Du bist immer die Idee von dir selbst

Du bist immer die Idee von dir selbst – einer meiner Leitsätze. Doch was meine ich damit eigentlich genau? Es gibt so viele schöne Worte in Sätze zusammengepackt, die uns inspirieren und Spielraum für Interpretation geben. Und hier nun meine Interpretation von mir für dich dazu, warum es mein Leitsatz ist. Angeknüpft an meine Philosophie, dass wir unsere eigene Geschichte selbst schreiben, wenn wir uns nur trauen, den Stift in die Hand zu nehmen.

Stell dir vor, du sitzt an einem Tisch. Vor dir liegt ein leeres Blatt Papier. In deiner Hand spürst du das Gewicht des Stifts. Es ist still. Ein kleiner Moment des Zögerns – „Wo fange ich an?“ – doch dann atmest du tief ein. Du setzt die Spitze des Stifts auf das Papier. Die erste Linie ist zaghaft, dann ein Satz. Und plötzlich fließt es. Alte Glaubenssätze werden sichtbar, Wünsche und Träume, die lange geschlummert haben, erscheinen auf dem Papier. Du merkst: Du bist nicht länger nur die Idee, die andere über dich hatten. Du bist die Autorin deiner eigenen Geschichte.

So begann auch meine eigene Geschichte – die erste Seite:

„Es ist ein sonniger, milder Herbsttag. Ich sitze am Tisch mit meinem Lieblingsstift in der Hand und beginne nun die erste Seite meiner Geschichte zu schreiben. Gemütlichkeit ist mir wichtig, ich nehme noch einen Schluck meines Lieblingstees und beginne zu schreiben. Ich habe meine Geschichte noch einmal Revue passieren lassen. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, wie fremdbestimmt ich war, wie ich mich habe steuern und beeinflussen lassen. Doch jetzt habe ich den Stift, und ich gebe ihn auch nicht wieder her. Überlegend sitze ich da und aufeinmal sprudelt es aus mir heraus meine Gedanken sind viel schneller, als mein Stift es fassen kann. Alles was so tief in mir verborgen gewesen ist möchte gleichzeitig an die Oberfläche, Moment ich muss mich sortieren ich konzentriere mich auf das, was ich kann und das ist; strukturieren, fokusieren, fühlen und auch träumen. Meine Hand schreibt weiter meine Werte; Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit auf den Weg zur Authentizität, Emphatie auf den Weg zur Herzensnähe, Entschlossenheit ich muss nur noch meinen Mut finden, Selbstreflexion manchmal ist weniger mehr, Tiefe und Sinnhaftigkeit, Freiheit ich spüre meinen Freigeist in mir, verantwortungsbewusst, ich fühle meine sensible Seite und finde immer mehr den Mut diese auch zu zeigen und als Stärke zu sehen. Beim Schreiben auf einmal wie ein grelles Licht, ein Blitz und da ist es; Ich bin eine Heldin, eine Geschäftsführerin in Ermutigung und Empathie. Weg ist das Licht wieder doch die Worte bleiben. Doch aber was soll das bedeuten? Wie kann ich diesen Worten gerecht werden? Wie kann ich das sein? Ja, ich bin sehr sensibel und tiefgründig, auch wenn ich nach außen das Gefühl gebe, viel abzukönnen. Ich liebe es, wenn jeder das Gefühl hat, mir alles sagen zu können. Doch was bedeutet das wirklich? Möchte ich wirklich mit jedem meine kostbare Zeit verbringen? Möchte ich jedem meine Energie schenken? Nein. Ich mache mich auf den Weg, andere zu finden, wie mich – oder noch besser: ich lasse mich finden. Meine Geschichte beginnt wie die Geschichte des letzten Einhorns, mit dem Gefühl und der Frage, ob ich wirklich die Letzte bin.“

Übung für dich – deine eigene Hauptfigur erschaffen

  1. Nimm dir ein Blatt Papier oder ein Notizbuch. Schreibe oben: „Meine Hauptfigur – Ich selbst“.
  2. Beschreibe dich ausführlich, so, wie du die Heldin deines eigenen Romans beschreiben würdest:
  3. Schreibe, welche Ziele, Wünsche und Träume diese Hauptfigur hat.
  4. Ergänze eine Szene, wie du deine Geschichte beginnst – ein Tag, ein Moment, ein Gefühl, der erste Schritt auf dem Weg zu deiner Idee von dir selbst.

Wenn du diese Übung machst, entsteht nicht nur ein Bild von dir, sondern ein lebendiges Verständnis: Wer bist du, wenn du wirklich du selbst bist? Welche Version von dir willst du leben? Und was darf heute der erste Satz deiner Geschichte sein?

Setze den Stift an. Schreibe los. Deine Geschichte wartet – und sie wird spannender, als du es dir jetzt vorstellen kannst.

Wenn Liebe zur Falle wird

Ich habe mich jahrelang in einer emotionalen Abhängigkeit befunden, ohne es zu merken. Für mich war es normal, mich selbst zurückzustellen, meine Bedürfnisse zu überhören und mein Glück davon abhängig zu machen, wie es meinem Partner ging. Es war die einzige Art von „Beziehung“, die ich kannte – und deshalb dachte ich, es sei Liebe.

Doch heute weiß ich: Das war weder Liebe noch eine gesunde Beziehung. Es war Co-Abhängigkeit – und ich erkenne sie mittlerweile überall um mich herum.


Wie sich Co-Abhängigkeit für mich anfühlte

Ich habe mich stark nach Nähe gesehnt – so sehr, dass ich mich selbst verloren habe. Mein Selbstwert hing davon ab, wie viel Aufmerksamkeit und Zuwendung ich bekam. Wenn der andere lachte, konnte ich atmen. Wenn er sich zurückzog, war ich voller Angst.

Ich habe ständig versucht, es dem anderen recht zu machen, seine Bedürfnisse zu erfüllen, Harmonie zu bewahren. Ich dachte, das sei Liebe. In Wahrheit war es Angst – Angst, verlassen zu werden, Angst, nicht genug zu sein.


Was ich heute bei anderen sehe

Seit ich meine Muster erkannt habe, beobachte ich Beziehungen mit neuen Augen – und es ist erschreckend, wie viele Paare sich gegenseitig ausbremsen:

  • Kaum jemand gibt dem anderen den Raum, sich selbst zu entfalten.
  • Häufig opfert einer seine Träume, während der andere stillschweigend profitiert oder ebenfalls zurückhält.
  • Beide passen sich an, vermeiden Konflikte, aber ihr Potenzial bleibt ungenutzt.

Fast niemand scheint den Mut zu haben, wirklich zu wachsen – aus Angst vor Verlust, Ablehnung oder dem, was passiert, wenn der andere sich verändert.


Co-Abhängigkeit in Freundschaften

Nicht nur in Liebesbeziehungen begegnet mir dieses Muster. Auch Freundschaften können emotional abhängig sein. Oft ist eine Freundin dominant, selbstbewusst und impulsiv, während die andere sich anpasst, vieles nachmacht und sich unbewusst als Schatten ihrer Freundin definiert. Sie verliert ihre eigene Stimme, ihre eigenen Wünsche und Hobbys, nur um die Nähe zu halten. Auch hier sehe ich die gleiche Dynamik: Anpassung, Kontrolle, Angst vor Verlust – nur dass es oft als „enge Freundschaft“ missverstanden wird.


Ein Beispiel aus der Geschichte, das mich tief berührt hat

Vor kurzem habe ich den Film über Priscilla Presley gesehen. Mir war die Geschichte von ihr und Elvis vorher nie bewusst. Und der Film zeigt ganz deutlich, wie emotional abhängig sie war.

Sie war sehr jung, kannte es nicht anders, und hat ihre Abhängigkeit lange mit Liebe verwechselt. Umso bewunderswerter finde ich, dass sie mit 27 Jahren erkannte, dass es so nicht weitergehen kann. Sie fand den Mut, sich selbst zu befreien, obwohl es alles andere als einfach war.

Für mich war das ein Augenöffner: Auch Menschen, die unglaublich jung oder unerfahren sind, können erkennen, dass das, was sie leben, keine echte Liebe ist. Es geht darum, den eigenen Wert und die eigene Freiheit zu sehen, bevor das Leben einen auf andere Weise zwingt.


Mein Weg aus der Abhängigkeit

Der erste Schritt war, ehrlich zu mir selbst zu werden: „Wo bleibe eigentlich ich in dieser Beziehung?“ Die Antwort war oft: nirgends.

Ich habe gelernt:

  • Meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
  • Grenzen zu setzen, ohne Schuldgefühle.
  • Mich selbst wertzuschätzen, unabhängig von der Bestätigung anderer.
  • Freundschaften, Hobbys und Rituale zu pflegen, die nur mir gehören.

