an dich selbst beantworten.

721: In welchem Beruf wärst du wahrscheinlich ebenfalls gut? Als Schriftstellerin, ich liebe das Schreiben.
722: Was waren die liebsten Worte, die du jemals zu einer Person gesagt hast? Schwierige Frage, das kann ich gar nicht in festen Worten festlegen. Die Worte, die ich aus meinem tiefsten Herzen geäußert habe.
723: Was von der Einrichtung deiner Wohnung hast du selbst gemacht? Nichts, ich bin weder handwerklich begabt noch gut im Einrichten.
724: Wie würden dich Leute beschreiben, die dich zum ersten Mal sehen? Unterschiedlich von zickig, eingebildet, symphatisch und witzig ist alles dabei.
725: Was würdest du mit einer zusätzlichen Stunde pro Tag anfangen? Lesen, ich liebe Bücher!!!
726: Welchen Film würdest du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen? Mit Freundinnen gucke ich am liebsten Liebeskomödien.
727: Fühlst du dich anders, wenn du ein Kleid trägst? Ja, weiblicher und verträumter.
728: Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher? Der Frühlingsduft, da denke ich immer an meine Kindheit, weil ich da viel draußen war.
729: Was würdest du anders machen, wenn du auf niemanden Rücksicht nehmen müsstest? Mein Leben, leben, was ich bereits tue da ich auf niemanden groß Rücksicht nehmen muss.
730: In welcher alten Kultur hättest du leben wollen? Die älteren Kulturen sind leider nicht sehr Frauenfreundlich von daher in keiner.
731: Denkst du lang über Entscheidungen nach? Eigentlich nicht, ich verlasse mich auf meinen Instinkt. 
732: Hast du schonmal vor dem Ende eines Filmes das Kino verlassen? Nein, auch wenn ein Film noch so blöd ist möchte ich trotzdem wissen wie er ausgeht.
733: Über welche unangemessenen Witze lachst du insgeheim doch? Die so doof und flach sind, dass sie schon wieder lustig sind.
734: Findest du, dass die schlechten Tage auch zum Leben gehören? Natürlich, ohne sie würde es keine guten Tage geben.
735: Was müsste in einer Gebrauchsanweisung zu deiner Person stehen? Ruhig, pflegeleicht, sensibel. Wenn ich in Ruhe gelassen werde und man mich einfach machen lässt hat man keine Sorgen mit mir.
736: Wie groß ist unsere Willensfreiheit? Ohne uns ständig von außen beeinflußen zu lassen hat doch jeder von uns eine relativ große Willensfreiheit.
737: An welchem Kurs würdest du gerne teilnehmen? Schwierig da gibt es garantiert viel interessantes. Sprachen, was psychologisches,tanzen.
738: Machst du manchmal Scherze auf deine eigenen Kosten? Oh ja ich nehme mich gerne selbst auf den Arm.
739: Welche Blumen kaufst du am liebsten für dich selbst? Ich kaufe mir keine Blumen.
740: Welche Eigenschaft eines Tieres hättest du gern? Die Unbeschwertheit einer Katze.

