Rezension zu „Die Liebe empathischer Menschen“

Warum finde ich Erleichterung in meiner eigenen Einsamkeit und warum habe ich das Gefühl die Dinge anders wahrzunehmen?

Eine sehr lange Zeit war ich sehr oft sehr verärgert und enttäuscht von anderen Menschen ohne es hätte sein zu müssen. Denn meine Verärgerung und Enttäuschung erwuchsen aus einem Missverständnis, der Denkweise, dass nicht nur ich die Dinge und Gefühle so wahrnehme, sondern auch alle anderen. Heute weiß ich, dass es empathische Menschen mit dieser besonderen Gabe gibt und dass diese Gabe nicht der Normalität entspricht.

Seit ich das weiß, lese ich viel über Empathie so auch dieses Buch von Luca Rohleder „Die Liebe empathischer Menschen“ in dem der Autor die einzelnen Lebensphasen der empathischen Liebe beschreibt.

Der Klappentext

Aufgrund ihrer hohen Feinfühligkeit stellt die Liebe für empathische Menschen nicht nur das größte Glück auf Erden dar, sondern kann auch seelische Verletzungen hervorrufen. Für das empathische Wesen ist es infolgedessen wichtig, mit der Liebe keinen Schiffbruch zu erleiden. Dieses Buch zeigt auf, wie Sie positive Liebeserlebnisse mehren und zugleich leidvolle aus Ihrem Leben nachhaltig verbannen können.
Alles in allem erhalten Sie ein Grundlagenwerk zu allen Facetten der empathischen Liebe. Der hochsensible Autor Luca Rohleder empfiehlt einen persönlichen Wachstumsprozess, den er in verschiedene Lebensphasen aufteilt. Dabei beginnt er schon mit der empathischen Prägung kurz nach der Geburt, geht weiter über die ersten Liebeserfahrungen und endet mit der Liebe im fortgeschrittenen Alter. Durch diese Beschreibung unterschiedlicher Liebesphasen wird deutlich, dass das Leben vieler empathischer Menschen auffällig oft Parallelen aufweist, wenn es um glückliche oder auch unglückliche Momente der Liebe geht.
Mithilfe eines vom Autor entwickelten alternativen psychologischen Erklärungsmodells, werden Sie sich selbst, Ihren Partner sowie Ihre Liebesbeziehungen besser verstehen lernen und die Geheimnisse der empathischen Liebe werden Ihnen offenbar.

Empathie ist eine Gabe

Die empathische Gabe entscheidet sich von Geburt an. Empathen unterscheiden sich von Nicht-Empathen dadurch, dass sich bei ihnen die Urinstinke nicht vollständig aufgelöst haben. Diese Erkenntnis die der Autor mir da offenbart hat, hat mich wirklich fasziniert. Empathie ist nichts was man einfach so lernen oder verlernen kann. Entweder man hat sie oder eben nicht. Als Empath fühlt man sich schon recht früh irgendwie fremd. Ein sehr interessanter Absatz war für mich in diesem Buch mein beliebtes Thema Smalltalk. Dieser kann für uns Empathen nämlich irritierend und kräftezehrend sein, weil wir unterschwellig die wahren Gefühle der Gesprächspartner wahrnehmen. Ich selbst konnte das für mich selbst nie so gut in Worte fassen oder erklären, warum ich Smalltalk meide, davon nichts halte und mich danach oftmals einfach nicht gut fühle. Ich merke einfach den Unterschied, ob jemand wirklich nett ist oder nur so tut. Da die meisten nur so tun, ist es für mich schwer zu ertragen und ergibt für mich überhaupt keinen Sinn. Zudem muss ich mich oftmals zusammenreißen die Personen nicht mit ihrem aufgesetzten Verhalten zu konfrontieren.

