Du bist immer die Idee von dir selbst

Du bist immer die Idee von dir selbst – einer meiner Leitsätze. Doch was meine ich damit eigentlich genau? Es gibt so viele schöne Worte in Sätze zusammengepackt, die uns inspirieren und Spielraum für Interpretation geben. Und hier nun meine Interpretation von mir für dich dazu, warum es mein Leitsatz ist. Angeknüpft an meine Philosophie, dass wir unsere eigene Geschichte selbst schreiben, wenn wir uns nur trauen, den Stift in die Hand zu nehmen.

Stell dir vor, du sitzt an einem Tisch. Vor dir liegt ein leeres Blatt Papier. In deiner Hand spürst du das Gewicht des Stifts. Es ist still. Ein kleiner Moment des Zögerns – „Wo fange ich an?“ – doch dann atmest du tief ein. Du setzt die Spitze des Stifts auf das Papier. Die erste Linie ist zaghaft, dann ein Satz. Und plötzlich fließt es. Alte Glaubenssätze werden sichtbar, Wünsche und Träume, die lange geschlummert haben, erscheinen auf dem Papier. Du merkst: Du bist nicht länger nur die Idee, die andere über dich hatten. Du bist die Autorin deiner eigenen Geschichte.

So begann auch meine eigene Geschichte – die erste Seite:

„Es ist ein sonniger, milder Herbsttag. Ich sitze am Tisch mit meinem Lieblingsstift in der Hand und beginne nun die erste Seite meiner Geschichte zu schreiben. Gemütlichkeit ist mir wichtig, ich nehme noch einen Schluck meines Lieblingstees und beginne zu schreiben. Ich habe meine Geschichte noch einmal Revue passieren lassen. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, wie fremdbestimmt ich war, wie ich mich habe steuern und beeinflussen lassen. Doch jetzt habe ich den Stift, und ich gebe ihn auch nicht wieder her. Überlegend sitze ich da und aufeinmal sprudelt es aus mir heraus meine Gedanken sind viel schneller, als mein Stift es fassen kann. Alles was so tief in mir verborgen gewesen ist möchte gleichzeitig an die Oberfläche, Moment ich muss mich sortieren ich konzentriere mich auf das, was ich kann und das ist; strukturieren, fokusieren, fühlen und auch träumen. Meine Hand schreibt weiter meine Werte; Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit auf den Weg zur Authentizität, Emphatie auf den Weg zur Herzensnähe, Entschlossenheit ich muss nur noch meinen Mut finden, Selbstreflexion manchmal ist weniger mehr, Tiefe und Sinnhaftigkeit, Freiheit ich spüre meinen Freigeist in mir, verantwortungsbewusst, ich fühle meine sensible Seite und finde immer mehr den Mut diese auch zu zeigen und als Stärke zu sehen. Beim Schreiben auf einmal wie ein grelles Licht, ein Blitz und da ist es; Ich bin eine Heldin, eine Geschäftsführerin in Ermutigung und Empathie. Weg ist das Licht wieder doch die Worte bleiben. Doch aber was soll das bedeuten? Wie kann ich diesen Worten gerecht werden? Wie kann ich das sein? Ja, ich bin sehr sensibel und tiefgründig, auch wenn ich nach außen das Gefühl gebe, viel abzukönnen. Ich liebe es, wenn jeder das Gefühl hat, mir alles sagen zu können. Doch was bedeutet das wirklich? Möchte ich wirklich mit jedem meine kostbare Zeit verbringen? Möchte ich jedem meine Energie schenken? Nein. Ich mache mich auf den Weg, andere zu finden, wie mich – oder noch besser: ich lasse mich finden. Meine Geschichte beginnt wie die Geschichte des letzten Einhorns, mit dem Gefühl und der Frage, ob ich wirklich die Letzte bin.“

Übung für dich – deine eigene Hauptfigur erschaffen

  1. Nimm dir ein Blatt Papier oder ein Notizbuch. Schreibe oben: „Meine Hauptfigur – Ich selbst“.
  2. Beschreibe dich ausführlich, so, wie du die Heldin deines eigenen Romans beschreiben würdest:
  3. Schreibe, welche Ziele, Wünsche und Träume diese Hauptfigur hat.
  4. Ergänze eine Szene, wie du deine Geschichte beginnst – ein Tag, ein Moment, ein Gefühl, der erste Schritt auf dem Weg zu deiner Idee von dir selbst.

Wenn du diese Übung machst, entsteht nicht nur ein Bild von dir, sondern ein lebendiges Verständnis: Wer bist du, wenn du wirklich du selbst bist? Welche Version von dir willst du leben? Und was darf heute der erste Satz deiner Geschichte sein?

Setze den Stift an. Schreibe los. Deine Geschichte wartet – und sie wird spannender, als du es dir jetzt vorstellen kannst.

Wenn Liebe zur Falle wird

Ich habe mich jahrelang in einer emotionalen Abhängigkeit befunden, ohne es zu merken. Für mich war es normal, mich selbst zurückzustellen, meine Bedürfnisse zu überhören und mein Glück davon abhängig zu machen, wie es meinem Partner ging. Es war die einzige Art von „Beziehung“, die ich kannte – und deshalb dachte ich, es sei Liebe.

Doch heute weiß ich: Das war weder Liebe noch eine gesunde Beziehung. Es war Co-Abhängigkeit – und ich erkenne sie mittlerweile überall um mich herum.


Wie sich Co-Abhängigkeit für mich anfühlte

Ich habe mich stark nach Nähe gesehnt – so sehr, dass ich mich selbst verloren habe. Mein Selbstwert hing davon ab, wie viel Aufmerksamkeit und Zuwendung ich bekam. Wenn der andere lachte, konnte ich atmen. Wenn er sich zurückzog, war ich voller Angst.

Ich habe ständig versucht, es dem anderen recht zu machen, seine Bedürfnisse zu erfüllen, Harmonie zu bewahren. Ich dachte, das sei Liebe. In Wahrheit war es Angst – Angst, verlassen zu werden, Angst, nicht genug zu sein.


Was ich heute bei anderen sehe

Seit ich meine Muster erkannt habe, beobachte ich Beziehungen mit neuen Augen – und es ist erschreckend, wie viele Paare sich gegenseitig ausbremsen:

  • Kaum jemand gibt dem anderen den Raum, sich selbst zu entfalten.
  • Häufig opfert einer seine Träume, während der andere stillschweigend profitiert oder ebenfalls zurückhält.
  • Beide passen sich an, vermeiden Konflikte, aber ihr Potenzial bleibt ungenutzt.

Fast niemand scheint den Mut zu haben, wirklich zu wachsen – aus Angst vor Verlust, Ablehnung oder dem, was passiert, wenn der andere sich verändert.


Co-Abhängigkeit in Freundschaften

Nicht nur in Liebesbeziehungen begegnet mir dieses Muster. Auch Freundschaften können emotional abhängig sein. Oft ist eine Freundin dominant, selbstbewusst und impulsiv, während die andere sich anpasst, vieles nachmacht und sich unbewusst als Schatten ihrer Freundin definiert. Sie verliert ihre eigene Stimme, ihre eigenen Wünsche und Hobbys, nur um die Nähe zu halten. Auch hier sehe ich die gleiche Dynamik: Anpassung, Kontrolle, Angst vor Verlust – nur dass es oft als „enge Freundschaft“ missverstanden wird.


Ein Beispiel aus der Geschichte, das mich tief berührt hat

Vor kurzem habe ich den Film über Priscilla Presley gesehen. Mir war die Geschichte von ihr und Elvis vorher nie bewusst. Und der Film zeigt ganz deutlich, wie emotional abhängig sie war.

Sie war sehr jung, kannte es nicht anders, und hat ihre Abhängigkeit lange mit Liebe verwechselt. Umso bewunderswerter finde ich, dass sie mit 27 Jahren erkannte, dass es so nicht weitergehen kann. Sie fand den Mut, sich selbst zu befreien, obwohl es alles andere als einfach war.

Für mich war das ein Augenöffner: Auch Menschen, die unglaublich jung oder unerfahren sind, können erkennen, dass das, was sie leben, keine echte Liebe ist. Es geht darum, den eigenen Wert und die eigene Freiheit zu sehen, bevor das Leben einen auf andere Weise zwingt.


Mein Weg aus der Abhängigkeit

Der erste Schritt war, ehrlich zu mir selbst zu werden: „Wo bleibe eigentlich ich in dieser Beziehung?“ Die Antwort war oft: nirgends.

Ich habe gelernt:

  • Meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
  • Grenzen zu setzen, ohne Schuldgefühle.
  • Mich selbst wertzuschätzen, unabhängig von der Bestätigung anderer.
  • Freundschaften, Hobbys und Rituale zu pflegen, die nur mir gehören.

Es war kein leichter Weg – aber es war der einzige, der mich zu mir selbst zurückgeführt hat.