741: Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen? Das kommt auf die Vertraulichkeit des Gespräches an.
742: Wem erzählst du, was du geträumt hast? Meinem Mann. Ich muss oftmals auch darüber reden, weil ich in meinen Träumen so unheimlich viel erlebe.
743: Ist Neues immer besser? Natürlich nicht. Oft ist es auch das Altbewerte.
744: Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt? Das ist oft gar nicht so leicht, da eine Party nur mit der richtigen Konstellation in Schwung kommen kann. Ich versuche das natürlich mit guter Laune und guter Musik aber ich erzwinge nichts.
745: Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immer noch profitierst? Das 10-Finger-System. 
746; Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzten könntest? Ja zwar kann ich sie damit verletzen, aber eine Lüge verletzt immer mehr als die Wahrheit.
747: Was hast du in letzter Zeit jemandem gegeben, der die betreffende Sache dringender gebraucht hat als du? Ein offenes Ohr für eine Freundin, also meine Zeit. 
748: Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht? Nein. Deswegen verstehe ich die ganze Besprechungsproblematik, die viele in der Arbeitswelt damit haben auch nicht. Aber ich glaube, dass dies für extrovertierte einen Unterschied macht, da es virtuell nicht soviel Raum für Selbstdarstellungen und Applaus gibt. Ich persönlich finde das virtuelle teilweise etwas angenehmer, weil es konzentrierter ist und keiner mehr dazwischenquatscht.
749: Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast? Google Maps öffnen und schauen wo ich bin. 
750: Wann bist du zuletzt im Theater gewesen? Pssst ich war noch nie im Theater.
751: Mit welcher Frucht würdest du dich vergleichen? Ne freche Kiwi.
752: Sind deine Gedanken immer richtig? Was ist schon immer richtig? Natürlich bin ich nicht im Besitz von perfekten Gedanken.
753: Welche Worte möchtest du irgendwann noch von jemandem hören? Ein „Es tut mir leid“.
754: Was an dir ist typisch deutsch? Die Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Ernsthaftigkeit.
755: Fühlst du dich in deiner Haut heute wohler als vor zehn Jahren? Ja total. Ich bin selbstbewusster, selbstzufriedener und ausgeglichener.
756: Wann hat mal dein Glück auf dem Spiel gestanden? So richtig auf dem Spiel zum Glück noch nie. Bei mir ist auch nicht immer alles Sonnenschein aber es ging bisher immer gut aus.
757: Was möchtest du irgendwann unbedingt erleben? Da habe ich keinen festen Traum. Einfach noch ganz viele schöne Momente.
758: Trinkst du am liebsten aus einer bestimmten Tasse oder einem bestimmten Becher? Nein, ich habe tatsächlich weder ein Lieblingsglas noch eine Lieblingstasse.
759: Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? Mit einem Mädchen aus meiner Nachbarschaft bei meinem Elternhaus. Wir haben heute noch Kontakt.
760: Würdest du es selbst weniger gut haben wollen, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge? Ja ich würde auf viel materielles verzichten, wenn es dadurch allen Menschen besser ginge. Dabei ist mir allerdings Gerechtigkeit sehr wichtig.

In dieser Fragerunde war für mich keine Frage so richtig schwer für mich. Wie ist es bei dir? Haben wir Übereinstimmungen?

Deine Janine

Rezension zu „Denk dich Schlank“

Vielleicht ist es etwas ungewöhnlich, dass ich als schlanke Person ein Buch darüber lese, wie man sich schlank denkt. Ich habe im Kopf verschiedene Theorien darüber aufgestellt, warum es mir leichter, als anderen fällt, schlank zu sein. Ja und ich wollte herausfinden, ob an meinen Theorien etwas dran ist und ob meine Denkweise dabei eine Rolle spielt und genau aus diesem Grund ist das Buch für mich so interessant.

Worum es in dem Buch von Daniela Galitzdörfer genau geht

In diesem Buch geht es darum zu lernen wie ein schlanker Mensch zu denken. Die Autorin vermittelt uns die Psychologie des Abnehmens, aber auch des Schlankbleibens. Dieses Buch vereint in einzigartiger Weise Expertenwissen und neueste Ansätze aus Pädagogik, Psychologie und Gesundheitscoaching.

„Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem.“ Captain Jack Sparrow

Das Buch beginnt mit diesem interessanten Zitat, was ich finde sehr gelungen ist, denn egal was wir im Leben erreichen wollen so müssen wir vor der Umsetzung unsere Einstellung dazu anpassen. Mit der falschen Einstellung zu einem Problem lösen wir das Problem nämlich nicht. Somit starten wir in dem Buch damit zu lernen, wie wir unsere Einstellung ändern können. Und welche Einstellung schlanke Menschen zu ihrem Körper haben. Schlanke Menschen sind sich beispielsweise bewusst, dass sie für ihren Körper verantwortlich sind. Dieser Aussage kann ich absolut zustimmen. Ich übernehme gerne die Verantwortung für mich und mein Leben und weiß, dass ich dadurch mein Leben positiv beeinflußen kann. Wer das lernen möchte, bekommt in dem Buch praktische Beispiele und Übungen zur Verfügung gestellt.

Doch wie genau denken schlanken Menschen denn nun eigentlich?