Es war kein leichter Weg – aber es war der einzige, der mich zu mir selbst zurückgeführt hat.


Wie du erkennst, ob er oder sie der/die Richtige ist

Inspiriert von „Morgen kommt ein neuer Himmel“ stelle ich mir heute vier Fragen, die helfen, zu unterscheiden, ob es echte Partnerschaft oder Abhängigkeit ist:

  1. Kannst du ihm oder ihr alles sagen, was dir auf dem Herzen liegt?
    – Ehrliche Kommunikation ist das Fundament. Wenn du Angst hast, dich zu öffnen, ist das ein Warnsignal.
  2. Ist er oder sie gutherzig?
    – Es geht nicht nur um nette Worte, sondern um Empathie, Rücksicht und echtes Interesse am Wohl des anderen.
  3. Hilft er oder sie dir, die beste Version von dir selbst zu werden?
    – In einer echten Beziehung wachsen beide. Wenn du dich klein machst, um den anderen glücklich zu machen, stimmt etwas nicht.
  4. Kannst du dir vorstellen, ihn oder sie als Partner:in für deine Zukunft zu sehen, ohne dich selbst aufzugeben?
    – Wenn dein Glück und deine Freiheit davon abhängen, bleibt es Abhängigkeit, keine Partnerschaft.

Fazit

Heute weiß ich: Eine Beziehung, in der ich mich selbst verliere, ist keine Liebe. Liebe bedeutet Freiheit, Raum für Wachstum und gegenseitige Unterstützung, ohne den anderen zu bremsen oder sich selbst zu verlieren.

Seitdem ich das verstanden habe, sehe ich viele Beziehungen – in Partnerschaften und Freundschaften – mit anderen Augen. Ich erkenne, wie viele eher Abhängigkeiten als echte Verbindungen sind. Wer den Mut hat, seine eigene Freiheit zu suchen, lebt wahre Liebe – und nicht nur die Illusion davon.

„Liebe heißt wachsen dürfen – nicht sich selbst verlieren.“

Alles Liebe

Zwei Hamsterräder später – und immer noch nicht frei?

Stell dir vor, du sitzt an einem ganz normalen Montagmorgen in deinem Büro. ☕ Der Kaffee dampft. 📋 Die Aufgabenliste ist lang. Und in dir regt sich ein Gedanke, den du schon viel zu oft weggeschoben hast:

„Das kann doch nicht alles gewesen sein …“

1. Station: Der Angestelltenjob – Sicherheit zum Preis der Freiheit 🏢🔒

Du hast einen festen Job. Ein regelmäßiges Einkommen. 🤒 Krankentage? Gedeckt. 🏖️ Urlaubstage? Gerechnet. 👴 Rente? Irgendwann. Irgendwie.

Und trotzdem… du hetzt morgens zur Arbeit, verbringst 8–10 Stunden am Schreibtisch, 📎 erledigst, 📊 funktionierst, 📨 lieferst ab.

Du redest dir ein, dass es dir doch gut geht – im Vergleich. Und freust dich auf den nächsten Urlaub, das Wochenende, die Rente.

Doch du merkst auch: 💸 Mehr Geld? Kommt nicht wirklich an. 💥 Gehaltserhöhung? Deckt im besten Fall die höheren Kosten. Doch so wirklich mehr Geld hast du nie zur Verfügung.

Und Zeit – die fehlt dir immer. Für deine Familie. Für dich. Für das, was du eigentlich liebst. ❤️

Also träumst du heimlich:

„Wenn ich selbständig wäre… dann wäre ich frei.“

2. Station: Die Selbständigkeit – Freiheit zum Preis der Zeit 🧑💻⏳

Du wagst den Sprung. Du kündigst. Du startest. Du arbeitest für dich – endlich. 🚫 Keine Chefin, keine starren Strukturen. ✅ Du entscheidest, du bestimmst, du planst.

Und ja – du verdienst mehr. Vielleicht. Aber: Du arbeitest auch mehr.

Denn jetzt bist du alles in einer Person: 📞 Dienstleisterin, 📚 Buchhalterin, 📢 Marketing, 💬 Kundensupport…

Dein Tag endet später – und hört am Wochenende nicht auf.

Du merkst:

Freiheit sieht anders aus, wenn du rund um die Uhr verfügbar bist.

Ja, das Geld kommt rein 💰 – aber die Zeit fehlt.

Und das, was du mehr verdienst, geht gleich wieder raus: 🧾 Versicherungen, 🏦 Altersvorsorge, 💼 Steuerberater – das volle Paket.

Und wenn du wächst? 👩💼👨💼 Dann brauchst du Mitarbeiter…

Mitarbeiter haben – endlich durchatmen? 😮💨👥

Du stellst dir vor: Andere arbeiten für dich. Du delegierst. Du führst. Du gewinnst Zeit. Oder…?

In Wahrheit trägst du noch mehr Verantwortung: 💸 Gehälter – auch in schlechten Monaten. 🎯 Motivation, 🔐 Kontrolle, 🛡️ Absicherung.

Und ganz ehrlich?

Du verdienst jetzt an anderen Menschen. 😔 Du bist zu dem geworden, was du nie sein wolltest…

Nicht aus Böswilligkeit. Sondern, weil das System so aufgebaut ist.

Die Freiheit? Fühlt sich wieder nicht echt an. Die Selbstbestimmung? Ein weiterer Mythos. 📦 Willkommen im zweiten Hamsterrad – größer, schicker, freier verpackt – aber genauso leer. 🐹💼

3. Station: Die Fertigexistenz – Gemeinsam statt gegeneinander 🌱🤝

Jetzt stell dir vor… es gibt einen dritten Weg.

Einen, bei dem du nicht mehr Zeit gegen Geld tauschen musst. Einen, der auf Gemeinschaft statt Konkurrenz basiert. ✨ Ohne Hierarchie. Ohne Ausbrennen.

Ein Modell, das auf 🔄 Weitergabe statt Ausnutzung, ❤️ Verbindung statt Verpflichtung, 🎯 Echtheit statt Status basiert.

Du gibst etwas Gutes weiter – an Menschen, die fühlen wie du. Du stärkst sie. Sie stärken dich. 🧠 Jeder bringt seine Talente ein.

Und gemeinsam entsteht etwas Tragendes: 💡 Einkommen ohne Lebenszeit-Verlust. 📈 Wachstum ohne Burnout.

Das ist keine Utopie. Das ist eine Fertigexistenz. Ein Leben, das sich leicht anfühlt – weil es auf einem anderen Fundament steht:

Miteinander. Sinn. Freiheit.

Was wäre, wenn…? 🌀

Was wäre, wenn du 🚫 nicht mehr funktionieren, 🚫 nicht mehr kämpfen, 🚫 nicht mehr wählen müsstest zwischen „Geld oder Zeit“?

Was wäre, wenn du einfach leben dürftestaus deiner Kraft heraus?

Wenn du nicht nur Visionen gebären, sondern auch andere begleiten könntest, ihre eigene Vision zu leben?

Dann wärst du nicht nur frei. Du wärst selbstbestimmt. Und du wärst genau dort, wo du hingehörst:

💫 Mitten im Leben. Unter Herzmenschen. In deiner Schöpferkraft. 💖🔥

✨ Alle guten Dinge sind drei.

Und vielleicht ist jetzt deine Zeit für den dritten Weg.

Wenn du spürst, dass da mehr istlass uns reden. Denn wo Herzmenschen wachsen wollen – bin ich da. ❤️🔥🌱

Und wer weiß…✨ Vielleicht öffne ich schon bald mein digitales Wohnzimmer für Herzmenschen wie dich.

Ein geschützter Raum, in dem du ganz unverbindlich reinschnuppern kannst –in das, was ich mit Fertigexistenz meine.🔑 Echt, transparent, inspirierend.

Damit du spüren kannst, was ich meine, wenn ich von Fertigexistenz und echter Selbstbestimmung spreche.

🔑 Neugierig?Dann bleib in meiner Welt –der Rest ergibt sich von selbst. 🌟

Von Herz zu Herz ❤️✨ deine Janine 🌷😊

Evolution der Bildung: Wie freies Lernen Kinder entfaltet

Unbezahlte Werbung wegen Namensnennung / persönlicher Empfehlung.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, überkommt mich ein bittersüßer Schmerz. Es ist, als würde ein dunkler Schleier über meine Kindheit gelegt, ein Gefühl von Traurigkeit, Ohnmacht und tiefem Unverständnis. Schule – das sollte doch ein Ort sein, an dem Kinder wachsen dürfen, ihre Flügel ausbreiten, neugierig die Welt entdecken. Für mich jedoch war sie ein Ort des Verstummens, der Anpassung, der Angst. Ein Ort, an dem Kreativität im Keim erstickt und Individualität wie ein Fehler behandelt wurde.