Wie du erkennst, ob er oder sie der/die Richtige ist

Inspiriert von „Morgen kommt ein neuer Himmel“ stelle ich mir heute vier Fragen, die helfen, zu unterscheiden, ob es echte Partnerschaft oder Abhängigkeit ist:

  1. Kannst du ihm oder ihr alles sagen, was dir auf dem Herzen liegt?
    – Ehrliche Kommunikation ist das Fundament. Wenn du Angst hast, dich zu öffnen, ist das ein Warnsignal.
  2. Ist er oder sie gutherzig?
    – Es geht nicht nur um nette Worte, sondern um Empathie, Rücksicht und echtes Interesse am Wohl des anderen.
  3. Hilft er oder sie dir, die beste Version von dir selbst zu werden?
    – In einer echten Beziehung wachsen beide. Wenn du dich klein machst, um den anderen glücklich zu machen, stimmt etwas nicht.
  4. Kannst du dir vorstellen, ihn oder sie als Partner:in für deine Zukunft zu sehen, ohne dich selbst aufzugeben?
    – Wenn dein Glück und deine Freiheit davon abhängen, bleibt es Abhängigkeit, keine Partnerschaft.

Fazit

Heute weiß ich: Eine Beziehung, in der ich mich selbst verliere, ist keine Liebe. Liebe bedeutet Freiheit, Raum für Wachstum und gegenseitige Unterstützung, ohne den anderen zu bremsen oder sich selbst zu verlieren.

Seitdem ich das verstanden habe, sehe ich viele Beziehungen – in Partnerschaften und Freundschaften – mit anderen Augen. Ich erkenne, wie viele eher Abhängigkeiten als echte Verbindungen sind. Wer den Mut hat, seine eigene Freiheit zu suchen, lebt wahre Liebe – und nicht nur die Illusion davon.

„Liebe heißt wachsen dürfen – nicht sich selbst verlieren.“

Alles Liebe

Das Herz will was das Herz will

Die Liebe kennt keine gesellschaftlichen Regeln. Warum auch? Liebe ist nicht einfach nur ein Gefühl, was genauso schnell wieder geht, wie es gekommen ist. Nein – Liebe ist komplex und vielschichtig. Du kannst dir nicht einmal aussuchen für welche Person du eine starke Anziehung und Leidenschaft empfindest und genau das ist der Punkt, das Gefühl was viele übersehen, vielleicht deswegen, weil sie es selbst noch nicht gefühlt haben? Ich weiß es nicht.

Romantische Liebe kann intensiv sein und dein ganzes Leben auf den Kopf stellen. Und dann kommen die Kopfmenschen daher und reden uns ein, wir seien verrückt, egoistisch oder gar bösartig.

Doch das Herz will was das Herz will…

Jetzt mal wirklich Hand aufs Herz und ganz ganz ehrlich. Deine Entscheidungen, die du aus Liebe getroffen hast, waren die noch nie verrückt oder gar egoistisch und vorallem weit entfernt von jeglicher Logik? Ich weiß es gibt so einige Menschen die mir jetzt mit dem nie antworten, obwohl wir alle wissen; sag niemals nie…

Hierzu möchte ich jetzt gerne mal die seit inzwischen 30 Jahre alte umstrittene Triangel Seriensituation aus Beverly Hills 90210 nehmen – Brenda/Dylan/Kelly. Diese Triangel Diskussion besteht seit 30 Jahren es gibt das Team Brenda & Dylan und das Team Kelly & Dylan. Gerade heute habe ich bei einer Facebookdiskussion dazu mitgemacht, faszinierend wie uns diese Geschichte nach alle den Jahren immer noch bewegt und auch die Meinungen dazu felsenfest stehen.

Ich hole dich mal kurz ab falls du gerade keine Ahnung hast wovon ich rede. Brenda und Kelly sind beste Freundinnen. Dylan ist mit Brenda zusammen. Doch dann kam der Sommer, der alles veränderte. Brenda fuhr alleine nach Paris und Kelly und Dylan verbrachten den Sommer zusammen, als Freunde, bis sie sich schließlich ineinander verliebten. Da wir ja alle planen in wen wir uns verlieben *Ironie aus* war die Aufregung von Team Brenda/Dylan riesig. „Wie konnten sie nur!“ Und jetzt Jahre später: „Wie konnte sie (Kelly) nur?“ Ja Kelly hat sich mit vollem Herzen in Dylan verliebt und ist der Liebe wegen jetzt ein bösartiger Mensch, die es geplant hat ihrer besten Freundin den Freund wegzunehmen. Der Mann hat natürlich wie immer nichts zu melden, als Objekt der Begierde einfach mal völlig frei von Schuld.

Meine Meinung mein Kommentar dazu:

Der Streit darüber, was Kelly getan hat, ist teilweise lächerlich. Was hat Dylan getan? Und was hat Brenda getan? Keiner kann seine Gefühle kontrollieren, nur weil Kelly das Pech hatte, Gefühle für den Freund ihrer besten Freundin zu entwickeln, ist sie die Böse? Sie hatte auch das größte schlechte Gewissen und versuchte, es zu bekämpfen. Und Dylan hat es ihr nicht leicht gemacht, wo war sein Gewissen? Und Brenda? Sie darf sich in Paris eine Liebespause von Dylan gönnen und gleichzeitig Rick anlügen – das ist doch nichts, wir dürfen jeden verletzen, nur nicht unsere beste Freundin.

Viele stimmten dem Kommentar zu doch ein Kommentar hat mich total fasziniert: „Sag einfach, dass du es auch getan hast!“ Meine Antwort darauf:

„Nur weil ich mich hineindenken kann, heißt das nicht, dass ich es getan habe. Das habe ich nicht. Im Gegenteil, ich habe damals meine beste Freundin verloren, weil ich mit ihrem Freund nicht zurechtkam. Das ist eine andere Geschichte. Aber ich gebe zu, ich bin nicht perfekt, und ich hätte nicht ausschließen können, dass ich es geschafft hätte, meine Gefühle zu unterdrücken, wenn mir so etwas passiert wäre. Es ist auch eine Frage, ob ich es will. Die Liebe ist stark. Kennst du das Gefühl?“

Ja und genau das ist meine persönliche Meinung dazu. Möchte ich in so eine Situation kommen? Nein! Auch bin ich dankbar dafür, dass ich nie in solche einer Situation war. Doch ich sage dir hier offen und ehrlich, wenn mein Herz will, was mein Herz will werde ich mich für die Liebe entscheiden. Natürlich möglichst offen und ehrlich. Nur ist meistens vor einem ehrlichen Gespräch die Liebe bereits da und ein Kuss kündigt sich vorher nicht an, so dass ich ihn planen und erst einmal darüber sprechen kann. Es sind Sekunden, die alles verändern.

Und wie stehe ich zu dem Thema Gefühle für mein Umfeld unterdrücken? Für wen soll das gut sein? Ich unterdrücke werde dadurch unglücklich und krank und muss ständig lügen, er darf seiner wahren Liebe nicht zu nahe kommen, weil seine vorherige Liebe dadurch verletzt wird und seine vorherige Liebe denkt sie ist noch die wahre Liebe und hat eine echte beste Freundin an ihrer Seite. Diese Scheinwelt soll es sein? Für den Frieden? Ich sehe da keinen Frieden, sondern nichts als Lügen.

Das Herz will, was das Herz will und das nicht ohne Grund. Es steckt keine böse Absicht dahinter, sondern Liebe. Und echte, wahre Liebe da ist es gar nicht möglich, das jemand Anderes oder gar die beste Freundin dazwischen kommt.

Wie siehst du das? Schreibe es gerne in die Kommentare

Warum meine eigene Meinung so wichtig ist

Anerkennung ein Wort mit starkem Gewicht. Jeder von uns möchte Anerkennung. Hierdurch entsteht in unserem Inneren ein falsches Denken. Wir sperren uns selbst in ein Gefängnis des Gefallen wollens und werden dadurch sogar unbeliebter und unglücklicher.

Ich versetze mich bei meinen Gedanken dazu gerne in meine Teenagerzeit zurück, die Zeit der Unsicherheit schlechthin. Immer von der Angst des Alleinseins begleitet. Jeder oder die Meisten von uns haben sicherlich in der Teenagerzeit eine Phase des Alleinseins hinter sich. Ich war an meinem 17.Geburtstag total alleine. Sauer auf die ganze Welt mit dem Gefühl, dass mich keiner versteht. Aus heutiger Sicht auch total verständlich, wie soll mich denn jemand verstehen, wenn ich mich selbst in ein Gefängnis gesperrt habe und nicht rauskomme, also nicht wirklich aus mir herauskomme? Anderen Meinungen einfach zustimme, weil ich mich nicht traue meine Meinung zu äußern, geschweige denn dafür einzustehen. So bin ich doch nur eine Person ohne Persönlichkeit.

Persönlichkeit

Doch die eigene Persönlichkeit kommt mit dem Erwachsenwerden, sollte sie zumindest. So unsicher ich auch als Teenager war, so habe ich doch schon immer meine Entscheidungen selbst getroffen. Ich habe niemanden gefragt, ob der Typ in den ich mich gerade verknallt hatte auch cool genug dafür war. Auch habe ich bei der Wahl meiner Ausbildung nur auf mich gehört. Ich wollte im Gegensatz zu allen anderen damals einen sicheren Beruf mit viel Freizeit. Sicherlich haben mich viele in meinem Alter damals nicht verstanden, wie ich Sicherheit und Freizeit, der Kreativität und Leidenschaft vorziehen konnte. Heute bekomme ich öfter mal spitze Bemerkungen wie „du musst ja viel Zeit und Langeweile haben“ oder „du arbeitest ja sowieso nicht“, die aus Neid entstehen. Dabei möchte niemand mehr sehen, was ich dafür geopfert habe. Ich habe nicht den perfekten Beruf gesucht, der Spaß macht, ich habe einfach nur einen Beruf gesucht, der mir ermöglicht viel freie Zeit zu haben. So gehe ich heute einem langweiligen Beruf nach und werde nun sogar teilweise darum beneidet. Einer der Gründe, warum ich froh bin auf mich gehört zu haben, denn Meinungen ändern sich und ich bin diejenige, die mit ihrer Entscheidung leben muss.