Zunächst einmal sind schlanke Menschen sich über die Verantwortung, die sie ihrem Körper gegenüber haben bewusst und übernehmen diese Verantwortung auch, indem sie darauf achten ihren Körper optimal zu versorgen. Das ist wirklich so! Einfach nur irgendetwas zu essen führt noch lange nicht dazu den Körper überhaupt zu versorgen. Ich hatte hierzu vor längerer Zeit mal das Thema Füllstoffe in Zusammenhang mit Lebensmitteln. Essen wir Beispielweise ein Croissant hilft uns das zwar kurzzeitig gegen den Hunger, aber das Sättigungsgefühl hält nicht lange an. Aus dem einfachen Grund, weil es nur ein Gefühl ist. Das Croissant ist ein 100%tiger Füllstoff und enthält nichts, was deinen Körper versorgen könnte. Und so verhält es sich mit sehr vielen „Lebensmitteln“ weswegen das Wort „Lebensmittel“ hier einfach nicht wirklich passend ist. Als schlanker Mensch mit einer schlanken Denkweise bin ich mir dessen bewusst und ernähre mich aufgrund dessen auch entsprechend mit wirklichen Lebensmitteln.

Wie ich zu einem schlanken Lebensstil komme und was das bedeutet.

Das wird in dem Buch wunderbar erklärt und dazu enthält dieses Buch auch Fragen und Übungen für dich. Die Grundvoraussetzung für einen schlanken Lebensstil ist das mentale Gleichgewicht. Selbstfürsorge ist für uns schlanke Menschen Beispielsweise ein sehr großes Thema. Ich habe kein schlechtes Gewissen dabei mich um mich selbst zu kümmern auch wenn es mir und vielen von uns anders beigebracht wurde. Einem wird schnell Egoismus unterstellt. Ich soll doch bitte zuerst an die Anderen denken und dann an mich selbst. Dabei ist mir schon längst bewusst, dass ich viel besser für andere da sein kann, wenn es mir selbst gut geht. Auch habe ich ein liebevolles und wertschätzendes Verhältnis zu mir selbst. Wenn ich mich Beispielsweise selbst hasse, wie soll es mir dann wichtig sein und leicht fallen mich um eine gute Versorgung meines Körpers zu kümmern? Verstehst du den Zusammenhang? Auch den Absatz in diesem Buch mit folgender Überschrift: „Achten Sie darauf, wie andere mit Ihnen reden dürfen.“ Finde ich nicht nur unheimlich wichtig, sondern auch absolut anregend. Ich achte da schon sehr sehr lange drauf. Natürlich kann ich die Redensart und das Verhalten anderer nicht beeinflußen ich kann aber sehr wohl beeinflußen, wie ich mit mir reden lasse. Ein Trainer hat mich Beispielsweise öfter angeschrien, wenn ich die Übung falsch verstanden habe und er der Meinung war, dass dies dadurch zustande gekommen ist, weil ich nicht richtig zugehört habe. Von seinem Standpunkt aus, war er zurecht sauer, allerdings kann er nicht beurteilen, ob ich richtig zugehört habe oder nicht. Das spielt im Grunde auch gar keine Rolle. Ich habe ihm deutlich gesagt, dass ich mich weder von ihm noch von jemanden anschreien lasse. Mehr bedarf es gar nicht und er hat mich nie wieder angeschrien. Es war ihm wahrscheinlich gar nicht bewusst. Andere empfinden es ja vielleicht auch gar nicht so oder sie stört es nicht. Ich habe ihm aber bewusst gemacht, dass mich das sehr wohl stört. Vernachlässige weder deine Empfindungen und Gefühle noch lasse sie dir von anderen schlecht reden! Hierüber gibt es nicht nur ein ganzes Kapitel sondern auch Übungen z.B. wie du dir selbst einen Liebesbrief schreiben kannst.

Zum Schlank sein gehört eine gute Körperwahrnehmung

Ich habe eine sehr gute Körperwahrnehmung. Woher ich das weiß? Durch Gespräche mit anderen Personen. Ich achte auf vieles und merke auch sehr viel. Auch die kleinsten Veränderungen, wo die Meisten nie drauf achten würden. Deswegen merke ich auch eher, als andere, wenn ich einen Nährstoffmangel habe oder auch den umgekehrten Fall wie es sich anfühlt, wenn der Körper optimal versorgt ist.