Leistung statt Liebe zum Lernen

Schon in der Grundschule wurde mir klar: Nur wer funktioniert, wer leistet, wer sich anpasst, ist etwas wert. Noten waren keine Hilfen, sondern Urteile. Sie wurden zur Währung für Anerkennung – und ich war oft im Minus. Ich war ruhig, zurückhaltend, schüchtern. Mich zu melden oder vor der Klasse zu sprechen fühlte sich an wie ein Sprung ins kalte Wasser, für den ich nie schwimmen gelernt hatte. Aber statt dafür Verständnis oder Unterstützung zu erhalten, bekam ich einfach eine 5. Oder eine 6. Nicht für Faulheit – sondern für mein Wesen.

Kein Lehrer fragte je, was ich brauchte. Stattdessen wurde bewertet, was ich nicht konnte. Fehler wurden nicht als Schritte gesehen, sondern als Makel, die bestraft wurden. Ich habe gelernt zu funktionieren – schriftlich immerhin. Ich schrieb das Gelernte nieder, mit dem Druck im Nacken, unbedingt eine 2 schreiben zu müssen, damit ich überhaupt eine 4 auf dem Zeugnis bekam. Denn mündlich „war da nichts zu machen“, wie es so schön hieß. Klar – wie auch, mit einem Selbstwertgefühl, das kaum noch atmen konnte?

Wenn Persönlichkeit zur Schwäche gemacht wird

Besonders weh tat mir, dass meine natürliche Introvertiertheit nicht nur ignoriert, sondern abgewertet wurde. Ich war nicht laut, nicht schnell, nicht präsent genug – also war ich „nicht normal“. Dass stille Menschen eine große Tiefe, Aufmerksamkeit und Stärke in sich tragen, sah damals niemand. Und so fühlte ich mich falsch. Klein. Und immer im Schatten der Lauteren.

Dabei liebte ich Worte. Ich liebte Bücher. Ich erinnere mich noch genau an diesen einen Lichtmoment: Ich war die Erste in meiner Klasse mit einem eigenen Leseausweis. Welch ein Stolz! Auch Diktate machten mir Freude – Rechtschreibung lag mir im Blut. Aber auch hier: In Deutsch stand am Ende die Note 4, weil meine Aufsätze nicht dem Geschmack der Lehrerin entsprachen. Natürlich nicht – denn ich entsprach ihr ja auch nicht. Und doch: Heute bin ich Bloggerin mit über 100.000 Lesern. Worte sind mein Zuhause. Sie haben mich gerettet. Und sie tragen heute meine Vision in die Welt.

Lerne dich selbst zu entwickeln

Lass dir niemals einreden, wer du zu sein hast.

Diese eine Lektion habe ich tief verinnerlicht – und sie hat mein Leben verändert. Meine wahre Entfaltung begann nicht in der Schule, sondern viel später. Nach der Ausbildung, mit 19, begann ich zu begreifen, dass ich anders – und genau deshalb wertvoll bin. Ich ging früh ins Berufsleben, weil ich die Enge des Systems nicht mehr ertrug. Und dort begann ich, mich selbst zu entdecken. Besonders meine Introvertiertheit lernte ich zu schätzen – als große Stärke. Sie machte mich zu einer achtsamen Zuhörerin, zu einer feinfühligen Führungskraft, zu einer tief reflektierenden Frau.

Eine neue Schule – für echte Entwicklung

Doch so richtig aufblühen durfte ich erst, als ich Teil eines besonderen Netzwerks wurde – einer Menschenentwicklungsschule. Ein Ort, an dem wir einander sehen, stärken und inspirieren. Ein Raum, in dem Lernen wieder dem Menschen dient – und nicht andersherum. Hier wurde mein Selbstbild heil. Und hier habe ich meine wahre Berufung gefunden.

Heute bin ich Visionshebamme. Ich helfe Menschen, ihre inneren Visionen zu erkennen, sie auf die Welt zu bringen – und einen Weg zu finden, diese auch zu leben. Denn ich weiß, wie schmerzhaft es ist, wenn Träume unterdrückt werden. Und ich weiß, wie heilsam es ist, wenn sie endlich atmen dürfen.

Durch dieses Netzwerk begegnete ich auch Ricardo – einem Menschen mit einer großen Vision: Bildung zu revolutionieren. Lernen neu zu denken. Weg von Kontrolle, hin zu Entfaltung. Weg von Bewertung, hin zu Potenzialentfaltung.

Für alle, die sich zu lange falsch gefühlt haben

Wenn du das hier liest und etwas in dir mitschwingt – dann bist du nicht allein. Vielleicht hast auch du gelernt, dich zu verbiegen, um hineinzupassen. Vielleicht glaubst du bis heute, du seist „zu leise“, „zu viel“ oder „nicht richtig“. Dann will ich dir heute sagen:

Du bist richtig. Ganz genau so.

Und wenn du magst – ich begleite dich gerne ein Stück auf deinem Weg. Als Visionshebamme. Als Mutmacherin. Als jemand, der selbst erlebt hat, wie viel Licht aus der Dunkelheit entstehen kann.

Nun aber zu meiner Begegnung mit Ricardo – einem Menschen, dessen Vision mich tief berührte…


Ricardos Geschichte: Der Weg zu einer Revolution in der Bildung

Ricardos Schulzeit war anders. Die ersten vier Jahre verbrachte er zu Hause im Homeschooling, konnte selbstbestimmt lernen und von zu Hause aus die Welt entdecken. Danach ging er in die Schule, stets unterstützt von seinen Eltern, die ihm Rückhalt gaben. Die Schulzeit selbst war gut für ihn, er erzielte gute Noten, aber etwas in ihm sagte ihm, dass da noch mehr sein musste. Etwas, das er noch nicht ganz begreifen konnte.

Der wahre Wendepunkt, der alles in ihm veränderte, kam mit 25 Jahren – er war kein Kind mehr, sondern ein Erwachsener, der sich plötzlich mit den echten, tiefen Themen der Welt konfrontiert sah. Er erlebte eine Erkenntnis, die ihn bis ins Mark erschütterte. Lange Zeit hatte er das Leben der anderen nicht wirklich wahrgenommen, aber jetzt, als er mit den Kindern sprach, die ihm ihre Geschichten erzählten, öffnete sich ein neuer Blick auf die Welt. Körperlicher und geistiger Missbrauch, das Leid der Kinder, die in einem System gefangen waren, das sie nicht verstand – das war die Realität, die ihm so lange verborgen geblieben war. Und er fragte sich, warum niemand ihm früher diese Dinge gesagt hatte.

Die Kinder vertrauten ihm, tauschten Nummern mit ihm aus und sprachen von den Erfahrungen, die sie gemacht hatten. In diesem Moment wusste Ricardo: Es musste sich etwas ändern. Wie viele Kinder, wie viele Menschen, hatten so viel Schmerz, der nie gehört wurde? Wie viele waren einfach nicht gesehen worden? „Sie dachten, sie sind blöd“, erzählte er, „aber eigentlich waren sie Genies und wusste es einfach nicht.“ In den Dankesbriefen, die er später erhielt, stand die Dankbarkeit für etwas, das in dieser Welt viel zu selten gegeben wird: echte Aufmerksamkeit, echtes Mitgefühl, echtes Verständnis.

Mit 26 Jahren fasste Ricardo einen mutigen Entschluss: Er wollte der Grundstein für ein neues Bildungssystem werden, eines, das wirklich auf die Bedürfnisse der Kinder eingeht. Ein System, das mehr bietet als nur Wissen, sondern auch Leben, Menschlichkeit und eine echte Perspektive auf die Zukunft. Es war die Mischung aus tiefer Dankbarkeit und der Einsicht, wie viel Elend und Schmerz auf dieser Welt lauern, die ihn antreibte. In kurzer Zeit sah er die Veränderung und wusste, dass er nicht mehr zurückkehren konnte. „In zehn Jahren möchte ich die ersten Ergebnisse sehen“, sagte er, und er war fest davon überzeugt, dass immer mehr Eltern erkennen würden, dass es einen anderen Weg gab – einen besseren Weg.