Du fragst dich jetzt sicherlich, wo die Anerkennung bleibt, nach der wir uns sehnen? Umso mehr du eine eigene Persönlichkeit entwickelst, umso mehr triffst du auf Leute, die diese Persönlichkeit schätzen und damit kommt dann auch die Anerkennung. Und zwar nicht irgendeine Anerkennung, sondern etwas Echtes. Deine wirkliche Persönlichkeit wird geschätzt und nicht das Trugbild was du erschaffen hast.

Der Gefängnisausbruch

Jeder von uns möchte frei sein. Also lass uns aus dem Gefängnis, sich Gedanken über die Gedanken anderer zu machen, ausbrechen. Umso älter ich wurde, umso freier wurde ich auch. Ich finde, das dies eines der Vorteile am Älterwerden ist. Man selbst lernt sich immer besser kennen und macht das, was einem gut tut. Zudem erfreut sich dieses Verhalten entgegen aller Ängste besonderer Beliebtheit. Ich bin schon immer nüchtern durchs Leben gegangen. Natürlich werde ich nicht weniger von Ängsten begleitet als alle anderen, aber ich hatte nie das Bedürfnis, diese durch Alkohol zu betäuben. Wahrscheinlich trinken deshalb soviele Alkohol um sich zu amüsieren, weil sie es ohne nicht können. Sie befinden sich nach wie vor in dem Gefängnis und der angstlösende „Zaubertrank“ ermöglicht es den meisten kurzzeitig frei zu sein. Doch wieso geben sich soviele mit der Illusion von Freiheit zufrieden statt wirklich frei zu sein? Brich aus! Triff deine Entscheidungen, lebe mit diesen und genieße die Freiheit! Stell dir vor, du hast es wirklich geschafft und dich frei von den fremden Gedanken gemacht überlege mal, was du außer Freiheit noch dazugewinnst.

Energie

Wir verschwenden teilweise einfach viel zu viel Energie damit, uns Gedanken darüber zu machen wie wir ankommen. Jetzt nimm diese Energie und nutze sie für etwas Sinnvolles. Kaum vorstellbar, was du mit diesere neu gewonnenen Energie alles anfangen könntest. Zudem lebst du auch gesünder, weil du auf inneren Druck und Alkohol verzichtest.

Glück

Der allseits bekannte Satz:“Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist so unglaublich wahr. Du kannst dein eigenes Glück nur finden, indem du verinnerlichst, dass die einzige Person und Meinung, die dich je glücklich machen immer ausschließlich mit dir verbunden sind. Wenn du nicht damit aufhörst dein Glück von anderen Personen und Meinungen abhängig zu machen, wirst du auch niemals glücklich werden. Eine große Erleichterung und das damit verbundene Zufriedenheitsgefühl wird sich bei dir sofort einstellen, wenn du dir wegen der Anderen einfach keinen Stress mehr machst. Dein Stresslevel wird sinken und das tut unheimlich gut.

Selbstwertgefühl

Indem dir die Meinungen, der anderen egal werden und du deine eigene Meinung für dich über die Meinungen der anderen stellst erhöht sich auch nach und nach dein Selbstwertgefühl. Du bist es dir Wert auf dich zu hören. Du stehst für dich und deine Entscheidungen ein und lernst daraus. Du lernst was dir wirklich wichtig ist und erhälst einen hohen Mehrwert, was deine Selbstreflexion angeht.

Niemand außer mir weiß was gut für mich ist.

So sieht mein Gedanke aus, wenn ich über etwas nachdenke. Wenn die Person, die mich am besten kennt und weiß, was sie fühlt nicht einmal hundertprozentig weiß, was gut für sie ist, nämlich ich selbst. Wie kann ich dann von anderen erwarten, dass sie besser wissen, als ich, was gut für mich ist? Ich finde diese hohe Erwartungshaltung anderen gegenüber ehrlich gesagt anmassend. Zu erwarten, dass die andere Person es für mich besser weiß und die Verantwortung für mein Glück übernehmen soll kann nicht nur mir schaden, sondern auch der Beziehung, die ich zu dieser Person habe. Dabei geht es nicht darum, ob die Person die richtige Entscheidung für mich trifft, sondern um meine eigene Erwartungshaltung ihr gegenüber. So etwas darf man einfach von niemandem erwarten. Trotzdem höre ich mir gerne anderen Meinungen an, ohne ein hohes Gewicht darauf zu legen, weil ich es wichtig finde mir unterschiedliche Sichtweisen anzuhören. Aber letztendlich stimmen andere Meinungen mich nicht um. Zum einen Bedenke ich, dass nicht immer alle Meinungen gut gemeint sind, bei vielen steht auch Neid oder die eigene Angst dahinter und dann habe ich noch den unheimlichen Vorteil mich gefühlsmäßig in die Lage zu versetzen ohne etwas schönzureden. Ich stelle mir also die neue Situation vor und wie ich mich damit dauerhaft fühle und daraufhin treffe ich dann meine Entscheidung. Mein Gefühl ist dabei das Allerwichtigste und hat nichts mit Logik zu tun. Wenn ich mich für etwas entscheide, weil es klug und das Logischste ist und weil es alle sagen ist es dennoch nicht gleichbedeutend mit meinem Gefühl. Weder Logik noch Erfolg machen mich glücklich, wenn der Preis dafür zu hoch ist und ich mich dafür in eine Rolle zwängen muss, die ich nicht bin. Und das was ich wirklich fühle, das fühle auch nur ich selbst und kein Außenstehender kann das nachvollziehen. Deswegen ist es mir egal, was andere denken, wichtig bin ich, denn ich lebe und fühle mit mir und niemand sonst. Ich bin es mir wert glücklich zu sein.

„Wer seinen Wert erkennt, hat es zunehmend schwer, sich mit Leuten zu umgeben, die das nicht tun.“

Dieses Zitat kann ich voll und ganz so unterschreiben. Ich selbst habe meinen eigenen Wert erkannt und mir fällt es wirklich immer schwerer mich mit den Leuten zu umgeben, die dies nicht tun. Aber der Kreis schliesst sich, denn dadurch, dass ich weiß, wer ich bin, was ich will und was ich wert bin, treffe ich auf die richtigen Leute, die meinen Wert erkennen und meine Persönlichkeit schätzen und da bin ich nun angekommen. Selbstbewusst, wertvoll, glücklich und anerkannt.

Deswegen sage ich dir jetzt, deine Meinung ist mir völlig egal, du kannst sie behalten und schätzen, denn sie ist deine.

Höre auf dich und sei es dir wert!

Deine Janine

Verstehen

Es ist zum verrückt werden, egal was ich sage, egal was ich tue ich fühle mich so missverstanden. Selbstzweifel plagen mich, ich zweife an meiner Ausdrucksweise und an meinen Gefühlen. Oftmals komme ich mir vor, als würde ich eine ganz andere Sprache sprechen, obwohl ich dieselben Worten verwende.

Rede ich wirklich chinesisch?

Nein ich spreche durchaus dieselbe Sprache wie du, allerdings reicht es nicht aus einfach nur die gleichen Worte zu benutzen. Verständnis ist leider doch um einiges Komplizierter. Dort spielen nicht nur Worte eine Rolle, sondern auch Erfahrung, Empfindung, Wissenstand, Wahrnehmung und Wahrheiten. Daher ist es völlig normal, dass jeder bei ein und demselben Satz etwas anders versteht und empfindet. Probiere es doch selbst einmal aus.

Eine lange Zeit habe ich mit Personen verbracht, die mich nicht verstanden haben und ich habe die ganze Zeit geglaubt, es läge an mir. Allerdings habe ich jetzt tatsächlich Personen getroffen, die verstehen was ich sage, was ich meine und was ich fühle. Seitdem weiß ich es liegt weder an mir noch an den anderen, es liegt ganz einfach an der Konstellation.

Zu der richtigen Person kannst du nicht das Falsche sagen. Zu der falschen Person nicht das Richtige.

Das ist wirklich so! Dies bedeutet nicht, dass die Personen, die dich nicht verstehen doof, dumm, gemein oder sonst etwas schlechtes sind. Sie passen halt nur einfach nicht zu dir! Was hatte ich schon für Gespräche – die Art, die mich zur Verzweiflung gebracht haben. Als würde ich einfach nur gegen eine Wand reden. Diese Gespräche waren für beide Seiten unheimlich deprimierend und hatten immer dasselbe Ergebnis; Unverständnis auf beiden Seiten.

Doch was kann ich nun tun? Damit ich verstanden werde?