Kennst du gesunde, schlanke Personen die unglücklich sind? Kann eigentlich nicht sein. Schlanke Personen haben Lebensfreude, was auch auch logisch ist. Wäre dem nicht so, würde Frustessen eventuell eine Rolle spielen. Deswegen hat schlank sein nichts mit schlechter Laune und Diäten in Form von hungern zu tun.

Den eigenen Kalorienbedarf kennen

Es gibt nur eine einzige Formel, weswegen es auch keine Diätgeheimnisse gibt: “ Führst du mehr Kalorien zu, als du verbrauchst, nimmst du zu. Führst du weniger Kalorien zu, als du verbrauchst, nimmst du ab. Triffst du die Kalorienmenge genau, so hälst du dein Gewicht.“ Weißt du wieviele Kalorien du für deinen Grundumsatz benötigst? Und ist dir bewusst, wieviele Kalorien du täglich zu dir nimmst? Ich weiß das genau und aktuell esse ich weniger als mein Grundumsatz, um noch etwas abzunehmen und bin dennoch immer satt. Viele von uns verwechseln ja auch Appetit mit Hunger. Oft höre ich auch die Aussage: „Ich weiß gar nicht, wieso ich abnehme, ich esse doch gar nicht so viel.“ Gefühlt mag das stimmen. 5 Croissants am Tag sind von der Menge ja nicht viel, von den Kalorien allerdings schon.

Schlank handeln

Zu einem schlanken Lebensstil gehört nicht nur die Denkweise, sondern auch das Handeln. Den Preis fürs Schlanksein auf sich zu nehmen und sein Leben danach zu gestalten. Beispielweise, sind wir schlanken Personen strukturiert, was besonders den Tagesablauf betrifft. Ja ich plane mein Essen und überlege mir das selten spontan. Ich finde es aber ehrlich gesagt viel angenehmer. Als ich ohne einen Essensplan meinen Tag gestartet habe, kamen irgendwann Heißhungerattacken und ich bin in der Mittagspause völlig ausgehungert zum nächsten Imbiss und habe mir dann irgendetwas geholt. Jetzt, wo alles geplant ist komme ich gar nicht mehr in die unangenehme Situation ausgehungert zu sein. Ich bin den ganzen Tag entspannt und satt, was das Essen angeht. Ist das wirklich ein Preis, den ich zahle? Klar einmal hinsetzen und planen kann nervig sein, aber eine der nervigsten Fragen, die jeder kennt lautet doch immer „Was wollen wir heute essen?“ Oder?

Warum ich dieses Buch empfehle

In diesem Buch geht es nicht um irgendwelche Diättrends. Es geht darum die innere Basis aufzubauen. Aufzuzeigen das schlank sein nichts mit kurzzeitigen Diäten oder dauerhaftem Hungern zu tun hat. Daniela Galitdörfer macht in ihrem Buch deutlich, dass schlank sein mit unserer inneren Einstellung zu tun hat. Auch hilft sie dir mit diesem Buch dich selbst zu hinterfragen, herauszufinden, was du wirklich willst und zeigt dir Möglichkeiten und Fallbeispiele auf, wie du das erreichen kannst. Wirklich lesenswert mit vielen Aha-Effekten.

(Quelle: DENK DICH SCHLANK Daniela Galitdörfer, dielus edition, ISBN: 978-3-9822120-1-2, Preis: EUR 19,00)

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Warum meine eigene Meinung so wichtig ist

Anerkennung ein Wort mit starkem Gewicht. Jeder von uns möchte Anerkennung. Hierdurch entsteht in unserem Inneren ein falsches Denken. Wir sperren uns selbst in ein Gefängnis des Gefallen wollens und werden dadurch sogar unbeliebter und unglücklicher.

Ich versetze mich bei meinen Gedanken dazu gerne in meine Teenagerzeit zurück, die Zeit der Unsicherheit schlechthin. Immer von der Angst des Alleinseins begleitet. Jeder oder die Meisten von uns haben sicherlich in der Teenagerzeit eine Phase des Alleinseins hinter sich. Ich war an meinem 17.Geburtstag total alleine. Sauer auf die ganze Welt mit dem Gefühl, dass mich keiner versteht. Aus heutiger Sicht auch total verständlich, wie soll mich denn jemand verstehen, wenn ich mich selbst in ein Gefängnis gesperrt habe und nicht rauskomme, also nicht wirklich aus mir herauskomme? Anderen Meinungen einfach zustimme, weil ich mich nicht traue meine Meinung zu äußern, geschweige denn dafür einzustehen. So bin ich doch nur eine Person ohne Persönlichkeit.