Ricardo rät allen Schülern, die sich im aktuellen Schulsystem verloren fühlen: „Es ist nur Schule. Am Ende wird es niemanden interessieren, was du da gelernt hast. Aber das Leben, das du dir selbst baust, das zählt.“ Es geht nicht darum, sich in einem System zu verkriechen, das einem keine Möglichkeiten gibt, sondern darum, sich selbst zu fragen, was man wirklich braucht. Und für Ricardo gibt es keinen Zweifel: Wenn Eltern nicht mitspielen, sollten sie neue Lernmethoden entwickeln, um es ihren eigenen Kindern besser zu machen. „Wir müssen Brücken bauen zwischen den beiden Welten – der Welt der Schule und der Welt des freien Lernens“, sagt er. „Ich war der erste Hybrid, der zwischen beiden Welten hin und her pendelte, und meine Kinder werden die ersten sein, die eine komplett neue Art des Lernens erfahren.“

Die Veränderungen, die Ricardo sich für das Bildungssystem wünscht, sind tiefgreifend. Er spricht von einer Dezentralisierung der Bildung, von der Macht der Gemeinschaft, von Eltern, Lehrern und Kindern, die gemeinsam entscheiden, wie und was sie lernen wollen. Es soll ein System entstehen, das den Menschen vor Ort die Freiheit gibt, sich selbst zu gestalten und zu verändern – und das jederzeit möglich ist. Es geht um die Freiheit, sich für eine Bildungsform zu entscheiden – sei es eine öffentliche oder eine freie Schule. Und vor allem geht es um den freien Zugang zu Bildung für alle, ohne finanzielle Hürden. „Jeder sollte Zugang zu Basiswissen haben“, erklärt Ricardo. „Es geht nicht nur darum, Mathe oder Deutsch zu lernen, sondern auch darum, sich Wissen über die eigene Gesundheit, über das Leben an sich anzueignen – und das sollte für jeden Menschen auf dieser Welt zugänglich sein.“

Ricardo beschreibt freies Lernen als die Entscheidung, sich selbst zu fragen: „Will ich etwas daraus lernen oder möchte ich einfach so bleiben, wie ich bin?“ Es geht um die Freiheit, sich selbst zu entdecken, ohne Druck und ohne Zwang. Um die Möglichkeit, sich wirklich zu entfalten und zu wachsen.

Doch das aktuelle Bildungssystem, so ist er überzeugt, unterdrückt die Kinder in allen Bereichen. „Nicht einmal einfach aufs Klo gehen dürfen“, sagt er mit scharfer Kritik. Es ist die extreme Kontrolle, die die Kinder hemmt, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu leben. In vielen Punkten sei das System einfach erdrückend.

Ricardo hat keine internationalen Beispiele für erfolgreiche Bildungsreformen, die ihn inspirieren, weil er glaubt, dass das ganze System in seiner aktuellen Form überdacht werden muss. Einzelne Schulen mögen Fortschritte machen, aber für ihn ist dies nur der Anfang eines langen Prozesses. „Es braucht Zwischenschritte“, erklärt er, „und wir müssen das traditionelle Schuldenken Schritt für Schritt hinter uns lassen.“

Die größten Herausforderungen auf diesem Weg sind für Ricardo vor allem politischer und bürokratischer Natur. Auch die Medien und viele Lehrer stellen sich gegen Veränderungen, da sie Angst vor dem Unbekannten haben. Doch er ist zuversichtlich, dass sich vieles ändern kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. „Der Lehrermangel könnte beseitigt werden, wenn wir die Bedingungen verändern“, sagt er. „Wir brauchen ein anderes Wertesystem für Lehrer, die nicht nur nach den alten Regeln arbeiten, sondern sich mit Begeisterung und neuen Lerntechniken auf die Kinder einlassen.“

Ricardo fordert alle Lehrer heraus, sich selbst zu hinterfragen: „Liebst du Kinder? Kannst du Begeisterung vermitteln? Hast du die Lerntechniken, die Kinder heute brauchen?“ In einer seiner Übungen fragt er die Schüler nach ihrer Meinung über einen Lehrer, den sie gerade erlebt haben. „Wie findet ihr den Lehrer?“ fragt er die Kinder. „Wenn sie ihn mögen, bleibt er. Wenn nicht, ist er raus.“ Es geht darum, dass beide Seiten, Lehrer und Schüler, im Lernprozess wachsen. Es gibt immer Kompromisse, aber die Werte und die Leidenschaft müssen stimmen.

Eltern und Lehrer können sich aktiv an dieser Bildungsrevolution beteiligen, indem sie an sich selbst arbeiten. „Wenn Eltern und Lehrer an sich selbst arbeiten, lösen sich viele Probleme mit den Kindern von selbst“, sagt Ricardo. „Das Umdenken findet rasant statt. Wir müssen uns nur darauf einlassen.“

Für die Zukunft der Bildung wünscht sich Ricardo, dass wir alle erkennen, wie sehr wir das bestehende System mitgestaltet haben – aktiv oder passiv. „Das alte System wurde mit Druck, Angst und Strafe erschaffen“, sagt er. „Aber wenn wir das Alte erschaffen konnten, dann können wir auch das Neue erschaffen – mit Liebe, Mut und einer Vision für eine bessere Zukunft. Was auch immer kommt, es wird nicht mehr aufzuhalten sein.“

Wenn du mehr über Ricardos Vision erfahren und selbst entdecken möchtest, wie Lernen wieder frei, lebendig und menschlich sein kann, dann schau unbedingt auf seiner Seite vorbei: wissenschafftfreiheit.com – eine Einladung, Bildung neu zu denken und Freiheit zu leben.

Deine Janine

Kann mich irgendjemand hören? Kann mich irgendjemand sehen? Oder bin ich hier alleine?

Die Welt verändert sich. Radikal. Spürst du es? Oder hältst du dich noch an alten Mustern fest, so wie die meisten?

Ich schaue mich um und sehe, wie viele Menschen immer noch in ihrer Blase leben. In ihren scheinbar sicheren Schlössern, die nur aus Fassade bestehen. Sie spielen ihre Rollen, halten an Dingen fest, die ihnen längst nicht mehr dienen. An Lügen, an einem Bild, das sie sich selbst erschaffen haben – aus Angst, dass die Wahrheit zu schmerzhaft sein könnte.

Doch was ist, wenn genau diese Wahrheit euch endlich frei machen würde?

Der Schein trügt – und er zerfällt

Wie lange noch wollt ihr an Dingen festhalten, die auf Lug und Betrug gebaut sind? An Systemen, die euch nur benutzen? An Beziehungen, die nichts als leere Hüllen sind? An einem Leben, das sich anfühlt wie ein endloses Theaterstück, in dem ihr längst nicht mehr wisst, wer ihr wirklich seid?

Ich sehe es überall. Menschen, die sich an Statussymbole klammern, an Titel, an materielle Sicherheiten. Menschen, die sich einreden, dass alles gut ist, solange sie funktionieren. Solange sie mitmachen. Solange sie nicht hinterfragen. Aber was bleibt davon, wenn alles ins Wanken gerät? Wenn das, worauf ihr euer Leben aufgebaut habt, plötzlich nicht mehr trägt?

Die Welt verändert sich. Die Masken fallen. Und mit ihnen all die Illusionen.

Es gibt diesen Moment, wenn man merkt, dass das alte Leben nicht mehr funktioniert. Dass man sich nicht mehr länger belügen kann. Dass man die Augen nicht mehr verschließen kann. Vielleicht hast du diesen Moment schon erlebt. Vielleicht stehst du kurz davor. Vielleicht verdrängst du ihn noch.

Aber irgendwann wird er kommen.

Was, wenn es mehr gibt als das?

Mehr als nur das Streben nach Anerkennung, nach Geld, nach einem scheinbar sicheren Platz in der Gesellschaft? Mehr als das ständige Rennen, um irgendetwas zu erreichen, das uns am Ende doch nicht erfüllt?

Wir haben uns eingeredet, dass das Leben so sein muss. Dass wir kämpfen müssen. Dass wir uns anpassen müssen. Dass wir funktionieren müssen. Aber wer hat uns das gesagt? Wer hat diese Regeln aufgestellt? Und warum halten wir uns daran, obwohl wir tief in uns spüren, dass sie uns nicht glücklich machen?

Wirkliche Werte. Wahre Verbindungen. Ein Leben, das aus mehr besteht als nur aus äußeren Erfolgen und der Angst, etwas zu verlieren.

Wann hört ihr auf, euch an einem Bild festzuhalten, das längst keine Farbe mehr hat? Wann lasst ihr los, um endlich das zu finden, was echt ist?

Ich frage mich oft, warum so viele Menschen sich dagegen wehren. Warum sie lieber in der Illusion bleiben, anstatt sich der Realität zu stellen. Ist es Angst? Angst vor Veränderung? Angst vor Verlust? Oder einfach nur die Gewohnheit, die sich wie eine warme Decke um uns legt, selbst wenn sie uns erstickt?