Zunächst einmal bin ich beruhigt, dass es wirklich nicht an mir und meiner Aussdrucksweise liegt. Mit diesem Wissen bringe ich schon eine Menge Verständnis in die nächsten Gespräche mit. Es ist einfach das Problem des Individiiums. Jeder lebt wirklich in seiner eigenen Welt, entstanden durch die eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Erinnerungen, Empfindungen und Wahrnehmungen. Stichwort Erinnerung, es ist doch wirklich jedesmal so, wenn ich mich über ein gemeinsames Erlebnis unterhalte, dass die Erinnerung unterschiedlich ist. Es gibt keine gemeinsame Erinnerung, nur ein gemeinsames Erlebnis. Jeder von uns hat dieses Erlebnis anders empfunden und sich danach ganz unterschiedliche Dinge im Gedächtnis gespeichert. Ich weiß Beispielsweise noch wie wütend ich auf jemanden dort gewesen bin und wie verletzt ich war und meine Freunde, die nicht wütend oder verletzt waren erinnern sich hingegen einfach nur an einen schönen Tag ohne gravierende Vorkommnisse. Da nur meine Gefühle verletzt waren habe ich eine dunklere Erinnerung an das Erlebnis als meine Freunde. Das führt dazu, dass ich diese Art von Erlebnis ganz anders abgespeichert habe und ganz anders auf so etwas reagiere und mich dadurch missverstanden fühle. Während meine Freunde schwärmen und eine Wiederholung möchten. Möchte ich das vielleicht nie wieder erleben, was diese wiederum dann gar nicht verstehen können.

Wichtig ist also nicht alles und jeden zu verstehen, sondern zu verstehen, dass dies unmöglich ist. Es gibt nur eigene Erinnerungen und Empfindungen unsere Welt und Wahrheit. Diese können wir nicht teilen sondern nur mitteilen. Wie jemand dann auf unsere Welt reagiert und ob er diese Welt versteht das steht in den Sternen.

Es fällt mir wirklich schwer nicht enttäuscht und demotiviert nach missverständlichen Gesprächen zu sein. Meine Welt lässt mich für mich doch so verständliche Sachen einfach nicht in etwas unverständliches umformen. So gut ich mich auch in andere reindenken kann, Empfindungen aufnehme, so kann ich dennoch einfach nicht begreifen, wie es gewissen Welten nicht möglich ist, mich zu verstehen. Oftmals möchte ich genau das dann einfach erzwingen ich möchte unbedingt, dass die Welt des anderen meine Welt versteht. Ich werde böse, traurig und ungehalten. Machmal geht das sogar so weit, das ich falle, tief falle, weil mir so viel an der Person liegt, die mich nicht versteht. Doch ich muss begreifen, dass ich es nicht erzwingen kann und das es nicht böse gemeint ist, auch wenn es sich für mich so anfühlt. Ich meine es ist wirklich so – ich saß schon sehr oft eine Woche lang völlig betrübt da, voller Enttäusschung, total verletzt und die Person, die mir das angetan hat, hat es nicht mal gemerkt. Das hat mich umso mehr verletzt. Natürlich ist Kommunikation oftmals der Schlüssel doch dieser Schlüssel passt nicht in jedes Schloss. Um für mich, für mein Gefühl alles versucht zu haben stecke ich den Schlüssel natürlich ins Schloss, um zu sehen, ob er passt. Ich öffne meine Tür, lasse meine Gefühle raus, teile meine Verletzung mit. Doch oftmals bleibt die Tür des Anderen zu, keine Umarmung, keine Einsicht. Aber anstatt mich jetzt schmollend vor diese Tür zu setzen, daran zu klopfen, zu kratzen und zu verweifeln schaue ich mich um. Auf einmal sehe ich die anderen Türen und ich habe ja immer noch meinen Schlüssel. Ich stehe auf, verlasse die für mich verschlossene Tür und betrete die Tür, die bereits schon offen steht. Die Tür, die sich für mich im unscheinbaren, verborgenen befand, einfach, weil ich sie nicht sehen wollte – nicht konnte. Denn die verschlossene Tür hat mir einfach zu viel Energie geraubt. Ich betrete diese Tür und dort befindet sich eine Welt ähnlich wie meine und ich brauche kaum Worte und dennoch kommt mir unheimlich viel Verständnis entgegen. Meine Wut und Trauer fängt an zu verschwinden, ich fühle mich wohl, zufrieden und verstanden auch wenn die traurige Erinnerung an die verschlossene Tür bleibt.

Wie sieht es bei dir aus? Fühlst du dich überwiegend verstanden oder sitzt du auch gerade vor einer Tür, die sich einfach nicht öffnen lässt?

Hinterlasse mir doch einen Kommentar, wie du dich fühlst oder auch wie du folgenden Satz verstehst:

„Ich glaube der Film würde dir nicht gefallen.“

Ich bin gespannt auf deine Gefühle und Wahrnehmungen.

Deine Janine

Untreu

Heute möchte ich mich mal dem Thema Fremdgehen widmen. Es soll in diesem Artikel nicht einfach nur darum gehen deutlich zu machen wie schrecklich Untreue ist. Viel mehr möchte ich verstehen, wieso es so oft dazu kommt.

Alle wünschen sich einen treuen Partner, jedoch ist Untreue ziemlich häufig. Wie kann es also sein, das, dass was wir uns alle wünschen so schwierig zu erreichen ist?

Niemand hat je behauptet, es sei leicht eine Beziehung zu führen. Auch hat niemand behauptet, dass es leicht sei treu zu sein.

Dennoch gehen wir alle mit einer Leichtigkeit in eine Beziehung und scheitern viel zu oft an der Pflege dieser. Nur weil eine Beziehung leicht beginnt, bleibt sie nicht automatisch einfach. Auch wenn wir einen Partner gefunden haben, der so super zu uns passt, wird das nicht so bleiben, wenn wir uns nicht mehr um ihn und um die Beziehung kümmern.

Was geht am häufigsten in einer Beziehung verloren?

Das gegenseitige Interesse. Lernen wir den Partner gerade kennen, ist jedes Wort, welches er sagt interessant. Wir haften förmlich an seinen Lippen und können gar nicht genug über ihn erfahren. Dieses Interesse gilt es zu bewahren und genau der Verlust dessen ist nachher der Anfang zu einem Seitensprung.

Bei einem Seitensprung geht es in Wirklichkeit gar nicht um Sex.

Es klingt immer so simpel! Es war ja entweder ein Ausrutscher, der Alkohol oder die Unlust des eigenen Partners, welches zu einem Seitensprung geführt hat. Doch Untreue ist weder ein Versehen, noch eine Rechtfertigung. Auch die Ansicht, dass monogames Verhalten bei Menschen und Tieren unnatürlich sei und demnach Treue gar nicht möglich ist, ist falsch. Im Gegensatz zu Tieren handeln wir nicht ausschließlich nach Instinkten, wir treffen bewusste Entscheidungen und sind wandlungsfähig. Zudem ist auch nicht zu übersehen, dass jeder zweite Mann und jede zweite Frau treu ist. Das beweist das Treue möglich ist.

Verurteile niemanden ohne seine Geschichte zu kennen.

Kommen wir nochmal darauf zurück, dass ein Seitensprung gar nichts mit Sex zu tun hat. Denn so plump, wie er sich anhören mag, ist der Seitensprung gar nicht. Hinter ihm steht immer eine Geschichte. Es geht meistens nicht um Sex, sondern um eine tiefergehende Sehnsucht, das kann die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit sein oder aber die Sehnsucht nach dem Gefühl zu leben. Wenn die Beziehung ausschließlich nur noch aus Alltag und Pflichtgefühlen besteht leben wir ein Leben, welches uns auf Dauer unglücklich macht. Hierbei gehen die Meisten jedoch den falschen Weg, sie wählen den gefühlten einfachen Weg der Untreue. Anstatt eventuell unangenehme Gespräche mit dem Partner zu führen, ist es doch viel einfacher neue Gespräche mit einer neuen Person zu führen, die einen selbst gerade unheimlich spannend und aufregend findet. Dem Kribbeln, statt dem unangenehmen Gefühl zu folgen, ist das, was viele Menschen tun, ganz ohne Weitsicht. Denn wenn wir Liebe wollen, aber Verliebtheit suchen, begeben wir uns auf eine ewige Suche.

Wieso also nicht ankommen und das schätzen, was bereits da ist?

Denn dieses Kribbeln hat doch damals unser jetziger Partner ausgelöst, bevor es Liebe wurde. Du wirst dich wundern, wie wundervoll ein langes, ehrliches und intensives Gespräch mit der Person sein kann die du liebst. Dieses Gespräch verändert nicht nur die Beziehung, sondern ist auch der Schatz, den du eigentlich suchst.

Statt dich auf ein Piratenschiff zu begeben um nach einer Schatzkiste zu suchen, schätze einfach den Schatz, den du schon längst gefunden hast. Putze den Staub ab und du wirst den einzigartigen Glanz erkennen.

Wieso einzigartig? Weil dieser Schatz bereits alles hatte, was du je gesucht hast, sonst hättest du dich ja nicht für ihn entschieden. Du hast „Ja“ gesagt zu guten und zu schlechten Zeiten, ja zu der bedingungslosen Liebe. Und auf einmal hören die Gespräche auf, die Sehnsucht in dir wächst und du verlierst die Fähigkeit bedingungslos zu lieben.

Du solltest dir einen Partner suchen, mit dem du über alles reden kannst – immer!