Persönlichkeit

Doch die eigene Persönlichkeit kommt mit dem Erwachsenwerden, sollte sie zumindest. So unsicher ich auch als Teenager war, so habe ich doch schon immer meine Entscheidungen selbst getroffen. Ich habe niemanden gefragt, ob der Typ in den ich mich gerade verknallt hatte auch cool genug dafür war. Auch habe ich bei der Wahl meiner Ausbildung nur auf mich gehört. Ich wollte im Gegensatz zu allen anderen damals einen sicheren Beruf mit viel Freizeit. Sicherlich haben mich viele in meinem Alter damals nicht verstanden, wie ich Sicherheit und Freizeit, der Kreativität und Leidenschaft vorziehen konnte. Heute bekomme ich öfter mal spitze Bemerkungen wie „du musst ja viel Zeit und Langeweile haben“ oder „du arbeitest ja sowieso nicht“, die aus Neid entstehen. Dabei möchte niemand mehr sehen, was ich dafür geopfert habe. Ich habe nicht den perfekten Beruf gesucht, der Spaß macht, ich habe einfach nur einen Beruf gesucht, der mir ermöglicht viel freie Zeit zu haben. So gehe ich heute einem langweiligen Beruf nach und werde nun sogar teilweise darum beneidet. Einer der Gründe, warum ich froh bin auf mich gehört zu haben, denn Meinungen ändern sich und ich bin diejenige, die mit ihrer Entscheidung leben muss.

Du fragst dich jetzt sicherlich, wo die Anerkennung bleibt, nach der wir uns sehnen? Umso mehr du eine eigene Persönlichkeit entwickelst, umso mehr triffst du auf Leute, die diese Persönlichkeit schätzen und damit kommt dann auch die Anerkennung. Und zwar nicht irgendeine Anerkennung, sondern etwas Echtes. Deine wirkliche Persönlichkeit wird geschätzt und nicht das Trugbild was du erschaffen hast.

Der Gefängnisausbruch

Jeder von uns möchte frei sein. Also lass uns aus dem Gefängnis, sich Gedanken über die Gedanken anderer zu machen, ausbrechen. Umso älter ich wurde, umso freier wurde ich auch. Ich finde, das dies eines der Vorteile am Älterwerden ist. Man selbst lernt sich immer besser kennen und macht das, was einem gut tut. Zudem erfreut sich dieses Verhalten entgegen aller Ängste besonderer Beliebtheit. Ich bin schon immer nüchtern durchs Leben gegangen. Natürlich werde ich nicht weniger von Ängsten begleitet als alle anderen, aber ich hatte nie das Bedürfnis, diese durch Alkohol zu betäuben. Wahrscheinlich trinken deshalb soviele Alkohol um sich zu amüsieren, weil sie es ohne nicht können. Sie befinden sich nach wie vor in dem Gefängnis und der angstlösende „Zaubertrank“ ermöglicht es den meisten kurzzeitig frei zu sein. Doch wieso geben sich soviele mit der Illusion von Freiheit zufrieden statt wirklich frei zu sein? Brich aus! Triff deine Entscheidungen, lebe mit diesen und genieße die Freiheit! Stell dir vor, du hast es wirklich geschafft und dich frei von den fremden Gedanken gemacht überlege mal, was du außer Freiheit noch dazugewinnst.

Energie

Wir verschwenden teilweise einfach viel zu viel Energie damit, uns Gedanken darüber zu machen wie wir ankommen. Jetzt nimm diese Energie und nutze sie für etwas Sinnvolles. Kaum vorstellbar, was du mit diesere neu gewonnenen Energie alles anfangen könntest. Zudem lebst du auch gesünder, weil du auf inneren Druck und Alkohol verzichtest.