Wann fangt ihr an, wirklich zu leben?

Ich bin hier. Und ich frage mich: Gibt es da draußen noch jemanden, der sieht, was wirklich passiert? Der bereit ist, sich von der Illusion zu lösen und endlich mit offenem Herzen zu leben?

Oder bin ich hier alleine?

Der Sommer der Verdrängung: Warum wir Urlaub brauchen und was danach kommt

Der Sommer ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Sonne, Strand und unbeschwerte Tage laden dazu ein, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Doch während wir uns in den warmen Monaten oft in eine Art Urlaubsrausch stürzen, stellt sich mir die Frage: Wieso benötigen Menschen immer mehr Urlaub? Ist es wirklich das Streben nach Genuss oder eher eine Flucht vor dem Alltag?

In den letzten Jahren habe ich beobachtet, dass viele Menschen ihre Freizeit zunehmend mit Reisen und Erlebnissen füllen. Allerdings wird von den Erlebnissen kaum etwas erzählt. Bis auf ein paar Bilder im Whatsappstatus scheint vom Urlaub nichts übrig zu bleiben. Kein erzählen von Abenteuern, neuen Kulturen und der Freiheit, die sie im Urlaub empfinden. Es scheinen gar keine Erinnerungen zu sein, die sie sich schaffen. Es ist eher eine Fassade, die aufgebaut wird.

Die Flucht vor der Realität

Urlaub wird oft als eine Möglichkeit dargestellt, dem Stress des Alltags zu entkommen. Wir packen unsere Koffer, fliegen an ferne Orte und lassen die Sorgen hinter uns. Aber was passiert, wenn wir zurückkehren? Oft kommen wir nicht nur mit schönen Erinnerungen zurück, sondern auch mit einem Gefühl der Leere. Die Probleme, die wir im Urlaub hinter uns gelassen haben, sind nicht verschwunden; sie warten darauf, wieder an die Oberfläche zu kommen.

Die Herbstdepression, die viele Menschen nach dem Sommer erleben, wird häufig mit dem schlechten Wetter oder der kürzeren Tageslichtdauer in Verbindung gebracht. Doch ich bin überzeugt, dass sie viel mehr mit dem zu tun hat, was wir während des Sommers verdrängt haben. Wenn die Sonne nicht mehr scheint und die Tage kürzer werden, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns unseren inneren Konflikten zu stellen.

Verdrängte Emotionen

Verdrängung ist ein psychologischer Mechanismus, der es uns ermöglicht, unangenehme Gefühle oder Gedanken aus unserem Bewusstsein zu schieben. Im Sommer neigen wir dazu, diese Mechanismen verstärkt anzuwenden – sei es durch übermäßiges Feiern oder durch das Streben nach ständigem Vergnügen. Wir glauben vielleicht sogar, dass wir unser Leben genießen und glücklich sind. Doch tief in uns können sich Ängste, Sorgen und unerledigte Themen ansammeln.

Wenn der Herbst kommt und die äußeren Umstände weniger einladend sind, werden diese verdrängten Emotionen oft spürbar. Die innere Leere, die wir während des Sommers ignoriert haben, wird plötzlich laut und unüberhörbar. Die Gedanken, die wir im Urlaub beiseitegeschoben haben, drängen sich wieder in unser Bewusstsein. Es ist, als ob der Herbst uns zwingt, einen Blick auf das zu werfen, was wir so lange vermieden haben.

Der Kreislauf der Verdrängung

Dieser Kreislauf – von der Flucht in den Urlaub zur Rückkehr in die Realität und schließlich zur Konfrontation mit verdrängten Gefühlen – kann zu einem Teufelskreis werden. Viele Menschen versuchen, dem Gefühl der Leere und der Traurigkeit mit noch mehr Urlaub oder Ablenkung zu entkommen. Doch anstatt die zugrunde liegenden Probleme zu lösen, verstärken sie nur das Gefühl der Unzulänglichkeit und des Mangels an echtem Glück.

Es ist wichtig zu erkennen, dass es nicht nur um das Vermeiden von Stress geht. Es geht darum, sich aktiv mit den eigenen Emotionen auseinanderzusetzen und herauszufinden, was uns wirklich erfüllt. Anstatt in den nächsten Urlaub zu flüchten oder sich in oberflächliche Vergnügungen zu stürzen, sollten wir uns fragen: Was brauche ich wirklich? Was sind die Themen in meinem Leben, die ich angehen sollte?

Die Kraft der Achtsamkeit

Eine Möglichkeit, aus diesem Kreislauf auszubrechen, ist die Praxis der Achtsamkeit. Indem wir lernen, im Moment präsent zu sein und unsere Gefühle ohne Urteil wahrzunehmen, können wir beginnen, die Dinge klarer zu sehen. Achtsamkeit hilft uns dabei, uns unseren Emotionen zu stellen und sie nicht länger zu verdrängen. Wir können lernen, unangenehme Gefühle als Teil unseres Lebens anzunehmen und sie nicht als Bedrohung wahrzunehmen. Und vor allem dürfen wir ehrlich zu uns selbst sein.

Wir können diese Zeit des Wandels im Herbst nutzen, um innezuhalten und nach innen zu schauen. Vielleicht ist es an der Zeit, ein Tagebuch zu führen oder Gespräche mit Freunden oder Therapeuten zu suchen. Indem wir uns mit unseren inneren Konflikten auseinandersetzen und sie anerkennen, können wir einen Weg finden, um sie zu verarbeiten und offen für Lösungen zu sein.

Fazit: Vom Genuss zur Selbstreflexion

Der Sommer mag eine Zeit des Genusses sein – doch er kann auch eine Zeit der Verdrängung sein. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, ist es wichtig, sich der eigenen inneren Welt zu stellen. Anstatt in den nächsten Urlaub zu flüchten oder sich in Ablenkungen zu verlieren, sollten wir die Gelegenheit nutzen, um uns mit unseren Emotionen und Gedanken auseinanderzusetzen.

Die Herbstmonate können eine wertvolle Zeit der Selbstreflexion sein. Sie laden uns ein, innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir wirklich wollen und brauchen. Vielleicht gibt es unerledigte Themen aus dem Sommer, die darauf warten, angesprochen zu werden. Oder vielleicht haben wir Träume und Ziele, die wir im hektischen Alltag aus den Augen verloren haben.

Die Schönheit des Wandels

Der Herbst ist nicht nur eine Zeit des Rückzugs; er ist auch eine Zeit des Wandels und der Erneuerung. Die Natur zeigt uns, dass Veränderung Teil des Lebens ist. Die bunten Blätter erinnern uns daran, dass es schön sein kann, loszulassen – sei es von alten Gewohnheiten oder von belastenden Gedanken. Indem wir uns auf diesen Prozess einlassen, können wir Raum für Neues schaffen.

Es ist an der Zeit, die Verdrängung hinter uns zu lassen und einen ehrlichen Blick auf unser Leben zu werfen. Was macht uns wirklich glücklich? Welche Beziehungen sind uns wichtig? Wo möchten wir hin? Diese Fragen können herausfordernd sein, aber sie sind entscheidend für unser persönliches Wachstum.

Ein neuer Ansatz für das Leben

Anstatt den Fokus ausschließlich auf Vergnügen und Ablenkung zu legen, könnten wir versuchen, ein Gleichgewicht zwischen Genuss und Selbstreflexion herzustellen. Es geht nicht darum, den Urlaub oder das Feiern abzulehnen – sondern darum, diese Erfahrungen bewusster zu gestalten. Wir können lernen, die Freude am Moment zu genießen und gleichzeitig achtsam mit unseren inneren Bedürfnissen umzugehen.

Indem wir uns aktiv mit unseren Emotionen auseinandersetzen und sie nicht länger verdrängen, schaffen wir die Grundlage für ein erfüllteres Leben. Der Herbst kann somit nicht nur eine Zeit der Traurigkeit sein; er kann auch eine Zeit des Wachstums und der Transformation darstellen. Ich für meinen Teil schätze den Herbst sehr und ich nutze ihn regelmäßig um Ballast loszuwerden und zwar körperlich genauso wie auf Seelenebene. Diese Jahreszeit ist für mich gleichzeitig die Zeit fürs Loslassen.

Fazit: Der Weg zur inneren Balance

Letztendlich liegt es an uns, wie wir mit den Herausforderungen umgehen, die das Leben uns bietet. Der Sommer mag vorbei sein und die Verdrängung mag an die Oberfläche kommen – doch das bedeutet nicht das Ende unserer Freude oder unseres Glücks. Vielmehr ist es eine Einladung, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen und die Dinge zu klären, die wir vielleicht lange ignoriert haben.