Wenn du eine Person an deiner Seite hast, mit der du lachst, weinst und liebst, solltest du niemals Angst davor haben ihr alles sagen zu können. Du kannst zu der richtigen Person nie etwas Falsches sagen. Sie wird vielleicht nicht alles toll finden, was du sagst, aber sie wird immer versuchen dich zu verstehen und mit dir zusammen nach einer Lösung suchen. Wenn du mit einer Person zusammen bist, die dir dieses Gefühl nicht gibt oder noch schlimmer noch nie gegeben hat, dann lebst du zwar mit einer Person zusammen, führst aber keine Beziehung.

Wer fremdgeht ist nur zu dumm um zu lieben!

Diesem Satz stimme ich zu 100% zu. Denn wer lieber den Weg des Betruges wählt hat in meinen Augen kein Herz. Denn dieser Weg ist voller Herzlosigkeit und Schmerz. Es werden dabei immer mehrere Herzen gebrochen und ich frage mich immer wie groß die Sehnsucht und wie riesig die Mauer zwischen einem Paar sein kann um in der Lage zu sein, soviel Schmerz zu verursachen. Zudem machen mir solche Menschen gefühlstechnisch Angst, weil es für mich keine gefühlslosere Eigenschaft gibt, als sein Herz und sein Gewissen vor der Tür zu lassen und den Menschen, den man am meisten liebt tief in die Augen zu sehen und ihn anzulügen. Wer so etwas kann, der besitzt weder ein Gewissen noch ein Herz.

Unser Glück ist nicht von anderen Menschen abhängig – niemals

Ich glaube das ist ein großes Problem. Denn Liebe bedeutet für uns Glück und die Person, die wir lieben ist nicht nur unser Glück, sondern soll auch unsere komplette Vorstellung von Glück verkörpern. Das sind sehr hohe Erwartungen an nur eine Person, die unmöglich zu erfüllen sind. Wenn wir so denken, wird es immer wieder passieren, dass wir unser Glück bei anderen Personen suchen und es wird eine Suche nach Glück sein die niemals endet. Nur wenn wir ehrlich zu uns selbst sind und uns selbst glücklich machen können wir selbst ein guter Partner sein und werden mit unserer aufrichtigen Liebe auch immer den richtigen Partner an unserer Seite haben, mit dem wir über all unsere Wünsche und Sehnsüchte sprechen können.

Kommunikation ist der Schlüssel – auch und gerade in der Liebe

Verschließe dich niemals vor der Person, die du am meisten liebst, denn damit verschließt du dein Herz vielleicht für immer.

Alles Liebe

Deine Janine

Der Kuss

„Es war doch nur ein Kuss… „

Hier folgt nun ein leicht philosophisch angehauchter Artikel über eine der magischsten Dinge zwischen zwei Menschen, den Kuss.

Doch es ist niemals „nur“ ein Kuss. Der Kuss ist Symbol für Liebe, Freundschaft und Verrat, er ist mehr als nur ein süßes Spiel. Ein Kuss ist machtvoll. Er kann betören, verbinden und zerstören.

Und auch, wenn ich damals eine Knutschtante war, so war es doch kein Zufall, wen ich küsste. Denn küssen spielt bei der Partnerwahl eine große Rolle und letztendlich hat der Kuss doch immer die Entscheidung getroffen. Nicht jeder Kuss hat die Gefühle ausgelöst nach denen ich gesucht habe (da habe ich wohl dann den Frosch geküsst) und wiederum gab es auch öfter diesen einen Kuss der alles verändert hat…

Ja so ein Kuss kann ganz schön gefährlich sein. Wie oft ist es vorgekommen, dass du vor ihm sicher warst, solange du ihn nicht küsst, denn du hattest bereits eine Schwäche für ihn. Er war dir aber nicht geheuer du hattest einfach kein gutes Gefühl bei ihm. Jedes Mal, wenn sich eure Blicken trafen und er dich küssen wollte bist du zurückgewichen, damit du dich nicht in ihn verliebst.

Als ihr euch dann doch küsstet veränderte es alles, dieser Kuss warf deine Gefühle völlig aus der Bahn.

Manche Küsse berühren die Seele

Eins lehrte Platon, dass sich mit dem Kuss die Seele auf die Lippen, verlagere, um aus dem Körper zu gelangen. Eins ist sicher wir geben beim Küssen mehr von uns Preis, als wir vermuten.

Bei mir haben sich die Gefühle, die ich vorher für eine Person empfunden habe nach dem Kuss immer verändert sowohl positiv, als auch negativ. Manch einen fand ich vor dem Kuss unheimlich attraktiv und nach dem Kuss war die Attraktivität ja wie weggeküsst, einfach nicht mehr vorhanden.

Vivian Ward aus „Pretty Woman“ sagt ja auch nicht ohne Grund zu Edward, dass sie ihn nicht auf den Mund küssen wird.

Tatsächlich wird bei Prostituierten und in Swingerclubs wenig geküsst, aufgrund des Selbstschutzes, den Anderen nicht zu nah an sich heranzulassen. Denn ein Kuss ist intimer als Sex! Vielleicht aus dem Grund, weil die Vereinigung der Münder näher an der Seele ist…

„Wir haben uns geküsst.“ „Vielleicht ist das für ihn was körperliches.“ – „Was ist Küssen denn für dich?“ – „Herzzerreißend!“

Manch einen Kuss vergessen wir nie. Ist es dir aufgefallen, dass du dich egal, wie lange es auch her sein mag an einen bestimmten Kuss oder bestimmte Küsse immer erinnern wirst? Die Erinnerung an einen schönen Kuss verblasst nie. Das hat etwas mit der Emotionalität zu tun. Die Intensität unserer Erinnerung wird durch die Stärke der Emotionalität beeinflusst. Das zeigt ganz deutlich wie viele Gefühle ein einziger Kuss in uns auslösen kann, so viele Gefühle, dass wir ihn niemals wieder vergessen.

Jemanden zu küssen ist etwas sehr intimes und dein Herz setzt immer einen Moment aus, bevor man es tut. ~Keanu Reeves

Das hat Keanu Reeves wirklich wundervoll formuliert oder? Passiert schon etwas mit dir, während du diese Zeilen liest? Ich habe gerade eine Gänsehaut, denn um diesen Artikel zu schreiben, befinde ich mich gerade in meinen emotionalen Erinnerungen und ich muss gerade echt aufpassen nicht melancholisch zu werden.

Beim Küssen kann man nicht lügen

Ein weiterer Grund, warum küssen intimer als Sex ist, ist dass man beim Küssen nicht lügen kann und dies ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Über die Art und Weise, wie dein Gegenüber dich küsst, kannst du sehr gut in Erfahrung bringen, ob er dir zugeneigt oder eher distanziert ist. Wir können beim Küssen keine Gefühle vorgaukeln, deswegen ist ein Kuss voller Gefühle auch gleichzeitig ein wortloses Versprechen. Wer super knutscht gehört auch irgendwie zusammen! Letztendlich messen wir daran doch auch die Qualität des Kusses, es kommt gar nicht auf die Technik an, sondern auf die Gefühle, die dahinterstecken. Mit einem Kuss können wir unsere Gefühle einfach am stärksten ausdrücken.

Die Magie des Kusses

Der Kuss der wahren Liebe ist magischer, als alles andere auf der Welt. Vielleicht ist das also doch nicht nur ein Märchen. Der Kuss der wahren Liebe schafft zwar, alles ist aber dennoch schwer zu finden und kann nicht vorgegaukelt werden.

Vergessen wir das Küssen ist das der Anfang vom Ende

Unsere Beziehung beginnt mit diesem einen Kuss gefolgt von vielen wundervollen Küssen, bis das Küssen irgendwann banal wird. Vielleicht liegt es daran, dass der Kuss der reinste Liebesbeweis überhaupt ist und wir in einer Beziehung nicht das Bedürfnis haben uns immer wieder aufs Neue unsere Liebe zu beweisen. Dennoch sind sich die Therapeuten einig, dass das Kussverhalten eines Paares den Zustand der Beziehung widerspiegelt.

Nicht nur in der Beziehung, sondern auch in den neueren Filmen ist der Kuss banaler geworden. Beispielweise wurde in den früheren James Bond Filmen oft geküsst, während gerade bei dem gefühlvollsten James Bond Charakter Daniel Craig in Skyfall keine romantischen Küsse mehr ausgetauscht werden. Das macht mich schon etwas nachdenklich. Denn auch da kann ich wieder zu den Erinnerungen zurückkommen, die ein wahnsinnig romantischer Filmkuss in mir auslöst. Es gibt einfach Filmküsse, die ich nie vergessen werde.

Warum küssen Männer nicht so gerne wie Frauen?

Ich würde behaupten, das zu 80% die Frau lieber küsst, als der Mann oder was sagst du? Aber woran liegt das? Die Interpretation von Freud sagt, dass Küssen etwas Feminines hat und Männern dadurch das Küssen schwieriger und peinlicher finden als Frauen. Hinzu kommt, das küssen für Männer anfänglich die Waffe zur Eroberung der Frau ist, die sie in einer Beziehung nicht mehr unbedingt benötigen außer zum Verführen.

Wir Frauen hingegen brauchen den Kuss, als Liebesbeweis, als Gefühl uns geborgen zu fühlen. Er ist der sinnlichste Ausdruck von alledem was wir fühlen.