Glück

Der allseits bekannte Satz:“Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist so unglaublich wahr. Du kannst dein eigenes Glück nur finden, indem du verinnerlichst, dass die einzige Person und Meinung, die dich je glücklich machen immer ausschließlich mit dir verbunden sind. Wenn du nicht damit aufhörst dein Glück von anderen Personen und Meinungen abhängig zu machen, wirst du auch niemals glücklich werden. Eine große Erleichterung und das damit verbundene Zufriedenheitsgefühl wird sich bei dir sofort einstellen, wenn du dir wegen der Anderen einfach keinen Stress mehr machst. Dein Stresslevel wird sinken und das tut unheimlich gut.

Selbstwertgefühl

Indem dir die Meinungen, der anderen egal werden und du deine eigene Meinung für dich über die Meinungen der anderen stellst erhöht sich auch nach und nach dein Selbstwertgefühl. Du bist es dir Wert auf dich zu hören. Du stehst für dich und deine Entscheidungen ein und lernst daraus. Du lernst was dir wirklich wichtig ist und erhälst einen hohen Mehrwert, was deine Selbstreflexion angeht.

Niemand außer mir weiß was gut für mich ist.

So sieht mein Gedanke aus, wenn ich über etwas nachdenke. Wenn die Person, die mich am besten kennt und weiß, was sie fühlt nicht einmal hundertprozentig weiß, was gut für sie ist, nämlich ich selbst. Wie kann ich dann von anderen erwarten, dass sie besser wissen, als ich, was gut für mich ist? Ich finde diese hohe Erwartungshaltung anderen gegenüber ehrlich gesagt anmassend. Zu erwarten, dass die andere Person es für mich besser weiß und die Verantwortung für mein Glück übernehmen soll kann nicht nur mir schaden, sondern auch der Beziehung, die ich zu dieser Person habe. Dabei geht es nicht darum, ob die Person die richtige Entscheidung für mich trifft, sondern um meine eigene Erwartungshaltung ihr gegenüber. So etwas darf man einfach von niemandem erwarten. Trotzdem höre ich mir gerne anderen Meinungen an, ohne ein hohes Gewicht darauf zu legen, weil ich es wichtig finde mir unterschiedliche Sichtweisen anzuhören. Aber letztendlich stimmen andere Meinungen mich nicht um. Zum einen Bedenke ich, dass nicht immer alle Meinungen gut gemeint sind, bei vielen steht auch Neid oder die eigene Angst dahinter und dann habe ich noch den unheimlichen Vorteil mich gefühlsmäßig in die Lage zu versetzen ohne etwas schönzureden. Ich stelle mir also die neue Situation vor und wie ich mich damit dauerhaft fühle und daraufhin treffe ich dann meine Entscheidung. Mein Gefühl ist dabei das Allerwichtigste und hat nichts mit Logik zu tun. Wenn ich mich für etwas entscheide, weil es klug und das Logischste ist und weil es alle sagen ist es dennoch nicht gleichbedeutend mit meinem Gefühl. Weder Logik noch Erfolg machen mich glücklich, wenn der Preis dafür zu hoch ist und ich mich dafür in eine Rolle zwängen muss, die ich nicht bin. Und das was ich wirklich fühle, das fühle auch nur ich selbst und kein Außenstehender kann das nachvollziehen. Deswegen ist es mir egal, was andere denken, wichtig bin ich, denn ich lebe und fühle mit mir und niemand sonst. Ich bin es mir wert glücklich zu sein.

„Wer seinen Wert erkennt, hat es zunehmend schwer, sich mit Leuten zu umgeben, die das nicht tun.“

Dieses Zitat kann ich voll und ganz so unterschreiben. Ich selbst habe meinen eigenen Wert erkannt und mir fällt es wirklich immer schwerer mich mit den Leuten zu umgeben, die dies nicht tun. Aber der Kreis schliesst sich, denn dadurch, dass ich weiß, wer ich bin, was ich will und was ich wert bin, treffe ich auf die richtigen Leute, die meinen Wert erkennen und meine Persönlichkeit schätzen und da bin ich nun angekommen. Selbstbewusst, wertvoll, glücklich und anerkannt.

Deswegen sage ich dir jetzt, deine Meinung ist mir völlig egal, du kannst sie behalten und schätzen, denn sie ist deine.

Höre auf dich und sei es dir wert!

Deine Janine