Indem wir den Mut aufbringen, uns unseren inneren Konflikten zu stellen, können wir nicht nur die Ursachen unserer Herbstdepression verstehen, sondern auch Wege finden, um sie zu überwinden. Es ist ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert, aber er kann uns letztendlich zu einem tieferen Verständnis unserer selbst führen.

Praktische Schritte zur Selbstreflexion

Hier sind einige praktische Schritte, die dir helfen können, diese Reise der Selbstreflexion zu beginnen:

  1. Tagebuch führen: Schreibe regelmäßig über deine Gedanken und Gefühle. Dies kann dir helfen, Klarheit über das zu gewinnen, was dich beschäftigt.
  2. Achtsamkeitsübungen: Praktiziere Meditation oder Atemübungen, um im Moment präsent zu sein und deine Emotionen ohne Urteil wahrzunehmen.
  3. Gespräche suchen: Sprich mit Freunden oder Familienmitgliedern über deine Gefühle. Manchmal kann das Teilen von Gedanken eine große Erleichterung bringen.
  4. Ziele setzen: Überlege dir, welche Ziele du für die kommenden Monate hast. Was möchtest du erreichen? Welche Veränderungen möchtest du in deinem Leben vornehmen?
  5. Natur erleben: Nutze die herbstliche Natur als Inspirationsquelle. Ein Spaziergang im Wald oder am See kann helfen, den Kopf freizubekommen und neue Perspektiven zu gewinnen. Ich habe hierzu eine Wandergruppe gegründet denn Gespräche mit neuen Menschen geben neue Impulse.
  6. Kreativität ausleben: Finde kreative Ausdrucksformen wie Malen, Schreiben oder Musizieren. Diese Aktivitäten können therapeutisch wirken und helfen, Emotionen auszudrücken.
  7. Komfortzone verlassen: Triff eine Entscheidung. Verlasse die Komfortzone und lasse Wachstum zu.

Der Herbst als Chance

Der Herbst ist also nicht nur eine Übergangszeit; er ist eine Chance zur Transformation. Wenn wir lernen, unsere Emotionen anzunehmen und uns aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen, können wir nicht nur die Herausforderungen des Lebens besser bewältigen, sondern auch ein erfüllteres Leben führen.

Lass uns den Sommer der Verdrängung hinter uns lassen und den Herbst als Gelegenheit nutzen – zur Reflexion, zum Wachstum und zur Erneuerung. Indem wir uns auf diesen Prozess einlassen, können wir nicht nur unsere innere Balance finden, sondern auch einen neuen Sinn für Freude und Zufriedenheit entdecken.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen herbstlichen Weg voller Entdeckungen und innerer Klarheit. Lass uns die Farben des Herbstes als Metapher für die Vielfalt unserer Emotionen betrachten – jede Farbe steht für ein Gefühl, das es wert ist, gefühlt und anerkannt zu werden.

Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar mit deinen Zielen und Wünschen, welche Veränderungen du dir wünscht und welche Emotionen du mit den Farben des Herbstes verbindest.

Von Herzen für Herzen

Das Herz will was das Herz will

Die Liebe kennt keine gesellschaftlichen Regeln. Warum auch? Liebe ist nicht einfach nur ein Gefühl, was genauso schnell wieder geht, wie es gekommen ist. Nein – Liebe ist komplex und vielschichtig. Du kannst dir nicht einmal aussuchen für welche Person du eine starke Anziehung und Leidenschaft empfindest und genau das ist der Punkt, das Gefühl was viele übersehen, vielleicht deswegen, weil sie es selbst noch nicht gefühlt haben? Ich weiß es nicht.

Romantische Liebe kann intensiv sein und dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Und dann kommen die Kopfmenschen daher und reden uns ein, wir seien verrückt, egoistisch oder gar bösartig.

Doch das Herz will was das Herz will…

Jetzt mal wirklich Hand aufs Herz und ganz ganz ehrlich. Deine Entscheidungen, die du aus Liebe getroffen hast, waren die noch nie verrückt oder gar egoistisch und vorallem weit entfernt von jeglicher Logik? Ich weiß es gibt so einige Menschen die mir jetzt mit dem nie antworten, obwohl wir alle wissen; sag niemals nie…

Hierzu möchte ich jetzt gerne mal die seit inzwischen 30 Jahre alte umstrittene Triangel Seriensituation aus Beverly Hills 90210 nehmen – Brenda/Dylan/Kelly. Diese Triangel Diskussion besteht seit 30 Jahren es gibt das Team Brenda & Dylan und das Team Kelly & Dylan. Gerade heute habe ich bei einer Facebookdiskussion dazu mitgemacht, faszinierend wie uns diese Geschichte nach alle den Jahren immer noch bewegt und auch die Meinungen dazu felsenfest stehen.

Ich hole dich mal kurz ab falls du gerade keine Ahnung hast wovon ich rede. Brenda und Kelly sind beste Freundinnen. Dylan ist mit Brenda zusammen. Doch dann kam der Sommer, der alles veränderte. Brenda fuhr alleine nach Paris und Kelly und Dylan verbrachten den Sommer zusammen, als Freunde, bis sie sich schließlich ineinander verliebten. Da wir ja alle planen in wen wir uns verlieben *Ironie aus* war die Aufregung von Team Brenda/Dylan riesig. „Wie konnten sie nur!“ Und jetzt Jahre später: „Wie konnte sie (Kelly) nur?“ Ja Kelly hat sich mit vollem Herzen in Dylan verliebt und ist der Liebe wegen jetzt ein bösartiger Mensch, die es geplant hat ihrer besten Freundin den Freund wegzunehmen. Der Mann hat natürlich wie immer nichts zu melden, als Objekt der Begierde einfach mal völlig frei von Schuld.

Meine Meinung mein Kommentar dazu:

Der Streit darüber, was Kelly getan hat, ist teilweise lächerlich. Was hat Dylan getan? Und was hat Brenda getan? Keiner kann seine Gefühle kontrollieren, nur weil Kelly das Pech hatte, Gefühle für den Freund ihrer besten Freundin zu entwickeln, ist sie die Böse? Sie hatte auch das größte schlechte Gewissen und versuchte, es zu bekämpfen. Und Dylan hat es ihr nicht leicht gemacht, wo war sein Gewissen? Und Brenda? Sie darf sich in Paris eine Liebespause von Dylan gönnen und gleichzeitig Rick anlügen – das ist doch nichts, wir dürfen jeden verletzen, nur nicht unsere beste Freundin.

Viele stimmten dem Kommentar zu doch ein Kommentar hat mich total fasziniert: „Sag einfach, dass du es auch getan hast!“ Meine Antwort darauf:

„Nur weil ich mich hineindenken kann, heißt das nicht, dass ich es getan habe. Das habe ich nicht. Im Gegenteil, ich habe damals meine beste Freundin verloren, weil ich mit ihrem Freund nicht zurechtkam. Das ist eine andere Geschichte. Aber ich gebe zu, ich bin nicht perfekt, und ich hätte nicht ausschließen können, dass ich es geschafft hätte, meine Gefühle zu unterdrücken, wenn mir so etwas passiert wäre. Es ist auch eine Frage, ob ich es will. Die Liebe ist stark. Kennst du das Gefühl?“

Ja und genau das ist meine persönliche Meinung dazu. Möchte ich in so eine Situation kommen? Nein! Auch bin ich dankbar dafür, dass ich nie in solche einer Situation war. Doch ich sage dir hier offen und ehrlich, wenn mein Herz will, was mein Herz will werde ich mich für die Liebe entscheiden. Natürlich möglichst offen und ehrlich. Nur ist meistens vor einem ehrlichen Gespräch die Liebe bereits da und ein Kuss kündigt sich vorher nicht an, so dass ich ihn planen und erst einmal darüber sprechen kann. Es sind Sekunden, die alles verändern.

Und wie stehe ich zu dem Thema Gefühle für mein Umfeld unterdrücken? Für wen soll das gut sein? Ich unterdrücke werde dadurch unglücklich und krank und muss ständig lügen, er darf seiner wahren Liebe nicht zu nahe kommen, weil seine vorherige Liebe dadurch verletzt wird und seine vorherige Liebe denkt sie ist noch die wahre Liebe und hat eine echte beste Freundin an ihrer Seite. Diese Scheinwelt soll es sein? Für den Frieden? Ich sehe da keinen Frieden, sondern nichts als Lügen.

Das Herz will, was das Herz will und das nicht ohne Grund. Es steckt keine böse Absicht dahinter, sondern Liebe. Und echte, wahre Liebe da ist es gar nicht möglich, das jemand Anderes oder gar die beste Freundin dazwischen kommt.