Ein Kuss ist still

Der Moment in dem wir uns küssen ist still. Nicht nur das wir die Augen schließen und uns auf den Moment des Küssens konzentrieren. So erlischt doch auch jegliche Geräuschkulisse um uns herum. Es gibt nur uns, den Kuss und die Stille. Aber nicht nur, dass wir beim Küssen nicht reden, so wird doch allgemein sehr wenig über den Kuss gesprochen. Es gibt wenig Artikel oder Bücher über das Küssen. So als gäbe es ein vereinbartes Stillschweigen darüber, als wäre es eine Art Geheimnis.

Nun gibt es zumindest einen weiteren Artikel über das Küssen und ich hoffe ich konnte dir den Kuss näherbringen und vielleicht habe ich auch deine Perspektive zu dem Thema küssen verändert, falls du nicht bereits in aller Stille mit einem Lächeln an deinen schönsten Kuss zurückdenkst.

Welcher Kuss bleibt für immer in deiner Erinnerung?

xoxo

Deine Janine

Warum ruft er nicht an?

Stell dir vor du hast gerade einfach ein traumhaftes Date hinter dir, endlich mal ein Mann der dir total gefällt und dieses knistern. Sein Abschiedskuss war unglaublich und du kannst es kaum erwarten ihn wiederzusehen. Nach dem Kuss schaut er dir tief in die Augen und sagt, dass er dich anrufen wird und in dem Moment hast du auch überhaupt keinerlei Zweifel daran, das er das auch tun wird.

Nun ziehen die Tage ins Land nur dein Telefon das klingelt leider nicht. Du bist tagelang schlecht drauf und bist oftmals so kurz davor dich selbst bei ihm zu melden bist dir aber zu unsicher und legst das Telefon wieder aus der Hand. Doch dir jucken die Finger und du schreibst ihm. Nun fühlst du dich noch schlechter, denn er hat deine Nachricht zwar gelesen, aber antwortet nicht… Du zerbrichst dir Stunden, Tage den Kopf darüber, lässt das Date noch einmal Revue passieren und fragst dich, was du falsch gemacht haben könntest.

Nun schwirren nicht nur tausende von Gedanken bezüglich deines vermutlichen Fehlverhaltens durch deinen Kopf, hinzu kommen nun noch Ausreden die du dir für ihn zusammenreimst. Es könnte ja was passiert sein, vielleicht ist er einfach gerade nur sehr beschäftigt usw.

Wie in meinem Artikel die Simplizität der Männer bereits beschrieben suchen wir Frauen zwanghaft Gründe, wieso der Mann sich nicht meldet, weil wir die Tatsache das dieser nicht auf uns steht verdrängen wollen. Wir können und möchten uns nicht vorstellen, das er dieses Date, welches wir selbst doch als so perfekt empfunden haben, anders sehen könnte.

Doch Verdrängung ist keine Lösung und durch derartige Gedanken ziehen wir die Tatsache diesen Mann nicht für uns gewinnen zu können nur unnötig in die Länge. Auch fangen wir an ihn zu idealisieren, als würde es keinen besseren mehr geben. Er meldet sich nicht, also wie toll kann er dann bitteschön noch sein? Wir sollten den Mann dann auch wirklich so sehen wie er ist. Nicht, wie wir ihn gerne hätten.

Um die Wartezeit zu verkürzen gibt es einen interessanten Artikel in der Cosmopolitan wo einigen Männern diese Frage gestellt wurde. Keine der Antworten ist für mich überraschend. Die Gründe sind bis auf ein Grund alle negativ. Ein Grund ist, dass der Mann sich nicht getraut hat und erstmal seinen Mut zusammen nehmen musste und dies dann eine Woche gedauert hat. Dieser Mann würde dann aber auf jeden Fall auf die geschriebene Nachricht antworten, von daher wäre das Problem schnell gelöst.

Alle anderen Gründe waren eine Mischung aus kein Interesse, sich nicht festlegen wollen und das ihnen das Date nicht gefallen hat.

Aus meiner Sicht wäre es nun das Einfachste sich zu melden und Bescheid zu sagen, das es bei dem einen Date bleibt. Aber mit dieser Denkweise stehe ich glaube ich so ziemlich alleine da. Auch da unterscheiden sich Männern nicht von Frauen beide wählen den „einfachen Weg“ um auch jeglicher Diskussion aus dem Weg zu gehen und melden sich dann halt einfach nicht mehr.

Die Konsequenzen, die daraus resultieren sind aber viel fataler. Nach einem fantastischen Date tauchen, wenn er sich nicht meldet, immer diese zwei Fragen auf:

  • „Warum meldet er sich nicht?“
  • „Was habe ich falsch gemacht?“

Diese Fragen sind so endlos und demotivierend. Es sind Fragen auf die, wir die Antwort nie erhalten werden, aber Fragen die wochenlang andauern können. Dabei ging das Date, woraus diese Fragen entstanden sind, gerade mal ein paar Stunden. Das ist so verrückt, dass dieser Wahnsinn aufhören muss.

Da wir leider niemanden zwingen können, sich zu trauen uns die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, muss eine Lösung für uns selbst her. Ich kann nur mein Verhalten ändern nicht aber seines, auch wenn ich das gerne möchte.

Also sollten wir aufhören uns diese Fragen zu stellen. Klar gibt es eine Antwort zu dem „Warum“ allerdings werden wir diese nie bekommen. Die Antwort, die wir uns aber selbst geben können ist die, das es aus welchem Grund auch immer, nicht gepasst hat.

Auch sollten wir mit der Frage, aufhören, was wir an dem Date wohl falsch gemacht haben könnten, denn bei einem Date kann man keine Fehler machen. Selbst wenn man total aufgeregt gewesen ist, gestottert hat oder anderweitig ungeschickt war, wer einem deswegen keine zweite Chance gibt hat selbst auch keine zweite Chance verdient. Es kann ja immer mal vorkommen das ihm für sich gravierende Dinge, die wir an dem Tag gesagt oder gemacht haben nicht gefallen haben und er deswegen kein weiteres Treffen möchte dann passt es schlicht und ergreifend nicht. Während ich diese Zeilen tippe muss ich an die Folge 4 aus der 15. Staffel von Greys Anatomy denken. Dort hat Meredith ein Date mit einem Mann Namens John und sie verstehen sich blendend. John erklärt bei dem Date etwas ganz interessantes, was ihm am Ende des Dates dann selbst zum Verhängnis wird. Er sagt, ein Date läuft solange gut bis die andere Person den bestimmten Satz sagt. Dabei handelt es sich um einen Satz der dem widerspricht, was der Person gegenüber total wichtig ist. In dem Fall von Meredith und John, katapultierte John sich mit dem Satz ins Aus, dass er nichts von Singlemüttern hält. Da sie sich bei dem Date noch nicht so gut kennengelernt hatten, ahnte er nicht, das Meredith eine Singlemutter ist. Er erkannte dies dann aber schnell an ihre Reaktion. Das Date endete damit, das John zugab den Satz gesagt zu haben. Der Vorteil bei diesem Date war das beide nach dem Ende wussten das es kein weiteres Date mehr geben wird. Dieses Date würde ich als sehr positiv beschreiben, weil gleich am Anfang klar geworden ist, das daraus nicht mehr werden kann. Ziel bei einem Date ist doch schließlich herauszufinden, ob mehr daraus werden könnte, somit ist das Ziel des Dates erfüllt. Einzig ein Date mit einem ungewissen Ende ist ein erfolgloses Date und nicht das wahre Ergebnis. Wichtig ist doch ein Ergebnis zu haben und das beide dieses Ergebnis kennen. Ja das Dating-Leben wäre total unkompliziert wenn jeder am Ende des Dates einfach ehrlich sagen würde, ob eine Fortsetzung vorstellbar wäre.

Aber es ist schon spannend das eigentlich Jedem die Situation mit der Wahrheit so unangenehm ist. Fast alle ob Mann oder Frau wählen da lieber die Variante sich einfach nicht mehr zu melden. Und für den geringen Fall, dass die andere Person direkt nachfragt, werden sich lieber 1.000 Ausreden ausgedacht, bevor zugegeben wird das man einfach nicht auf die Andere Person steht. Natürlich ist das unangenehm und man möchte die andere Person auch nicht verletzen, dennoch sollten wir uns alle im Klaren darüber sein das Ignoranz weitaus mehr verletzt als die Wahrheit. Die Wahrheit ist unangenehm, Ignoranz und die damit verbundene Respektlosigkeit verletzend. Ich persönlich glaube, das niemand wirklich verletzt wäre, wenn die andere Person in einem vernünftige Ton und mit einer respektvollen Wortwahl äußern würde das kein weiteres Date gewünscht wird. Dann denkt man sich zwar schade aber das Date kann schnell abgehakt werden.

Machen sich die Herren der Schöpfung eigentlich auch so viele Gedanken nach dem ersten Date oder wenn sie sich nicht meldet? Ja! Und genau das ist nämlich das Problem. Als Mann hat man es auch nicht leicht. Als Mann bist du der starke, der Eroberer. Und auch heute noch im Jahr 2019 musst du als Mann den ersten Schritt machen! Das hat nichts mit modern oder unmodern zu tun. Die Natur sieht das so vor und das äußert sich auch automatisch in unseren Verhaltensweisen. Wir Frauen entsenden lediglich eine Aufforderung/Einladung an den Mann den ersten Schritt zu machen. Macht der Mann diesen Schritt ist es seine Aufgabe die Frau davon zu überzeugen mitzugehen. Bei dieser Aufgabe macht er sich dann aber leider zu viele Gedanken, wie er für die Frau interessant sein könnte, anstatt einfach er selbst zu sein. Er beginnt zu spielen und genau das kann dann dazu führen das er seine Chance verpasst.