Menschliche Werte

Hier kommen wir nochmal auf mein zwischenmenschliches Missverständniss. Für mich und ganz besonders für mein Gewissen ist absolut klar, was sich gehört und was nicht. Deswegen habe ich es auch nie für nötig gehalten andere darauf hinzuweisen, weil ich davon ausgegangen bin, dass diese Werte, der Unterschied von Gut und Böse jedem so klar sind wie mir. Das ist aber gar nicht der Fall. Nur die empathischen Menschen verfolgen diese hohen menschlichen Werte auch in Bezug auf die wahre Liebe. Diese Tatsache bereitet mir persönlich immer wieder zwischenmenschliche Probleme. Hinzu kommt, dass empathische Menschen im Gedächtnis Verletzungen ansammeln. Ich vergesse nichts, vorallem nicht die schlechten Gefühle, die ich bei bestimmten Situationen oder Äußerungen hatte. Das führt oftmals dazu, dass ich mich in etwas hineinsteigere und irgendwann ausraste ohne das die betroffene Person versteht, wie das passieren konnte. Dieses Problem ist durch die beiden „empathischen Probleme“ entstanden, nämlich durch meine hohe Moralvorstellung und mein Schweigen in gewissen Situationen, weil ich davon ausgehe, dass die Person das doch selbst merken muss. Dadurch erstelle ich ein zeitversetztes Problem, welches im Nachhinein nur noch ich selbst verstehe.

Pausen

Ich brauche regelmäßige Weltpausen. Das Gehirn empathischer Menschen läuft regelmäßig auf Hochtouren, weil wir mehr Eindrücke wahrnehmen, verarbeiten und zerdenken. Aus diesem Grund brauchen wir immer mal wieder Zeit für uns alleine. Ich merke heute sofort, wenn es wieder Zeit für eine Pause ist, es ist so als würden meine Gefühle über mir zusammenfallen.

Empathische Liebesbeziehungen

Ich finde empathische Liebesbeziehungen wundervoll und wünschte jeder wäre in der Lage so eine tiefe Zuneigung für eine andere Person zu empfinden. Natürlich hat das intensive fühlen auch immer seine Schattenseiten. In einer Partnerschaft übernehmen wir nämlich die Stimmung des Partners, das ist nicht immer leicht. Mir kann es nicht gut gehen, ohne dass es meinem Partner gut geht und das halt im kleinsten Detail. Sprich wenn mein Partner einfach nur mal schlechte Laune hat übernehme ich diese ebenfalls.

Schlafen mit dem sechsten Sinn

Die empathische Gabe zeichnet sich durch den sechsten Sinn aus. Das Buch empfiehlt die Gedanken, die uns nach dem Aufwachen einfallen zu notieren. Ich selbst habe das noch nicht ausprobiert finde die Empfehlung aber sehr interessant und werde das demnächst mal versuchen. Es heißt, dass die Ideen, die uns morgens einfallen am ehesten von unserem inneren Wesen stammen. Daher sollten wir Empathen unser Schicksal eher in die Hände des Schlafs legen, so lösen sich die Probleme dann wie von alleine.

Handlungstempo

„Empathische Menschen zeigen selten schnelle Handlungsmuster.“ Dieser Satz in dem Buch hat mich zum Dauernicken gebracht. Es ist so wahr. Bei einem intellektuellem Wettkampf mit Nicht-Empathen tue ich mich extrem schwer und gewinne diesen selten, da ich einfach nicht schlagfertig und spontan bin. Ich versuche es heute aber auch gar nicht mehr. Zudem bin ich eher der schriftliche Typ ich brauche die Möglichkeit meine Gedanken in Ruhe ordnen zu können, manchmal auch über mehrere Tage, weil es soviele sind. Es ist also nicht so, dass ich zu einem Thema keine Gedanken habe, es ist eher so, dass ich zuviele Gedanken habe und ich deswegen nicht schnell handeln kann.

Warum ich dieses Buch empfehle

Für mich ist das Buch von Luca Rohleder ein Buch welches mir in vielen Dingen aus dem Herzen spricht. Auch liebe ich persönlich seine Ausflüge in die Quantenphysik. Ich kann jedem Empathen aber auch Nicht-Empathen dieses Buch empfehlen, man wird einfach vieles besser verstehen.

An alle Empathen da draußen denkt immer daran, wir wurden als Helden der Liebe geboren.

Bist du auch ein Empath oder möchtest Empathen besser verstehen? Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar!

(Quelle: Die Liebe empathischer Menschen Luca Rohleder, dielus edition, ISBN: 978-3-9822120-8-1, Preis: EUR 22,00)

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt.

2 Gedanken zu “Rezension zu „Die Liebe empathischer Menschen“

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