Wie siehst du das? Schreibe es gerne in die Kommentare

Warum es keinen Sinn macht, etwas zu bereuen

Was bereust du gerade? Einen Menschen, den du in dein Herz gelassen hast und dieser es gebrochen hat? Eine Entscheidung, die du getroffen hast und die dich gefühlt noch weiter von deinem Ziel entfernt hat? Einen Fehler, den du gemacht und du dich deswegen noch für total blöd hälst? Ich mache dir einen Vorschlag, wenn du überaupt etwas bereuen solltest – dann das Bereuen…

In unserem Leben begegnen wir vielen Menschen, machen Fehler, erleben Höhen und Tiefen. Jeder von uns, da führt kein Weg dran vorbei und das ist auch gut so. Manchmal passieren Dinge, die wir im Nachhinein bereuen, das dürfen wir auch, kurz bereuen darüber nachdenken und lernen. Wir fragen uns, warum wir bestimmte Entscheidungen getroffen haben oder warum wir uns auf bestimmte Weise verhalten haben. Doch ist es wirklich sinnvoll, sich über Vergangenes zu grämen und zu bereuen? Ich denke, dass kurzes Bereuen wichtig ist, um daraus zu lernen und sich weiterzuentwicklen. Allerdings nicht im Bereuen verharren und sich darauf ausruhen und ein Leben lang selbst bemitleiden, denn das macht ja nun absolut keinen Sinn, sondern eher eine Depression.

Jede Begegnung, jeder Fehler und jedes Erlebnis hat eine Bedeutung für unser Leben und unsere persönliche Entwicklung. Auch wenn es manchmal schwer fällt zu akzeptieren, dass wir Fehler gemacht haben oder unglückliche Entscheidungen getroffen haben, sollten wir bedenken, dass diese Erfahrungen uns geformt und geprägt haben. Statt zu bereuen frage ich mich oft lieber, wie hat mich dieser Fehler, diese unglückliche Entscheidung oder diese Begegnung geformt? Das macht ich im Nachhinein sogar dankbar. In dem Moment, wo uns etwas passiert, was wir nicht möchten fragen wir uns doch immer: „Wieso passiert mir das jetzt?“ oder auch: „Wieso passiert mir das immer wieder?“. Auf diese Fragen gibt es sogar eine Antwort. Du bist noch nicht der Mensch, der du sein sollst, daher benötigst du noch ein paar Lernaufgaben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Bereuen keinen Sinn macht. Denn jede Begegnung, jeder Fehler und jedes Erlebnis hat uns auf irgendeine Weise weitergebracht. Selbst wenn wir in der Vergangenheit Dinge anders hätten machen können, sollten wir nicht vergessen, dass wir aus diesen Erfahrungen gelernt haben und wir sie zu dem damaligen Zeitpunkt auch gar nicht hätten anders machen können, da wir dazu das Wissen von heute benötigt hätten.

Unsere Vergangenheit definiert uns nicht. Vielmehr sind es die Entscheidungen, die wir heute treffen und wie wir mit den Erfahrungen umgehen, die uns zu dem machen, was wir sind. Anstatt uns über Vergangenes zu ärgern und zu bereuen, sollten wir dankbar sein für all die Erfahrungen, die uns geformt haben.

Also lasst uns aufhören zu bereuen und stattdessen dankbar sein für alles, was uns widerfahren ist. Denn jede Begegnung, jeder Fehler und jedes Erlebnis hat eine Bedeutung für unser Leben und unsere persönliche Entwicklung. Es liegt an uns, wie wir mit diesen Erfahrungen umgehen und welche Lehren wir daraus ziehen. Bereuen bringt uns nicht weiter – im Gegenteil: Es hindert uns daran, das Beste aus unserem Leben zu machen. Also lasst uns loslassen und nach vorne schauen!

Wofür bist du Dankbar? Für Welche Erfahrung? Welche Begegnung? Welchen Fehler?

Schreibe es gerne in die Kommentare

Wie geht es dir?

Hallo lieber Leser, wie geht es dir? Was treibt dich um?

Eine der wichtigsten Frage unserer heutigen Zeit, wie ich finde, ist die Frage: „Wie geht es dir?“ Warum ich diese Frage so wichtig finde? Zum einen gewinnt sie für mich immer mehr an Bedeutung, weil sie immer mehr zu verschwinden scheint. Ich rede hier nicht von der Floskel „wie geht es dir“, die sehr oft oberflächlich verwendet wird. Die Wahrhaftige, tiefgründige Frage ist die von der ich spreche.

In meinem Leben ist diese Frage fest integriert, denn ich interessiere mich für die Menschen an denen mir etwas liegt. Regelmäßig stelle ich diese Frage in meinem Umfeld bemerke aber auch, dass viele verwundert über dieses ernste Interesse an ihrem Wohlbefinden sind, einige sind auch total dankbar und wieder andere können damit so gar nicht umgehen. Und dennoch kommt diese Frage selten zu mir zurück. Nicht das ich das erwarten würde, allerdings regt es mich zum Nachdenken an und so entstehen diese Zeilen, weil ich meine Gedanken mit euch teilen möchte.

Mich treibt die Frage an, warum diese Frage so gut wie ausgestorben ist, woran mag das liegen? Mir ist aufgefallen, dass ich kaum jemanden kenne, der Zeit hat. Das Wertvollste auf der ganzen Welt hat kaum jemand und fast jeder scheint das normal und sogar gut zu finden. Aber das ist ein anderes Thema…

Also komme ich zurück auf meine Frage, warum die Frage aller Fragen auszusterben scheint.

Zum einen ist unsere Gesellschaft ständig beschäftigt und findet kaum Zeit für ausführliche Gespräche. Die Frage „Wie geht es dir?“ kann als zeitaufwendig empfunden werden, da sie möglicherweise zu längeren Gesprächen führt. In unserer schnelllebigen Gesellschaft neigen wir dazu, oberflächliche Interaktionen zu bevorzugen, bei denen wir uns nicht wirklich mit den emotionalen Bedürfnissen anderer auseinandersetzen müssen.

Darüber hinaus spielt auch die Angst vor Ablehnung eine Rolle. Wenn wir jemanden nach seinem Befinden fragen, öffnen wir uns für mögliche negative Antworten oder unangenehme Situationen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Person ihre Probleme mitteilt und wir uns überfordert fühlen oder nicht wissen, wie wir angemessen reagieren sollen. Diese Angst vor Ablehnung oder Überforderung kann dazu führen, dass wir es vermeiden, andere nach ihrem Befinden zu fragen.

Ein weiterer Aspekt ist die Unsicherheit darüber, wie man angemessen auf die Antwort reagieren soll. Oft wissen wir nicht genau, wie tiefgehend die Frage gemeint ist und ob die Person wirklich über ihre Gefühle sprechen möchte. Wir möchten höflich sein und Interesse zeigen, aber gleichzeitig möchten wir auch nicht zu aufdringlich oder indiskret erscheinen. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass wir es lieber vermeiden, über emotionale Themen zu sprechen.

Ein weiterer Grund, warum es vielen Menschen schwerfällt, andere nach ihrem Befinden zu fragen, kann auch Neid sein. Oftmals vergleichen wir uns unbewusst mit anderen und können neidisch auf deren vermeintlich bessere Situation oder ihr Glück sein. In solchen Fällen fällt es uns schwer, ehrliches Interesse am Wohlbefinden anderer zu zeigen, da wir uns in unserer eigenen Unzufriedenheit gefangen fühlen.

Der Neid kann dazu führen, dass wir uns zurückziehen und uns nicht aktiv um das Wohlergehen anderer kümmern möchten. Wir könnten Angst haben, dass die Person über ihre Erfolge spricht oder dass sie sich besser fühlt als wir. Dies kann zu einer Blockade führen und uns daran hindern, einfühlsam und fürsorglich zu sein.

Es ist wichtig zu erkennen, dass Neid eine natürliche Emotion ist, aber es ist auch wichtig, sich bewusst zu machen, wie er unsere zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen kann. Indem wir uns unserer eigenen Neidgefühle bewusst werden und an ihnen arbeiten, können wir lernen, anderen aufrichtiges Interesse entgegenzubringen und uns über ihr Wohlbefinden zu freuen.

Insgesamt gibt es verschiedene Gründe dafür, warum es vielen Menschen schwerfällt, andere nach ihrem Befinden zu fragen. Von Oberflächlichkeit über Angst vor Verletzlichkeit bis hin zu Zeitmangel und Neid – all diese Faktoren spielen eine Rolle. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass das Fragen nach dem Befinden anderer von großer Bedeutung ist und dass es uns ermöglicht, empathisch zu sein und zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Indem wir uns bewusst mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen und an unserer eigenen Offenheit und Fürsorge arbeiten, können wir dazu beitragen, eine unterstützende und mitfühlende Gemeinschaft zu schaffen.