Willst du erobern musst du schnell handeln!

Denn deine Chance lieber Mann ist zeitlich begrenzt. Wir Frauen schenken dir ein Lächeln, mehrere Blickkontakte und falls wir ins Gespräch kommen versuchen wir dir mit Andeutungen zu helfen. Nimmst du deine Chance aber innerhalb kürzester Zeit nicht wahr, gibst du uns das Gefühl es nicht geschafft zu haben dein Interesse zu wecken. Ja dann sind wir wütend auf dich und übernehmen die Verantwortung für deinen Misserfolg, indem wir uns dafür die Schuld geben. Du hast nichts gemacht und hast es so geschafft das wir wütend auf dich sind und uns zudem nun selbst unattraktiv fühlen.

Es ist ja nicht immer nur das erste Date. Oftmals hat man zu zweit auch schon mehrere schöne Dates hinter sich und regelmäßigen Kontakt der plötzlich aufhört. Das hatte ich früher öfter mal. Ich traf einen netten Jungen wir gingen öfter aus, aber wir schafften den Sprung in die Beziehung nicht. Ich habe wahrscheinlich zu wenig Zeichen gegeben und er hatte keine Idee mehr, wie er mich für sich gewinnen kann. So kam es das er von einem Tag auf den Anderen wortlos an mir vorbeiging und sich nie wieder meldete. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Ich war aber zu wütend und stolz um ihn zur Rede zu stellen. Wochen später ging er wieder an mir vorbei deutete aber mit einem Telefonhörer-Zeichen an mich anzurufen. Mein Herz klopfte vor Freude. Der Anruf kam aber leider nicht. Ich habe mich jahrelang gefragt, was da wohl passiert war, was ich falsch gemacht habe. Und ja ich gebe zu, ob ich mein Verhalten dahingehend ändern könnte mir diese Fragen nicht mehr zu stellen bezweifle ich, denn wenn ich etwas nicht verstehe macht es mich wahnsinnig. Heute bin ich statt wütend und stolz er mutig und selbstbewusst und ich hätte ihn angerufen und gefragt was los ist. Habe ich damals nicht. Jahre vergingen, aber heute habe ich die Antwort! Facebook sei Dank sage ich nur. Ich konnte es nicht lassen und musste ihn nach Jahren einfach fragen, was damals vorgefallen war. Denn wenn jemand, den man gern hat einfach wortlos an einem vorbeigeht trifft einem das schon. Seine Antwort auf die Frage war, das er nicht wusste wie es weitergeht er unsicher, feige und schüchtern war. Er hat sich deswegen blöd verhalten sagte er noch und entschuldigte sich nun als erwachsener Mann bei mir dafür. Damals waren wir ja noch Teenager und wussten es anscheinend nicht besser. Auch sagte er das unsere Geschichte zwar ein offenes Ende hat, aber wenigstens keine negative Erfahrung dahinter steckt. Ich stimmte ihm zu und wir einigten uns darauf das wir beide damals halt einfach zu doof waren.

Es ist also oftmals schwierig den Unterschied zwischen Schüchternheit, Desinteresse und Spiel zu erkennen. Deswegen sollten wir aus unseren Erfahrungen lernen und es beim nächsten Mal besser, ehrlicher und direkter Angehen.

Natürlich beginnt das ganze mit einem Spiel (Flirt) jedoch darf das Spiel nicht zu lange gespielt werden, weil es dann in einem Game Over endet.

Durch Unehrlichkeit, unnötige Spielchen, Missverständnisse und unklare Rollenverteilungen verpassen sehr viele Menschen ihre Chancen auf andere interessante Menschen. Wäre da nicht ein direkter Korb die angenehmerer Variante mit der man Leben könnte? Schließlich weiß man dann zumindest, das man es versucht hat.

Polyamorie

Dieses Wort kann ich mir irgendwie nicht merken, aber zumindest weiß ich, was es bedeutet. Weißt du das auch?

Vor einigen Jahren wusste kaum jemand, was dieses Wort bedeutet hat sich das geändert?

Das Wort kommt aus dem latein-altgriechisch und setzt sich aus dem Kunstwort „Polys“ (mehrere) und „Amor“ (Liebe) zusammen. Es beschreibt das Liebesleben eines Menschen, der mehrere Partner gleichzeitig hat und liebt. Der Unterschied zu einer Affäre ist der, das alle beteiligten Bescheid wissen.

Dieses Beziehungsmodell ist in meinen Augen sehr fragwürdig, mir schwirren dazu zig Fragen und Gedanken im Kopf herum. Es soll einer Person angeblich möglich sein mehrere Personen gleichzeitig aufrichtig zu lieben, für mich kaum vorstellbar, weil die meisten ja nicht mal in der Lage sind eine Person aufrichtig zu lieben. Diese Personen dürfen wir nicht mit den Personen verwechseln, die sich nicht entscheiden können und sich gerne alle Türen offenhalten denn das hat weder was mit monogamer noch mit polyamorer Liebe zu tun.

Gibt es also wirklich Menschen, die einfach zu viel Liebe zu geben haben?

Wie schon erwähnt kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn du aufrichtig liebst, gibst du soviel von deinen Gefühlen an die Person der du dein Herz geschenkt hast. Würde ich mir nun vorstellen diese Liebe an zwei Personen zu geben würde ich zu dem Ergebnis kommen mein Herz zu teilen, sprich ich gebe genauso viel Liebe teile sie aber auf zwei Personen auf. Das ist für mich persönlich weder etwas Ganzes, noch etwas Echtes, das würde eher dazu passen, das ich mich einfach nur nicht entscheiden kann und möchte. Aber jeder liebt ja anders und vielleicht ist es halt bei einigen so anders das sie mehrere Personen aufrichtig lieben, auf ihre Art halt.

Dennoch stelle ich mir das Konstrukt total schwierig vor

Ich kenne das noch von damals, wo ich auf der suche nach der besten Freundin war. Oftmals hatte man ja nicht nur eine Freundin, sondern mehrere und da sind oft Wortlaute wie beste, allerbeste, aller aller beste gefallen und es hat sich immer eine Person benachteiligt gefühlt.

Bei meiner Recherche bin ich auf eine Info-Seite mit individuellen Tipps für Polyamorie gestoßen. Dort wird mir geraten mich selbst zu erkennen und unabhängig zu sein. Ich soll mich selbst verwirklichen und meinen eigenen Hobbys nachkommen. Auch soll ich in der Zeit, wo mein Partner sich anderweitig verabredet an einem Projekt arbeiten um einer Depression zu entgehen. Diese Tipps zeigen mir schon mal, dass dieses Konstrukt zumindest in Bezug auf Partnerschaft schon einmal nicht funktioniert, weil dies keine wirklichen Eigenschaften einer richtigen Partnerschaft beinhaltet. Ich soll das Große Ganze sehen, mich nicht beschränken und klein denken. Entschuldige mal aber eine Partnerschaft besteht unter Anderem aus Rücksichtnahme und Kompromissen und das ist zu zweit, also im Kleinen schon schwer genug. Gehe ich also eine Partnerschaft mit mehreren Personen ein, ist es unmöglich ihnen gerecht zu werden. Das soll aber auch nicht das Ziel sein, das Ziel soll einzig und alleine sein mir gerecht zu werden und den Partnern gegenüber ehrlich zu sein.

Für mein Verständnis besteht der Unterschied zwischen einer offenen Beziehung und Polyamorie darin, dass es sich bei der Polyamorie um mehrere Liebesbeziehungen handelt während man bei einer offenen Beziehung zwar Sex mit mehreren aber nur Gefühle für eine Person hat. Da aber eigentlich immer Gefühle mit im Spiel sind, gerade wenn in einer offenen Beziehung der andere Sexpartner für längere Zeit der gleich ist, sehe ich eigentlich nur noch den Unterschied bei der Ehrlichkeit.

Auch wird bei Polyamorie nicht von Wahrhaftigkeit oder von der großen Liebe gesprochen. Woraus ich jetzt schließe, dass es wohl doch so ist wie ich gesagt habe, soviel Liebe hat einfach niemand und jemand, der sich für Polyamorie entscheidet, entscheidet sich dafür sein Herz in mehrere Stücke zu teilen und so jedem ein bisschen Liebe zu geben.

Statt ewiger Liebe, ewig verliebt

Auch wenn du als Poly deine Lebensentscheidungen gemeinsam mit deinen Partnern entscheidest und auch teilweise dauerhaft für deine Partner da bist, so wirst du nie eine so tiefgreifende Beziehung führen wie es monogame Menschen tun. Es ist einfach aus zeitlichen und auch aus liebestechnischen Gründen gar nicht möglich. Du führst mehrere Beziehungen, die oft aus Verabredungen bestehen und du wirst dich ewig verliebt fühlen.

Ich liebe alle auf unterschiedliche Art und aus unterschiedlichen Gründen

Natürlich ist Liebe eine charakterbedingte Definitionssache. So erklären Polyamorie orientierte Menschen ihre Liebe. „Ich liebe meine Eltern, meine Freunde, meine Kinder und jeden ganz anders“, so die Aussage. Es geht also mehr darum für was du die unterschiedlichen Personen liebst. Es ist einfach Liebe und eine Liebesbeziehung mit sexueller Anziehung hat für einen Poly keinen höheren Stellenwert als beispielsweise eine freundschaftliche Beziehung.

Diese Erklärung hilft mir zumindest die Art der Liebe zu verstehen und so kann ich auch die Aussage „ich liebe mehrere Personen“ viel besser, nein nicht nur besser sondern auch ganz anders verstehen. Liebe kann nicht erklärt oder definiert werden das sehe ich ganz genauso. Ich kann nur für mich persönlich sagen das meine Liebe ganz anders ist und ich aus diesem Grund einfach nicht für Polyamorie geeignet bin, denn ich möchte eine Person komplett lieben für alles was sie ist und nicht nur aufgrund einer bestimmten Sache. Das wäre ja so als würde ich mir den perfekten Partner bzw. die perfekte Liebe aus mehreren Personen zusammensammeln. Den einen liebe ich für diese Eigenschaft und den anderen liebe ich dann aufgrund anderer Eigenschaften.

Wieso einige die Polyamorie der Monogamie vorziehen

Oftmals stützt sich die Polyamorie auf eine monogamische Basis. Sprich es gibt einen langjährigen Partner oder Ehemann und es wird zusammen entschieden weitere Partner außerhalb der Beziehung zu haben. Begründungen gibt es viele. Oftmals wird die Monogamie, die Vorstellung einer ewig andauernden romantischen Liebesbeziehung, als gescheitert gesehen. Unsere allgemeine Lebenserwartung ist viel höher geworden und ein „für immer“ scheint nun zu lang zu sein. Auch soll der Partner nicht durch einen selbst eingeschränkt werden. Dennoch klingt das Ganze für mich einfach nach einer erweiterten Monogamie, die aus einem Hauptpartner und Nebenpartnern besteht, denn allein sein möchte niemand und jeder möchte eine feste und dauerhafte romantische Liebesbeziehung, einen Partner auf den man sich verlassen kann in guten wie in schlechten Zeiten. Daran hat sich auch durch die Polyamorie nichts geändert.

Wie stehst du zu dem Thema? Hast du davon schon mal gehört? Dich damit schon mal beschäftigt oder selbst überlegt so eine Art von Beziehungen einzugehen? Ich bin auf deinen Kommentar gespannt.

Es ist kein Fehler zu lieben

Es war alles so magisch, warum fing denn alles so magisch an, wenn es am Ende dann doch einfach nichts war?

Ich bin so dumm, wie konnte ich dir nur glauben? Wie konnte ich mich nur auf dich und meine Gefühle einlassen? Du hast mich verletzt, so tief, dass ich diese Art von Schmerz nie wieder erleben will – nie wieder!

Dieser Schmerz war so schrecklich, als würden meine ganzen Gefühle über mich zusammenbrechen. Es hatte nichts mehr einen Sinn für mich, ich konnte kaum noch atmen, nicht essen, nicht lachen. Mich umgab einfach nur die ultimative Traurigkeit. Ich dachte ich komme dort nie wieder hinaus, ich dachte, das diese Traurigkeit mich verschlingen würde und das ich nie wieder lachen werde. „Es war ein Fehler!“ Hörte ich die Stimme in mir immer und immer wieder sagen…

Aus Fehlern lernt man, deswegen werde ich diesen Fehler nie wieder begehen!

Ich glaube jeder von uns kennt dieses Ende, obwohl wir alle von einem Happy End geträumt haben richtig? Doch wie wir mit diesem Ende umgehen und welchen Einfluss dieses bittere Ende auf unsere Zukunft hat bestimmen wir selbst, das dachte ich zumindest.

Doch wir wissen nicht, was dieser Schmerz wirklich in uns kaputt gemacht hat.

Ich habe die feste Überzeugung, dass der Trennungsschmerz ein Trauma auslösen kann.

Liebeskummer klingt immer so banal und bringen wir oft mit Teenagerproblemen in Verbindung. Doch Liebeskummer ist soviel mehr, es ist ein starkes seelisches Leiden. Nimm dieses Leiden und kombiniere es mit deinem eigenen Verhaltensmuster, so hast du dein Ergebnis, wie du zukünftig mit der Liebe umgehst.

Dein Verhaltensmuster ist komplex und hat sehr viel Macht über dich. Es bringt dich dazu dich in ganz bestimmten Situationen wohl zu fühlen und diese Situationen machst du dann unbewusst zu deiner Komfortzone.

Doch wo kommt dieses Verhaltensmuster her? Es entsteht aus Ereignissen, die dich prägen und geprägt haben dadurch verfällst du in ein Muster. Wenn du also von Liebeskummer ein Trauma erlitten hast und dir dadurch eingeredet hast, dass du das nie wieder erleben möchtest und dies nur vermeiden kannst indem du diesen Fehler nicht mehr begehst. Ja dann befindest du dich in einem Verhaltensmuster, welches keinerlei Gefühle mehr zulassen möchte. Aus Schmerz wird Leid ein lebenslanges Leiden, welches nun zu deiner Komfortzone geworden ist.

Das klingt verrückt oder? Wieso sollte es deine Komfortzone sein zu leiden? Weil es das ist, was du kennst, was du gewohnt bist. Du bist zwar nicht glücklich aber du kennst die Situation und weißt damit umzugehen. Das führt dazu, das etwas Besseres, Anderes und Neues dir einfach zu unheimlich ist und du diesen Schritt nicht mehr wagst.

Kennst du den Unterschied von Schmerz und Leid?

Schmerz ist, während Leid geschaffen wird. Das ist vielleicht eine Antwort darauf, warum einige sich wieder neu verlieben können und andere nicht. Wir alle erleiden den Schmerz, den Trennungsschmerz doch machen wir nicht alle ein Leid daraus, vor Allem kein lebenslanges Leid. Während ich das so tippe bekomme ich wirklich eine Gänsehaut, denn ich denke darüber nach, wie heftig dieser Unterschied eigentlich ist. Das war mir, bevor ich diese Zeilen geschrieben habe, nicht mal annähernd so bewusst.

Wie kann ich dir, wo du doch schon jahrelang leidest vermitteln das es kein Fehler ist zu lieben? Wie kann ich dieses Verhaltensmuster durchbrechen? Es ist sehr schwer, weil wir alle zumindest in kleinen Teilen das Verhaltensmuster mitbekommen haben, das Gefühle ein Zeichen von Schwäche sind. Dabei ist es ein riesengroßer Denkfehler und ich ärgere mich zutiefst darüber, dass so ein Muster überhaupt entstehen konnte. Du hast Gefühle und das bist du!

Gefühle sind das, was dich ausmacht…

Es ist dein Herz welches zu dir und den Menschen spricht und das ist doch einfach nur etwas Wunderschönes. Gefühle sind so stark, dass du sie vielleicht verbergen, aber niemals verschwinden lassen kannst. Also ist ein Mensch, der zu seinen Gefühlen steht doch nicht schwach sondern unheimlich stark, denn er kann ohne Maske durch die Welt laufen.

Gefühle sind also so unheimlich stark und das brauche ich dir eigentlich nicht erzählen, denn das weißt du. Denn du verbirgst deine Gefühle, weil sie so stark sind, dass sie dir Angst machen und du zeigst sie Niemandem, weil die Auswirkungen eine unheimliche Macht haben können. So eine Macht, dass sie dein ganzes Leben verändern können…

Stell dir vor welche Kraft darüber hinaus die Liebe haben kann. Jetzt wird es für dich richtig unheimlich denn Liebe gibt dir das Gefühl schwach zu sein. Du verbindest mit diesem Wort ausgeliefert sein, Schmerz und vor Allem Leid. Es tut dir leid jemals geliebt zu haben. Diesen Fehler begangen zu haben.

Doch jemanden zu lieben ist kein Fehler. Jemandem eine Chance zu geben ist kein Fehler. Jemandem zu vertrauen, jemandem zu glauben und für jemanden da zu sein ist kein Fehler. Einen Fehler macht nur der, der das alles nicht wertschätzt und dir keinen Respekt für dein großes Herz entgegenbringt.

Dieser Teil meines Textes ist der Wichtigste Teil überhaupt. Das ist der Teil bei dem ich dich darauf stoßen möchte, das du nie einen Fehler gemacht hast. Doch bist du bereit mir das zu glauben? Wie kann es ein Fehler sein zu fühlen, zu lieben? Wie kann es ein Fehler sein für jemanden etwas zu empfinden? Verrate es mir, denn ich habe keine Antwort darauf nur die Eine:

Hör auf um jemanden zu kämpfen, der es nicht liebt dich zu lieben.

Denn ja es gibt Menschen die Fehler machen, den Fehler andere Menschen nicht wertzuschätzen, nicht zu lieben. Und ja es kann passieren, dass du dich wieder in so einen Menschen verliebst. Ich möchte auch nicht lügen, sicherlich wirst du nicht Drumherum kommen wieder diesen Schmerz zu fühlen. Doch ich bin mir sicher das dieser Schmerz diesmal anders sein wird und hoffe, dass du dieses Mal aus dem Schmerz kein Leid machen wirst.

Ja und ich wage es dir das Versprechen zu geben, wenn du fühlst, wenn du liebst und wenn du das offen in die Welt trägst, dass dann Jemand kommen wird, der es liebt dich zu lieben!