Die Auswirkungen des Fehlens der Frage „Wie geht es dir?“ können wirklich erheblich sein. Wenn uns niemand danach fragt, wie es uns geht, können wir uns vernachlässigt und allein gelassen fühlen. Das Fehlen dieser Frage kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen und dazu beitragen, dass wir unsere eigenen Emotionen unterdrücken oder verbergen. Es ist wichtig zu erkennen, dass das Fragen nach dem Befinden anderer nicht nur für die andere Person von Bedeutung ist, sondern auch für uns selbst. Sie öffnet Herzen und auch Möglichkeiten.

Indem wir jemanden fragen, wie es ihm geht, zeigen wir Interesse an seinem Leben und signalisieren, dass wir uns um ihn kümmern. Es ist ein Zeichen der Empathie und Wertschätzung. Diese einfache Frage kann dazu beitragen, Beziehungen zu stärken und das Vertrauen zwischen Menschen aufzubauen.

Nicht nur ermöglicht diese Frage einen offenen Dialog, sondern sie kann auch dazu beitragen, mögliche Probleme oder Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Manchmal verbergen Menschen ihre eigenen Schwierigkeiten hinter einem Lächeln oder einer Fassade des Glücks. Indem wir jedoch regelmäßig nachfragen, wie es ihnen wirklich geht, können wir auf Anzeichen von Stress, Traurigkeit oder Überlastung achten. Wir können Unterstützung anbieten und ihnen helfen, rechtzeitig Hilfe zu erhalten.

Die Frage „Wie geht es dir?“ ist ein Zeichen der Menschlichkeit. In einer Welt, die oft von Egoismus und Selbstbesessenheit geprägt ist, zeigt sie, dass wir uns um das Wohlergehen unserer Mitmenschen kümmern. Sie trägt zur Schaffung einer gesunden und starken Gemeinschaft bei, in der Menschen sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.

Insgesamt ist es wichtig, die Frage „Wie geht es dir?“ nicht nur als Höflichkeitsfloskel zu verwenden, sondern sie mit echtem Interesse und Empathie zu stellen. Es ist eine Möglichkeit, sich um das Wohlbefinden anderer zu kümmern und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind. Indem wir regelmäßig nach dem Befinden unserer Mitmenschen fragen, können wir dazu beitragen, eine unterstützende und fürsorgliche Gemeinschaft aufzubauen.

Es mag zwar trivial erscheinen, aber die Frage „Wie geht es dir?“ kann einen großen Unterschied im Leben eines Menschen machen. Sie zeigt, dass wir uns um das Wohlergehen anderer kümmern und bereit sind, zuzuhören und zu helfen. Also lasst uns diese einfache Frage öfter stellen und damit einen positiven Einfluss auf das Leben unserer Mitmenschen haben.

Ich möchte es zum Schluss noch mal deutlich betonen! Es ist von großer Bedeutung, regelmäßig nach dem Wohlbefinden unserer Mitmenschen zu fragen. Wirklich für unsere Mitmenschen, für uns selbst, aber auch für die ganze Gesellschaft. Mit der Frage die Anfangs so banal erscheint können wir zu einer besseren Gesellschaft und somit auch zu einer besseren Welt beitragen. Es ist nicht banal, es ist etwas ganz Großes.

Die Frage wie geht es dir kann einfach alles verändern, auch dich selbst.

Mach dir mal den Spaß und stelle dir selbst jetzt die Frage, wie oft du deinen Mitmenschen ernsthaft diese bedeutende Frage stellst. Sei ehrlich zu dir! Und falls du diese Frage aktuell nicht stellst hinterfrage dich selbst, warum du es nicht tust. Trifft einer der von mir genannten Gründe zu? Dann arbeite daran, an dir, an deinem Leben.

Ich kann dir auch gerne dabei behilflich sein. Du kannst gerne via Kontaktformular mit mir Kontakt aufnehmen und zum Beispiel ja auch mich fragen wie es mir geht. Meine Antwort, kann ein Gespräch eröffnen, was zu etwas führen kann woran du jetzt in diesem Augenblick noch gar nicht denkst. Das liegt nicht an mir oder meiner Antwort, sondern einfach an dem Synergieeffekt, den diese Frage auslösen kann.

Also gehe raus in die Welt und stelle diese Frage.

Für eine bessere Welt!

Wertvoll

Stell dir vor, wie wertvoll du für jemanden bist, ohne es zu merken…

Ich meine hast du auch nur annähernd eine Idee wie wertvoll du bist?

Es gibt Momente im Leben, in denen wir uns vielleicht unscheinbar oder unbedeutend fühlen. Wir zweifeln an unserem Wert und fragen uns, ob wir überhaupt einen Unterschied machen. Doch was wäre, wenn wir uns vorstellen könnten, wie wertvoll wir für jemanden sind, ohne es zu merken?

Oftmals sind wir uns nicht bewusst, wie sehr wir das Leben anderer Menschen beeinflussen. Ein einfaches Lächeln oder ein aufmunterndes Wort kann für jemanden einen großen Unterschied machen. Wir können jemandem den Tag erhellen, ohne es zu bemerken. Unsere bloße Anwesenheit kann Trost spenden und jemandem das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.

Du alleine kannst den Unterschied machen. Schau in den Spiegel. Siehst du wie wertvoll du bist? Was siehst du? Welchen Wert siehst du, was bist du dir selbst wert? Hier kommen wir schon zu dem Selbstwertgefühl. Ich finde es immer wieder unglaublich wie gering das eigene Selbstwertgefühl ist. Oftmals denken wir, andere sind ja viel wertvoller als wir und noch schlimmer viele sehen auch materielle Dinge wertvoller an, als sich selbst. Hierzu hatte ich vor kurzem ein interessantes Gespräch. Menschen kaufen Autos im Wert von 40.000 Euro und versichern dieses Auto, weil es wertvoll ist, damit es quasi wieder repariert werden kann, falls etwas passiert. Geht es aber um die Investition für den eigenen Körper, für die Gesundheit, dann sind sich viele Menschen das nicht wert. Ich muss immer wieder schlucken, wenn ich darüber nachdenke, was ist mit uns passiert, das ein Auto ein höheren Wert hat als der Mensch? Ich meine was kann dir ein Auto letztendlich geben? Gut es bringt dich bequem von A nach B aber was ist mit dem was uns ausmacht? Was ist mit Emotionen? Denn du bist nicht einfach nur wertvoll. Dein Sein und die Art wie du dich selbst siehst kann die Welt verändern. Wiederhole diesen Satz und lass ihn auf dich wirken:

„Dein Sein und die Art wie du dich selbst siehst kann die Welt verändern.“

Es gibt Menschen in unserem Leben, die uns bedingungslos lieben und schätzen, ohne dass wir es merken. Sie sehen unsere Stärken und Talente, auch wenn wir sie selbst nicht erkennen. Sie glauben an uns, auch wenn wir an uns selbst zweifeln. Diese Menschen sind unsere größten Unterstützer und ermutigen uns, unsere Träume zu verfolgen. Sie haben für uns einen unheimlichen Wert und tragen dazu bei unsere Träume zu leben und genau so ein Mensch bist du für jemand anderen. Du bist es wert geliebt zu werden und zu lieben. Es macht mich oft traurig, dass wir manchen Menschen wirklich erst einmal erklären müssen, warum wir sie lieben, weil sie selbst sich überhaupt nicht vorstellen können, dass sie liebenswert sind. Warum liebst du mich? Ich meine mal ernsthaft, was ist das eigentlich für eine bescheuerte Frage?

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Einfluss haben. Ein Freund, der immer für uns da ist, wenn wir ihn brauchen. Ein Familienmitglied, das uns bedingungslos liebt, egal was passiert. Ein Kollege, der uns ermutigt und an uns glaubt. Diese Menschen sehen unseren Wert und schätzen uns, auch wenn wir es nicht immer sehen können. Oftmals wünsche ich mir, dass du dich mit meinen Augen sehen könntest…

Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir für jemanden wertvoll sind, auch wenn wir es nicht merken. Jeder von uns hat einzigartige Eigenschaften und Fähigkeiten, die die Welt bereichern. Wir können jemandem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, jemandem Mut machen oder einfach nur da sein, wenn jemand uns braucht.

Stell dir vor, wie wertvoll du für jemanden bist, ohne es zu merken. Denke an all die Menschen, die dich lieben und schätzen, auch wenn du dich manchmal unscheinbar fühlst.